Deprivation etc wurde schon ganz gut erklärt. Der Hund kann trotzdem durch sein Leben gehen und Strategien für sich entwickeln. Nur passen die häufig nicht in unser Menschenleben oder in das Verpflanzen neuer Umgebungen. Wir Menschen sind ja auch die, die diese Lerneinschränkungen als "negativ" deklarieren.
Lernen, im Maß des Möglichen (eine gute lehrende Person und Lernumgebung hilft dabei), wird ein Lebenlang möglich sein. Auch kann es jederzeit ein negatives Erlebnis geben, das den Hund intensiv prägt. Manchmal kann man solche Einflüsse wieder ausbügeln/wegstecken, manchmal aber auch nicht.
Es gibt einfach einen Mix aus vielen Elementen (Mutterhündin, Sozialisation, Krankheit, Charakter, Rasse, Erlebnisse,...) die, die Anpassungsfähigkeit an das menschliche Leben beeinflussen kann. Die Einflüsse der ersten Wochen bilden da ein Startgerüst.
Als Mensch in Begleitung eines Hundes mit Special Effects und Deprivation hüte ich mich mittlerweile davor von Schäden zu sprechen. Jeder von uns hat bestimmte Kapazitäten, Bedürfnisse und Interessen. Hat mich aber auch erst Erkenntnis und Weiterentwicklung gekostet dahin zu kommen. Der Hund hat das von Beginn offen geäußert. Wer weiß worauf man schaut, sieht das recht früh.