Beiträge von Karpatenköter

    Wir lassen auch gedrückte Daumen und Pfoten für alle, die sie gerade benötigen, da.

    Am Mittwoch um 9:15 Uhr hat Dino seinen großen Diagnostik-Termin. Ich hoffe sehr, dass mein Chef damit leben kann, dass ich entweder später ins Büro komme oder mir freinehmen muss, eben weil ich nicht einschätzen kann, wie lange der Spaß dauert - aber ganz besonders hoffe ich, dass wir bei dem Termin etwas finden, das gut, schnell, und sicher behandelbar ist. Ich würde mich freuen, wenn am Mittwoch ein paar Leute an uns denken - meinen Chef werd ich heute darauf vorbereiten, dass ich am Mittwoch evtl. gar nicht ins Büro komme. :tropf:

    Wir hatten den Termin heute. Ich zitiere mich der Einfachheit mal aus unserem Thread.

    So. TLDR: Organ-Ultraschall war komplett unauffällig, Röntgen minimal auffällig. Er hat zwei kleine Spondylose-Knubbelchen an der Hals-/Brustwirbelsäule, die sind aber eher nicht ursächlich für die Probleme. Die Prostata war noch vergrößert, drückt den Darm jetzt aber auch nicht bedeutend zu. Das ist minimal und angesichts der allgemeinen Umstände eher in Rahmen.

    Der Urin war, trotz letzter Pipirunde um 3 Uhr morgens, nicht sehr konzentriert und das spezifische Gewicht auch eher niedrig. Deshalb haben wir jetzt noch mal Blut abgenommen, lassen ein großes Profil machen, und ich hab die Hausaufgabe, demnächst noch mal drei individuelle Urinproben per Kelle und Becher zu nehmen, damit wir da nochn paar Dinge nachtesten können.

    Kurz: wir sind nicht wirklich schlauer. Noch nicht jedenfalls.

    Befunde, Röntgen- und Ultraschallbilder krieg ich noch mal im Detail per Mail.

    Die DF-Daumen haben also auf ihre Weise geholfen - keine offensichtlichen Tumore, schwere Spondylosen o. Ä., das ist immerhin etwas. Aber was Dino nun hat, wissen wir immer noch nicht. Nur, dass er augenscheinlich nicht todkrank ist und wir erstmal weiterhin Inflacam geben können.

    Wieviel Maremanno kann da noch drin sein? (meine die Frage ehrlich)

    Ich habe zwei DSH-Kangal-Mixe. Einer ist 48 cm hoch und wiegt schnöde 14 kg, der andere ist 70 cm hoch und hat 38 kg. Kommt immer auf das Verhältnis an. Der große Mix hat lt. Gen-Test 60% Kangal-Anteil und ist mit Menschen ein sehr souveränes Schaf, der kleine Mix hat ±20-30% Kangal-Anteil und ist Maulkorbknasti außerhalb unseres Grundstücks... noch dazu mit Besuch absolut inkompatibel, weil Dino hochgradig territorialaggressiv ist.

    Ein großer Anteil HSH-Gene muss nicht immer auch heißen, dass der Hund schwierig wird oder Probleme mit Besuchern entwickelt LuxAeterna =)

    Von all meinen Hunden ist der große Kangal-Mix tatsächlich der, den ich am ehesten mit Besuch zusammenlassen würde, weil Masha einfach ein Schaf gegenüber Menschen ist.

    Wenn du verraten magst, aus welcher Ecke Deutschlands du kommst und von welcher Orga dein Hund kommt, kann ich evtl. meine Maremmani-Kontakte anstoßen. Hab Kontakt zu einer Orga, die ebenfalls Hunde aus Italien vermittelt und dabei auch sehr viel Erfahrung mit Maremmani und deren Mixen hat. Evtl. kann sich da kurzfristig und/oder mit etwas Vorlaufzeit ne Pflegestelle auftun. Oder jemand in deiner Nähe, der dich mit dem Hund anleitet.

    Futtermilben verbinde ich nur mit Trockenfutter, ist das richtig? Sie kriegt ja aber nur frisch gekochtes Futter. Lange Zeit auch nur gekochte Karotten oder Fleischstückchen von der täglichen Ration als Leckerchen. Trockene Leckerchen kriegt sie nur selbst gebackene, die nie lange halten, weil ich nur kleine Portionen mache. Können da trotzdem Futtermilben drin sein?

    Futtermilben können prinzipiell alle lange lagerbaren, trockenen Lebensmittel befallen, z. B. auch Mehl und Cornflakes. Frisches Fleisch, frische Kartoffeln etc., die nicht getrocknet sind, sind davon nicht betroffen. Gbackene Leckerchen, die luftdicht verschlossen (Schraubglas z. B.) gelagert werden, sollten davon auch nicht betroffen sein.

    Mir kam das nur in den Sinn, weil manche Leute gerne getrocknete Kartoffel- oder Karottenflocken für die gekochten Gerichte für ihren Hund nutzen, und da können sich je nach Lagerung eben auch Futtermilben ansetzen. Wenn du frisches Gemüse nutzt, ist das aber wahrscheinlich kein Thema für euch =)

    Wir lassen auch gedrückte Daumen und Pfoten für alle, die sie gerade benötigen, da.

    Am Mittwoch um 9:15 Uhr hat Dino seinen großen Diagnostik-Termin. Ich hoffe sehr, dass mein Chef damit leben kann, dass ich entweder später ins Büro komme oder mir freinehmen muss, eben weil ich nicht einschätzen kann, wie lange der Spaß dauert - aber ganz besonders hoffe ich, dass wir bei dem Termin etwas finden, das gut, schnell, und sicher behandelbar ist. Ich würde mich freuen, wenn am Mittwoch ein paar Leute an uns denken - meinen Chef werd ich heute darauf vorbereiten, dass ich am Mittwoch evtl. gar nicht ins Büro komme. :tropf:

    Noch eine Stimme für gescheite Diagnostik. Ich befinde mich aktuell in ner entfernt ähnlichen Situation mit meinem 10-jährigen Mixrüden, da vermuten wir als Hauptursache die Prostata (bei ner Hündin natürlich hinfällig) und den Rücken. Kann mir vorstellen, dass deine Hündin evtl. auch "Rücken" hat und das auf den Magen schlägt und/oder die bestehenden Magenprobleme die Rückenprobleme verstärken/verursachen. Durch Bauchschmerzen nimmt man ja z. B. gerne mal eine Schonhaltung ein, nur ist die nicht immer auch gut für den Rücken, die Schultern, die Hüfte etc. pp.

    Daher würde ich einmal komplett Diagnostik fahren mit großem Blutbild (inkl. canine Pankreaslipase), Röntgen vom Rücken, Ultraschall vom Bauch und die von tinkar schon genannten Tests auf die gängigen Zecken-/Mittelmeerkrankheiten. Die können sich auch durch eher diffuse Symptome zeigen.

    Dann, Thema Ernährung: da würd ich ne super simple Schiene fahren. Ausschlussdiät klingt für mich nach dem richtigen Ansatz hier. Wirklich nur eine tierische Proteinquelle für den Anfang und wenn die gut vertragen wird, um z. B. gekochte Süßkartoffeln ergänzen. Für den Anfang frisch gekocht, ich würde erst später auf Süßkartoffelflocken wechseln - wenn die nämlich nicht vertragen werden und trockene Nahrung allgemein problematisch scheint, will ich auch mal eine Futtermilbenallergie ins Rennen werfen.

    Bei uns war das nämlich der Werdegang: der Hund mit Futtermittel- und Umweltallergie hat nach jahrelanger Stabilität auf einmal wieder Hautprobleme bekommen, und zwar massiv. Erst waren's Demodex- und dann Sarcoptesmilben, dann waren die endlich weg und er hat plötzlich nicht mal mehr das Anallergenic-Trockenfutter vertragen. Davon gabs direkt wieder Juckreiz und Hautprobleme. Tja - weil er seit neuestem extrem auf Futtermilben reagiert.

    Das war im Spätsommer/Herbst 2025. Seit Ende November/Anfang Dezember etwa bekommt er ausschließlich Singleprotein-Nassfutter und seitdem ist fast alles ok. Beziehungsweise war. Mit Reis/Kartoffeln/etc. müssen wir uns noch eingrooven, aber das steht hinten an, weil Herr Hund erst Probleme mit der Prostata hatte, die zwar anbehandelt wurden, aber noch nicht weg sind. Und eben, wie anfangs erwähnt, vermutlich auch auf den Rücken schlagen, was dazu führt, dass er mich nachts öfter rausholt.

    Es kann auch sein, dass unsere Fälle nichts miteinander zu tun haben, aber vielleicht hilft dir die Perspektive und unser Werdegang ja? Wir haben am Mittwoch einen großen Diagnostik-Termin.

    Was mir auch noch sehr geholfen hat in letzter Zeit: Protokoll führen über Gassi, Kot- und Urinabsatz, und Fütterungszeiten. Klingt doof, aber wenn man sich das aufschreibt, erkennt man manchmal schon Muster, die für die weitere Diagnostik unheimlich wichtig sein können.

    Ich wünsch euch alles Gute und dass ihr bald die Ursache und natürlich eine gut verträgliche Ernährung für eure Hündin findet!

    Edit, weils mir gerade eingefallen ist: habt ihr mal Insektenprotein-basiertes Futter probiert?

    Editedit: sehe grad, Ultraschall hattet ihr schon mal, arghs. Dann hab ich dahingehend nix gesagt, aber evtl. lohnt es sich, noch mal zu gucken...

    Sie krampft ja überhaupt nicht. Und vorallem, kann das so lange dauern?

    Epileptische Anfälle können viele Formen annehmen - die Krampfanfälle sind eben die Form, die allgemein am bekanntesten ist. Aber ein epileptischer Anfall kann z. B. auch einfach eine Episode von geistiger Abwesenheit sein. Das sind dann sogenannte Absencen und der Epileptiker ist dann für die Dauer des Anfalls schlicht nicht ansprechbar. Sowas kann auch mit Desorientierung einhergehen, gerade nach Anfällen, und diese Phase kann mehrere Stunden bis Tage andauern. Bis sich das Gehirn eben erholt hat.

    Ob ein Anfall tatsächlich so lange dauern kann wie bei Mara (abgesehen vom Status Epilepticus - das scheint mir hier aber eher nicht der Fall zu sein), weiß ich gerade gar nicht.

    Die Erholungsphase kann aber gut und gerne ne Woche oder länger dauern, ich kenn das von mir selbst - nach einem Anfall wurde ich direkt ins Krankenhaus eingeliefert, ich war da noch gar nicht wieder bei Bewusstsein, und bin erst so 2-3 Tage später wieder wirklich wach gewesen. Die haben mich halt auch mit Diazepam abgeschossen, um einen Status Epilepticus zu verhindern... So ungefähr ne Woche nach dem Anfall war ich dann auch wieder rundum fit. Es dauert halt einfach, weil diese Anfälle eine massive Belastung für den Körper sind, egal welche Form die annehmen.

    Ich musste rein von der Schilderung her auch an etwas Epilepsie-artiges denken, gerade wegen der Desorientierung. Ich bin selbst Epileptiker und kenn diesen Zustand leider viel zu gut - kann also auch sein, dass ich da was reininterpretiere, aber ich denke, da seid ihr schon auf dem richtigen Weg.

    Hab leider keine Tipps o. Ä. für euch, Epilepsie ist ja leider nicht gleich Epilepsie :/ Aber ich drück euch ganz ganz fest die Daumen, dass sich was findet und dass es gut behandelbar ist.

    Dein Understatement hier. Mensch!

    Ich bin Pragmatiker durch und durch, ich kann nicht anders :ugly:

    Danke euch für die Genesungswünsche. Im Krankenhaus haben die mich aus anderen Gründen auch ins CT geschoben, das kam aber ohne auffällige Befunde zurück =) Daher geh ich mal davon aus, dass ne Gehirnerschütterung weniger wahrscheinlich sein wird.

    Tetanus müsste bei mir auch aktuell sein, meine ich... aber auch das war im Krankenhaus irgendwie nicht so wirklich Thema.