Beiträge von Javik

    Und? Würdest Du den Antrag annehmen?

    Klar!

    Er IST ein fauler Sack (aber dafür meist recht leichtführig und gut motivierbar :pfeif:), aber das ist tatsächlich absolut alles was ich an ihm kritisieren könnte, und er ist immerhin absolut ehrlich was das angeht.

    (Ich bin ein extrem unromantischer Klotz. Für mich wäre auch "Lass uns nen Termin beim Standesamt machen" absolut okay und das weiß er auch. Ich habe eher etwas Sorge, dass es mir zu kitschig wird, wenn sich da ein Rudel Mädels austobt. :ugly: Andererseits kann ich nur gewinnen, wenn er den Ring nicht auswählt. Ich kenne seinen Geschmack... Wahrscheinlich wäre es dann der eine Ring aus HdR geworden oder so. Etwas abgewandelt in ein sie (Singular), statt dem sie (Plural) :lol:)

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    So zum Thema Ressourcen, ich habe ihm vor ein paar Tagen gestanden, dass ich meinen Job schmeißen und nochmal studieren will. Seine Antwort: "Okay, aber nicht hier oder? *pause* Joa, muss ich mir da halt einen Job suchen und mehr Nachtdienste machen, auch wegen den Hunden." (meinen Hunden...)

    Und das wars. Einfach nur okay, wenn du das willst, unterstütze ich dich bei dem was du willst. Thema erledigt. :herzen1: Noch nicht mal ein dummer Witz drüber...

    Mein Sohn (19), ganz trocken: "Na, ist doch klar. Amoklaufen. Laufen geht ja noch nicht so gut."

    Alter.... Diese Bratze! :lachtot:

    Also das wäre ja eher das "Kind" das ich adoptieren wollen würde. :D

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    Mein Freund hat mir gestern Abend gesteckt, dass er mir einen Antrag machen will. Allerdings ist das Planungskomitee sich noch uneinig.

    Er hat das an seine Kolleginnen auf Arbeit geoutsourced, die da jetzt wohl begeistert den perfekten Antrag planen. Momentan wird wohl diskutiert welchen Ring ich bekommen soll und er soll fragen welche Ringgröße ich habe. :ugly:

    Also eines muss man ihm echt zu Gute halten, er ist sehr kreativ wenn es um Arbeitsvermeidung Ressourcenoptimierung geht. :headbash:

    ICH verstehe nicht, was mein Kleiner will/braucht und ICH kann dem Hund nicht begreiflich machen, was ich möchte. Mein Welpe ist ein Baby. Das weiß ich und ihn trifft keine Schuld. Ich habe nicht ohne Grund Schuldgefühle ihm gegenüber.

    Ich würde sagen du solltest euch einfach noch etwas Zeit geben zu reseten (den Stress loszuwerden).

    Und dann arbeite einfach von dem oben ausgehend. Er ist ein Baby, es ist in gewisser Weise durchaus ähnlich mit dem ersten Kind. Wie lang hast du damals gebraucht um zu wissen welches Schreien was bedeutet? Usw... Es ist im Endeffekt der gleiche Ansatz, manche Details sind gleich, manche anders, mache einfacher, manche schwerer.

    Du verstehst nicht was er will, klar, macht nichts du hast doch Zeit oder? Du hast doch keinen Termindruck wann er was können muss.

    Schau ihn dir an, beobachte, teste ein bisschen wie er reagiert wenn xyz, schau was geht, was eingeschränkt geht und was eben nicht geht. Was findet er gut, was macht ihm Angst, wie zeigt er diese Gefühle, was ist er überhaupt für ein Charakter usw.

    Und gib dem Kleinen diese Zeit auch. Fahre eine feste Linie, sei berechenbar, ehrlich und klar. Gib ihm die Chance dich lesen und einschätzen zu lernen. Du brauchst ihm anfangs eigentlich noch gar nichts groß begreiflich machen.

    Ich habe für mich festgestellt ich fahre mit Welpen mit Abstand am besten, wenn ich den Kopf ausmache, keine Ziele, keine Planung usw, einfach nur nach Gefühl und mit einer gehörigen Portion Neugierde auf den neuen Familienzuwachs eingehe.

    Ich habe ein positiv-Geräusch (freudiges "uii") und ein negativ-Geräusch (strengeres "mh") womit ich dem Welpen Feedback gebe (es ist wirklich nur Feedback! Ein "mh" ist zB kein Abbruch-Kommando o.ä.!!) ob ich etwas gut finde oder nicht.

    Wenn er zB beim "mh" beschließt, dass ihm das egal ist und meine teuren Lederschuhe zu lecker sind um nicht drauf rumzukauen, schnappe ich ihn mir halt und packe die Schuhe weg. (Die lernen die einfachen Regeln auch damit, da muss man nichts groß verbieten usw)

    Und den Rest lasse ich einfach spontan auf mich zukommen.

    Wenn ich zB eine Runde um den Block gehen will, aber uns 2 Gärten weiter ein Gartenzwerg auflauert und nochmal 2 Häuser weiter eine Mülltonne hinterrücks angreift, dann reicht das locker für einen Spaziergang und wir drehen um und ich schicke Welpi ins "Bett" um das erlebte zu verdauen. Es gibt keinen Grund unbedingt mit aller Gewalt um diesen Block zu latschen. Und das gilt für so ziemlich alles andere auch.

    Das einzig wichtige in solchen Situationen ist sich vor Augen zu führen was der Welpe bei sowas leistet. Ich registriere diesen Gartenzwerg nicht und auch das leise Klappern einer Mülltonne wäre mir nicht aufgefallen. Aber für den Welpen ist das wahnsinnig anstrengend, neu, erschreckend, und dann die Angst überwinden, der neue Geruch und das alles noch irgendwie einordnen und das gleichzweimal zusätzlich zu den ganzen anderen normalen Gerüchen auf dem Gehsteig.

    (Deswegen liebe ich die Welpenzeit, man sieht die Welt mit ganz anderen Augen.)

    Das heißt nicht, dass ich nichts mit dem Welpen mache, aber eben nicht geplant. Wenn er beim spielen apportieren anbietet würde ich (wie du) da positive Rückmeldung geben und das Kommando mit einführen, aber es steht nirgends auf einem Plan, wenn er es nicht anbietet auch gut (vorerst ;))

    Ich schreibe das so ausführlich, weil ich glaube, dassdu irgendwas übersiehst, was du nicht als anstrengend einordnest, der Welpe aber ganz anders sieht. Aber wenn du sowas nicht siehst können wir es natürlich auch nicht erkennen.

    Ich würde sagen, vertrau dir selbst mehr als irgendwelchen Büchern, du hast ein Baby großgezogen, da schaffst du auch einen Welpen. Die Bücher haben auch eine Berechtigung, aber sicher nicht als Schritt für Schritt Anleitung.

    Man kann Geschirre auch waschen? :pfeif:

    Ich finde sie jetzt nicht sonderlich unruhig (für das Alter), nur mich persönlich wäre diese Fixierung auf Spuren zu riskant.

    Wir haben hier für sowas ein "Nase hoch". Sie dürfen gerne schnüffeln (wie viel hängt von meinem Vertrauen in den Hund ab), aber wer hektisch wird oder dabei ist sich an einer Spur festzusaugen wird eben abgebrochen.

    Ich finde das echt schwierig. Die einen sagen sie soll mehr Spaziergänge haben wo sie schnüffeln kann soviel sie will... hier wird gesagt, sie sollte sich möglichst nicht fest schnüffeln :denker:

    Es ist schriftlich etwas schwer das zu erklären, aber es gibt schnüffeln, schnüffeln und schnüffeln.

    So als Beispiel, etwa die ersten 5 Sekunden deines Videos sehen für mich nach gemütlichem Zeitungslesen aus.

    Und dann sieht man genau, jetzt hat sie was in der Nase und kommt vom Weg ab (in Bezug auf AJT wäre es ggf auch ratsam das etwas stärker zu unterbinden). Sie kommt dann zwar wieder, aber sie sucht da am Wegrand mit tiefer Nase, konzentriert und angespannt (ca. bei 10-15 Sekunden). Das ist nicht mehr gemütliches Zeitungslesen.

    Das hätte ich eben abgebrochen und zwar in dem Fall auch sofort und nicht erst nach ein paar Sekunden. Weil sie eben anfängt zu suchen, nachdem sie was in die Nase bekommen hat. Das hat den Jagdinstinkt gekitzelt und sie will mehr und dann wirds kompliziert.

    Bei einem jungen Hund mache ich deswegen immer gerne kurz irgendwas um den Kopf wieder zu mir zu bekommen und den Hund auf andere Gedanken zu bringen. Funktioniert für mich sehr gut.

    Es kommt halt auf das Ziel an.

    Wenn man den Hund eh meist einfach an der Leine lässt, kann man ihm zB auch den Spaß an Spuren lassen. Will man zuverlässigen Freilauf ermöglichen muss man halt, gerade beim Junghund, etwas pendantisch(er) sein.

    Viele Wege führen nach Rom. In dem Fall widersprechen sich die Aussagen aber nicht. Ja, dein Hund soll gemütlich schüffeln, Betonung liegt aber auf gemütlich. Das Schnüffeln bei 10-15 Sekunden ist aber nicht gemütliches Zeitungslesen. Mein Rat war im Endeffekt, besser zu schauen ab wann der Hund ins Jagdverhalten kippt und das sofort im kleinsten Ansatz zu ersticken.

    (Und lass dich nicht verunsichern, das hier ist ein Forum. Hier bekommt man teils wirklich hervorragende, absolut solide und richtige Ratschläge, nur passen sie für die eigene Situation, für das eigene Hund+Mensch Team halt manchmal einfach nicht. Schau welche Anregungen für dich passend klingen, was für dich funktioniert, modifizer Ratschläge wie es für dich funktioniert. Du bist im Endeffekt ja verantwortlich.)

    Was war das eigentlich als sie auf den Weg rechts abgedüst ist? Einfach nur Übermut oder war da was (wenn ja, Kompliment an den Rückruf in dem Alter)?

    Naschkatze Die anderen waren doch aber in der Wäsche :pfeif:

    Man kann Geschirre auch waschen? :pfeif:

    Ich finde sie jetzt nicht sonderlich unruhig (für das Alter), nur mich persönlich wäre diese Fixierung auf Spuren zu riskant.

    Wir haben hier für sowas ein "Nase hoch". Sie dürfen gerne schnüffeln (wie viel hängt von meinem Vertrauen in den Hund ab), aber wer hektisch wird oder dabei ist sich an einer Spur festzusaugen wird eben abgebrochen.

    Hmm....also gibt es doch Unterschiede zwischen Qualzuchtrassen und anderen Rassen?

    Es gibt demnach doch Rassen die mehr gesundheitliche Probleme haben als andere oder gar kranke Rassen wie der Dobermann, unabhängig vom Züchter?

    Vielleicht sollten wir einfach erstmal Begrifflichkeiten klären.

    Qualzucht: Zucht die absichtlich Merkmale herauszüchtet die dem Hund mehr oder weniger lebenslanges Leid verursachen. (Natürlich ist die Intention nicht, dass der Hund leidet, aber man muss nun echt kein Fachmann sein um auf die Idee zu kommen, dass ein Hund ohne Nase nicht ordentlich atmen kann und das für den Hund vielleicht nicht so pralle ist. Gleiches gilt für Falten, Fell, kurze Beine usw.)

    Kranke Rassen: Das sind Rassen bei denen die Wahrscheinlichkeit einen kranken Hund zu erwischen deutlich erhöht ist. Ursachen sind zB zu enge Zuchtlinien mit dem falschen Rüden, zu kleiner Genpool, Moderassen, falsch Zuchtausrichtung in der Vergangenheit usw. Beispiel ist zB Krebs bei gewissen Rassen und natürlich alles worauf die Zuchttiere getestet werden. Diese Krankheiten sind aber unerwünscht und daran wird gearbeitet.

    (Explizit) gesunde Rassen: Rassen die für ihre Größe im Durchschnitt sehr alt werden und auch bis ins hohe Alter gesund, fit und leistungsfähig sind, und bis auf höchstens Kleinigkeiten keinen TA nötig haben (nicht aufgrund von Vernachlässigung). Meist zeichnet diese Rassen auch eine gewisse Robustheit gegen Wetter usw aus.

    Showzucht: Die Hunde sollen "schön" sein und im Ring Preise abräumen, der Rest ist egal.

    Standardzucht: Ausgeglichene Zucht, der Hund soll in Aussehen und Charakter dem Standard entsprechen, Fokus liegt auf dem Gleichgewicht und der Gesundheit. (Optimalerweise)

    Leistungszucht: Der Hund soll Leistung (meist v.a. im Sport, aber auch bei diversen Jobs) bringen und gerade ausreichend dem Standard entsprechen um als Rassehund durchzugehen.

    Oh, und es gibt natürlich wie überall gut und schlechte Züchter (bzgl Moral sowie Kompetenz).

    Die meisten Rassen und Züchter liegen natürlich irgendwo auf dem Spektrum und nicht an den extremen Enden der Show- oder Leistungszucht oder den gesundheitlichen Problemen.

    (Kritik, Richtigstellungen und Anmerkungen erwünscht)

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    Natürlich gibt es von all diesen Kategorien Vertreter, sonst bräuchte man die Kategorien nicht.

    Qualzuchten sind relativ leicht auszusortieren, da ist höchstens die Frage was man alles zu Qualzucht zählen will.

    Was besonders kranke oder auch gesunde Rassen angeht, es gibt natürlich Tendenzen (eine Rasse die lange in Mode war hat zB fast immer irgendwas, sehr seltene Rassen die auch heute noch arbeiten sind oftmals eher gesund und robust), aber generell muss man sich hier schlicht und ergreifend informieren.

    Die restlichen Rassen sind halt einfach normal.

    Was die Zuchtlinien angeht, Extreme sind immer schlecht, das Showextrem ist erfahrungsgemäß schlechter als das Leistungsextrem. Das Optimum liegt mpMn irgendwo zwischen Standard- und Leistungszucht für sämtliche (ehemalig) arbeitenden Rassen und bei der Standardzucht für den Rest.

    Gibt es Rassen bei denen vorsehbar ist das man dauergast beim TA/Physio ist z.B. Qualzuchten

    Da hätte ich gleich mal so ziemlich alles im Kopf was auf Bulldogge endet.

    und Rassen bei denen es eher wahrscheinlich ist, außer zur routine Untersuchung/Impfung keine Praxis von innen zu sehen?

    Ja, sehr viele viele.

    Zahlenmäßig mit Sicherheit auch die meisten, nur stellen die relativ wenige Individuen. Vor allem wenn man Krankheiten die nichts über die Rasse aussagen ausklammert, also zB Bein gebrochen, Vergiftungen usw.