Beiträge von BettiFromDaBlock

    Hast du dein Weggehen geübt, während deine Eltern da sind? Also auch da nur mal kurz raus rein usw.

    Meine Hündin hätte vermutlich auch Probleme im Zimmer zu sein, wenn irgendwo in der Nähe noch welche von ihren Menschen sind und sie nicht dabei ist.

    Ansonsten was macht ihr vor dem weggehen? Solange sie noch mit einer Erwartungshaltung hinter dir her will, kann das Stress oder Frust erzeugen, wenn du ohne sie gehst.

    Hab ich aktuell auch hier. Merke ich Betti springt ständig auf, wenn ich was mache oder gehen will, hab ich z.B. zuviel mit ihr gemacht bzw. zu wenig Routine die letzten Tage gehabt (plus hormonelle Beeinflussung). Da muss ich die Tage und mein Weggehen anders planen. Und der Eiskong hilft auch.

    Das sollte man sich bei euch vielleicht mal komplex ansehen. Es klingt weiter nach Stress.

    Antiautoritäre Erziehung und Gewaltfreie Erziehung sind nicht dasselbe. Es gibt verdammt viele Erziehungskonzepte seit der Erfindung der Kindheit durch Rousseau. Erziehungserfolge sind noch schwerer zu messen, vor allem wenn der Erfolg als Anpassung an die jeweilige Gesellschaftsstruktur gesehen wird statt das Entstehen des Individuums.

    Hat allerdings nichts mit Hundeerziehung zutun.

    Für mich klingt dein Hund einfach unsicher, impulsiv und führungslos.

    Mein Hund würde übrigens auch gern Kinder auf die Gleise schupsen, aber ich sorge halt dafür das kein Kind in die Nähe kommen kann und mein Hund nicht in der Nähe von Gleisen steht und sie gefälligst ihre Löffel zusammenhält.

    Kannst du mal aufzählen welche Trainingsmethoden bisher probiert worden? Dann wissen die Leute hier auch was noch empfohlen werden könnte. Was du tust und wie du sicherst habe ich noch nicht rausgelesen.

    Lydia_Cinnamon

    ich glaube wir alle haben das ähnlich erlebt. Meine Hündin ist nach anderthalb Jahren noch nicht entspannt im Park oder im Wald oder in der Stadt.

    Das mit den tollen Orten musst du wahrscheinlich noch ein wenig hinten anstellen und Routine reinbringen.

    Auto oder Radanhänger oder ähnliches hast du nicht? Um auch mal raus aus dem Trubel zu kommen..

    Ich würde in nächster Zeit erstmal nur eine Standartrunde wählen, vielleicht von 10min und die gehen. Oder eben den Hund zum Park bringen und dort 10min verweilen. Und dann reicht das auch mit Eindrücken, bis sie da entspannter wirkt. Dazu vielleicht rausfahren in ruhigere Gebiete. Oder eben den Hinterhof.

    Zwei Wochen ist noch gar nichts, da lag mein Monster auch fast nur im Körbchen unterm Tisch.

    Das kann also alles noch werden und braucht Geduld, gerade in der Stadt.

    Was bei uns in den ersten Monaten funktionierte war nachts um 3Uhr Gassi zu gehen oder am Wochenende ab 6Uhr, da schläft zumindest Leipzig. Manchmal mache ich das heute noch.

    Grundsätzlich kannst du ihre Angst nicht verstärken. (außer du schreist rum oder bist extrem gestresst) Eher abmildern in dem du Schutz gibst. Kann sie draußen Futter aufnehmen? Also frisst sie Leckerlis? Daran kann man manchmal gut das Stresslevel messen.

    Deine Kleine hat natürlich einen Kulturschock plus körperliche Probleme, ist sicher nicht sozialisiert, da hilft es ihr nicht sie zu überfordern.

    Ein älterer souveräner Hund im Freundeskreis, der vielleicht mal mit auf die Wiese kommen kann?

    Hat irgend jemand in der letzten Zeit ein Päckchen /Paket aus USA bekommen ? Gibt es da Versandprobleme Richtung Deutschland ?

    Ich glaube aus Deutschland nach USA darf man immer noch nur Pakete mit Aufschlag schicken ,aber wie ist das in die andere Richtung?

    Ich hatte ein Paket und ein Päckchen aus den USA (Portland u. Minnesota) gab keine Probleme. Päckchen hat 7 Tage gebraucht, Paket 9 Tage, lag aber am deutschen Zoll. Alles wie sonst auch, auch mitten in der Protest- und COVID-19-zeit..

    Findet ihr echt, dass man das nicht riecht? :sweet:

    Also vielleicht bin ich nur etwas pingelig aber in der Läufigkeit wasche ich die Hundedecken täglich und der Hund riecht auch definitiv strenger als sonst... :pfeif:

    Ich finde das nun nicht wahnsinnig schlimm aber ich bin dann auch froh wenn es vorbei ist :ugly:

    Bei uns riecht dann der ganze Hund etwa anders und dadurch auch Decken usw. Normalerweise riecht man Betti gar nicht, aber währenddessen bekommt sie einen Duft. Den muss ich anschließend auch von ihr runterwaschen...

    Ich weiß. Wir geben nicht auf und bleiben geduldig.

    Und weil wir gestern darüber geredet haben, der Vorführeffekt. Betti tut zwei Minuten Hundedinge und das im etwas belebten Park. Solche Tage streiche ich tatsächlich rot im Kalender an.

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    Eilinel

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    Wenn ich wo stehen blieb, egal wo, fing Betti an zu fiepen bis zum richtigen schreien, wachen und bekamm Panikhecheln/Gesicht, Unruhe und man konnte ihr Herz schlagen sehen.

    Wir üben sehr regelmäßig an einem Ort zu bleiben (je nachdem wie gestresst sie ist) und nichts passiert. Mittlerweile sucht sie dann Schutz auf/an mir und beobachtet/bewacht die Welt, Fiepen startet nach ein paar Minuten.

    Mit ihr irgendwo verweilen ist nicht entspannend, auch nicht für sie. Selbst im Nirgendwo mit allen Seiten geschützt. Aber daran arbeiten wir. Meine Freunde sind nach ein paar Minuten durchgestresst, wenn sie sich mal mit uns an den See trauen.

    Aber im Vergleich mit unseren Anfang sind wir weit gekommen. Nach fast anderthalb Jahren hat sie sich zum ersten Mal getraut in der Natur kurzzeitig abzulegen.

    BettiFromDaBlock

    Bei Betti ist ja noch die Frage: macht sie es nicht, weil sie keinen Bock drauf hat, oder macht sie es nicht, weil sie zu gestresst ist?

    Wenn sie wirklich ein Hund ist, der lieber zielgerichtet losläuft, dann ist das ihr "Hundeding". Wer keine Lust auf Schnüffeln hat, muss doch nicht. Auch Rennen ist ein Hundeding. Für dich natürlich blöd, weil du es ihr nicht so uneingeschränkt erlauben kannst.

    Öfter macht sie es aus Stress. Draußen ist halt gefährlich. (Sie musste sich ja eine Weile allein durch den Wald schlagen und Vorgeschichte unbekannt, eher Kellerlochleben) Und die Botenstoffe spielen da eine große Rolle im Tempowunsch.

    Allerdings zeigt sich auch beim Rennen über Stock und Stein sehr begeistert (beim Intervallcountdown der App ist sie voll dabei)

    Ob es nun trotzdem zum Stressabbau dient oder es einfach etwas ist indem sie gut ist, kann ich nicht sagen. Oft würde es auch ins Jagen umschlagen können, an der Schlepp z. B.

    Aber sie macht selten Dinge, die nicht dem Überleben/Schutz dienen. Außer ich bringe es ihr bei, was aber der Definition von "aus ihr" heraus widersprechen würde.

    Betti sollte vielleicht hierfür kein Beispiel sein. Mich hat der Hundedingebegriff immer mal im Forum getriggert.

    Stimmt, rennen kann auch ein Hundeding sein! Das finde ich gut zu erwähnen.

    BettiFromDaBlock

    Bei Lilly war es lange auch so, dass sie das „nicht konnte.“ Das mit den „Hundedingen“ ist eine Art entspannter bzw. spielerischer Auseinandersetzung mir der Umgebung, spielerisches Erkunden. Und auch mal Sinne und Nerven einfach baumeln lassen.

    Hunde, die draußen sofort angespannt sind und auf Habacht stehen - bzw. für die alles an Erkunden mit Ernst verbunden ist - machen das eher nicht. Wie gesagt, mit Lilly gehts auch nur, wenn wir in Bewegung sind und meistens mit ernsthaftem Hintergrund. Wenn wir uns irgendwo niederlassen ist sie sofort wieder im Habacht-Modus.

    Ja, genau. Ich muss die nächsten Jahre mit ihr lernen die Welt betrachten zu können.

    Aber da natürlich die Frage wie sehr versteift man sich darauf diesem Hundedinge ideal anzunähern oder akzeptiert das es noch andere Dinge gibt, die für uns eben nicht so typisch ideal sind.

    Aber es war gut hier mal die Antworten zu sehen. Wir sind ja nur ein Einzelschicksal. Die Allgemeinheit wird dies umsetzen können...