Meine Erfahrung ist eher, dass die anderen Hunde das sehr wohl verstehen, es ihnen aber vollkommen gleichgültig ist, sobald sie den Drohenden für schwächer halten. Sprich: Dieselben Kandidaten, die das laute, deutliche und wütende Knurren des kleinen Terriers nicht vom Anrüpeln abhielt, lagen auf dem Rücken, sobald der große Schäferhund auch nur stumm die Lefzen hochzog.
Ich fürchte also, da wirst du mit Drohen-Üben für deinen Hund nichts Grundsätzliches ändern, aber vielleicht bringt es ja was, wenn du mal an deinem eigenen Drohverhalten arbeitest, so dass du besser schützen kannst? ist - leider - meist der einzige Weg.
Sehe das auch so. Meine jüngere Hündin ist so ein typisches Opfer. Die würde von sich aus nie Knurren oder gar weiter gehen. Hab ihr das aber trotzdem beigebracht, als sie mal ein kleines, ähnlich klingendes Geräusch von sich gegeben hat. Ergebnis: sie knurrt jetzt und sie wird weiterhin nicht ernstgenommen, aber dafür rennt sie nicht sofort weg, sodass ich besser eingreifen kann.
Meine alte Hündin hat selten gedroht und die letzten Jahre aber auch nix mehr gemacht, weil alt und gebrechlich. Die anderen Hunde haben aber alle gepeilt, was da für ne mentale Stärke hintersteht und wir hatten tatsächlich nie Probleme, dass jemand sie blöd behandelt hätte. Egal, wie sozial inkompetent die sonst auch waren. Da haben teils auch Blicke gereicht.