Gibt es eine Alternative ihn Zuhause zu lassen? Anders zu betreuen? Damit du ihm erstmal ein Entspannungssignal antrainieren kannst? Das geht nämlich nicht, wenn er immer wieder in der Situation ist, die Stresshormone müssen runterkommen. Und das dauert ein paar Tage. (aber das hattest du wahrscheinlich schon in deinem Studium)
Wenn dein Hund "kleiner" ist, könnte man auch eine SoftBox, Buggy oder ähnliches antrainieren. Und den mitnehmen
Wo sitzt ihr denn? Strategisch mit zwei Wänden im Rücken, hinten? Würde da definitiv nicht mittendrin oder vorne sitzen. Hast du da mal verschiedene SitzOrte ausprobiert?
Es liest sich nach Unsicherheit durch Krach und unkontrollierte Bewegungen und sobald der Modus erst gestartet ist, dann läuft der eben. Panik, Kopfloses Überleben. Und jeder weitere Reiz ist einer zuviel.
Also ich würde meinen Hund in dem Falle nicht mehr mit in die Uni nehmen. (hab so einen Hund hoch 100) Zumindest temporär. Zuhause und draußen ein Entspannungssignal trainieren (am besten mit Hilfe von einem Trainer, der die Möglichkeiten einschätzen kann), wahrscheinlich sogar einen Buggy oder ähnliches (der Buggy ist bei uns ein Wundermittel, safe space) antrainieren. Und dann den Seminarraum erstmal mit nur zwei Leuten und Krach antrainieren und langsam steigern. Ich würde auch nicht im Getümmel oder mit innerlichen Stress den Raum verlassen. Deine Stimmung ist wahrscheinlich schon durch die bloße Vorahnung was gleich passiert, etwas gestresst. Das spiegelt dann. Also akzeptieren, dass der Hund laut/gestresst ist. Angehende TAs und ähnliches sollten ja mit sowas zurecht kommen. Der Hund macht kein Drama, der hat seine guten Gründe. Das muss man aushalten, um helfen zu können.
Aber auch wenn dein Hund dann vielleicht keine Stresssignale mehr zeigt, kann es trotzdem in ihm brodeln. Die Frage ist warum der Hund da unbedingt dabei sein muss. Gibt es keine Alternativen? Bißchen unangenehm, dass auch noch weitere gestresste Hunde unbedingt mit in die Uni müssen...