Hündin rennt beim Gassigehen weg!

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  • Hallo alle zusammen!
    Wir haben ein kleineres Problem wo wir eure Meinung brauchen.
    Wir haben im Dezember eine 3jährige Shi-Tzu-Mischlingsdame gekauft.
    Sie lebte bis dato in einer jungen Familie mit einem kleinen Kind und noch einer Yorky-Dame.
    Sie kannte wohl kein Gassi-Gehen da diese Familie einen Garten hatte und unsere Hündin meist dort nach draußen gelassen wurde.

    Als wir sie gekauft haben war eigentlich alles i.O., sie war natürlich verängstigt , aber stubenrein usw. war alles kein Problem.
    Die ersten paar Wochen gingen wir mit der Leine Gassi und man merkte sie hat vor ALLEM Angst, ob es nun der Wind ist der etwas stärker bläßt oder beimLaufen das knacken des Eises oder andere Hunde-und vorallem das-SCHRECKLICH!!
    Nach einiger Zeit ließen wir sie jem´doch ohne Leine laufen und das hat einige Wochen auch gut geklappt sie hat gehorcht ,kam auf Rufen hin ohne Probleme zurück.
    Bis vor zwei Wochen.
    Wir gingen Gassi und eine Frau kam mit ihrem Rüden auf uns zu- unsere Hündin zog den Schwanz ein und verkroch sich ständig hinter mir.Der Rüde beschnupperte sie aber nur kurz und sein Frauchen und er liefen dann weiter.Seit diesem Tag an ist unsere Hündin wie umgekrempelt1
    Sie hat noch mehr Angst, zieht wie wild an der Leine-wenn ich sie ohne lLeine laufen lasse dann rennt sie wieder zurück-also will nach hause.Ich kann sie dann mit NICHTS locken.weder Spielzeug noch Leckerlis.Sie hört mich überhauptnichtmehr!Und dann habe ich natürlich Angst das sie auf die Straße irgendwann rennt...Wobei wir immer Feldwege laufen aber, egal -auch auf anderen Wegen ist sie so komisch.Also nicht nur dort wo das mit dem Hund passiert ist.Sie läuft mit mir ohne leine bis zur Mitte des Feldes ca. und dann plötzlich wie von der Tarantel gestochen dreht sie sich um und rennt wie wild zurück.und Dann schaut sie immerwieder zu mir zurück aber reagiert auf meine Rufe überhauptnicht!
    Was soll ich nur tun?
    Ich möchte ja gerne das sie sich austobt beim Laufen aber so an der Leine stets, das ist doch was für Rentner!
    :D
    Habt ihr Tips für mich?

  • Es gab mal diese Folge mit Martin Rüter wo er das Herrchen mit Stuhl rausgeschickt hat. (ist vielleicht nicht das passende Wetter dazu)

    Der musste rausgehen mit dem Hund an der Leine und sich dort nach 10 Metern auf den Stuhl setzen bis der Hund sich beruhigt hat. Kein Einreden auf den Hund, keine Kommandos, nur da sitzen.
    Wenn der Hund sich beruhigt hat, wieder ein Stück weiter. Der Stuhl diente nur dazu, dass der Mann nicht die ganze Zeit stehen musste.

    Ich würd das hier auch so machen (nimm dir ein Buch mit ;)) Ein Stück gehen, Buch lesen/Telefonieren/etc, wenn Hund sich beruhigt hat, weitergehen. Locke sie nicht, rede nciht auf sie ein, nix, sei einfach nur da. Nach hause gehts nur wenn sie ruhig ist, wenn sie sich aufregt bleibst du stehen.

  • Besorg dir eine lange Schleppleine und übe mit ihr.
    Sie muss Vertrauen zu Dir aufbauen.
    Kannst zb. Leckerlis draußen verstecken die sie dann suchen muss.
    Kannst auch gut an der langen Leine den Gehorsam üben.

  • So lange sie panisch wegrennen kann, muss sie an die Leine, sonst gefährdet sie sich und andere.
    Alternative ist die Schleppleine. Die hängt am Hund, schleift hinterher auf dem Boden und du kannst drauftreten, wenn der Hund durchstartet.

    Das Blöde ist: Wenn sie durchstartet, hat sie sich der Situation erfolgreich mit Flucht entzogen. Sie lernt aber nur, wenn sie sich mit der Situation auseinander setzt, dass die Situation anders als durch Flucht zu überleben ist. Auch deshalb (nicht nur wegen der Gefährdung) ist das Weglaufen unbedingt zu verhindern.

    Weiteres Problem: Der Hund lernt nur unterhalb der akuten Panikschwelle. Hat der Hund erst einmal Panik, ist das Kind in den Brunnen gefallen (Tunnelblick usw). Nur ist es bei den ganzen Umweltreizen nicht möglich, für eine kontrollierte Reizzufuhr zu sorgen, die unterhalb der individuelle und Tagesform abhängigen Panikschwelle deiner Hündin liegt.

    So wie es klingt, fehlt deiner Hündin ganz gravierend etwas an Prägung und Entwicklung. Ich würde deshalb eine Hundeschule suchen, die sich mit Angsthunden und mit schlecht sozialisierten Hunden auskennt. Dort fallen viele Situationen an, in denen du Anleitung erfährst und durch diese Häufung können dein Hund und du vermutlich schneller weiter kommen als durch Einzelexperimente.
    Du brauchst jetzt einen langen Atem - aber es lohnt sich.

    Mir hat die Hundeschule sehr geholfen, erst einmal auf die Reihe zu bekommen, was es heißt, so einen Hund zu haben. ich habe einen Blick für den Hund und die Situationen entwickelt. Irgendwann hat man das drauf und kommt auch alleine klar. Aber die vielen kleinen Fehler, die man gerade aus Mitgefühl bei einem unsicheren Hund machen kann - ich würde lieber jemand drauf gucken lassen und mich (zumindest anfangs, bis "Grund drin ist") anleiten lassen.

  • Ich schliesse mich Bigjoy an. Auch ich habe meine Probleme mit Seppi.
    Wenn er erst einmal in Panik ist, hilft nichts mehr als im Fluge nach Hause.
    Ich versuche halt auch ihn an immer mehr Reize zu gewöhnen.
    Ich denke bei der kleinen Hündin war es am Anfang einfach so, dass sie keine Lösung kannte, da sie neu bei euch war. Aber jetzt kennt sie euch und versucht mit ihrer Panik durchzukommen.
    Ich merke z.B. dass Seppi mit der Hundetrainerin viel Respektvoller und weniger in Panik verfällt. Da laufen ganz andere Signale.

    Auf jeden Fall: nicht trösten - ignorieren, gelangweilt tun, und langsam weiter gehen-
    Es hat bei uns schon etwas geholfen.

  • Zitat

    Ich möchte ja gerne das sie sich austobt beim Laufen aber so an der Leine stets, das ist doch was für Rentner!

    Versuche mal diesen Gedanken fallen zu lassen ..

    (ich weiss, ist leichter geschrieben als getan)

    Die Leine gibt Deiner Kleinen zur Zeit die nötige Sicherheit.
    Wie bei nem kleinen Kind, das man an die Hand nimmt. ;)
    Das würde ich auch ruhig noch eine ganze Weile so durchführen - bis sie mehr Vertrauen und Bindung zu Euch aufgebaut hat.
    Bei meinen Tierschutzhunden hab ich jetzt schon dreimal erlebt, das das bis zu einem Jahr dauert, bis die sich wirklich öffnen.

    Parallel kannst Du kleine kurze Übungseinheiten machten - mitten auf dem Feld im Freilauf kurze Spiele einbauen, bissi Unterordnung (Platz und Bleib z.B.), vielleicht Apportiertraining, oder Fährte ...
    Und für den Heimweg wieder an die "sichere" Leine.
    So verliert sie die Angst vor dem Freilauf und verknüpft ihn mit tollen Erlebnissen.

    Ihre Unsicherheit vor anderen Hunden wirst Du kaum ohne Hundeschule wegtrainieren können - in einer guten Schulen kannst Du gezielt Begegnungen trainieren. Grade so, das die Kleine es gut verkraftet und mutiger statt ängstlicher wird.

    Der Schnüffelkontakt mit diesem Rüden war einfach zu viel für sie - und obwohl Du dabei warst hast Du sie nicht davor geschützt. Das wird für lange Zeit nun Deine Aufgabe sein - halte andere Hunde auf Abstand.

    Schleppleine ist auch gut damit sie etwas mehr Radius hat - aber wie schon geschrieben, lass die Leine nicht fallen. Die Kleine braucht die Leine - noch.

  • Hallo,

    ich würde sie auch an eine Schleppleine machen. Alles andere bringt Dich und sie auch nicht weiter.

    Kennst Du Menschen mit Hunden?
    Wenn ja, dann geht einfach mal zusammen spazieren, aber ohne die Hunde aneinander zu lassen, sondern in gebührendem Abstand nebeneinander her.
    Dieser andere Hund sollte dann auch nicht zu wild sein, sondern gut erzogen und nicht ständig zu Deiner rüber wollen.

    Ein Hundeverein ist eine gute Sache und ich kann Dir auch nur dazu raten.

    Liebe Grüße

    Steffi

  • Ich habe jetzt nicht die ganzen antworten gelesen, aber ich kann dir sagen wie ich es machen würde.

    Erstens würde ich sie nicht mehr von der leine lassen sondern nur max. 2 meter.
    Daran würde ich erst einmal mit ihr üben das sie euch vertrauen kann und keine angst haben muß.
    Wenn das klappt würde ich es auf eine 10 meter schlepp übertragen.

    Weiter würde ich auf jednefall eine gute Hundeschule besuchen, damit sie lernt das Hunde nicht böße sind, und alles andere auch nicht schlimm ist.

    es wird eine harte arbeit, aber es wird sich lohnen ;-)
    Aber laßt sie nicht mehr von der leine, panische hunde können unberechenbar sein.
    Sprich in die falsche richtung laufen wo eventuell autos sind ect.

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