Beiträge von Karpatenköter

    Vorher richtig auspowern habe ich auch bereits gemacht.

    Würde ich lassen. Aktuell ist die Kleine schon ziemlich erschlagen von den neuen Eindrücken. Lasst sie doch erstmal in Ruhe ankommen und fangt nicht sofort mit "Nebensächlichkeiten" wie Sitz, Platz und Co. an. Das stresst sie eher noch. Eine Erklärung dazu gibt's weiter unten.

    Jede Taube ist interessant, und sie möchte hinterher.

    Bei einem Jagdhund(mix) ja kein Wunder - meine Hunde würden am liebsten auch jedem davonhuschenden Eichhörnchen oder Vogel hinterher. Das finden die einfach aufregend - was da hilft, ist ruhig bleiben und gezielt das Vorstehen bzw. "Da ist was"-Anzeigen belohnen. Würde ich jetzt aber noch nicht machen, ihr habt erstmal wichtigere Dinge zu tun.

    Sie zieht unermüdlich. Ich bleibe öfter stehen und nehme sie ganz eng an mich.

    Macht es euch und ihr doch erstmal insofern einfacher, dass sie am Geschirr (moderat) ziehen darf und dafür am Halsband dann artig laufen muss. Führt sie erstmal am Geschirr. Sobald sie sich einigermaßen eingelebt hat bzw der anfängliche Stresspegel nicht mehr so hoch ist, könnt ihr mit dem Leinenführigkeitstraining anfangen - aber exklusiv am Halsband, so kann sie dann auch später besser unterscheiden, was jetzt erlaubt ist und was nicht. =)

    Die Ohren aber weiterhin gespitzt und Ihre Blicke wandern durch die ferne.

    Ist bei meinen Hunden auch so. Es sind und bleiben Jäger, die werden mit mindestens einem Ohr immer auf der Pirsch sein - und die Jagdhunde ansich ohnehin noch mal mehr. Meine alte Schäferhund-Dackel-Mixdame spitzt auch die Ohren und guckt ganz konzentriert auf den Boden, wenn sie da ne Maus hört. Ist jetzt nichts wirklich verwunderliches :pfeif:

    Auch Kommandos wie Sitz (welches Sie auch nur mit Futter beherrscht) kommen draußen nicht durch.

    Weil sie draußen einfach noch viel zu abgelenkt von den Umgebungsreizen ist. Bis ein Hund auch draußen sicher "Sitz" macht, kanns dauern - bei vielen geht das binnen weniger Tage, manche brauchen gefühlt ewig und drei Tage dafür. Schraubt eure Erwartungen an sie runter und guckt erstmal, was mit ihr in der ersten Zeit möglich ist.

    Sie bellt andere Hunde an, sofern diese frei Laufen oder auf der anderen Straßenseite sind.

    Nehmt sie auf eure abgewandte Seite, die Leine kurz und ignoriert den anderen Hund selbst vollkommen. Mal kurz hingucken, um zu gucken, ob der Hund angeleint ist oder nicht - ok. Aber nicht permanent fixieren und beobachten; manche Hunde spüren das und haben dann das Gefühl, dass sie zusammen mit Herrchen pöbeln müssen.

    Mein Rüde ist nach wie vor ein ziemlicher Leinenpöbler und am Anfang hab ich mich auch stellenweise echt für den "unerzogenen" Hund geschämt :ugly: Ich beschreib dir mal, wie wir einigermaßen entspannt an fremden Hunden vorbeigehen, vielleicht hilft dir das ja.

    Sobald ich einen fremden Hund entdecke und der Weg breit genug ist, geb ich Dino sein Signal (in dem Fall einfach "Stop" als kurzer Hinweis dafür, dass wir ganz kurz anhalten) und nehm die Leine so kurz, dass er wirklich neben mir laufen muss. Er darf in Maßen ziehen, das ist mir in der Situation völlig egal. Sobald wir an dem Hund vorbei sind, lass ich die Leine wieder lang und auf "Ok" darf er dann wieder den normalen Leinenradius nutzen.

    Wenn er dann aber trotz der Strategie der Meinung ist, dass er pöbeln muss, dreh ich mich in dem Moment zu ihm ein und blockiere ihn mitm Bein.

    Kommt uns ein Hund entgegen, bei dem ich sicher weiß, dass er sich da (noch) nicht beherrschen kann, weich ich komplett aus und/oder drehe einfach um, wenn ich gerade nicht ausweichen kann. Im Notfall muss ich dann halt auch mal 10-15 m ins Dickicht reingehen und ihn da mittels Sitz und Leckerlis ablenken - aber im Vergleich zu vor einem Jahr haben wir schon viel geschafft. Vor einem Jahr wars noch gar nicht denkbar, dass er sich mal ins Sitz bringen lässt, wenn er auch nur merkt, dass da ein fremder Hund kommt |)

    Sie geht dann auch ganz lieb schnuppern, und möchte spielen.

    Bist du dir da sicher?

    Ich persönlich (!) würde auf Kontakte an der Leine weitestgehend verzichten und mir gezielt gute Kontakte raussuchen, mit denen man sich dann zum lockeren Leinengassi trifft. Die Hunde müssen auch nicht unbedingt miteinander spielen - den meisten erwachsenen Hunden reicht es vollkommen aus, wenn die nebenher schlendern und schnuppern können.

    Sie schläft dort auch nachts drin und wir machen die Tür zu.

    Verständnisfrage - die Tür des Zimmers oder die der Box?

    Ich würd die Boxentür nicht zumachen, manche Hunde stehen ja nachts kurz nochmal auf und trinken n Schluck. Würde ich meinem Hund nicht verwehren wollen ... ihr kriegt ja sonst auch nicht mit, wenn der Hund nachts doch nochmal wirklich dringend rausmuss.

    Soo, und nun zur oben angekündigten Erklärung ...

    Stellt euch vor, ihr kommt in ein fremdes Land, dessen Sprache ihr nicht sprecht. Und die Menschen, die euch aufgenommen haben, verlangen von Tag 1 an Dinge von euch, die ihr weder versteht noch könnt, anstatt euch erstmal ankommen zu lassen und euch das Land zu zeigen, die Hausregeln beizubringen usw. ...

    So geht es eurer Hündin. Die versteht eure Sprache (noch) nicht und weiß auch überhaupt nicht, wo zur Hölle sie gerade gelandet ist und was ihr von ihr wollt. Die will erstmal in Ruhe ankommen und sich zurechtfinden können - wer sind meine neuen Menschen, meinen die es überhaupt gut mir ihr, warum zur Hölle darf ich mich nicht frei bewegen, sondern muss an der Leine laufen, warum sind meine Menschen auf einmal weg - wo sind die hin???

    Lasst es langsam angehen. Wie schon gesagt - schaut, was sie aktuell anbietet und nehmt das einfach an. 80% der Zeit über macht ihr erstmal nix besonderes mit ihr - erstmal einfach nur Alltag kennenlernen, Leben lernen usw. =)

    Sie ist erst zwei, ihr habt noch eeeeewig viel Zeit, um ihr Sitz, Platz, Leinenführigkeit und Co. beizubringen. Das muss sie jetzt nicht binnen x Wochen lernen.

    Wir hatten hier in Brandenburg schon vor einem oder zwei Monaten die ersten Zecken, seitdem haben die beiden ihre Bravecto-Tablette intus :ugly: Dino bekommt das Zeug ja eh das ganze Jahr über, bei Bonny gibt's nach Bedarf im Mai nochmal eine... Bisher hab ich bei ihr aber keine Zecken entdecken können. Bei ihrem schwarzen Plüsch aber auch kein Wunder :lepra:

    :streichel:

    Mein Beileid für deinen Verlust.

    Du hast Rocky nicht verraten. Wie auch? Du hast dich immer um ihn gekümmert, stets nur das Beste für ihn vor Augen gehabt und gerade dann, als "die" Frage im Raume stand, hast du die richtige Entscheidung getroffen. Du hast ihn gehen lassen. Und das war richtig so. Rocky war ja todkrank - Wasser in der Lunge, ein bösartiger Tumor, der weder operabel noch anderweitig heilbar gewesen wäre.

    Musst du nicht lesen, lediglich etwas medizinisches Theoretisieren

    Früher oder später wäre er elendig erstickt oder innerlich verblutet, weil der Tumor geplatzt wäre. Vielleicht war es sogar schon so weit - Eiter aus der Nase klingt wirklich übel. Du hast völlig richtig entschieden. Manchmal ist es für die Tiere einfach besser, wenn sie früher erlöst werden.

    Du hast alles mögliche versucht. Ihr habt alle sinnvollen Möglichkeiten ausgeschöpft - und als alle ausgeschöpft waren, habt ihr ihn gehen lassen. Das ist okay so.

    Der Schmerz und die Schuldgefühle werden dich noch eine ganze Weile begleiten. Aber Rocky wird dich auch immer begleiten, auch wenn du ihn nicht siehst. Irgendwann werden die Schuldgefühle und der Schmerz verblassen. Das dauert bei jedem unterschiedlich lange, jeder trauert auf seine Art und Weise. Nimm dir alle Zeit der Welt, aber behalte vor Augen, dass du nicht schuld bist. Du hast FÜR Rocky entschieden - wie kann man da als liebender Hundehalter schuldig an irgendetwas sein? :streichel:

    Solange es nicht ums wegtrainieren von angeborenem geht ... du hast doch gar keine reinen Schäfer ?

    Vielleicht wachen deine wirklich eher, weil sie unsicher sind?

    Vielleicht kann der Trainer das nur besser einschätzen?

    Wachen heißt doch auch, Veränderungen wahrzunehmen, darauf wachsam reagieren? Was genau stört dich da so ?

    Es ging nicht um meine Hunde, sondern allgemein um Schutz- und Wachtrieb bei Schäferhunden.

    Da wurde von einer befreundeten Trainerin einfach mal Rasseverhalten komplett über den Kamm geschoren, nicht spezifisch bezogen auf einen bestimmten Hund oder eine Situation. Die hat einfach pauschal behauptet, dass alle! Hunde mit Schutz- oder Wachtrieb einfach nur aus Unsicherheit reagieren. Das fand ich bemerkenswert.

    Ich hab heute gelernt, dass es Dinge wie "Schutztrieb" oder "Wachtrieb" bei Hunden gar nicht gibt. Neeee, die sind einfach nur alle unsicher, weil ein Hund wacht nur, wenn er unsicher ist. Das sind auch gar keine verankerten Rasseeigenschaften, nene, die kann man ganz einfach wegtrainieren, sodass der Schäferhund dann überhaupt nicht mehr wacht und zum pflegeleichten Familienhund wird... Und mit "Trieben" hat das ja auch überhaupt nichts zu tun, weil Baum :klugscheisser:

    Ey, der Quatsch, den manche Hundetrainer (!) erzählen ... ich weiß nicht, ob ich lachen oder weinen soll :ugly:

    Ich denke auch, dass er sich schlicht und einfach erschreckt hat und etwas ... grummelig war, weil ihr ihn geweckt habt.

    Mein Rüde macht sowas auch manchmal. Wenn er aufm Sofa schläft und nicht mitkriegt, dass ich das Wohnzimmer verlasse, dann kläfft oder brummt er auch manchmal, wenn ich dann doch ein Geräusch mache und ihn wecke.

    Beobachtet das einfach mal. Ich würde mir erstmal nichts weiter dabei denken. Aber von dem Gedanken, dass er euch "dominieren" will, würde ich Abstand nehmen - ich denke, dass er vielleicht eher verunsichert war und versucht hat, das durch Kontrollverhalten auszugleichen. Da kommts dann durchaus vor, dass der Hund einem den Weg versperrt oder anderweitig Raum für sich beansprucht...

    Ich geh mit den anderen konform - viel zu viel Programm...

    Ich hab hier ja "nur" Mischlinge sitzen (DSH x Dackel; 12 Jahre alt und DSH x Beagle x Senfhund; 4 Jahre alt)... aber auch wir machen nicht viel mehr als die anderen auch. Der Dicke geht 2x die Woche zum Mantrailing (HuSchu und Rettungshundestaffel), die alte Dame darf einfach ihren Lebensabend genießen. Wir gehen 3x täglich raus (morgens und abends 20-30 Minuten, nachmittags 45-120 min, je nach Laune, Wetter und Tagesform), ansonsten wird ab und an mal in der Wohnung an Tricks gearbeitet. Also vielleicht 2-3x in der Woche für 5...eher seltener xD

    Der Große ist damit völlig happy, die Alte hält von Tricks usw. nicht viel. Die kann bisher nur Sitz - und auch dann nur, wenns ein Leckerli gibt...

    Fahrt euer Pensum mal runter. Geht doch wirklich mal einfach 3x täglich locker raus, latsch gemütlich durch die Wallachei und zeig ihr einfach interessante Dinge. Meine zwei dürfen ab und an über umgefallene Bäume klettern oder auf Baumstümpfen Sitz machen, das macht denen viel Freude. Oder ich zeig ihnen ein Loch, das ich entdeckt habe. Oder wenn die Alte irgendwo länger schnüffelt, schick ich den Großen mit "Guck mal, was die Bonny hat" da hin. Und dann schnüffeln die zusammen.

    Fahrt die ganze Action mal runter. Scheint so, als ob eure Kleine arg überdreht wäre.

    Fürs erste könnt ihr euch ja bei 3x täglich normales Gassi und 2x wöchentlich gezielt laufen gehen einpendeln. Dazwischen gibts nix (außer ggf Leinenführigkeit üben).

    Stell dich aber darauf ein, dass es eine sog. Erstverschlimmerung geben kann. D.h. dass die Kleine erstmal noch viel nerviger wird, weil auf einmal nicht mehr so viel los ist. Ignorieren, Nerven zusammenflicken, notfalls auch mal alleine ohne Hund rausgehen und bewusst eine Auszeit gönnen. Dein Freund soll dann in der Zeit einfach nur darauf achten, dass sie keinen Quatsch macht - aber nicht zusätzlich bespaßen =)

    Mit Glück ist das schon die richtige Dosis. Denk dran, in der Pubertät wird das ganze Hirn umgebaut, da haben die Pubertiere einfach oft nicht den Kopf für "wichtigeres". Die können das in der Phase oft einfach nicht. Habt Nachsehen mit ihr, nehmt den Quatsch, den sie verzapft, mit Humor...lacht über euch und den Hund =)

    Was ists denn für eine Rasse? Vielleicht ist ihm auch kalt oder er findet das Gefühl vom "Wasser von oben" einfach doof.

    Wirklich helfen kann ich dir nicht, hier haben die Hunde keine andere Option außer mitzulaufen, wenns bei Regen rausgeht. Die gucken zwar immer etwas bedröppelt (so a la "Boah Alter, muss das sein? Echt jetzt?"), aber nach ein paar Metern fügen sie sich ihrem Schicksal und erledigen das Nötigste.

    Vielleicht hilft es euch ja, wenn ihr bei Regen etwas Tolles macht. Also nicht unbedingt "nur" in den Garten, sondern einfach eine kurze Runde um den Block drehen :???: