Schick ist er ja, aber der Rassemix liest sich tatsächlich.. herausfordernd.
Was habt ihr denn so konkret an Baustellen? (Wachsamkeit, Skepsis sind ja nicht per se welche, daher die Frage. :) )
So im Großen und Ganzen eigentlich™ keine mehr. Aus meiner Warte heraus jedenfalls. Der Ottonormalhundehalter würde schreiend wegrennen und Dino nicht mal geschenkt nehmen 
Dino war anfangs hochgradig leinenaggressiv - auch gegenüber Menschen. Auch wenn die in 80 m Entfernung auf der anderen Straßenseite standen. Halbwegs ruhig mit 2-3 m Abstand an anderen Menschen vorbeigehen war ein Märchen für uns. Radfahrer und LKWs haben ähnliche Reaktionen hervorgerufen.
Heute geht es einigermaßen. Je nach Tagesform sind Hundebegegnungen immer noch schwierig für ihn, aber wir wohnen mittlerweile so ruhig, dass wir fast gar keine Hunde mehr treffen. Vielleicht einmal alle paar Wochen bis Monate, und auch dann nur sehr flüchtig auf Distanz. Hier halten zum Glück auch fast alle weiträumig Abstand und behalten ihre Hunde an der Leine. Fußgänger und Radfahrer sind im Sommer wegen der Häufigkeit fast gar kein Thema mehr, außer die kommen wirklich überraschend aus einem Seitenweg o. Ä. auf uns zu oder rasen von hinten an uns vorbei.
Autofahren ging gar nicht. Auf einem kurzen, nächtlichen Trip zur TK (20 min Fahrt) hat Dino beide Sicherungsleinen auf der Rücksitzbank (ja, ich war naiv
) durchgebissen und mich dann per Fahrersitzgurt fast stranguliert. Während der Fahrt, muss ich dazu sagen. Der Fahrersitzgurt war Schrott und wurde für ±300€ ausgetauscht.
Nach einem halben Jahr mehr oder weniger regelmäßigem Training fand Dino Autofahren auf der Rückbank dann doch ganz okay. Ein paar Jahre und einen neuen Gebrauchten später, so um Mitte 2020, ging dann auch das Mitfahren im Kofferraum ohne Probleme. Aber halt nur mit Heckgitter und Türenelemente. In der Box ist Dino immer noch panisch geworden und ist 2021 auch aus der Box, die ich damals hatte, ausgebrochen. Ebenfalls während der Fahrt 
Seit etwa 2025 fährt er fast ausschließlich in seiner (ausbruchsicheren, wir lernen ja dazu
) Box im Kofferraum mit. Auf kurzen Fahrten quietscht und kommentiert er alles Mögliche, aber sobald wir 10-20 min auf der Autobahn fahren, kann er sich dann doch ablegen und pennen. Aus Sicherheitsgründen hat er auch im Auto den Maulkorb drauf.
Dann ist da noch seine Territorialaggression. Kurz zusammengefasst, weil meine Mittagspause fast rum ist: Dino würde jeden Besucher, egal ob fremd oder Freund, angreifen, wenn diese unser (gemietetes) Grundstück betreten würden. Will ich Handwerker ins Haus lassen, muss ich Dino mit Maulkorb gesichert ins Auto sperren, weil er sonst aus Frust alles Mögliche zerlegen würde. Ich kann daher faktisch keinen Besuch empfangen - wenn ich Besuch einlade, muss ich Dino in die Hundepension auslagern. Es gibt in fast ziemlich genau 7 Jahren Dinowahnsinn nur zwei Leute, die er zumindest ohne große Probleme im Garten duldet. Im Haus ist trotz langjähriger Bekanntschaft dann Polen offen und die Leute dürfen sich nicht bewegen.
Im Oktober 2021 hat Dino durch meine Unachtsamkeit auch zwei kleine Hunde angegriffen. Zwar ohne offensichtlich sichtbare Verletzungen zu verursachen, aber Dino hat von dem einen Hund erst abgelassen, als ich ihm per Halsband die Luft abgedreht habe. Seitdem geht Dino nur noch mit MK gesichert vom Grundstück runter. Freilauf war sehr lange komplett gestrichen; heute gibt's den nur noch in sehr übersichtlichen Gebieten bzw. auf sehr gut einsehbaren Strecken. Und auch dann isses sehr tagesformabhängig, ob er überhaupt und wenn ja, wie lange in den Freilauf darf. Zum Glück gibt's die großen 10 m-Flexis 
Dazu eben ausgeprägte Skepsis gegenüber fremden Menschen bzw. Menschen allgemein. Wir sind seit November 2019 im Rettungshundeverein tätig und da hat es trotz wöchentlichem Training fast 2,5 Jahre gedauert, bis Dino zuließ, dass die Leute ihn anfassen. Am Anfang hatten wir auch ein striktes "LANGSAM und nicht ruckartig bewegen, nicht anfassen, nicht ansprechen, nicht anschauen"-Protokoll beim Belohnen - die Versteckperson hat ihm einfach die Futterdose auf den Boden gestellt und nichts weiter mit ihm gemacht, sonst hätte er sich erschreckt und wäre entweder nach vorne gegangen oder zu mir abgehauen (was zum Glück häufiger vorkam als der Vorwärtsgang).
Mittlerweile ist Dino beim Mantrailing absolut entspannt und hat seine Berührungsängste gegenüber den Vereinsmitgliedern abgelegt. Bei neuen Mitgliedern sind wir immer noch ein bisschen vorsichtig, das ist halt in Fleisch und Blut übergegangen...
Dino hat mich in den paar Jahre auch 3-4x gebissen, aber niemals wirklich krankenhausreif - er hat da sehr gute Kontrolle drüber. Mehr als blaue Flecken und oberflächliche Schürfwunden gabs bei seinen Bissen nie. War alles rückgerichtete Aggression, die durch mein Eingreifen entstanden ist, als Dino nicht aufnahmefähig/im Tunnel war...
Bei seinen Vorbesitzern in Berlin hat Dino übrigens den Enkel ins Gesicht gebissen. Hab ich zwei Jahre nach Übernahme erfahren. Da ich eh keine Kinder will, ist mir das eigentlich wurscht - aber ich hätte es trotzdem gerne vorher gewusst.
Ich liebe den Terrorkrümel (48 cm, sportliche 15-16 kg) trotzdem sehr und kann mir ehrlich keinen besseren Hund vorstellen 
Wenn sein Platz irgendwann in hoffentlich ferner Zukunft leer ist, kann ich mir durchaus vorstellen, wieder einem rumänischen Problembär ein Zuhause zu geben.