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Und schon wieder: Kind gebissen!

Was sonst nirgendwo reingehört.

Moderator: DF-Mods

Beitragvon Evemary_Pablo » 26.05.2010 21:05

obstihj hat geschrieben:Hallo,

ich habe heute in der Welt Kompakt (Online) ein sehr interessantes zum Thema passendes Interview gefunden.
Ich hoffe die Einstellung verstößt nicht gegen Regeln, sollte es so sein, bitte ich einen Mod den Beitrag zu löschen!


Woran erkenne ich, dass ein Hund gleich beißt?
[b]Von Michael Miersch 25. Mai 2010, 20:30 Uhr [/b]

Nach zwei tödlichen Attacken auf Kinder ist die Diskussion über den Umgang mit gefährlichen Hunden neu aufgeflammt. Hundetrainer Martin Rütter (TV-Reihe: "Der Hunde-Profi") fordert im Gespräch mit WELT ONLINE, einen Hundeführerschein einzuführen. Halter würden Warnsignale oft nicht erkennen.

Hunde sind Beutegreifer. Ihnen muss deshalb immer gezeigt werden, dass der Mensch der Ranghöhere ist

WELT ONLINE: Herr Rütter, warum geschehen immer wieder solche schrecklichen Hunde-Attacken?

Martin Rütter: Diese schlimmen Ereignisse haben immer eine Vorgeschichte. Das stellt sich jedes Mal heraus, wenn ich gerufen werde. Die Hunde kündigen das lange vorher an, aber die Halter erkennen die Warnsignale nicht. Ein Hund, den ich gerade im Training habe, hat einem vierjährigen Kind die Achillessehne durchgebissen. Die Leute erzählten mir, der kümmert sich immer so nett um das Kind. Doch was die als „Kümmern“ betrachtet haben, war die pure Aggression. Dieser Hund hat das Kind ständig fixiert und ist stocksteif hinter ihm hergegangen. Das ist aus Hundesicht eine sehr ernste Drohung. Fast alle Unfälle hängen damit zusammen, dass die Leute ihre Hunde nicht einschätzen können.

WELT ONLINE: Steckt die Aggression in den Genen, sind Kampfhunde generell gefährlich?
Rütter: Es ist schwer zu definieren, was überhaupt ein Kampfhund ist. Natürlich gibt es Rassen, die wurden früher gezüchtet, um zu kämpfen – aber um gegen Hunde zu kämpfen. Es ist natürlich vom Kräfteverhältnis ein Unterschied, ob ein Pitbullterrier ausrastet oder ein Zwergpudel. Man kann aber nicht generell sagen, dass einzelne Rassen gefährlich sind. Auch die Statistik der Beißunfälle spricht dagegen.

WELT ONLINE: Steckt in jedem Hund ein Rest von Unberechenbarkeit?
Rütter: Ein Hund ist und bleibt ein Beutegreifer. Mit Hund und Kind gibt es immer ein Restrisiko, auch wenn es noch so liebe Hunde sind. Ich habe vier Kinder und natürlich auch Hunde. Wir lassen unsere Kinder mit den Hunden nie allein.

WELT ONLINE: Sind Zuchtverbote für bestimmte Rassen vernünftig?
Rütter: Zuchteinschränkungen sind sinnvoll. Denn bestimmte Rassen sind schwieriger als andere. Die sollte nicht jeder Ahnungslose züchten dürfen.

WELT ONLINE: Um welche Rassen geht es meistens, wenn Sie zu aggressiven Hunden gerufen werden?
Rütter: Häufig um solche, die als besonders lieb gelten. Weil die Halter glauben, die sind so nett, die muss man nicht erziehen.

WELT ONLINE: Was ist der häufigste Fehler der Hundebesitzer?
Rütter: Zu wenige Regeln. Die sind gerührt von den süßen Welpen und erlauben ihnen alles. Es muss jedoch von Anfang an klare Regeln und Tabus für den Hund geben. Oft suchen die Besitzer viel zu viel Körperkontakt, streicheln und kuscheln ständig. Die Leute wollen der Kumpel ihres Hundes sein. Hunde missverstehen das und werden dann ihrerseits distanzlos.

WELT ONLINE: Sind Hundeführerscheine eine Lösung?
Rütter: Die Lösung schlechthin. Jeder darf einen Hund besitzen, ja sogar züchten oder eine Hundeschule aufmachen. Unfälle passieren, weil die Besitzer keine Ahnung von den Tieren haben. Da ließe sich mit einer relativ kurzen Schulung der Grundkenntnisse viel verbessern.

WELT ONLINE: Der Thüringer Innenminister hat vorgeschlagen, die Hunde in Gewichtsklassen einzuteilen und ab einer gewissen Größe Leinenzwang oder andere Auflagen zu erteilen.
Rütter: Das ist auf jeden Fall vernünftiger als Rasselisten.

WELT ONLINE: Warum sind Kinder so oft Opfer?
Rütter: Weil sie sich aus Hundesicht noch distanzloser benehmen als Erwachsene.

WELT ONLINE: Oft beißt der eigene Hund zu...
Rütter: 85 Prozent der Beißattacken finden in den Familien statt, zu denen der Hund gehört. Da ja nicht jeder den Biss seines eigenen Hundes meldet, sind es wohl in Wahrheit 99 Prozent. Oft sind solche Hunde schon über Monate genervt und frustriert, aber die Besitzer erkennen es nicht.

WELT ONLINE: Was tun bei einer Hunde-Attacke?
Rütter: Wenn man irgendwas zur Hand hat, sollte man es nach dem Prinzip Stierkampf versuchen. Der Hund beißt in das, was er erwischen kann. Wenn der Hund sich bereits verbissen hat, gibt es kein Patentrezept, das ist ein absoluter Ausnahmezustand. Ich würde mich entschlossen wehren.

WELT ONLINE: Man liest immer wieder von schwersten Gesichtsverletzungen.
Rütter: Das ist nicht gezielt. Der Hund beißt in das, was vor seiner Schnauze ist. Bei kleinen Kindern ist der Kopf auf Kopfhöhe eines großen Hundes.
Rütter: Wenn der Körper sich versteift, ist Alarmstufe rot. Solange ein Hund in Bewegung ist und mit dem Po wackelt, passiert meistens noch nichts.

obstihj


super statement von herrn rütter :gut:

welche rassen er für bedenklich halten würde, würde mich noch interessieren, aber da schreib ich ihn mal an.
LG
Eve & Amy
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Ein Hund tut Dir nur einmal weh im Leben, wenn er stirbt :-(
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Beitragvon schnauzermädel » 26.05.2010 21:06

@Greta
Hier kannst du die Zahlen der für unser Ministerium relevanten Rassen für NRW über mehrere Jahre.
Aber auch diese Zahlen darf man nicht "einfach so" übernehmen, auch wenn sie die Anzahl der Hunde, die gehalten werden, in Relation setzen.
Denn wenn von einer Rasse nur sehr wenig Hunde gehalten werden und einer wird auffällig, dann steigt die "Auffälligkeit der Rasse überproportional".
Außerdem werden hier natürlich nur die gemeldeten Vorfälle ausgewertet. Aber die Bereitschaft einen Vorfall zu melden hängt stark von der Rasse ab. Ein Soka-Zwischenfall wird eher aktenkundig als ein gleichschwerer Vorfall mit z.B. einem Labbi, da geht es oft nur an die Versicherung.
Und kleine Hunde werden bei uns gar nicht erfasst.

LG
das Schnauzermädel
Wer die Dunkelheit fürchtet, kennt die Grausamkeit des Lichtes nicht.

Es ist gut zu wissen, dass der Hund an sich gar keine Fehler zu machen in der Lage ist. Er reagiert höchstens anders, als wir es wünschten und erhoffen.
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Beitragvon sinaline » 26.05.2010 21:21

Abessinierin hat geschrieben:http://intern.atn-ag.ch/content/view/201/75/

und ohne weitere Worte

Birgit


Das ist doch ein ganz normaler Bericht über das Teritorialverhalten bei Hunden...es hat doch keiner bestritten, das Hunde in eine Wehrstellung gehen und angreifen können :???:
...aber wo bitte schön steht dort, das Hunde gleich alle zerfleischen und töten...
und wenn Du der Meinung bist, das Dein Hund fremde Menschen ohne Hemmung töten würde, dann würde ich mir an Deiner Stelle diesen Bericht besonders gut durchlesen...
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Beitragvon Abessinierin » 26.05.2010 21:25

sinaline hat geschrieben:
Abessinierin hat geschrieben:http://intern.atn-ag.ch/content/view/201/75/

und ohne weitere Worte

Birgit


Das ist doch ein ganz normaler Bericht über das Teritorialverhalten bei Hunden...es hat doch keiner bestritten, das Hunde in eine Wehrstellung gehen und angreifen können :???:
...aber wo bitte schön steht dort, das Hunde gleich alle zerfleischen und töten...
und wenn Du der Meinung bist, das Dein Hund fremde Menschen ohne Hemmung töten würde, dann würde ich mir an Deiner Stelle diesen Bericht besonders gut durchlesen...



Du möchtest es nicht verstehen, oder?

Birgit
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Und ja, der Russell hat Jagdtrieb

Und Nein, nach einer Kastration verträgt er sich nicht mit jedem anderen Hund.

Und: Er spürt den Schmerz genau wie Du- Nur im Gegensatz zu Dir beißt er dann zu!
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Beitragvon sinaline » 26.05.2010 21:30

Abessinierin hat geschrieben:
sinaline hat geschrieben:
Abessinierin hat geschrieben:http://intern.atn-ag.ch/content/view/201/75/

und ohne weitere Worte

Birgit


Das ist doch ein ganz normaler Bericht über das Teritorialverhalten bei Hunden...es hat doch keiner bestritten, das Hunde in eine Wehrstellung gehen und angreifen können :???:
...aber wo bitte schön steht dort, das Hunde gleich alle zerfleischen und töten...
und wenn Du der Meinung bist, das Dein Hund fremde Menschen ohne Hemmung töten würde, dann würde ich mir an Deiner Stelle diesen Bericht besonders gut durchlesen...



Du möchtest es nicht verstehen, oder?

Birgit



was soll ich nicht verstehn?...nach Deinen ganzen Statements, kann man nur noch verstehen, das Du es als natürlich ansiehst, wenn ein Hund direkt Tötungstendenzen zeigt...also wo hab ich Dich mißverstanden?
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Beitragvon schnauzermädel » 26.05.2010 21:38

Wieso?

Ein ausgeprägtes und sozusagen ausgefeiltes Territorialverhalten plus Gruppendynamik können hochexplosiv werden.

LG
das Schnauzermädel
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Beitragvon Abessinierin » 26.05.2010 21:39

Was hat ein vierjähriges Kind einem Hund, der sein Territorium mit Anspringen und Beißen verteidigt entgegenzusetzen?


wie hier beschrieben z.B. :


4. Vorstürmen in Richtung Eindringling, häufig mit Bellen

5. drohendes Anspringen ev. (nicht immer) mit drohendem Bellen

6. Beissen; in manchen Fällen wird der Eindringling beim Weggehen von hinten gebissen


Was hat eine alte Dame dem entgegenzusetzen, möglichst noch mit Kind auf dem Arm?

Was ist, wenn gleich vier Hunde dieses Verhalten zeigen und sich auch noch eine Gruppendynamik entwickelt?

Birgit
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Und: Er spürt den Schmerz genau wie Du- Nur im Gegensatz zu Dir beißt er dann zu!
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Beitragvon Evemary_Pablo » 26.05.2010 21:43

obstihj hat geschrieben:Hallo,

ich habe heute in der Welt Kompakt (Online) ein sehr interessantes zum Thema passendes Interview gefunden.
Ich hoffe die Einstellung verstößt nicht gegen Regeln, sollte es so sein, bitte ich einen Mod den Beitrag zu löschen!



hi obstihj,

es muss immer eine quellenangabe dazu, hier wäre es diese

http://www.welt.de/vermischtes/article7 ... eisst.html

dann passts ;)
LG
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Beitragvon GesineundArnold » 26.05.2010 21:49

Hier ich hab das gefunden
Scheinen ja hauptsächlich Schäfis zu sein...


18. November 1968 ( Landau, Pfalz): 14 Tage altes Baby von Schäferhund totgebissen Vgl: Bleseke I, S. 57

18. März 1971 (Wunsiedel (Ofr.): Vierjähriger von Schäferhund totgebissen Vgl. Bieseke I.S. 58

2: Januar 1927 (Frankfurt/M): Schäferhunde bissen 73jährigen tot Vgl. Breitel / Luft: "Aggressives Verhalten von Hunden gegnüber dem Tierhalter", in: Archiv für Kriminologie, Bd. 151. Jan.-Jun. 1973, 4951, Bleseke I. 58

23. 08. 1972 (o. O.): Doggen töteten 6-jährigen Knaben (vgl. HAENDEL: „Nochmals: Hunde können gefährlich werden. Deutsche Dogge tötet Kind“, in „Kriminalistik“, 1975 (29), 6, 268 - 269)

25. April 1973 (Waiblingen), Der 10jährige Schüler St. F. von zwei Schäferhunden getötet Vgl. Bieseke I, 117-118

23: März 1974 (Saarland): Deutsche Dogge tötete 6jähriges Nachbarskind (Derzeit nicht nachweibbar, da Kopie z. Zt.verlegt.)

30. September 1974 (Herne): 12jähriger K.-D.K. von Schäferhunden getötet Vgl. Bieseke I, 97

6. Oktober 1974 (Dinslaken): Der 8jährige T.B. von Schäferhunden getötet Vgl. Breitsamer, Fall 1 Bieseke I, 106

Januar bis Juni 1976(Stadt im Schwarzwald): 69järige geistig behinderte Frau von zwei Schäferhunden getötet Vgl: Mittmeyer / Staak / Kraemer. "Über Verletzungsmuster und Identifizierungsprobleme bei Hundebissen", in: Archiv für Kriminologie, Bd. 157, Jan.-Ju. 1976, 172-178

Januar bis Juni 1976: 49jähriger Alkoholiker von Spitz-Dackel-Mischling getötet Vgl. wie vor: Archiv für Kriminologie, bd. 157, Jan.-Jun. 1976, 172-178

Sylvester 1997 (rödental b. Coburg): Zum Verhalten unserer Hunde. Wieder haben Schäferhunde Kinder getötet oder schwer verletzt" Vgl. Wehner in Kriminalistik, 1977, 3, 125-27. Anm. Es handelte sich um einen Leonbergerrüden und eine Schäferhündin, die einen 6jähr. Jungen so stark verletzten, daß dieser nach sieben Stunden verstarb.

Januar 1977 (Karlsruhe): 5jähriger Junge von zwei Schäferhunden getötet (Derzeit nicht nachweisbar, da Kopie z. Zt. verlegt.)

5. April 1977 (Berlin-Frohnau): Deutsche Dogge tötete den 3jährigen E.K. Vgl. Bieseke I, 77; Bieseke II, 80-92, Breitsamer, Fall 2

August 1977(Delmenhorst) Schäferhund oder entlaufener Wolf? tötete 7jährigen Jungen Vgl. N.N. in Kriminalistik, 1977, 10, 474

10. September 1979 (Rothenburg o.d.T.): Schäferhund zerfleischte 82jährige Vgl. Bieseke I, 59-60
1982 (Berlin): Zwei Dobermannhunde töteten 6jährigen Jungen Vgl. Breitsamer, Fall 3

1982 (Recklinghausen): Zwei Schäferhunde töteten 5jährigen Jungen und verletzten die abwehrende Tante Vgl. Breitsamer, Fall 4

März 1983 (Raum Düsseldorf): 34jährige Frau von Ihrem Rauhhaardeckel und Schäferhund-Spitz-Mischling getötet Vgl. Mätzler: "Von Hunden getötet und angefressen" in Kriminalistik, 1983, 12, 634-6.

1983 (München). Sibirischer Husky sprang durch ein Fenster und tötete 10 Tage alten Säugling Vgl. Breitsamer, Fall 5

August 1984 (Straubing): Zwei streunende Schäferhundrüden töteten 79jährigen Pilzsammler Vgl. Breitsamer, Fall 6

16. Januar 1985 (Hannover): Alte Frau von 31 Saluki-Windhunden zerfleischt Vgl. Bieseke II, 48, Breitsamer, Fall 7

Anfang Januar 1985 (Nähe Nürburgring): Schäferhundrüde tötete junge Frau Vgl. Bieseke II, 48, Breitsamer, Fall 8

28. Januar 1998 (Gießen): 10jähriges Mädchen beim Eisschlittern von zwei Schäferhunden getötet Vgl. Bieseke I, Breitsamer, Fall 9

8 Februar 1985 (Straubing): Strafe für Besitzer von "Killerhunden", Schäferhunde hatten Rentner getötet und zwei Personen verletzt Vgl. Bieseke II, 48

18 Mai 1985 (Flensburg): Zwei Schäferhunde fielen über Mädchen her - 11jährige totgebissen Vgl. Bieseke, 49, Breitsamer, Fall 10

2. August 1985 (Peulendorf b. Bamberg): Jagdhund biß 3jähriges Mädchen tot Vgl. Bieseke II, 50

6. August 1985 (Berlin): Biß Dogge 48jährigen zu Tode? - Hundebesitzer ehauptet: Biß stammt voneinem Schäferhund Vgl.Bieseke II, 50


6. Februar 1986 (Frankfurt / M.): Zwei Deutsche Doggen bissen der 61jährigen Arztfrau B.M. die Kehle durch Vgl. Breitsamer, Fall 12

Februar 1988 (Gammelsdorf in Bayern): Schäferhund biß alte Dame tot Vgl. Bieseke, 55

5. November 1988 (Buchen im Odenwald): Pitbulls bissen Kopf ab - Hunde fielen über Züchter her Vgl. BiesekeII, 57


November 1989 (Buchholz/Nordheide): Ein in der Familie lebender Mischlingshund tötet einen Säugling durch Abbeißen des Kopfes.

20. März 1989 (Karlsruhe): Tod eines vierjährigen Jungen durch drei Schäferhunde, die auf dem Rückweg vom Hundeplatz waren.

19. Mai 1989 (Ofterdingen): Tod eines 7jährigen jungen durch zahlreiche Bisse eines Schäferhundes.
September 1990 (Berling-Falkensee): 11-jähriger Bernhardiner tötet seine Besizterin, bei der er bereits 10 Jahre lebte.

Oktober 1990 (Lkr. Rottal-Inn): Rentnerin wird von Ihren drei Boxern getötet. (Berliner Morgenpost v. 17.03.1991)

12. Juli 1993 (Bissendorf bei Hannover): Dogge fügt Mädchen tödliche Bißwunden zu.(FAZ, Ausg. v. 12.07.93 - Rubrik: Politik, 144 Worte)

27. Juni 1994 (Bad Dürkheim): Knochentiefe Bißwunden - Im Juni 1994 fanden Beamten auf einem Bad Dürkheimer Feldweg die Leiche eines 67-jährigen Taxiunternehmers mit zahlreichen knochentiefen Bißwunden. Ein schwarzer Mischling aus Dogge und Jagdhund saß mit blutverschmierter Schnauze daneben und ließ keinen Helfer heran. (Rhein-Ztg. v. 27.6.94: Art:"Kampfmaschinen oder Freunde - An Hunden scheiden sich Geister, ferner FAZ v. 27.6.94: "tatsächlich habe es sich aber um eine Kreuzung aus "Dogge und Jagdhund" gehandelt "Mit einem Verhalten wie bei einem Rottweiler").

3. November 1994 (Halberstadt): Kleine Meldungen (FAZ vom 3.11.1996: "Ein betrunkener Hundebesitzer ist am Dienstag in Halberstadt von seinem Schäferhund totgebissen worden") 87 Worte

Das Datum weist auf einen länger zurückliegenden Vorfall hin – der noch recherchiert wird
Brutale Angriffe „ Juni1995, Frankfurt. Ein American Staffordshire Terrier fällt eine 86 jährige Frau an. Sie stribt im Krankenhaus. ( 149Worte), Sonntagszeitung vom 29.06.1998
Attacke von Kampfhunden
Juni 1995: Text wie vor: Der Halter wird zu 9 Monaten ....“, (Rhein-Main-Zeitung v.28.06.00)

9. April 1996 (Arnsberg): Rottweiler beißen fünfjährigen tod - Tiere bewachten Bordell (FAZ nach dpa in Rubrik: Politik: "Zwei Rottweiler verletzten 5jährigen Jungen tödlich")

10. Juni 1996 (Berlin-Charlottenburg): Vom Schäferhund umgerannte 86-jährige Frau erlag ihren Verletzungen (Berliner Zeitung v. 10.6.1996, ressort: Lokales, Autoer: fh)

10. Juni 1996 (Mörfelden-Waidorf): Kampfhund [Staffordshire-Terrier] biß 63-jährige Frau zu Tode (Berliner Zeitung v. 10.6.1996, Ressort: Nachrichten, dpa: Stuttgarter Zeitung)

26. juni 1996 (Frankfurt/M): Kampfhund [angebl. American Staffordshire] verletzte 86jährige Frau so schwer, daß diese wenig später im Krankenhaus verstarb (Berliner Zeitung v. 26.6.1996, Ressort: Nachrichten: "Auf einen Blick")

23. Juli 1996 (drosendorf bei Bamberg): Kind durch Schäferhund getötet (Berliner Kurier v. 23.7.1996, Berliner Zeitung ebs., Ressort: Nachrichten, FAZ: "das Kind war 16 Monate alt" - 139 Worte)

15. Februar 1997 (Zwickau): Kleine Meldung (FAZ in 66 Worten: "Ein Schäferhund hat am Freitag in Z.einen sieben Tage alten Säugling totgebissen")

28. April 1998 (Bützow oder Dreetz in M.-V.): Theresa (6) von Rottweilern zerfleischt (BILD, Ausg. v. 28.4.98, in Dreetz, hier bissen drei r. die T. tot, FAZ, Ausg. v. 28.4.98, hier in Bützow und ein Rottweiler)

11. Mai 1998 (Milow, Krs. Uckermarkt): Hundehalterin von eigenen Pitbulls getötet- Sie wollte ein Kind beschützen (Berliner Zeitung v. 13.5.98, Ressort: Lokales, Autor: Susanne Rost)

14. Februar 1999 (Stralsund und Mechelen in Belgien): Aggressive Rottweiler töten zwei Kinder (Berliner Zeitung v. 15.2.99, Ressort: Vermischtes, FAZ, 15.2.99, Rubrik "Politik")

2. Februar 2000 [Das Datum weist auf einen länger zurückliegenden Vorfall hin, der noch recherchiert wird.] (Frankfurt(M.): Freispruch für Hundehalter "Ein Hundehalter (22) in Frankfurt/M. wurde vom Vorwurfe freigesprochen, den Tod einer Frau (51) fahrlässig verschuldet zu haben." Grund: "Zur Tatzeit gab es in der Nachbarschaft sechs Rottweiler, und keiner weiß genau, welcher Hund die Frau gebissen hat?" (Berliner Kurier v. 2.2.2000, Ressort: Allgemeines

4. März 2000 (Gladbeck): Hundeangriff. - Bissiger Rottweiler tötet 86-jährige Rentnerin. (Berliner Zeitung v. 6.3.2000, Ressort: Vermischtes)

4. März 2000 (Untergruppenbach): Das Hunde-Chaos Zitat: "Nur wenige Wochen später (Anm.: hier nach zit. Pos. 50) reißt im schäbischen Untergruppenbach ein Labrador einem 24-jähigen die Halsschlagader auf - der Mann verblutet". ("STERN"- Nr. 39 v. 21.9.2000, s. 56 f,. Autor Günter Handlötgen, Originalbericht jedoch in "Heilbronner Stimme (Stadt)", Ausg. v. 3 und 5.5.2000)

Der Fall des kleinen "Volkan"!

8. August 2001 (Lutzhorn, Krs. Pinneberg): Ein elf Jahre altes Mädchen vom Schäferhund des Vaters todgebissen. Das Unglück ereignete sich nach Angaben der Polizei bereits am Montagnachmittag auf dem Grundstück der Familie.

28. März 2002 (Rheinland-Pfalz/Zweibrücken) Am Donnerstagnachmittag wurde ein 6-jähriger Junge bei Hornbach, Landkreis Südwestpfalz, von zwei Rottweilern angefallen und tödlich verletzt. Das Kind wollte mit einer Bekannten die ihm vertrauten acht Monate alten Rottweiler im Wald ausführen.

3. April 2002 (Neuental/Hessen) Von seinen eigenen Hunden ist ein 54-jähriger Mann totgebissen worden. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, bissen der Rottweiler-Rüde und die Neufundländer-Hündin den Mann in den Kopf. Der an einer Nervenkrankheit leidende Hundebesitzer habe daraufhin einen Schock erlitten und sei wegen des Blutverlustes gestorben.

16.11.2002 Ein Rottweiler, vom Halter und Vater mit dem Neugeborenen der Familie im Garten allein gelassen, tötet den Säugling. Pforzheimer Zeitung 16.11.2002

01.09.2004 Eine Drogenabhängige wird in Bremen in Anwesenheit von zwei männlichen Bekannten und in Verbindung mit Kokaingenuß und einem Krampfanfall von ihrer Pitbullhündin getötet. Quelle: Presse divers sowie Polizei Bremen
 


Zu den Quellen:
Bieseke I: Bieseke, Detlef: "Wenn Adenauer Hunde geschlachtet hätte. - Die Selbstverwirklichung des Hundes durch Beißen. Eine Aufzeichnung des Schreckens", Berlin: Ararat 1986


Für mich sagt dass nicht besonders viel aus da es von "Hundegegnern" stammt und nicht alle tödlichen Beißvorfälle aufgelistet sind. Dazu dass hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Hundebiss

Ich finde auch das diese Aufzählung von Schlagzeilen eher auf Modehunderassen zu bestimmten Zeiten, als auf gefährliche Hunderassen hindeutet. Sogar Dackel sind dabei, obwohl die klein sind.

Ich frage mich ernsthaft wie das aufgekommen ist mit den Kampfhunden.
Wenn man den Durchschnitt von tödlichen Hundeangriffen in 10 Jahren nimmt bekommt man einen Durchschnitt von 3,9 pro Jahr auf 5500000 Hunde in Deutschland.
Interessant wenn man dem die Mordrate gegenüberstellt...
[/quote]
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Beitragvon greta » 26.05.2010 21:55

Danke schön für die Info Schnauzermädel!
Das Interview mit Rütter finde ich auch sehr aufschlußreich.
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