ich denke eben schon, dass es sein kann, dass ein sehr romantischer Blick (wie ich ihn meine bei der TE heraus ahnen zu können) auch zu wirklicher Hingabe an eine übernommene Verantwortung führen kann
Das mag ich mal unterstreichen.
Als ich mir Dino geholt habe, hab ich mich zum einen definitiv selbst überschätzt und zum anderen auch eine ziemlich rosarote Brille aufgehabt. "Ach, du hast dir im Forum so viel angelesen über Leinenaggression, Schutztrieb usw., und dein erster Auslandshund ist doch auch super unkompliziert, da kriegst du diesen Hund doch auch hin."
Ich muss dazu sagen: ich hab direkt beim ersten Treffen mit Dinos Vorbesitzern gesehen, wie irre der Hund damals war. Hing geifernd und um sich beißend in der Leine, wenn man anderen Hunden begegnet ist, hätte man ihn gelassen - er hätte ziemlich sicher auch in vorbeigehende Menschen gezwickt, hätte im Park andere Menschen gestellt und verbellt ... und in der Wohnung der Vorbesitzer wollte er mich dann auch angehen. Ein intuitives, beherztes "HEY!!" hat ihn davon abgehalten und ab dem Punkt war ich für ihn in Ordnung 
Ich hab also gesehen, was ich mir anlache. Ich hätte es definitiv einfacher haben können. Und trotzdem hatte ich bei diesem Hund, dieser Baustelle auf vier Beinen, nur Herzchen in den Augen und v. A. ein gutes Gefühl. Ich hab dem Herrchen gleich beim ersten Treffen gesagt, ich mag Dino, den nehm ich, und zu meinem Glück hat Dinos Familie auch gesagt, du passt zu ihm, der wirds gut haben bei dir.
Manchmal hilft dieser romantische Blick, diese rosarote Brille eben doch dabei, an einer Herausforderung zu wachsen. Manche Menschen wollen auch einfach eine Herausforderung und suchen sich dann (vielleicht auch unterbewusst) eine. Und manchmal sind es genau diese Konstellationen, bei denen ein so enges Band zwischen Hund und Halter entsteht, dass man alle "Makel" und "Baustellen" eines Hundes nicht (dauerhaft!) als Belastung wahrnimmt, sondern einfach als ... ja, ich weiß nicht, einen Kratzer oder eine Delle im Lack eines Autos. Es gehört dazu und wenn man will, die richtige Methode wählt, dann kann man diesen Kratzer auch wieder "hinkriegen".
Die TE hat hier auf den mittlerweile über 60 Seiten ja doch auch die Sturheit und Ausdauer gezeigt, die in der Hundehaltung wichtig sein kann - und ich bin mir sicher, wenn die passende Rasse ausgewählt wird, dann wird der Hund ein verdammt geiles Leben bei ihr haben. 
So, genug durch die rosarote Brille geguckt und rumgekitscht... 