Beiträge von Javik

    Um nochmal kurz auf die Ohren zurückzukommen.

    Sämtliche (nicht-nordischen) Jagdhunderassen haben Schlappohren. Das ist kein Zufall, sondern sorgt dafür, dass bei der Jagd im Unterholz nicht so viel Dreck ins Ohr kommt. Was ich mit meinem Fledermausohr übrigens auch bestätigen kann. Das ist, so gesehen, also sogar besser für den Hund.

    Ich glaube das Problem hier ist, dass gefragt wurde welche Rassen nicht überzüchtet wurden und keine Qualzuchten sind, im ersten Post ging es dann aber um den "perfekten" Hund, also etwas ganz anderes.

    Nicht überzüchtet und keine Qualzuchten sind mMn viele Rassen. Ohne Krankheiten gar keine, inkl. Wolf und Wildhunde.

    Der perfekte Hund ist eine ganz andere Frage und davor sollte man einfach auch klären wofür perfekt? Skandinavien oder Mittelmeerraum? Für solitär Jagden oder im Rudel oder als eher stationärer Wachhund? Es gibt ja nicht DIE richtige Anatomie und jede Abweichung davon ist sofort nachteilig oder gar krankhaft. Bei der Jagd kann viel Ausdauer genauso von Vorteil sein wie hohe Geschwindigkeiten, keine "Bauform" wäre generell nachteilig. Ein Wachhund kann leicht etwas stärker gebaut sein, da er für seinen Job beides nicht in dem Maße braucht, dafür aber ggf Kraft und eine abschreckende Wirkung. Er käme alleine ohne Mensch wahrscheinlich nicht so gut zurecht, braucht er aber auch nicht, dafür hat er ja die symbiotische Beziehung zum Menschen. Futter gegen Schutz.

    Was wirklich schädlich ist sind immer die Extreme und je extremer und schneller es gehen soll, desto schlimmer.

    Ich hätte jetzt zuerst unter den nordischen Jagdhunden gesucht.

    Wobei "Idealhund" und Qualzucht ja Welten auseinander liegen, kein Hund leidet weil er 60 cm hat und dazu 30 kg wiegt, die optimale Fellbeschaffenheit hängt vom Breitengrad ab, die meisten Hängeohren machen absolut Null Probleme, selbiges gilt für einige anatomische Abweichungen vom Ideal.

    (Zur Sicherheit, das ist als Anmerkung gedacht, nicht als Kritik)

    @Biras

    Bis auf einzelne Ausnahmen (wie zB Niederläufigkeit bei Teckeln oder den Corgies) sämtliche Hunde die für die Jagd oder die Arbeit am Vieh eingesetzt wurden und nie in Mode kamen.

    Bei Hunden die Leistung bringen mussten gibt es natürlich vereinzelt starke Überzüchtungen, wie zB der Windhundtyp. Wobei ich die jetzt nicht als QZ bezeichen würde, abgesehen von irgendwelchen Auswüchsen der Showzucht.

    Größtenteils sind Rassen betroffen die entweder in die Griffel der Showzüchter oder einer Modewelle geraten sind, eindeutig betroffen.

    Gibt es denn Rassen bei denen alles OK ist, nicht Überzüchtet bzw. Qualzucht?

    Welche Rasse gilt als gesund?

    Ein Thread dazu würde mich Interessieren.

    Ziemlich viele sogar, die meisten... Die meisten Rassen die früher für eine Arbeit gezüchtet wurden und nie in Mode kamen.

    Wahrscheinlich fehlen mir X Stunden Auseinandersetzung mit Lerntheorien und Hundepsychologie.

    Och weißt du, ich denke mir öfter mal, dass bei manchen weniger Theorie und mehr Ehrlichkeit und Einfühlungsvermögen deutlich besser wäre für den Hund. Eine ehrliche, wenn auch grobe, "das finde ich kacke"-Reaktion verstehen die meist sehr gut und richtig (also ohne es danach übermäßig krumm zu nehmen).

    Den Hund so zu korrigieren, dass er es nie wieder macht muss nicht unbedingt sonderlich brutal sein. Mit dem richtigen Hund reicht es die richtige aversive Methode zum richtigen Zeitpunkt anzuwenden.


    Murmelchen

    Darf ich fragen wie du den Abbruch genau aufgebaut hast?

    Ich habe gerade so bisschen den aversiven Aufbau des "Down" der Jäger im Kopf und während ich generell überhaupt kein Problem habe auch aversive Methoden zu nutzen wo sie mir sinnvoll erscheinen, wäre das etwas was ich nicht könnte oder höchstens modifiziert. Auf den unschuldigen Hund von vorneherein massiv aversiv einzuwirken ohne ihm von Anfang an eine Möglichkeit zu geben es richtig zu machen finde ich einfach unfair.

    Andererseits wäre das in dem Fall dann möglicherweise auch nicht mehr so effektiv...

    Bin nicht so wirklich der Beschreibungskönig ... in so etwas ...

    Danke, dass du es trotzdem getan hast, so kann man sich einfach mehr vorstellen und es gibt doch eher wenige Infos über sie.

    Ich werde sie mir auf jeden Fall anschauen, das klingt schon sehr sympathisch.

    Mein Freund findet den "dü berg dü bak" auch ganz okay... die Aussprache üben wir dann bei Bedarf nochmal.

    Hummel

    Malinois waren mein Traumhund seit ich das erste mal ein Hundebuch in der Hand hatte (Ich habe keinen bekommen, weil da "für Fortgeschrittene" stand *hmpft*) Ich habe lange darauf hingearbeitet, dass ich in der Lage bin mal diesen Hund zu führen.

    Und dann habe ich einen kennengelernt und dann noch einen... Jaaa.. hat sich erledigt. :lol:

    Es sind sehr körperliche Hunde, die oftmal das Feingefühl eines Holzklotzes haben.

    Ich weiß, deswegen sage ich ja DSH sind mir zu grob. Rein körperlich.

    Es ist mir egal, wie die Hunde spielen, auch mit mir. Aber so im täglichen Umgang, brauche ich Erholungsphasen... :ugly:

    "Ja, ich weiß, dass du da stehst/sitzt/liegst, keine Sorge stört mich nicht" *rumms*

    "Ich hab dich lieb, lass uns kuscheln" *rumms* Und schon läuft mir Blut aus der Nase.