Beiträge von BettiFromDaBlock

    Die ersten 6 Monate ging hier auch nichts mit Spielzeug. Spielen braucht ja eh viel Vertrauen. Ich hab dann mega kleinschrittig mit dem Futterball angefangen. Angucken wurde zu Beginn schon belohnt, später berühren usw. Hat lange gedauert. So haben wir auch Zergeln ganz langsam je nachdem was Hund anbot aufgebaut. Nach 4 Jahren schmeißt sie mir manchmal das Spielzeug an den Kopf, um mich aufzufordern.

    Aber sie würde nie mit sich alleine spielen. Und auch nie mit anderen Hunden.

    Beobachten und Wachen ist Bettis Beschäftigung ihrer Wahl. Damit kann sie den ganzen Tag verbringen und ist mehr als zufrieden. Spiel ohne soziale Komponente oder Futtermotivation ist für sie Energieverschwendung. Nicht jeder Hund braucht das.

    Ich habe mal auf irgendeiner R+-Konferenz einen Vortrag dazu gehört von einer Trainerin, deren Methodik auch quasi ausschließlich aus Enrichment bestand. Die Hündin auf den Videos blieb im Garten alleine und da wurden Mords-Parcours aufgebaut zur Beschäftigung. Da würde Juro aber auch völlig irre werden, muss ich sagen. Aus dieser aufgepeitschten "Yeah, Essen!"-Stimmung wird er auch viel schneller frustriert und unleidlich als aus der Ruhe. Deswegen wäre sowas für ihn auch nichts.

    Gab es irgendeine Begründung, warum ein "von außen hinzugefügtes" Entspannungssignal nachteilig sein soll?

    Würde Juro alleine den Parcour nutzen??? Auf solche Ideen der Energieverschwendung würde Betti nie kommen. :shocked:

    Betti wurde ja genauso angegriffen. Von einem Labbi. Wir im Flussbett, Hund rennt vom Hof wegen offener Tür und nagelt Betti unter sich fest. Ich schlage schreiend mit der Leine drauf.

    Der Junge wird das nie vergessen. Ich laufe heute noch mit arges Augen an offenen Toren vorbei. Der arme Dackel. Das hätte auch jeden Erwachsenen passieren können.

    Die Trainerinnen binden nämlich auch wie viele andere Schleckspielzeuge mit ein, die man bei denen aber vorher verstecken soll damit der Hund sie findet und nicht verknüpft: Kong = Mensch geht

    Aah. Mein vergessener Futterbeutel macht also Sinn :ugly:

    Betti weiß ganz genau in welcher Jackentasche gerade ein Leckerli liegt und sie da nicht dran darf. Sie würde nicht durch die Wohnung laufen und denken hoppla wie kommt die Schleckmatte hierher.

    Ja, irgendwie ist jedes Training aktiv. Auch wenn man als Mensch nichts machen darf außer ignorieren, macht man das ja aktiv.

    Vielleicht ist es ja ein neuer Trend, dann lesen/hören wir bald mehr davon.

    Ich würde die Futterumstellung echt langsam angehen. Dann kann man auch mal das Trockenfutter ausprobieren.

    Hier hatte ich ja auch erst das Vet Concept Trockenfutter und dachte läuft super. Nach 5 oder 6 Wochen kam dann die Unverträglichkeit, Kotzen und enormer (gelber) Output. Royal Canin Trockenfutter haben wir jetzt seit 8 Monaten ohne Probleme. Plus eine Mahlzeit Nassfutter. Mittlerweile muss ich sogar aufpassen, dass Betti nicht dick wird.

    Aber das dauert alles bis der Körper die Nährstoffen so richtig verarbeiten kann. Die Organe sind ja noch durch den Wind.

    Das so ein Duft nicht von sich aus entspannt ist ja selbstverständlich. Das sind ja nur unterscheidbare Reize.

    Der gesamte Alltag ist doch so aufgebaut, dass Hund sich selbst runterfährt. Frust aushalten, Stress abschütteln, Ablegen. :denker:

    Was ich mich dabei frage ist, ich will doch gar nicht erst, dass Hund unruhig ist beim Alleinseintraining. Aber wenn der Hund dann unsicher wird, braucht Hund natürlich Handlungsalternativen, die bei ihm/ihr positiven besetzt sind.

    Wäre natürlich spannend zu erfahren wie man das bewusst zuhause trainiert.

    Betti liegt seit 4h allein in "ihrem" Zimmer. Ich glaube die entspannt aktiv.

    Hat hier schonmal jemand was von aktiver Entspannung gehört?

    Das kenne ich nur vom Menschen und damit ist meist Yoga oder Muskelentspannung oder so autogenes Training gemeint.

    Ich weiß nicht wie ich Betti zu meinen Yoga Nidra Sessions überreden sollte. Selbst wenn sie daneben liegt, glaube ich das nicht, dass das hilft :ugly:

    Aber wäre Entspannungsmusik nicht aktive Entspannung? Wird ja von außen hinzugefügt... Oder haben sie sowas ausgeschlossen?

    Edit hab jetzt im internet sowas wie Berührungen zur Entspannung gefunden mit denen man dann auch Duft und Musik als Reiz aufbauen kann...

    2h 45min.

    Nach 5 min ist Betti kurz jaulend durch die Wohnung gerannt. Hat sich anschließend hingelegt. Im Grunde liegt sie nur rum, aber mit offenen Augen. Also sie wartet darauf, dass sie mich im Hausflur hört. Bei der Begrüßung hat sie sich übermäßig ins Zeug gelegt und auch danach im Übersprung Spielzeug rumgeworfen. Da waren außergewöhnlich viele Gefühle im Spiel. Alles nicht das Ende der Welt, aber natürlich weit weg von mir ist egal ob Frauchen da oder nicht da ist.

    Aber ich kann halt nicht mein ganzen Leben anhalten, manchmal muss ich auch einfach mal Menschen treffen |)