Um nochmal kurz auf die Ohren zurückzukommen.
Sämtliche (nicht-nordischen) Jagdhunderassen haben Schlappohren. Das ist kein Zufall, sondern sorgt dafür, dass bei der Jagd im Unterholz nicht so viel Dreck ins Ohr kommt. Was ich mit meinem Fledermausohr übrigens auch bestätigen kann. Das ist, so gesehen, also sogar besser für den Hund.
Ich glaube das Problem hier ist, dass gefragt wurde welche Rassen nicht überzüchtet wurden und keine Qualzuchten sind, im ersten Post ging es dann aber um den "perfekten" Hund, also etwas ganz anderes.
Nicht überzüchtet und keine Qualzuchten sind mMn viele Rassen. Ohne Krankheiten gar keine, inkl. Wolf und Wildhunde.
Der perfekte Hund ist eine ganz andere Frage und davor sollte man einfach auch klären wofür perfekt? Skandinavien oder Mittelmeerraum? Für solitär Jagden oder im Rudel oder als eher stationärer Wachhund? Es gibt ja nicht DIE richtige Anatomie und jede Abweichung davon ist sofort nachteilig oder gar krankhaft. Bei der Jagd kann viel Ausdauer genauso von Vorteil sein wie hohe Geschwindigkeiten, keine "Bauform" wäre generell nachteilig. Ein Wachhund kann leicht etwas stärker gebaut sein, da er für seinen Job beides nicht in dem Maße braucht, dafür aber ggf Kraft und eine abschreckende Wirkung. Er käme alleine ohne Mensch wahrscheinlich nicht so gut zurecht, braucht er aber auch nicht, dafür hat er ja die symbiotische Beziehung zum Menschen. Futter gegen Schutz.
Was wirklich schädlich ist sind immer die Extreme und je extremer und schneller es gehen soll, desto schlimmer.