Beiträge von Karpatenköter

    Nachtrag, weil ich nicht mehr editieren konnte:

    P.S.: hier nur ein Link auf die Schnelle, habe erst gerade die Frage gelesen: https://tierheilpraxis-bruckert.de/zeckenprophylaxe-pharma-vs-natur

    Auch da werden für die Dinge, die dort aufgeführt werden, nur Erfahrungswerte als Belege genannt, nicht jedoch wissenschaftliche Studien.

    Zitat

    Am Rande, in Deutschland, Österreich und der Schweiz wurde Permethrin für die Land- und Forstwirtschaft die Zulassung entzogen, das heißt schon was! Aber für unsere Tiere ist es natürlich absolut ungefährlich

    Denn: dafür wird weder ein offizielles Schreiben noch sonst ein glaubhafter Beleg genannt. Wenn ich google, finde ich durchaus Belege dafür, dass der Wirkstoff nicht mehr in der Land- und Forstwirtschaft zugelassen ist. Was ist also so schwierig daran, jene Belege nicht einfach zu verlinken?

    Zum Beispiel:

    https://www.proplanta.de/Pflanzenschutz…stoff_0494.html

    "Zugelassen: nein"

    Oder auch ...

    https://de.wikipedia.org/wiki/Permethri…Forstwirtschaft

    "Die Zulassung des Wirkstoffs Permethrin wurde von der EU-Kommission im Jahre 2000 aufgehoben. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist Permethrin nicht mehr als Pflanzenschutzmittel zugelassen." - Verweis auf Quelle Nr. 11 ... gucken wir doch mal:

    http://ec.europa.eu/food/plant/pes…selectedID=1687

    Wenn man will, ist's nicht schwierig, Belege für Behauptungen zu finden. Aber wenn man so leicht auf teilweise wissenschaftliche Belege zurückgreifen kann, wieso verlinkt man die dann nicht?! Das macht das Leben um ein Vielfaches leichter.

    So. Und damit zieh ich mich dann wieder zurück.

    Wer ehrenamtlich mit Hunden zu tun hat und auch sonst mit vielen Hundebesitzern über die Problematik spricht, kann sich wohl eine Meinung bilden.

    Ich rede tatsächlich mit vielen befreundeten und fremden HHs über die Problematik und da sagen gut 80%: "Mein Hund hat ein Zeckenschutzmittel intus, wir haben keine negativen Nebenwirkungen beobachten können." Die anderen 20% haben gar keinen Zeckenschutz am Hund oder haben Probleme mit einem Zeckenschutzpräparat gehabt - sind dann aber eben nach Absprache mit dem TA zu einem anderen Präparat gewechselt und haben seitdem keine Probleme mehr.

    Und ich schreibe selbst aus Erfahrung.

    Erfahrung ist aber kein Ersatz für wissenschaftlich nachgewiesene oder widerlegte Fakten. ;)

    Ich kann auch aus Erfahrung schreiben, dass mein Hund keine Ente verträgt und daher jeder HH, der seinem Hund Ente füttert, den Hund mit Gift vollstopft. Macht trotzdem noch lange keinen Sinn.

    Aber mir wurde oft vorgeworfen nicht zu "googeln". Macht das mal selbst und schaut.

    Ich habe gegooglet. Auch aus Interesse. Wenn ich nach "Permethrin Nebenwirkungen" suche, finde ich nur allgemeine Hinweise zum Thema. Ja, es hat Nebenwirkungen, die und die können auftreten.

    Wenn ich jedoch nach "Permethrin tödlich" suche, werd ich lesen können, dass der Wirkstoff hauptsächlich für Katzen tödlich ist, nicht jedoch für Hunde. Also, wonach soll ich gucken? =)

    Übrigens finde ich es ganz traurig das sich bei manchen Usern das komplette Wissen nicht im Gehirn sondern auf einer Datenbank im I-Net befindet.

    Ja, und? Ich finde es traurig, dass manche User wissenschaftliche Fakten schlicht ignorieren und dann schreien, wenn andere User mit ebenjenen Fakten ankommen, um die "Erfahrungswerte" zu widerlegen. Ich spreche niemandem seine Erfahrung ab, aber man sollte dann auch mal die andere Seite der Medaille betrachten und akzeptieren können, dass der eigene Hund vielleicht eine Ausnahme war. Ausnahmen gibt es immer wieder - und so ist's eben auch bei Medikamenten. Da KANN es nun mal sein, dass Hund X auf Medikament Y mit starken Nebenwirkungen reagiert. Das heißt aber noch lange nicht, dass Medikament Y für alle Hunde tödlich ist.

    Wenn ihr mit anderen Hundebesitzern mal nen Plausch habt geht das wohl nicht ohne Smartphone in der Hand um überhaupt noch einmal zu etwas Wissen zu kommen. ^^

    Och doch, das geht durchaus. Da sagt man dann halt "Hm, ich hab zu dem Thema Studie XYZ gelesen, ich schick dir den Link später mal per WhatsApp. Denn wenn ich mich beim Gassigehen mit anderen HH unterhalte, dann bleibt das Smartphone in der Tasche und ich such nachher zuhause in aller Ruhe entsprechende Belege für meine Aussage raus.

    Ich weiß aber aus Erfahrung das es mehr Fälle von Unverträglichkeiten auf Spotons mit schweren Nebenwirkungen gibt, als Hunde die an Borreliose erkrankt sind.

    Hast du dafür wissenschaftliche Belege? Also Paper, wiss. Untersuchungen, irgendwelche Statistiken, die nicht aus dem "Buhuhuhu, Advantix, Seresto und Co. töten unsere Hunde!11!!"-Lager stammen?

    Nein? Sorry, dann kann ich die Behauptung nicht ernst nehmen. "Aus Erfahrung" ist natürlich die beste Quelle für Aussagen, die man nicht mit wissenschaftlichen Quellen belegen kann ...:hust:

    Fun Fact: Permethrin wird beim Menschen auch gegen Läusebefall eingesetzt und ist sogar besser verträglich als Pyrethrum-Extrakte oder Lindan-haltige Präparate. Und als Mittel gegen die Krätze (auch bekannt als Scabies) isses auch zugelassen. :nicken:

    Abgesehen davon wird Permethrin vorwiegend als Zecken-Abwehrmittel (Repellent) eingesetzt. So docken zumindest weniger Zecken an als ohne Schutz durch den Wirkstoff - allerdings sind mittlerweile viele Exemplare der braunen Hundezecke resistent gegen Permethrin.

    Zu den Nebenwirkungen/angeblich bösen Effekten...


    Im Rahmen der Wirkstoffprüfung gemäß der EU-Biozid-Verordnung wurde 2014 Permethrin mit dem Ergebnis bewertet, dass der Stoff kein genotoxisches und kanzerogenes sowie kein reproduktions- und entwicklungstoxisches Potenzial besitzt. Die US-Umweltbehörde EPA hat Permethrin bei oraler Aufnahme als möglicherweise krebserregend eingestuft.

    Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Permethrin#Toxikologie

    Heißt: Permethrin ist weder

    * ein Auslöser für genetische Veränderungen

    * krebserzeugend

    * fortpflanzungsverhindernd

    * ein Auslöser für Beeinträchtigungen der normalen Entwicklung eines Tieres (und der Mensch ist ebenfalls ein Tier).

    Dass die US-Behörde EPA den Wirkstoff bei Aufnahme durch den Mund, also beim Verzehr als möglicherweise krebserregend einstuft, ist für uns nur dann relevant, wenn Hund z. B. das Seresto-Halsband gefressen hat. Und jeder vernünftige Hundebesitzer würde in einem solchen Fall wohl sicherheitshalber den TA anrufen oder direkt in der Praxis auflaufen.

    So. Jetzt bin ich gespannt auf deine Quellen. =)

    würdet ihr Euch das Nervengift auf die Haut machen ???

    Ja. Alle mal lieber, als mit einer der oben genannten Krankheiten im Krankenhaus zu liegen.

    Ich nehm auch lieber meine Chemie in Form von Epilepsietabletten, um meinen epileptischen Anfällen vorzubeugen, bevor ich vielleicht beim Gassigehen mit Hund einen Anfall bekomme ...

    Davon ab: bei meinem Hund merke ich nichts davon, dass Bravecto ihn kränker macht, als er ist. Im Gegenteil, der Knirps ist soweit kerngesund. Wenn dein Hund eine negative Reaktion auf Seresto hatte - ja, soll vorkommen. Genauso wie man auch auf Penicillin allergisch sein kann...

    82 Zecken bis jetzt. Natürlich Rötungen auch um den Biss oder Schwellungen Am schlimmsten sind die sogenannten Nymphen. Bekommt man auch mit dem besten Werkzeug nicht komplett raus. Beißwerkzeuge bleiben oft drin (habe ich 3 von den 82). Aber nicht allzu verrückt machen, kommt alles wieder raus. Schlimmer für den Hund sind die Spotons weil Nervengifte.

    Dann lieber ziehen. Ich hatte von Bayer Seresto (Halsband probiert weil es angeblich so gut wie unschädlich für Hund und Mensch ist). Aber das hat Bayer auch beim Glyphosat gesagt.

    Hat überhaupt nichts gebracht wie auch Schwarzkümmelöl oder Kokusöl. Alles Geldschneiderei. Was sollen Waldtiere wohl, wenn sie sprechen könnten, sagen.

    Also kein Spoton auch keine Bernsteinkette, denn bei der könnte ich auch eine Weihrauchkerze entzünden und darum herum tanzen, bringt das Gleiche. ^^

    Hund täglich abtasten und Zecken ziehen.

    Ich wünsch dir viel Spaß mit Borreliose, FSME, Anaplasmose und Babesiose. :rollsmile:

    Sowas ist doch fahrlässig. Lieber verabreich ich meinem Hund 1-2x im Jahr eine Tablette Bravecto - oh nein, böses Nervengift! -, bevor er sich mit einer der oben genannten Krankheiten rumschlagen darf. Kann zwar trotzdem passieren, aber durch Bravecto werden gefühlt 95% aller Zecken abgewehrt...

    Ich würde mit einer Umstellung noch weiter warten und beobachten. Führt mal ein Tagebuch über die Veränderungen, vielleicht fällt euch ja was auf. Gerade in Bezug auf die Konsistenz kann es ja sein, dass er z. B. Kartoffel oder Karotten doch nicht so gut verträgt wie am Anfang. Deshalb würde ich sowas bei solchen Vorfällen immer erstmal noch für längere Zeit füttern, um sicherzugehen, dass das vielleicht nur ein Ausrutscher war.

    Und was bei Ebay für Betrüger auf Kosten der Tiere unterwegs sind, kam gerade im Frühstücksfernsehen von Sat 1.

    Genau das sollte man im Hinterkopf behalten und sich die potentiellen (Ver)Käufer der Hunde sehr gut ansehen, alles hinterfragen und auch unbedingt auf eine Vorkontrolle bestehen, bei komplizierten Hunden auch auf mehrfache Besuche zum Kennenlernen.

    ebay Kleinanzeigen warnt bei manchen Inseraten ja nicht umsonst vor Betrügern im Welpen-/Hundehandel. Wer sich auf ein sehr dubioses Angebot einlässt, ohne irgendetwas zu hinterfragen, ist da mMn einfach selbst schuld...

    Müsste ich Dino vermitteln, dann würde ich sehr wählerisch sein, was sein neues Zuhause betrifft. Erfahrung im Umgang mit unsicheren Hunden ist ein Muss, Kinder sollten nicht im Haushalt leben, ebenso keine Kleintiere wie Nager, das Haus/die Wohnung muss eher ländlich bzw außerhalb einer Stadt liegen und und und ... und dann muss auch noch die Chemie passen.

    Da ist es mir alle mal lieber, mich auch mit der Gefahr von Betrügern auseinanderzusetzen, bevor ich den Dicken einfach im Tierheim abgebe, wo seine Probleme aufgrund der knappen Aufmerksamkeit womöglich wieder schlechter werden.

    Verstand sich mit keinem Rüden mehr, vorher gingen alle! Und machte sein eigenes Ding. Jetzt isser drei und es ist besser aber nicht wie vorher!

    Das ist akitatypisches Verhalten. Mit drei Jahren ist Mylo jetzt erwachsen, da schlägt das rassetypische Verhalten durch. Da muss jetzt Management und Training her, damit Mylo lernt, andere Hunde schlicht zu ignorieren.

    Aber ja, mit der Pubertät können auch starke "Persönlichkeits"änderungen eintreten. Der Schäferhund, der den Besuch auf einmal nicht mehr freudig begrüßt, sondern erstmal grummelnd aus der Distanz beobachtet, der Spitz, der dann auf einmal noch sturer wird als ohnehin schon ... kann alles passieren.

    Auch bei Rassehunden würde ich mich immer auf den Worst Case vorbereiten, beim Schäferhund (der hier innerhalb der nächsten 6-12 Monate einziehen soll) wäre das also starker Schutz- und Wachtrieb, absolute Artgenossenunverträglichkeit und Besuch-total-überflüssig-finden.

    Das kann man aber alles mit entsprechendem Management, vorausschauendem Verhalten und Training in geordnete Bahnen lenken.