Beiträge von Javik

    Unser erster eigener Hund war ein 9 Monate alter Mix aus dem TH, Fundhund. Es hieß Münsterländer-Setter-Mix (optisch könnte es auch ein schwarzer Flat gewesen sein, wunderschöner Hund jedenfalls). Angeschafft übrigens, weil das 11-jährige Töchterchen, aka ich, unbedingt einen Hund wollte. Also einfach mal zum schauen ins TH.

    Kurz: Wir waren komplett überfordert. Nachdem er innerhalb von 2 Wochen 2 Hühner vom Nachbarn gerissen hatte und ich nicht mehr Gassi durfte, weil ich ihn nicht halten konnte, hat meine Mutter ihn zurück gebracht.

    Das gab allerdings ziemlich Ärger vom Rest der Familie, aber als wir ihn ein paar Tage später wieder holen wollten war er schon weg. Also zog bald der nächste Hund ein. Allerdings deutlich überlegter. Welpe, vom Züchter, Eurasier...

    Andererseits kamen wir auf die Rasse, weil ich durch ein Buch geblättert habe und meine Eltern alle meine Vorschläge abgelehnt hatten (diese kurzhaarigen belgischen Schäferhunde fand ich übrigens sehr ansprechend :pfeif:), viele davon mit "nicht so viele Haare". Also habe ich mir einfach trotzigerweise den plüschigsten Hund von allen ausgesucht... Aber die Rassebeschreibung hat überzeugt und am nächsten Tag hat meine Schwester entdeckt, dass im Dorf sogar zufällig einer gewohnt hat, der Rasseklub und mehrere Züchter wurden mit Fragen gelöchert. Auch gingen wir da von Anfang an in eine Hundeschule, hatten die anderen im Dorf als Infoquelle usw, haben das also insgesamt deutlich überlegter angefangen. Und die Hündin war ein guter Lehrmeister, absolut nicht mein Typ Hund, aber ein guter Ersthund.

    Im Nachhinein schade. Jetzt würde der Erste wahrscheinlich gut in mein Beuteschema passen und wir wären glücklich zusammen...

    Ich war heute morgen eine große 2h-Runde, war richtig schön, aber 7 Rehbegegnungen, einmal Wildschweine (aber nur aus der Entfernung) und viel, viel Geflügel und einmal Hund.

    Die erste Hälfte der Runde war ich wirklich beschäftigt, in der zweiten Hälfte war es dann ruhig genug um zu filmen, aber immer noch recht viel Management für meine Verhältnisse.

    Vor allem aber war es einfach ein schöner Frühlingsspaziergang an dem ich euch teilhaben lassen will.

    Aber ich bin sehr stolz auf Baldur, er macht sich wirklich gut. Mittlerweile hält er den Radius meist von selbst, bei den Wildbegegnungen heute hat er gezeigt, dass ich mich wirklich gut auf ihn verlassen kann (obwohl das bei der Anzahl langsam an die Frustratiostoleranz hätte gehen müssen) und den Hund hat er kaum eines Blickes gewürdigt. Und er zeigt das Wild wirklich schön an, vielleicht schaffe ich so endlich irgendwann mal ein paar Fotos von dem was wir so treffen.

    Video 1: Da standen gerade noch Rehe auf dem Weg und haben uns angeglotzt, deswegen startet es auch aus dem Platz heraus.

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    Video 2: Die "Hundebegegnung" am Anfang hat uns gezwungen links zu gehen und das Rehrudel zu verfolgen das wir kurz vorher getroffen hatten und über genau diesen Weg drüber ist.

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    Video 3: Eigentlich schon sehr entspannt, aber die Rehe standen irgendwo rechts um Dickicht wie man an den Hunden sieht. Man hört es hin und wieder knacken und sieht es an den Hunden, ich hatte gehofft, dass sie sich auch nochmal kurz sehen lassen...

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    Eine Frage noch: Findet ihr Baldur nervös? Es sind vielleicht jetzt nicht die besten Videos für die Frage, aber ich habe mich letztens gefreut, dass er so entspannt läuft und auch wieder abschaltet, wenn ich das Spielzeug wegpacke. Die Frage ist inwiefern sich da mittlerweile vielleicht mein Blickwinkel verzogen hat.

    Ich hatte während meines Studiums die Situation Hund ja, Geld nein. Also es war genug für den täglichen Bedarf, aber höhere TA-Kosten wären ein Ding der Unmöglichkeit gewesen.

    Allerdings hatte ich mich dafür bei meinen Eltern rückversichert.

    Habe ich nie gebraucht. Allerdings hätte ich auch nicht viel länger studieren dürfen, dann gingen die ersten Altersproblemchen los.

    So spontan... schätze mal, dein Freund war von Anfang an gegen einen Hund?

    Der Frage würde ich mich gerne anschließen.

    Das wäre nämlich auch eine mögliche Erklärung warum er so auf ihn fixiert ist, er ist stark verunsichert und versucht gut Wetter zu machen.

    Wenn jemand im Haushalt den Hund so sehr ablehnt, dass er sich nicht mal anfangs mit dem neuen süßen Welpen befassen will gibt es eigentlich nur einen Rat: Gib den Hund zurück zum Züchter.... wo ihr ihn hoffentlich her habt.

    Vorsichtig und sorgfältig aufgebaut lernen die meisten Hunde stressfrei eine Weile allein zu bleiben. Das geht bei einem Welpen aber nicht sofort, man muss es eben aufbauen. Und das Thema Stubenreinheit kommt ja noch oben drauf.

    Ansonsten ist v.a. wichtig, dass in der verbleibenden Zeit auch wirklich Zeit für den Hund vorhanden ist und damit meine ich nicht nur Gassi. Das sorgt dann auch für die Bindung.

    Wie lange wäre der Hund denn täglich allein?

    Ich persönlich würde einen Welpen aber nicht in eine HuTa geben. Wenn ich das schon nicht umgehen könnte, dann in Einzelbetreuung bei einem erfahrenen Sitter dem ich vertraue.

    Um ein paar Wochen Urlaub am Anfang werdet ihr aber trotzdem nicht herumkommen.

    Ich hätte ihm jetzt wie einem Welpen einen richtig scharfen Cut verpasst und ihn einfach in die neue Umgebung gepackt. Und dort dann einfach genug Ruhe um sich neu einzufinden, alles begutachtet usw. Langsam umstellen fände ich in dem Fall grausamer, weil der Hund immer wenn er sich gerade an was gewöhnt hat wieder rausgerissen wird und im Endeffekt muss er ja sowieso durch.

    So alt ist er nun noch nicht, dass er schon so extrem eingefahren wäre. Und man muss ja nicht am ersten Tag gleich Staubsaugen während der Trockner und der Mixer läuft.

    Ich hatte aber auch noch nie einen Ex-Zwingerhund...

    Genau so kann der Hund dann auch im Radius

    Von ein paar Metern sein Geschäft erledigen

    Und dann in der Wohnung noch 5 km auf dem Laufband spazieren :klugscheisser:

    Ich glaube es echt nicht... :???:

    Macht in der Stadt auch definitiv Sinn. Auf dem Land wäre sowas aber kontraproduktiv.

    Hier im Dorf hat fast jeder Hunde. Bei 300-500m Radius gibt es als Option eine Runde im Dorf und eine Runde direkt außenrum. Oder man lässt die Leute einfach laufen und sie verteilen sich im Wald der das Dorf zu 3/4 umgibt. Kurz, hier würde man absolut unnötigerweise und entgegen jeglicher Vernunft Nähe erzeugen, statt vermeiden.

    Auf der anderen Seite hätte hier natürlich jeder einen Garten und müsste gar nicht unbedingt raus. Außer man hat, wie ich, einen Hund der nur in den Garten macht, wenn er es nicht mehr halten kann.

    Ich war gerade Gassi, der Wald ist proppenvoll, unglaublich viele HH.... Ich habe keinen einzigen von denen schonmal gesehen. Ich fände eine Ausgangssperre die verbietet mit dem Auto Gassi zu fahren schonmal sehr nützlich.

    War nicht auf dich gemünzt, sondern allgemein. Den Hund einfach mit rückfettender Seife (ggf reicht auch Hundeshampoo) waschen und das Risiko ist stark minimiert, selbst wenn er was an Fell hatte.