Beiträge von Degurina

    So langsam zähle ich mich auch zu den "Preppern", auch wenn mir ein persönlicher Bunker noch fehlt :winking_face_with_tongue:

    Zum Geburtstag habe ich einen Wunsch erfüllt bekommen, nämlich einen (Outdoor) Herd inkl. Backofen, der mit Holz befeuert wird, da fehlen nur noch geeignete Töpfe und Bleche. Unser neuer Wohnzimmerkamin wird hoffentlich auch mit Backfach gekauft, sodass ich drinnen wie draußen strom- und gasunabhängig kochen kann (Brennholz für 2 Jahre haben wir auch hinterm Haus).

    Lebensmitteltechnisch können wir mehrere Wochen gut leben, Getränke sind i. d. R. auch gut vorhanden (im Notfall überlebt es sich auch mit Kistenweise Bier und Glühwein :rolling_on_the_floor_laughing:).

    Nur einen fertig gepackten Notfallrucksack habe ich noch nicht, das werde ich aber bald angehen. Und sowas wie Kerzen und Batterien haben wir nur in haushaltsüblichen Mengen, aber alleine der Kamin spendet schon viel Helligkeit.

    Ich habe die Deguhaltung u. a. auch aufgrund der Tierarztkosten aufgegeben. Die Tiere, die ich via Tierschutz aufgenommen habe, kamen alle aus (verschiedenen) Animal Hoarding Fällen und sind meist genetisch Vollkatastrophen mit brüchigen Zähnen gewesen. Ich habe alleine letztes Jahr 10 Degus einschläfern lassen müssen (bzw. meist aus Zahn-OP-Narkosen nicht mehr aufwachen lassen). Da reden wir von 100-300€ Tierarztkosten pro Besuch pro Tier.

    Und da geht es nur um 200g schwere Nager, und ich habe eine nette Tierärztin gehabt, die nicht nach dem höchsten Satz abgerechnet hat.

    Solche Kosten sind einfach nicht realistisch stemmbar... von daher habe ich nun nur noch einen Hund mit OP-Versicherung, in der Hoffnung, dass er nicht chronisch krank wird, und versuche einfach viel zu sparen.

    So lange die Hundekrankenversicherungen nicht so verlässlich sind und viele Tierärzte nicht direkt abrechnen, ist das für mich keine Alternative zum privaten Sparen.

    Jetset So ein bisschen Erziehung gibt es halt nicht. Du kannst die aus deiner menschlichen Sicht trennbaren Bereiche (Leinenführigkeit, Gehorsam, Steadyness, Freilauf etc. ) für einen Hund nicht trennen. Das eine hat Einfluss auf das andere bzw. ist miteinander verwoben. Und wenn dein Hund die Nerven beim Dummy verliert, wie soll er dann bei Reizen im Alltag ordentlich an der Leine gehen?

    Retriever bringen Steadyness mit, genetisch. Aber: das muss man trotzdem fördern und einfordern. Wenn man wie ihr anscheinend vier Jahre lang das Gegenteil macht (Sachen werfen = apportieren = Aufregung , Freilauf = Hundekontakt = Aufregung, ziehen = Schnüffelstelle erreicht = Aufregung), dann hat man einen aufgedrehten, erwachsenen Hund. 34kg ist nicht ohne, auch nicht als netter Retriever.

    Ich würde an eurer Stelle mehrere Punkte verändern, weil das nicht nach nur dem Problem Leinenführigkeit klingt, sondern einem Hund, der die richtige Art von Führung benötigt.

    Sucht euch einen Retriever- und ggf. Dummyerfahrenen Hundetrainer, der selbst ALs hat. Nur mit Deckeln alleine wird es vermutlich nicht funktionieren, ihr müsst verstehen, wie ihr diese Art von Hund an und aus bekommt und vor allem wie ihr miteinander an den Grundlagen arbeiten könnt, ohne dass Frust entsteht. Da gibts mittlerweile auch einige mit Online-Sprechstunden oder digitalen Kursen.

    Guckt ggf. parallel nach einem ordentlichen Dummykurs, z. b. über den DRC bei einer Bezirksgruppe. Da geht es für euch nicht um Prüfungsambitionen, sondern um sauberen Aufbau der Grundlagen. Das kann euch im Alltag helfen! Und ihr habt den Austausch zu ähnlichen Hunden. Niemand ist perfekt, ich habe meinen Retriever auch unabsichtlich an Wasser hohl drehen lassen, und es hat gedauert, bis ich das wieder im Griff hatte.

    Medical Training machen wir schon. Nicht mit Kooperationssignal, aber ich habe schon mit Koda als Welpe geübt, dass er überall angefasst werden darf. Also abtasten, Ohren und Zähne begutachten, auf die Seite legen etc. mit viel hochwertiger Bestätigung. Gleichzeitig hilft es, dass er im Kommando ausharren kann, bis ich das auflöse. So hält er auch beim Ausbürsten von Kletten oder entfernen von Zecken still. Und er ist nach dem EH-Hund-Kurs auch ein gutes Versuchsobjekt zum Verbände üben :winking_face_with_tongue:

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    Ich denke der Blick sagt alles... aber gerade bei dem langen Fell ist ein wenig Übung notwendig.

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    Beim Tierarzt hilft es auch, auch wenn die Umgebung natürlich deutlich unentspannter als zuhause ist. Da braucht er ein paar Minuten zum Akklimatisieren und muss ggf. sanft fixiert werden, aber z. B. Impfungen gehen mittlerweile ohne Festhalten. Und als seine OP-Wunde (Nabelbruch) zum Fäden entfernen zweimal aufgeschnitten werden musste, musste er zwar in Position gehalten werden, hat sich aber nicht gewehrt und auch kaum ein Fiepen von sich gegeben, obwohl das sehr wehgetan haben muss.

    Da hat er schon ein ziemliches Urvertrauen in Menschen. Ich genieße es sehr, keine Kämpfe beim Tierarzt zu führen, sondern mit entspannter Grundhaltung und Leckerlis alles möglich zu machen.

    Der Teenie stand heute Auge in Auge mit einem Reh auf einem Feldweg (ok, fast 10m dazwischen), war null angespannt und hat sich desinteressiert zu mir umgedreht, während das Reh weggelaufen ist, ohne dass ich was sagen musste. Einfach toll, dass der Bewegungsreiz ihn so gar nicht mehr mitreißt (der optische Reiz ist für ihn deutlich spannender als frische Witterung).

    Danach konnte er ohne Leine neben mir laufen, obwohl vor uns eine Frau mit Hündin ging. Er hat zwar viel geschnuppert, blieb aber ansprechbar und hat sich nicht vorbei gedrängelt.

    Fazit: Wild ist nach wie vor kein großes Thema beim 2 Jahre 8 Monate altem Junghund, Umortientierung seit Tag 1 hat für ihn super funktioniert. Andere Hunde dagegen sind immer noch spannend, da üben wir weiterhin am Gehorsam und ansonsten ist halt die Leine dran. Nervig, aber ohne Baustellen ist es ja langweilig :rolling_on_the_floor_laughing:

    KayaFlat

    Das ist dann aber die Diskussion Mischling vs. Rassehund, nicht VDH vs. Dissidenz. Denn bei letzterem sehe ich keinen Vorteil in undokumentierter Vermehrung ohne einheitliche und verlässliche Gesundheitsuntersuchungen. Deren Genpool ist in der Dissidenz genauso eingeschränkt, und ich kann als Laie nicht nachschauen, inwieweit die Elterntiere verwandt sind.

    Ich bin nicht der Meinung, dass du im Vdh die Garantie auf einen gesunden, gut gezogenen Hund hast. Grad bei den Golden läuft auch da viel genetischer Schrott rum.

    Der Meinung ist hier denke ich niemand :) Also dass es eine Garantie auf irgendwas gibt. Es ist eher ne Sache von Wahrscheinlichkeit und Nachweisbarkeit

    Das sehe ich genauso. Pauschal würde ich im Bereich Retriever immer VDH bzw. FCI Züchter vorziehen.

    Die Papiere bedeuten letztlich einen gewissen Schutz vor Betrug (Fälschen von Gesundheits- oder Leistungsnachweisen), Schutz der Mutterhündin etc.

    Natürlich kann auch in diesen Rahmen Schmuh getrieben werden, aber die zusätzliche Kontrollinstanz durch öffentliche Datenbanken etc. finde ich unglaublich wichtig.

    Sowas ähnliches hat Koda mal gemacht bei der BH Generalprobe. Er lag im Platz, während das andere Team das Schema lief, und ist beim Abruf mit losgerannt.

    Das haben wir direkt nochmal nachgestellt, ich war drauf vorbereitet, und als er wieder durchstarten wollte, habe ich ihn deutlich abgebrochen (ist bei uns das Wort "Nein!") und dann war das in der Prüfung kein Problem, weil er verstanden hat, dass Platz verbindlich ist.

    In der Prüfung selbst hatte ich selbst eher mit Nervosität zu kämpfen, was Koda beim ersten Versuch zum Wegrennen animiert hat, aber das scheint es bei euch eher nicht zu sein, wenn das im Training schon vorkam.