Beiträge von Degurina

    Sie war als Welpe total oft mit im Baumarkt, nie ein Problem. Dann ewig nicht mehr und am Samstag dann nochmal seit langem und es war für sie echt ne enorme Herausforderung (hat sie aber super gemacht!).

    Das merke ich gerade auch. In Kodas Welpenzeit bin ich sicher 1x die Woche durchs Dorf oder woanders an Straßen entlang gelaufen. Dann war das eine ganze Weile sehr selten notwendig, und am Sonntag war er dann mit der Dorf-Hauptstraße und den vielen Autos zu Feierabendzeit völlig überfordert. Also muss ich das wieder regelmäßiger mit ihm machen. Gestern ging es dann schon viel besser, und LKWs werden wir uns nochmal gesondert vom Nahen besser angucken.

    Wie macht ihr das, wenn ihr auf einem Rundweg seid und merkt, dass sich die Junghunde auf einmal selbst abschießen? Ich hätte ihn hinterher einfach an der Leine halten sollen. Aber gibt es noch weitere Tipps?

    Früher habe ich einfach gewartet, bis das in die Leine beißen vorbei war. Ich wusste, dass er kopfmäßig nicht mehr konnte und habe ihm das in die Leine beißen als Ventil "erlaubt".

    Seit kurzem gibt es ein deutliches "Nein" (unser etablierter Abbruch) und ein "Weiter" o. ä., damit er weiß, was er stattdessen machen soll. Sind aber beides mittlerweile bekannte Kommandos für ihn, die er aus dem Alltag kennt.

    Er ist jetzt alt genug, dass er sich während einer Standardrunde nicht so hochdrehen muss. Früher musste ich ja erst einschätzen lernen, was er schaffen kann und was nicht. Das ist jetzt vorbei.

    Wenn er nach dem Spaziergang noch "übersprudelt", darf er kurz im Garten seine 5 Minuten haben, ansonsten geht es in die Wohnung und es wird geruht.

    Bei Mister Erwartungshaltung bin ich gerade dabei, diese wieder zu normalisieren. Bei Hunden ist es tagesformabhängig, bei Menschen wird es langsam besser. Das mit den Hunden ist wohl einfach seine Natur, ich versuche uns die Hunde aus dem Dorf vom Hals zu halten und verabredete mich zusätzlich mit Hundehaltern für kontrollierte Kontakte.

    Die Erwartungshaltung bei Menschen wird auch langsam entspannter, auch wenn ich da den schmalen Grad zwischen "laufen lassen" und "Krieg mit den unbelehrbaren Nachbarn starten" balancieren muss. Anstrengend :sleep:

    Und im Hallentraining klappt es mit klaren Kommandos von Mal zu Mal besser, da kann er mittlerweile ohne Leine laufen und kann sich schon ziemlich gut auf mich fokussieren. Das Anspringen der Zuschauer dort wird auch weniger, wenn er sich dann auf mein "Nein!" hochspult, lasse ich ihn absitzen, kurz durchatmen, und dann geht es weiter. Er braucht einfach klare Anweisungen, was er tun muss. Also nicht nur ein "Nein", sondern auch, was er stattdessen machen soll.

    Ins Restaurant kann ich mit Koda nicht gehen. Zum einen mache ich das selbst nicht oft, zum anderen kann er in fremder Umgebung nicht zur Ruhe kommen. Als Welpe kein Problem, seit dem 6. Lebensmonat ist das vorbei. :ka:

    Und ich liebe es einfach, wenn junge Tiere noch überall irgendwie einschlafen und es aussieht als hätte man einfach einen Ausschalter betätigt und das System runtergefahren 😂

    Der Ausschalter war bei Koda ab Monat 6 oder 7 nicht mehr zu finden :ka:

    Gestern waren wir mit einer neuen Gassibekanntschaft und gleichaltrigem Labbirüden unterwegs. Während der Labbi im Fuß an der Leine ging, hat sich meiner von seiner besten Seite präsentiert :ugly: Fiepen, markieren, ziehen, mir vor die Füße laufen, alles abwechselnd. Dafür war er dann bei der Hundebegegnung mittem im Wald gut auf mich fokussiert, während ich dem Mann zurief, dass es keine gute Idee ist, seine freilaufende Landseer-Hündin in Standhitze zu unseren zwei jungen Rüden zu schicken. Hat er dann zum Glück gelassen.

    Ich glaube so nach 20min hat Koda sich langsam beruhigt und konnte normal an der Leine laufen, wenn auch nicht im Fuß, das hätte er eh nicht hinbekommen. Danach durften die Jungs frei laufen, das hat ganz gut geklappt.

    Wie wir bei gemeinsamen Spaziergängen mit anderen Hunden die Aufregung runter bekommen... keine Ahnung. Ihn unter Kommando zu stellen, hilft ihm ja nicht bei seiner Stressbewältigung. Ich hoffe, dass er einfach mit der Zeit und regelmäßigen kontrollierten Hundekontakten seine Erwartungshaltung automatisch verringert. Und bis dahin müssen wir das mit Gehorsam bzw. enger Führung an kurzer Leine managen.

    Und Röntgen steht natürlich auch noch an. Bin, wie auch bei Ares schon, schon vorher sooo nervös.. schlimmer als bei den OPs meiner Hunde. |)

    Oh, stimmt, das haben wir auch noch auf dem Plan... da muss ich mich jetzt mal informieren, bei welchem TA ich das machen lassen kann. Zuchtzulassung machen wir nicht, aber für die Linie und die Dokumentation (und dem Sport) wenigstens HD/ED röntgen.

    Und am besten dann direkt den Nabelbruch operieren, dann ist das auch erledigt... dann muss ich nicht mehr wie ein Helikopterfrauchen jeden Tag kontrollieren, ob noch alles unverändert ist.

    Habt ihr eigentlich Pläne und Ziele für eure Hundekinder in diesem Jahr?

    Sportlich: Ich möchte mit Koda gerne mehr "Unterordnung" (also genug, dass es für eine erfolgreiche BH-Prüfung als Voraussetzung für die Flächenprüfung in der Staffel reicht) machen. Gerade beim Fuß gehen weiß ich noch nicht, welche Methode ich nehmen möchte. Aktuell eher shapen/mit Target, fürs Futtertreiben ist er mir zu kopflos. Wir haben jedenfalls schonmal mit einem freien Elefantentrick angefangen, das findet er ganz spannend. Ein lockeres Fuß ("bei mir") kennt er schon, aber das ist mein lockeres Alltags-Fuß, das will ich trennen.

    Ansonsten hoffe ich, dass er im Flächentraining einfach so weitermacht, wie bisher und wir seine Anzeige (Verbeller) weiter festigen können. Und vielleicht machen wir irgendwann auch regelmäßig Trümmer, bisher hatte er in den Steinbrüchen jedenfalls eine Menge Spaß.

    Außerdem würde ich gerne Fahrrad fahren mit ihm anfangen, aber da wirds wahrscheinlich an mir und der bergigen Umgebung scheitern :rolling_on_the_floor_laughing: Alle flachen Strecken sind völlig überrannt, da brauche ich mit ihm zum Üben gar nicht hin. Und für Waldwege fehlt mir noch die Kondition (und das Fahrrad).

    Ansonsten Alltag, Alleine bleiben ausbauen (aktuell bellt er viel aus Protest, wenn auch nicht dauerhaft), souveräner Hundebegegnungen meistern und hauptsächlich die Pubertät ohne Vorfälle meistern.

    Huch, ist doch einiges... aber wir gehen alles ohne Druck an. Auch bei der BH mache ich mir keinen Stress, ich gehe aktuell davon aus, dass er frühestens mit 3 Jahren fertig ausgebildet ist. Da er gerade 1 geworden ist, haben wir also noch viel, viel Zeit.

    Ich habe eher das Gefühl das Argument ist, dass gerade und vor allem für reizoffene Hunde Alltag ausreichend ist und alles andere sie nur noch mehr stresst.

    So kommt es mir auch vor.

    Was einfach auch absolut schlüssig ist, aber trotzdem nicht richtig. Die Anforderungen an einen Begleithund haben sich in den letzten Jahrzehnten so massiv gesteigert, ein Hund soll möglichst nie alleine bleiben, sondern überall dabei sein, darf nicht bellen, nicht knurren, beißen etc.

    Das ist für jeden echten Begleithund eine Menge Arbeit, und ein fast unmögliches Ziel für Spezialisten. Mich stört es massiv, dass einige Trainer sagen, dass alles trainiert und geübt werden kann, auch wenn es länger dauert. Und damit werden weiter teure Einzelstunden eingekauft und zu Tode trainiert, anstatt einzusehen, dass es Dinge gibt, die bestimmte Hundetypen nie leisten können.

    Und gleichzeitig wird all das ignoriert, wofür der Hund seit Jahrzehnten bis Jahrhunderten gezüchtet wurde.

    Mein Hund ist ja auch eher reaktiv und manchmal ein Nervenbündel und unser Alltagstraining ist weit entfernt von abgeschlossen, aber trotzdem arbeite ich auch mit ihm. Und das macht ihn ganz anders - zufrieden - müde als das "Alltagstraining".

    Hier genauso. Am entspanntesten und glücklichsten ist mein Jagdhund nach einer Suche (egal ob Mensch oder Gegenstand). Dafür ist er gezüchtet und das liegt in seinen Genen. Hauptsache Nasenarbeit.

    Koda hat mit uns auch schön verschlafen :tropf: wir hatten gestern ein paar Freunde zu Besuch, daher war er ziemlich hibbelig und aufgeregt. Das Feuerwerk fand er interessant, die Menschen auf der Straße aber deutlich spannender. Nur die Raketen der Nachbarn, die direkt über uns explodiert sind, fand er blöd, deswegen haben wir die meiste Zeit drinnen gewartet, bis das Geknalle vorbei war. Danach war er natürlich aufgekratzt und musste ein bisschen Stress wegspielen. Aber ab 1 lag er dann schlafend unterm Tisch. Um 3 bin ich ins Bett, da musste ich ihn hoch tragen, weil er unbedingt noch bei den anderen bleiben wollte :doh: Er hat dann aber wie ich bis 11 Uhr ausgeschlafen und liegt auch jetzt noch die meiste Zeit herum und döst.

    Ich hoffe, dass er irgendwann mal schneller abschalten kann, wenn Besuch da ist. Gestern hat er sich immerhin selbstständig sein Kauholz genommen und sich hingelegt, nur beim Essen hat er penetrant gebettelt...