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  • Hallo ihr...
    komme grade wie immer aus dem Tierheim und bin völlig aufgelöst und heule mir die Augen aus....
    Es war jetzt der dritte Spaziergang den ich mit dem Hund gegangen bin...immer ganz lieb und ok und das Problem bei ihm is, dass er schnappt.
    Bei mir noch nie...und jetzt wo Tobi weg ist, wollte ich wieder ne neue Vertrauensbeziehung zu nem Hund aufbauen und ich hab so langsam zu dem Rüden Vertrauen aufgebaut...heute war auch ganz ok und dann sind wir wieder zurück zum TH, ich hab ihn in den Zwinger gebracht, dann wollte ich ihn ableinen und dann plötzlich hing er mir am Arm, hat auch nicht mehr losgelassen und selbst nach anschreien (ausm Reflex heraus) und schütteln das Armes (was sich als sehr schwer erwies) ließ er nicht ab....nach gefühlten 5 Minuten (in Wahrheit eher nur so 10 sekunden oder 20)...
    Ich habe ihn natürlich nicht geschlagen oder ihn sonstwie wehgetan nur halt angebrüllt...
    Naja und verletzt hat er mich auch nicht, zum Glück hatte ich ne dicke Jacke an, und die ist natürlich an der Stelle kauputt...

    Nur ich weiß nichtmehr weiter...habe null Vertrauen mehr in Hunde, will auch gar nicht mehr...wir hatten vor uns jetzt irgendwann einen anzuschaffen nur ich will einfach nicht mehr...ich bin von Natur aus sehr sensibel, aber ich kann einfach nicht mehr...

    gibts hier andere die so eine Situation schonmal erlebt haben???
    Wie habt ihr euch gefühlt, wie habt ihr weitergemacht??

    Caro

  • schau mal hier:
    Schock...

  • Hallo,
    ein Hund bleibt ein Hund und sowas kann immer mal passieren.
    Vielleicht solltes du das ganze erstmal sacken lassen und in ein paar Tagen noch mal neutral darüber denken und ggf. an der Angst arbeiten.

  • Warum Hund zupackte kann man nicht aus der Ferne bewerten......aber aus dem selben Reflex aus dem Du deinen Arm geschuettelt hast, hat Hund dazu motiviert fester zu packen und nicht abzulassen.

    Ich weiss, ist schwerer getan als gesagt, aber wenn ein Hund wirklich an Dir dran haengt musst Du ruhig halten.....je mehr Du dich bewegst desto vehementer wird der Hund.

  • es ist halt schwer, von einem Hund, der bisher bekannt war bissig zu sein, plötzlich zu erwarten, dass alles super läuft...das abzugewöhnen braucht ein grosses Vertrauen und viel Übung...sei nicht böse auf Hundi, wer weiss was der alles schon erlebt hat...da können ein paar Spaziergänge mit einer lieben Frau nicht alle Probleme auflösen...

  • ich verstehe allerdings vom tierheim nicht, wie man eine jugendliche mit einem hund gassi gehen lässt, wenn bekannt ist, das er schnappt. in unserem tierheim ist es erst ab 18 erlaubt und auch nur mit schulung.

  • Ich bin ganz und gar nicht böse auf den Hund...natürlich kann es sein, dass er schlechtes erlebt hat und durch irgendetwas dieser Schutzmeschanismus ativiert wurde...
    tagakm:
    Nein wie gesagt es ist schwerer gesagt als getan...ich habe mich halt total erschrocken...und in dem Moment habe ich einfach nicht darüber nachgedacht was zu tun ist....

    @borderlove:
    Es wurde von der Familie nicht gesagt er würde feste zubeißen, nur aus Eifersucht schnappen... und böse bin ich natürlich nicht....und behauptet das ich sowas wie ne "Wunderheilerin" wäre, nur weil er mit mir spazieren geht, dass alles wieder gut wird habe ich auch kein bisschen behauptet...

    beagle25:
    da kann man dem Tierheim keinen Vorwurf machen, jeder geht auf eigenen Verantwortung raus und man wird voher aufgeklärt, Regeln werden erklärt und ich kenne viele Tierheim, wo es diese Schulung nicht gibt....
    Sie haben mich ja vorgewarnt in dem Sinne, aber ich war einfach zu blauäugig...


    Mehr würde es mich allerdings interessieren, ob mir jemand wertvolle Tipps geben kann, der sowas schonmal erlebt hat und wie derjenige damit fertiggeworden ist, anstatt nur Vorwürfe gegen das Tierheim zu hören oder was ich hätte machen können..
    Nehmt es mir nicht böse, natürlich könnt ihr eure Meinung äußern, aber ich würde gerne lieber Tipps dazu bekommen, wie ich mich jettzt verhalten soll...immer nen anderen Hund nehmen und auf keinen Fall meh den, oder auch erstmal Abstand nehmen von Hunden?
    Oder wie beim Fallen von Pferd, sofort wieder "drauf" und somit gar nicht erst ne Barriere aufkommen lassen...?

    Caro

  • Hallo,

    Vertrauen wieder aufzubauen ist nicht immer leicht. Vor allem sind Hunde ja verschieden.
    Als Beispiel:
    nur weil man als Kind von einem Fremden eine Ohrfeige bekommen hat, sind ja nicht alle Fremden böse und schlagen!
    Das aber setzt voraus, dass man mehrere Fremde trifft wo nichts passiert und dadurch diese eine negative Erfahrung verblasst.

    So ist es auch mit Hunden.
    Du solltest Kontakt zu Hunden suchen die unkompliziert sind und erstmal wieder positive Erfahrungen sammeln.

    Wenn Du über einen Hund nachdenkst, wäre es dann für Dich nicht am besten einen Welpen zu nehmen?
    Klar, Probleme können immer auftreten, aber der Hund hat keine schlechten Erfahrungen sammeln können sofern er aus einer guten Zucht kommt.

    Liebe Grüße

    Steffi

  • Hallo Steffi
    genau so denke ich auch...deswegen werde ich, wenn ich die Motivation wieder bekomme, wahrscheinlich erstmal mit der 9 Jährigen Boxerhündin meiner Tante gassi gehen...die ist seit dem Welpenalter bei denen und es ist noch nie etwas vorgefallen...

    Ich denke auch darüber nach, ob wir nicht einen Wlpen nehmen sollen, aber wir haben keine Zeit dafür :(

    Also sieht es eher so aus, als könnten wir keinen Hund haben....

    Caro

  • Hallo Caro

    Ich kann dich gut verstehen und ja, ich hatte auch mal so ein Erlebnis. :schockiert:

    Ich war 12 Jahre alt und machte in Bayern Urlaub. Da ich sehr tiervernarrt war und immer noch bin, kümmerte ich mich um den Hund der Pension. Ich glaube es war ein Schnauzermix Namens Zampo.

    Er fristete sein Leben in einem Zwinger und bekam nur irgendeine Flüssigpampe mit Reis oder Nudeln zu fressen. Er tat mir leid und ich verbrachte viel Zeit am Zwinger. Es fiel mal ein Butterbrot oder ein Stück Geflügel für ihn ab und er wurde immer zutraulicher. Man war ich glücklich als er das erste mal meine Finger leckte, die ich durch den Maschendraht steckte. Auch drückte er seine Seite an das Gitter, so das ich ihn streicheln konnte. Nach einer Woche kam er mir schon freudig entgegen und pfiepte vor Freude.

    Als ich anfragte ob ich ihn ausführen darf, gab man mir eine Leine und ich lief mit ihm über Wiesen und Hügel. Natürlich blieb er an der Leine und wir beide waren sehr glücklich. Zampo genoss die Ausflüge und wurde immer anhänglicher. Noch eine Woche später durfte er ohne Leine laufen und es klappte wunderbar.

    Dann kam der Tag den ich nie veressenn werde. :sad2:

    Ich holte Zampo aus dem Zwinger und wir liefen unseren bekannten Weg. Auf einem Hügel machten wir Rast und er lag neben mir.

    Ohne Vorwarnung und aus dem Nichts sah ich auf ein Mal seinen bösen Blick und ehe ich mich bewegen konnte, griff er mich an.
    Immer und immer wieder biss er in meine Arme und Beine. Ich schlug wie eine Irre, um mein Leben kämpfend, mit der Leine auf den Hund ein bis er abließ und sich ins Gras legte.

    Er schien wieder ganz normal zu sein und sein Blick war entspannt.
    Ich zitterte am ganzen Körper und ich schaute mich hilfesuchend um, doch ich konnte niemanden sehen. Vorsichtig näherte ich mich dem Hund, der immer noch entspannt im Gras lag und mich freudig anschaute. Doch ich traute ihm nicht mehr und näherte mich nur zögernd.
    Nachdem ich ihn zitternd angeleint hatte, hielt ich ihn mit gestrecktem Arm von mir weg, falls er noch mal so austicken sollte.
    Vollkommen fertig kam ich in der Pension an, sperrte den Hund in seinen Zwinger und bin nie wieder hingegangen.

    Durch den Schock habe ich keine Schmerzen gespürt und ich bin wohl noch mal gut weggekommen, da ich so schnell reagiert hatte.
    Tiefe Wunden hatte ich nicht, doch viele, tiefere Zahnabdrücke, Schürfwunden und Prellungen um die Bissspuren herum.

    "Diesem" Hund hätte ich nie wieder vertraut und ich hatte auch Alpträume.
    Ich weiß nicht was diesen Hund so aggressiv und ausklinken ließ, doch verfolgte mich dieses Ereignis noch eine gewisse Zeit. =)

    Meine Tierliebe hatte ich nicht verloren und auch nicht meine Liebe zu Hunden. Ich lernte noch viele Hunde kennen und mit 20 Jahren holte ich meinen ersten Hund aus dem Tierheim. Er war 4 Monate jung und ein toller Begleiter. 2 Jahre später kam klein Gina mit 9 Wochen dazu und sie waren ein tolles Team.

    Heute haben Männe und ich 3 Hunde (2 x 8 Jahre und 1 Jahr). Rowdy kam mit 9 Wochen aus dem Tierheim zu uns, Buffy unsere geschundene Seele mit 5 Monaten aus Bulgarien und Fussel, ein Vermehrerhund aus Polen, über einen Privathaushalt und der viel zu früh verkauft wurde (4-5 Wochen).

    Wir bereuen nicht 1 Minute mit den Fellnasen!!

    Entweder gönne dir eine Auszeit oder frage im Tierheim nach einem unkomplizierten Hund, der nur darauf wartet von dir in ein schönes Leben entführt zu werden.

    Es wäre doch schade wenn dieses Erlebnis dich so geschockt hat, das andere Fellnasen keine Chancen mehr bekämen. ;)

  • Hallo Caro,

    lass den Kopf nicht hängen. Es ist halt leider so, dass ein Hund aus dem Tierheim manchmal ein Überraschungspaket ist, gerade bei den Fällen aus problematischer Haltung.

    Man bekommt zwar meistens eine Auskunft über den Hund, aber eben keine genaue.

    Jemand in unserem Bekanntenkreis hat z.B. einen Straßenhund aus Spanien aufgenommen. Am Anfang hat dieser Hund total abgedreht, wenn jemand schwarze Anzugschuhe anhatte.

    Unsere Erklärung dafür ist, dass ein Straßenhund in Spanien, wenn er Hunger hat, wahrscheinlich die Nähe von Restaurants sucht und dort evtl. von den Kellnern getreten wurde.

    Diese Macke konnte vorher niemand erahnen, sie ist auch im TH nicht aufgefallen. Klar, welcher Tierpfleger oder Gassigänger trägt schwarze Anzugschuhe???

    Du bist bei dem Hund aus Versehen auf den Auslöser gekommen.

    Aber deshalb brauchst Du keine Angst vor Hunden zu haben.
    Das einzige was Du daraus lernen kannst, ist, das es länger dauert als Du dachtest, bis der Hund zu Dir Vertrauen fasst,

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