Ich habe in der Zeit als meine Hündin 16/17 war mein Studium beendet und eine Vollzeitstelle begonnen. Allerdings mit 3 Tagen HO.
Da sie zum einen sehr auf mich bezogen war, zum anderen aber auch der Pflegeaufwand im letzten Jahr massiv gestiegen ist, hätte ich definitiv keine Stelle angetreten, bei der ich jeden Tag 8h weg bin, ganz gleich, ob da noch jemand zuhause ist.
Das ist jetzt natürlich was persönliches und am Ende immer individuell, aber ich habe meine Hündin auch als Teenager übernommen und dementsprechend viel nach ihr ausgerichtet. Ich weiß also genau, wovon du sprichst.
Ich selber hätte mich meiner wertvollen, gemeinsamen Zeit mit meinem Hund total beraubt gefühlt, wenn ich ihm letzten Jahr nur weg gewesen wäre. Gleichzeitig musste mein AG mich auch häufiger mal gehen lassen, weil spontan ein TA-Termin anstand. Oder zwei. Oder drei. Ist in einer Ausbildung vllt. eher nicht möglich.
Manchmal geht es nicht anders, aber ich denke, wenn man diesen Luxus hat, finanziell nicht drauf angewiesen zu sein, dann würde ich mit den großen Umbruch warten, bis der Hund nicht mehr lebt.
Zu diesem „Auch alte Hunde können sich an neue Dinge gewöhnen“ - da gehe ich wirklich nur zum Teil mit.
Meine Hündin war zeitlebens sehr anpassungsfähig und entspannt. Im Alter war das aber eben alles nicht mehr so. Da haben die körperlichen und mentalen Fähigkeiten einfach nachgelassen und sie hat da Halt gebraucht. Nicht ungewöhnlich in dem Alter, wenngleich das natürlich nicht für alle gilt.