Lieber Byte, atme mal durch! ![]()
Fehler passieren, auch den Profis, und gehören schlicht und ergreifend dazu.
Dass man mal an den "falschen" Trainer gerät oder der Weg des Trainers nicht zum Hund passt - geschenkt. Kommt vor. Hatte ich ja auch durch, zwei Mal, erst die dritte Trainerin konnte uns einen guten Weg zeigen, sich auf Dino einstellen und - bei ihm ganz wichtig - sich auf Dino einlassen.
Du hast ja sicher schon im Training gemerkt, dass das für sie einfach zu viel war. Zu viele Hunde, zu viel Konfrontation, keine Anweisung von dir ... und plopp - das Stressventil beim Hund geht auf und der Hund flippt rum. Mach dir keine Vorwürfe, dass das jetzt passiert ist - Fehler passieren. Du weißt jetzt, dass diese Situation für sie noch viel zu viel ist, dass ihr und dir die Werkzeuge für das Bewältigen solcher Situationen fehlt.
Für Dino wäre so eine Situation auch heute noch nicht zu bewältigen. Wir würden auch nicht die Konfrontation suchen - sondern sehr schnell flüchten ![]()
Oder einen sehr sehr großen Bogen drumherum schlagen. Seeehr sehr groß. So... 50 Meter aufwärts. ![]()
Für euch wäre wahrscheinlich Einzeltraining die beste Lösung. Jemand, der sich euer Miteinander in eurem Gassigebiet anschaut und auch genau da hilft und zusammen mit euch einen Lösungsweg erarbeitet, der zu deiner Hündin und dir passt.
Bei Dino ist es eben Abstand reinbringen und ausweichen wenn möglich. Wenn das nicht möglich ist, gehen wir zur Seite, er soll sich hinsetzen und wird dann für jeden Blick vom Hund zu mir belohnt. Das kündige ich inzwischen ganz stumpf durch "Komm Dino, wir weichen aus" an. So weiß er, dass ich einen Plan dafür habe und folgt mir bereitwilliger - würde ich ihn kommentarlos ins Gebüsch zerren, würde er erst recht unruhig werden ![]()
Sowas muss man in ruhigen, übersichtlichen Situationen aufbauen. Erst mit viel Abstand zum anderen Hund (oder Radfahrer etc pp), und wenn die Grundlagen sitzen, geht man ein bisschen näher ran. Man bleibt dabei aber immer im Wohlfühlbereich des Hundes.
Vielen hilft es zusätzlich, wenn du dich vor deinen Hund stellst oder ihn auf deine abgewandte Seite nimmst. Das ist ein zusätzliches Signal für "Ich kümmer mich drum, du musst dich jetzt nicht einmischen". Aber auch das muss Hund erstmal lernen - dass du ihn beschützt, die Situation für ihn klärst.
Du schaffst das. ![]()
Das Begegnungstraining würde ich persönlich nicht mehr besuchen. Bzw. wenn, dann würde ich am Rand dabei stehen und das ruhige Angucken der Hunde üben ![]()