Beiträge von BettiFromDaBlock

    Der Rüde kann auch lernen damit umzugehen.

    Ich war mit meiner Hündin gerade im Park während der Läufigkeit, weil dort Leinenpflicht herrscht und mich dort nicht ein freilaufender Rüde überraschen würde.

    Die Entfernung auf die ein Rüde eine läufige Hündin wahrnimmt, da müsstest ihr euch in Luft auflösen, damit der unerzogene Hund seinen Frieden hat.

    Die Besitzerin soll ihren Hund erziehen und du machst deiner Hündin ihr Leben fein. Ist sie nicht gestresst im Park, würde ich bestimmt nicht die Hündin einschränken.

    Eine Frage. Wenn ich mit meiner Hündin ein wenig Maulwrestle und sie sich dabei auf den Rücken windet/dreht, muss sie abbrechen und so eine Art aufwürgen/räuspern. (Klingt wie ein Mensch mit Schleim im Rachen) Nur in dieser Situation. Was könnte das sein? Das war früher nicht so.

    Im Rachen steckt soweit ich sehen konnte nichts. Es gibt keine anderen Krankheitsanzeichen. Sobald sie sich gedreht hat, ist es auch vorbei.

    könnt ihr mir gutes Nassfutter mit moderaten Fettgehalt, bis 5%, ohne groß Innereien?

    Die Suche habe ich auch hinter mir. (Ich hatte hier noch die Einschränkung keine Kartoffeln und vorzugsweise Pute.)

    Terra Canis Pferd, Pute (getreidefrei) z.B.

    Aktuell füttern wir Vet-Concept Pute. Das hat 5% Fett, aber Innereienanteil ist nicht deklariert.

    Ach ja bei Mr. FRED mal gucken.

    Nala hat ja eine kleine Patella-Problematik. Sie bekommt zum Futter Grünlippmuschel von Lunderland. Nun ist die Dose fast leer und ich überlege ob ich das wieder kaufe oder doch was anderes nehmen sollte? Hatte auch schon mal das von Fresco mit Kollagen.

    Kann hier jemand was empfehlen oder passt die reine Grünlippmuschel?

    Ich kann nix empfehlen, aber wie ich in meiner Recherche gelesen habe, ist das wie immer von Hund zu Hund unterschiedlich was wirkt.

    Hier wird aktuell ArthroKomplex von Vet Concept probiert für angehende Probleme im Bewegungsapparat. Ich bilde mir positives, aber den Rest bringt die Zukunft und die Physio.

    Betti, ich habe wie gesagt eure Geschichte hier verfolgt. Allein, dass du darüber nachdenkst, Zug fahren mit ihr zu üben ist Wahnsinn. Ich freu mich sehr für euch, dass ihr so weit gekommen seid.

    Und ehrlich gesagt ist es auch eine der Geschichten, die Mut machen

    Ich studiere Lernprozesse und Lernpsychologie. Es macht so Sinn, dass Hunde sich entwickeln können, wenn die Lernumgebung, der Lernstoff und vor allem die Motivation stimmt. Ihr schafft euch eure Welt und irgendwann fühlt sich das auch nicht mehr anstrengend an. (ich hatte vor Stress viel abgenommen in den ersten Monaten mit Betti)

    Ich hätte nicht gedacht soweit mit dem Mäusezähnchen zu kommen. Gerade von einer großen Runde zurück, mitten am Tag und es lief super. Eng geführt und immer das Tempo rausnehmen, viel gucken lassen. Ich wäre auch mit Betti in ein Zelt auf die Bauwiese meines Bruder gezogen, wenn nichts funktioniert hätte. Ein Leben als Weidenwächterinnen.

    Zugfahren oder Tram wäre so cool für uns. 7min Tram bis zur Tierklinik. 20min bis in abgelegene Gebiete, 45min bis zu meiner Familie. Bringt mir nur nix hinzufahren, wenn der Hund danach durch ist. Manchmal denke ich sogar darüber nach, dass Betti gegebenenfalls auch Bürohund sein könnte. Der Trick ist ja zu wissen, was sie braucht und wie ich sie unterstützen kann. Höhlen bauen, der Abstand zu Dingen, Ankeraktionen (für die Routine, sie muss wissen was wann passiert und gilt) und Ruhepausen sind die halbe Miete... Beim Rest muss ich dann sehen. Schreiender Hund in Straßenbahn :mute:

    Aber ich erwähne hier ja auch keine der Dinge, auf die ich verzichten muss. Die Entwicklungen sind nur so positiv, wie man es selbst sieht.

    (Zum Seefahren, Dating, Sauna, spontane Ausflüge, Besuche, Mobilität, Jobangebote, einen Tagesrhythmus nach meiner Wahl,...)

    Übrigens finde ich es ja gut, wenn der ängstliche Hund anfängt Dinge in Frage zu stellen. Ich stehe jetzt auch ab und zu mit Betti im Konflikt über Gassiwege, Mordpläne, Leckerliqualität und Essens- oder Bettgehzeiten. Innerlich geht da mein Herz auf. Da ist da der Hund und nicht die Angst zu sehen.

    Ihr werdet eine tolle Zeit miteinander. Es läuft euch nichts weg, wenn es noch ein paar Monate dauert :laola:

    Es lernt ja auch Mensch und Hund dazu. Über die Zeit weiß man ungefähr welche Herausforderungen man in Angriff nehmen kann und wann der Tag für Pausen ist. Es gibt nicht für jeden Hund ein einziges Trainingskonzept. Den Charakter des Hundes zu fördern und bestätigen ist auch ein wichtiger Baustein.

    Betti gibt bei allen gern 260%. HighFive üben hinterlässt bei mir Narben an der Hand. Beim Anstupsen werde ich fast umgerissen. Statt auf die Bank, wird drüber gesprungen. Da ist ein Loch im Baum, sie rennt sofort mit gezückten Waffen rein. Oh riechen wir hier Wildschweine, lass gucken gehen. Aber Angst davor Papier zu zerfetzen. Niesen ist das Ende der Welt.

    Humor und überraschen lassen, auch mal etwas laufen oder probieren lassen, dem Hund vertrauen und etwas zutrauen, das sind alles Zutaten für ein gemeinsames Leben.

    Wir leben ja an einem sehr herausfordernden Ort. Wenn ich überlege, was hier manchmal alles passiert. Neben uns ist mal ein Auto in das Parkschild gerast, wilde Kinder aus Eingängen, Hundeattacken, plötzliche Demomassen, Fensterscheibe aus der Baustelle gekracht, beim Laufen an der Bushaltestelle ein Mensch umgefallen, Feuerwehreinsatz im Treppenhaus und letzte Woche landete ein NotHelikopter auf der Wiese neben uns. (Betti hat sich nicht stören lassen)

    Man sollte da den LernEnergieSchrank im Auge behalten. Aber Lernen und das Gehirn umstimulieren ist wichtig. Da kommt es auch auf die Zusammenarbeit beider Parteien an. Ich liebäugel damit dieses Jahr mit Betti Zugfahren zu üben. Aber solche Sachen packen wir irgendwie nie. Wie normale Leute durch den Wald gehen auch nicht. Schnüffeln und Chillen auf der Wiese fast unmöglich. Neue Wege, laufen mit weiteren Menschen auch nur mit Pausentage. Schlafen in einer Großbaustelle wäre wahrscheinlich drin.

    Der Moment an dem ich den Fokus auf "Was geht" statt was nicht gelegt habe, war der entscheidende. Aber das hat lange gedauert. Als Mensch lernt man da richtig was dazu. ;)