Beiträge von Degurina

    Kodas Rennen, wenn wir auf unsere "Freilauf" - Wiese fahren, ist ganz anders als seine Zoomies, die er nur noch ganz selten bekommt. Die hat er dann oft im Garten, entweder nach anstrengenden Leinenführigkeitsübungen oder ab und an nach den großen Geschäft. Wir scherzen dann immer, dass er seine neu erworbene Leichtigkeit austesten muss :rolling_on_the_floor_laughing:

    Beim normalen Rennen im Freilauf ist er mit dem Kopf bei mir, wir üben dann gerne mal Rückruf oder generell Pause/Go, damit er sich nicht abschießen "muss". Ich finde es toll, wenn der kleine Flitzer seine Kreise zieht und wir einfach die Wiese und den Bach erkunden, ein bisschen spielen etc.

    Die TK in Betzdorf ist auch nur noch bis 22Uhr offen, mein letzter Stand.

    Von uns, Neunkirchen /Siegerland ist Gießen dann am nächsten - 66,5km und 52min.

    Bei mir ist das ähnlich, wir liegen ziemlich mittig und brauchen bis Gießen ca. 30min, bis Betzdorf eher 45min.

    Bisher bin ich also noch zufrieden.

    Das finde ich nochmal super wichtig zu betonen:

    Hier ist der RR auch nur positiv und wird möglichst selten angewendet (außer ich will ihn bewusst üben).

    Ein bombenfester Rückruf ist mMn nicht für den Alltag gedacht oder als Mittel gegen fehlende Erziehung, sondern für Ausnahmefälle (Hund jagdt einem Reh hinterher, rennt Richtung Bundesstraße etc etc). Im Alltag gibt es feste Regeln und ggf. Verbote, die man über Erziehung festigen muss. Und wenn die Erziehung noch nicht fertig ist (gell, Teenie-Koda |)), gibts Leinen.

    Koda hat z. b. aktuell im Freilauf einen extrem großen Radius, je nach Landschaft. Da ist er dann auch nicht immer ansprechbar, also gibts die 10m Leine dran. Freilauf gibt es nur in Ausnahmefällen, und da bestätigte ich möglichst jede Aufmerksamkeit mir gegenüber (Blick/Ohren zu mir) und jedes in der Nähe bleiben, damit es für ihn normal wird, Frauchen nicht völlig auszublenden. Mal gibts Kekse, mal suchen wir gemeinsam ein Stöckchen oder klettern auf einen Baumstamm, mal stimmliches Lob, ohne dauerhaft den Hund vollzuquatschen.

    Der Rückruf ist nicht nur Positiv. Den Rückruf Ignorieren um an Dingen zu Knabbern oder sich in was Wälzen wollen, da folgt schon ein Abbruch oder Donnerwetter.

    Eine Idee von mir: Vielleicht ist genau das das Problem.

    Zurückkommen bedeutet auf Dauer für deinen Hund Ärger, und gleichzeitig sitzt euer Rückruf noch nicht in jeder Situation.

    Einen Rückruf würde ich nur positiv aufbauen, und parallel würde ich üben, dass der Hund lernt, dass manche Sachen verboten sind. Also getrennt voneinander üben, nicht zusammen!

    Eine Trainerin sagte mir mal, das ein guter Rückruf schön und gut ist, aber dass der Hund so nicht kapiert, was er nicht tun soll. Also z. b. zu anderen Hunden hinlaufen, Mist fressen etc.

    Ich rufe Koda z. b. von Pferdeäpfeln nicht ab, sondern er bekommt ein "Nein" (das ist unser Tabu/Abbruchwort) und dann meist eine Alternative wie "weiter" oder "bei mir" (unser loses Fuß).

    Das klappt für ihn jedenfalls viel besser, als ihn ständig nur zu mir zu rufen, weil er dann nach Freigabe direkt wieder hinlaufen würde.

    Bei Hunden und Menschen klappt das so semi, deswegen ist er da mit Leine gesichert und ich verwende keinen Rückruf, sondern mache ihm klar, dass zu anderen Hunden starren und stehen bleiben doof ist, aber sich an mich orientieren toll ist.

    Er ist aber auch ein hibbeliger Typ und braucht kleinmaschig klare Handlungsanweisungen, weil er sich ansonsten fiddelnd ins Nirvana schießt.

    Interessant, dass sich der Labrador auch grad hochkämpft in solchen Statistiken.

    Bestätigt allerdings meine Erfahrungen. Bei meinem letzten Hund hatten wir nie Probleme mit Labradoren. Jetzt bei Skyler ist er ganz andere. Er ist schon zwei Mal von Labradoren ganz übel angegangen worden.

    Das ist ebenfalls mein Eindruck. Durch Corona gab es so viele private Würfe wie nie, viele wollten was von der Kohle abhaben. Dazu die Silberlabbis und AL-Labbis aus komischer Herkunft, die oft nicht ganz sauber ticken.

    Fast alle Labbi-Junghunde, die ich aktuell kenne, sind hochbeinig, schlank, angeblich ein Elternteil Arbeitslinie, aber keine Papiere und keine Verbindung zum DRC oder LCD. Und gesundheitliche Baustellen werden auch fleißig gesammelt...

    Die Entwicklung ist wirklich traurig.

    Leinenführigkeit bei gemeinsamen Spaziergängen bessert sich im Laufe des Spaziergangs, aber auch nur, wenn der andere Hund nicht ständig zu Koda will.

    Aber ich mache ihm dann eh das Geschirr drauf, da darf er ziehen (nur nicht durchgehend oder ruckartig).

    Da würde ich mir bei einem Junghund keine Gedanken machen, das ist doch eh Königsklasse.

    Degurina, ich hatte nicht mehr im Kopf, von wo ihr kommt... nur dass eure Züchterin bei mir in der Nähe wohnt (war doch so oder? Siebhirn am Montag morgen...)

    Ja genau, die Züchterin ist aus Lüneburg, und wir machen auch regelmäßig in Niedersachsen Urlaub.

    Danke aber trotzdem nochmal für das Angebot :)

    Den gemeinsamen Spaziergang mit allen drei Hunden werde ich erstmal verschieben. Ich sehe es schon kommen, dass am Ende die zwei Labbihalter gemeinsam spazieren gehen (sie kennen sich noch nicht) und ich mit meiner verrückten Nudel alleine dastehe.

    Klingt blöd, aber ich hätte nicht gedacht, dass ich mit meinem eigentlich netten Hund vor ähnlichen Problemen stehe wie mit Kira damals... ist gerade etwas frustrierend.

    Ich hätte hier eine souveräne erwachsene Hündin, die sehr klare, deutliche Ansagen macht... leider wohnt ihr zu weit weg Degurina oder?

    Wir hatten ja auf Insta schonmal geschrieben, dass Kodas Mutter das auch in Perfektion beherrscht. Kurzes Abschnappen, und Koda hat seine Mutter für den Rest des Tages in Ruhe gelassen :applaus:

    Und genau sowas suche ich verzweifelt. Aber anscheinend sind bei mir in der Gegend (Rande des Westerwalds) alle Hunde entweder zu nett, oder die Hundehalter doof. Bei einer unfreiwilligen Begegnung, bei der ich Koda ableinen musste, weil uns ein Cocker Spaniel nicht in Ruhe gelassen hat, hat sich die Halterin bei mir entschuldigt, weil der Hund Koda angeknurrt hat, als Koda aufreiten wollte :doh:

    Und solche Hundehaltern ("die müssen das unter sich klären!" ) und deren Hunde sind auch kein sinnvoller Umgang mit Koda.

    Und ansonsten kennen wir irgendwie nur Rüden, die Koda gut in Schach halten. Aber da haben wir das Aufreiten auch gar nicht mehr, weil Koda bei denen genau weiß, was er darf und was nicht.

    Ich versuche weiterhin über Dogorama jemanden zu finden, aber da finde ich gefühlt nur Junghunde oder erwachsene Kleinsthunde. Ich werde demnächst wegen der BH Vorbereitung mir einen Hundeverein angucken, vielleicht ergeben sich da Kontakte.

    Puuh, Koda und seine Hundefreundin ist aktuell ein Thema, was mich sehr nachdenklich macht. Sie ist eine 2 jährige Labbidame, sportlich, aber sehr nett. Zu nett vielleicht. Am Freitag haben sie sich das erste Mal seit über einem Monat wiedergesehen und waren entsprechend begeistert voneinander. So weit, so gut.

    Das Problem ist Kodas ständiges aufreiten wollen. Das macht er generell bei neuen Hunden, die zu nett sind, da glaubt er auch schnell Oberwasser zu haben, das legt sich aber in der Regel in den ersten Minuten. Mein erster Gedanke war also, das ist ein reines Stressding. Ich verhindere das, entweder durch ermahnen (reicht meist) oder eben anleinen und kein Kontakt. Bei selbstbewussten Hunden traut er sich das nicht bzw. bekommt Koda einmal die passende Antwort vom anderen Hund und das genügt dann.

    Die Labbidame riecht allerdings generell gut, sagt die Halterin, und dementsprechend ist Koda ständig an ihr dran (und ich ständig am Meckern, korrigieren, kurze Pause an der Leine etc.). Sie können zwar auch rennen nebeneinander schnüffeln, aber in ruhigen Momenten hängt er wieder an ihr dran. Das Teeniehirn schießt sich einfach völlig ab und er ist irgendwann nicht mehr ansprechbar.

    Jetzt habe ich das Dilemma, dass ich einfach keine souveränen Hunde kenne, die Koda "miterziehen" könnten und deren Halter mit mir halbwegs auf einer Wellenlänge sind.

    Entweder es gibt mit der Labbidame also nur noch Leinenspaziergänge, oder erstmal gar keine Treffen mehr, bis Koda sich besser im Griff hat. Aber eigentlich brauchen wir ja genau solche Kontakte und Ablenkungen, damit Koda den richtigen Umgang damit lernen kann. Nur ist er aktuell nicht aufnahmefähig. Eventuell probieren wir es nächste Woche nochmal, aber wenn es dann wieder so extrem ist, hat das für mich erstmal keinen Sinn.


    Und ein zweites Thema direkt hinterher: Ich kenne noch eine zweite HH mit einjährigem Labbirüden, wir wohnen alle eng zusammen, und da kam die Idee auf zu dritt bzw. sechst mit allen Hunden regelmäßig spazieren zu gehen.

    Ich bin da aktuell nicht begeistert von. Zwei Rüden, die gerade ihre Hormone kennenlernen, plus eine nette, gutriechende Labbidame in der Mitte. Für mich klingt das schon nach Katastrophe mit Ansage, jedenfalls in der Theorie. Zwei Rüden probieren sich aus und sehen sich irgendwann als Konkurrenz.

    Male ich da den Teufel an die Wand, oder sieht das jemand ähnlich wie ich?

    Ich weiß, warum ich nie einen Rüden haben wollte... :fear: