Gestern ist nun ein Philipps der 7000 Serie eingezogen,
Den habe ich auch, den Speedpro Max, und habe den Kauf schon bereut...
... dank des LED Lichts sehe ich erst, wieviele Hundehaare überall herumliegen Dadurch sauge ich aktuell täglich, aber mit einem neuen, leisen Staubsauger macht das sogar fast Spaß.
Ja und kurze Leine hin oder her, irgendwann muss man halt anfangen mit längeren Leinen zu üben. Natürlich Ich bin mir bis heute nicht 100 % sicher, dass ich meinen Hund überall und unter allen Ablenkungen zurückrufen könnte. Dann dürfte ich also quasi ja nie mit was anderem als der kurzen Leine gehen, weil es halt immer sein kann, dass das Equipment oder ich, dem Hund nicht standhalten. Er läuft nicht ganz frei, die Schlepp ist schon immer dran, aber nur kurz fände ich einfach zu einschränkend.
Aber es gibt doch einen Unterschied zwischen "Hund springt mal in die Leine" und "brettert regelmäßig in vollem Galopp in die Schleppleine und zerstört diese".
Und ja, wenn mein Kleiner (18kg) das regelmäßig machen würde, würde ich selbst nicht mehr mit der 10m Schlepp spazieren gehen, dafür ist mir alleine meine Schulter zu schade, und lernen würde er auch das falsche, nämlich dass er Frauchen umreißen kann. Und gleichzeitig würde ich die Gassigehorte dann sorgfältiger auswählen, sodass ich Wildsichtungen (oder anderer relevante Trigger) minimieren kann und entsprechend eine passendere Leinenlänge wählen kann.
Ka, ob bei 40kg es zielführend ist, nur das Material zu verstärken. Bei dieser Zugkraft im Galopp fliegt man schnell selbst hinterher, da sprechen wir dann eher von gebrochenen Knochen oder Gefährdung anderer durch Leine/Hund (und Mensch im wörtlichen Schlepptau) in Straßenverkehr etc.
Also Geschirr mit Griff geht aber auch nur bei Hunden, die nicht mehr als die Hälfte des Körpergewichts wiegen.
Das kann gut sein, ich habe mehr als das Doppelte von Kira (30kg und muskulös) gewogen.
Ich habe auch nie zugelassen, dass sie an langer Leine am Geschirr ziehen konnte, daher war die Hauptleine am Halsband oder es wurde umgeklickt, ihr Verhalten war ja vorhersehbar. Aber nur am Halsband ist sie extrem "gependelt" (kann das schlecht in Worte fassen, sie hat alleine meine Armlänge plus die paar cm Leine um mich herum als Radius ausgenutzt, um an mir vorbeikommen) und hat sich durch körperliches Blocken nicht beeindrucken lassen. Daher die Kombi stabiles Halsband plus Kurzführer/Griff am Geschirr, um den Körper überhaupt zu kontrollieren und in eine andere Richtung zu bekommen. Dadurch waren Kopf und Körpermitte kontrolliert, statt nur eine Stelle. Passt sicher nicht für jeden, mir hat es geholfen, aus engen Situationen rauszukommen und meinen Hund wegzubewegen.
Und noch ein Tipp: immer auf den Untergrund achten. Lieber auf einem festen Weg stehen bleiben und den Hund fixieren, statt auf eine nasse Wiese auszuweichen. Bogen gehen ist schön und gut, aber nur da, wo der Hund sicher gehalten werden kann. Ansonsten stehen bleiben oder lieber umdrehen, wenn es zu eng wird.
Kira habe ich am besten über zwei Leinen bzw. Leine+Kurzführer gehalten bekommen, eine ans enge Zugstopphalsband, eine ans Geschirr. Oder alternativ bei einem großen Hund ein Geschirr mit Griff, sodass ich den Hund mit einer Hand übers Geschirr "weggetragen" habe und mit der anderen Hand über die Leine am Halsband den Kopf steuern konnte. Das war meine erprobte Management-Methode.
Auf Dauer sollten aber die Bausteine Abbruch, Umortientierung und entspanntes Gehen an der Leine trainiert werden, aber ich weiß, wie schwierig das ist.
Ich hatte auch sowas wie Leine an der Brust am Geschirr festmachen getestet, aber das hat meist nur das Geschirr total verrissen und nicht gut geblockt. Halti war auch ein Reinfall, wurde zerrissen und zerbissen. Aber das war auch ein anderes Kaliber als ein netter Labbi.
Ich hoffe ich habe nun endlich einen Verein gefunden mit passenden Trainingszeiten. Die meisten Vereine in 30-40min Entfernung trainieren mittwochs, das ist allerdings mein einziger fester Präsenztag im Job und da bin ich vor 17 Uhr nicht zuhause, dann Hund abholen, hinfahren...
Wenn alles klappt, habe ich Sonntag ein Schnuppertraining bei einem Retrieververein, der 2x im Jahr prüft, dieses Jahr im Mai und September. September klingt passend, meine Ausbilderin aus der Staffel hätte nämlich gerne, dass Koda noch Ende des Jahres eine Hauptprüfung in der Fläche läuft. Ich halte das für noch nicht machbar, aber abwarten. Prüfungsluft schnuppern kann auch nicht schaden.
Dann gilt mein Hund quasi nicht komplett grundimmunisiert weil er die Impfung mit 15 Monaten nicht bekommen hat…?
Nobivac selber schreibt aber das die Impfung Shppi einmal mit über 16 Wochen ausreicht.
Letztendlich hängt es davon ab, welches Gültigkeitsdatum zur jeweiligen Impfung im Impfpass steht und wer die Anforderung "grundimmunisiert" hat (Pension? Auslandsaufenthalt? etc..).
Ausgewogen? Ich kann das Turnier nicht beurteilen, aber die Bloggerin kommt ursprünglich aus dem Pferderennsport. Ka, ob sie wirklich so neutral oder ausgewogen ist...
Koda reagiert mit seinen knapp 16 Monaten hauptsächlich auf Bewegungsreize. Spuren interessieren ihn bisher nur ganz frisch, und ansonsten sind Rehköttel eine Delikatesse Und Hundespuren (vor allem von Hündinnen ) findet er auch besser als Wild.
Weil er aber auf (manche) Bewegungsreize extrem schnell anspringt (ich habe mal beim Spazieren gehen gedankenlos einen Stein weggekickt, Koda ist ihm dann den Hang herunter hinterher...), üben wir weiterhin Umortientierung, Rehe treffen wir aktuell eh täglich.
Ich habe gestern Abend kurz eine Rehsichtung gefilmt, ca. 40m rechts den Hang herunter grasen ein paar Rehe, die langsam Richtung Waldrand schlendern.
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Mittlerweile muss ich ihn kaum noch ansprechen, er kommt meist selbst zu mir und verlangt seine Leckerlis (und da er so vergleichsweise entspannt ist, erlaube ich mir auch in Ruhe die Leckerlis herauszukramen, sonst geht das schneller).
Rennende oder plötzlich auftauchende Rehe sind aber noch deutlich reizvoller, da bleibt er nicht immer so cool. Getoppt hat das nur der fast zutrauliche Rehbock von vorgestern, der einfach am Weg stehen geblieben ist und sich mehr mit seinem Geweih als uns beschäftigt hat. Das war für Koda extrem reizvoll, aber auch da hat er nur ein wenig gefiept und an der Leine gezogen.
Koda hat in den ersten 2-3 Wochen hier (er ist mit 8 Wochen eingezogen) vergleichsweise schlecht gefressen, trotz des gleichen Futters wie beim Züchter und angepasster Menge (TroFu eingeweicht mit Hüttenkäse, Quark o. ä). Er hat 3 oder 4x am Tag eine Portion bekommen und ab und zu eine halbe oder ganze Portion stehen gelassen. Leckerlis gingen aber, und tierärztlich gecheckt war alles ok. Das hat sich dann nach der Zeit gegeben, mittlerweile ist er richtig verfressen.
Ich denke die neue Umgebung und der Umzug an sich hatten da einfach Auswirkungen.
Nun ja, so ein Dämpfer tut auch gut, dann hebt man nicht ab mit dem eigentlich inzwischen echt braven Junghund.
Etwas ähnliches ist mir vor ein paar Wochen auch passiert, da hat Koda im Freilauf auf Entfernung zwei Radfahrer gestellt und unsicher angebellt, Rückruf war natürlich nicht existent, schließlich muss er ja Frauchen warnen...
Seitdem ist er wieder die meiste Zeit an der 10m Schlepp, wenn ich nicht mindestens 100m weit gucken kann, also fast immer.
Mittlerweile weiß ich, dass er vermummte, "ungewöhnlich" agierende Personen (Radfahrer mit Halstuch, Sonnenbrille und Helm, Reiter, Motorradfahrer in Vollmontur oder auch einen mit XXL Schal und Mütze vermummten, auf einer Bank sitzenden Menschen mit Buch) gruselig findet.
Da üben wir an der Umortientierung, langsame Gewöhnung bei Gelegenheit, und evtl. werde ich das im RHS Training mal mit einer guten Freundin Schritt für Schritt aufarbeiten. Kann ja auch bei einem Einsatz mal vorkommen, dass ein Motorradfahrer nach einem Unfall gesucht werden muss.