Ich stelle mir die Frage im Moment auch, weil Dino Anfang des Monats auch (etwa) 10 geworden ist, und es ist gar nicht so einfach, eine Antwort auf die Frage zu finden. Die ist mit Sicherheit auch sehr individuell und von zig Dingen abhängig.
Mir wäre es ganz lieb, wenn der Nachfolger noch zu Dinos Lebzeiten einzieht, so ganz grundsätzlich. Allerdings mit der Voraussetzung, dass Dino noch fit und nicht irgendwie schwer krank ist. Dann muss der Nachfolger ja auch noch kompatibel mit Dino sein, also auch nicht ganz so reaktiv, sodass gemeinsame Gassirunden nicht zum Management-Marathon ausarten.
Für mich ist ein ganz klarer Vorteil, zumindest so beim gedanklichen Durchspielen, dass ich im Falle von Dinos Versterben dann "wenigstens" den Nachfolger schon als Tröster im Haushalt habe. Es würde sich nicht anfühlen, als ob ich Dino ersetzen würde, denn der Nachfolger ist ja schon da.
Meine Erfahrung mit der Mehrhundehaltung hat gezeigt, dass die Hunde sich das Alleinebleiben durchaus voneinander abschauen. Dino konnte von Anfang an alleine bleiben, der hat das bei den Vorbesitzern schon gelernt, und Bonny war als (anfänglicher) Angsthund eh sehr froh, wenn ich nicht da war. Dadurch hatte ich dann schon zwei sehr solide "Alleinbleibhunde", sodass Masha - die das Zusammenleben mit Menschen in unserer Form gar nicht kannte - direkt hier einziehen und sehen konnte, dass das völlig normal ist. Ich verschwind halt zu gewissen Zeiten mal und die zwei Alteingesessenen pennen in der Zeit. Ich finde, das ist sehr sehr sehr viel Wert für einen Nachfolger (oder überhaupt einen Zweit-/Dritt-/Viert-/.../hund).
Es hat sich dann auch einfach durch unseren Alltag und die Solorunden mit Dino ergeben, dass nur die Omis alleine zuhause waren. Dann war auch mal Masha allein zuhause. Vielleicht liegts an der HSH-eigenen Selbständigkeit, aber sie hat sich das Alleinebleiben definitiv von den anderen beiden abgeschaut, obwohl wir das nie besonders geübt haben.
Einen Nachteil, den ich bei "Nachfolger zieht zu Lebzeiten des Ersthunds ein" aber sehe, sind die eventuell unterschiedlichen Bedürfnisse. Dino läuft noch viel und gerne, aber wenn in 2-3 Jahren vielleicht ein Nachfolger einzieht, kann das schon anders aussehen. Wenn der Nachfolger ein junger Hund ist, will der natürlich auch entsprechend beschäftigt und gefördert werden, und wenn Dino nicht mehr so kann, dann brauchen die Hunde eben separate Runden. Das hab ich ja jetzt schon, es wäre also nix neues für mich. Es ist aber trotzdem lästig, wenn der alte Hund gemütlich bummeln will, während das Junggemüse Strecke machen und rennen will. Oder wenn der alte Hund nicht mehr so weit laufen kann und man den erst heimbringen muss, bevor man dem Nachfolger die "große" Runde spendieren kann. Das muss man auch zeitlich leisten können und wollen, diese doppelten Runden.
Je nach Hund noch ein Nachteil: der Neuankömmling schaut sich mit variierender Wahrscheinlichkeit bestimmt auch die Macken vom Althund ab 
Für mich ist klar, wenn ein Nachfolger zu Dinos Lebzeiten einzieht, dann wird das wieder ein erwachsener Tierschutzhund sein. Wenn die Umstände ganz besonders toll passen, vielleicht auch ein 1-2 Jahre alter Junghund, aber eben kein Welpe.