Beiträge von Javik

    Mit eingezogenem Schwanz ausweichen und erstmal weg. Dann dumm geschaut. Dann... der eine wahrscheinlich eher ein beschwichtigender Kuss quer übers Gesicht, der andere wahrscheinlich eher aus sicherer Entfernung gekläfft und der Dritte wäre wahrscheinlich zu mir zum Petzen gekommen.

    Erfahrungsgemäß können Hunde schon sehr gut unterscheiden was ein Angriff und was ein Unfall ist. Bei einem Hund der sauber tickt würde ich da jetzt meist nichts groß Schlimmes erwarten. Außer natürlich das Ganze läuft so blöd, dass der Hund massive Schmerzen hat, sich was bricht oder sonstwas. Da könnte im Affekt natürlich schonmal was passieren.

    Der soll vor sich hinbrabbeln mit Katharina und seine Meinung haben… bald treibt er wieder eine neue Sau durchs Dorf.

    Wie immer hat meine Glaskugel Wort gehalten.

    💪🏼

    Jetzt sind die (leider auch wir - ich bin wohl das personifizierte Böse) Reiter dran |)

    Was hast du/ habt ihr denn schon wieder Böses angestellt?

    Auf den gleichen Wegen existiert?

    Nicht begeistert gewesen, vom Pferd zu fliegen, weil ein Hund eine Kostprobe nehmen wollte?

    Märchen So war es, zumindest von meiner Seite nicht gemeint.

    Mein Punkt war, dass das was wir "Wissen" nicht unbedingt immer automatisch auch richtig ist. Wie viele Menschen "wissen" wie gefährlich AKWs, Fliegen, Terroranschläge usw. sind, haben aber kein Problem damit am Straßenverkehr teilzunehmen oder mit anderen Menschen umzugehen (die Keimüberträger schlechthin)? Und jetzt schau dir an wie viele Todesopfer es in D pro Jahr für diese Optionen gibt. Das ist eindeutig.

    Beim Umgang mit rohem Fleisch vs. Industrienahrung ist es ähnlich. Beim Fleisch wird sensibilisiert, gewarnt und alte Ängste wach gehalten, bei Industrienahrung dagegen wird suggeriert sie wäre absolut sicher, keine Probleme usw. Ironischerweise erhöht das ja sogar noch die Hemmschwelle mit verderblichen Lebensmitteln umzugehen, es gibt ja eine "sichere" Alternative. Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen. Die Frage ist wo genau.

    Dass man beim Umgang mit BARF Fleisch also auf Hygiene achten muss ist klar. Aber ist es in der Praxis wirklich signifikant gefährlicher als die Alternativen? Wir viele Fälle gibt es denn (in D) in denen Menschen sich beim Hund Salmonellen eingefangen haben und (schwer) krank wurden und sogar gestorben sind?

    Mal ganz konkret: In ganz D würden zB 2019 13.693 Erkrankungen durch Salmonellen festgestellt (wobei das ja auch schon nur bei Verdacht gemeldet werden muss), 4.752 davon waren schwer genug für eine Einweisung ins Krankenhaus und 18 Todesfälle. Mal so alleine vom Gefühl her, wie viele davon wurden wohl von einem Hund infiziert?

    Und dann mein Punkt: Wo genau ist die Gefahr sich beim BARFen durch den Hund (!) Salmonellen einzufangen erwähnenswert, geschweige denn in einer Größenordnung, dass sie eine Warnung oder gar den Verzicht rechtfertigt?

    DAS ist mein Problem mit dem Ganzen hier. Da werfen BARF-Gegner/-Skeptiker irgendwas in den Raum, ohne Zahlen oder sonstiges Backup, was erlernte Ängste triggert und schon wird das dramatisiert und weiterverbreitet wie ein Lauffeuer.

    Gibt es dazu Zahlen oder ist das deine persönliche Meinung?
    Ist ja nicht so, als gäbe es bei den industriell verarbeiteten Futtermitteln keine Probleme. Milben, Schimmel, Fremdkörper, usw.

    Welche Zahlen soll es dazu geben? :ka:

    Mir geht es in erster Linie um Keime wie Salmonellen, die akut krank machen und akut lebensgefährlich (für Menschen) sein können. Das trifft weder auf Milben noch auf Fremdkörper zu. Und von Schimmel im Futter stirbt auch eher der Hund, bevor ein Mensch im Haushalt das durch ein paar Sporen in der Luft tut.

    Ich brauche doch keine Studie, um zu erahnen, dass die Fütterung von Dosenfutter für den Menschen ein geringeres akutes Gesundheitsrisiko bringt als rohes Ei und Hühnerbrust :???:

    Also ist es deine persönliche Meinung. :ka:

    Mein persönliches Erleben würde da jetzt halt genau das Gegenteil nahe legen. Das ist genauso wenig aussagekräftig.

    Hi,

    Wir haben mal auf der Autobahn ein Fahrzeug aus GB überholt, ohne vorher überhaupt drauf zu achten, dass das Auto von dort kommt. Auf der linken Vorderseite saß völlig konzentriert ein irischer Wolfshund.

    Augen auf, Mund auf, rattrattaratta was ist denn hier falsch!! Herzliches Gelächter als der Groschen pfennigweise unten ankam.

    LG

    Und so dann in einen Blitzer fahren. :D

    Und zufällig grad noch drübergestolpert.

    https://www.helsinki.fi/en/researchgro…PG8TKI0-YoEMsy4

    Interessant. Ich habe schon überlegt ob ich mir das nur einbilde, dass ausgerechnet die beiden Pedigree-Welpen die waren die später irgendein Magen-Darm Thema hatten. Aber wenn das anderen auch aufgefallen ist, steckt da vielleicht doch was dahinter. Ich glaube da werde ich mich mal reingooglen. Danke.

    Wir haben hier keine Schilder. Zum einen sind nie unbeaufsichtigt Hunde draußen (schlicht weil der Garten zum Hang/Wald hin offen ist). Ortsfremde Fußgänger gibt es außer vereinzelten Wanderern nicht und für die Radfahrer wäre das eh nicht lesbar.

    Am vorigen Wohnort haben unsere Nachbarn allerdings ein Schild angebracht (bevor wir mit Hunden dort eingezogen sind) nachdem dort öfter Mal jemand nachts durch den Garten lief und auch Sachen gestohlen wurden. Das war direkt an der polnischen Grenze und es hatte jeder Kameras, Hunde oder beides. Unsere Nachbarn waren also gar nicht so unglücklich als bei ihnen echte große, schwarze Hunde eingezogen sind (obwohl sie selbst keine Hundefans waren und es eine Weile gedauert hat bis sie ihre eigene Angst abgelegt hatten) und haben uns explizit gebeten die Hunde auch öfter Mal eine Weile im Garten zu lassen um Präsenz zu zeigen.

    Hat geholfen. Ganz am Anfang haben wir Mal jemanden gesehen. Da ist mein Freund dann mit den Hunden raus, die haben ihm lautstark hinterher gebellt (er war schon durchs Tor), dann war Ruhe.

    Mein ganzer Kommentar bezog sich in allererster Linie darauf, dass die menschliche Ernährung, zumindest hierzulande, nicht so fleischarm war wie früher angenommen wurde. Thema Hunde war eher nebenbei.
    Ich habe außerdem nicht behauptet, dass die Hunde Fleisch bekommen hätten. Ich sagte, dass dem Menschen, v.a. denen die eben in erster Linie Hunde hatten, Fleisch zur Verfügung stand, mit der Implikation, dass bei der Schlachtung regelmäßig was für die Hunde abgefallen ist. Dass wir hierbei nicht, oder nur in sehr kleinen Mengen, von Fleisch reden, hatte ich als selbstverständlich angesehen.

    Heißt, die Menschen wurden fast genauso alt. Es haben nur weniger dieses Alter auch wirklich erreicht. Aber definitiv nicht so wenige, dass der 70st Geburtstag eine absolute Ausnahme war. Irgendwer muss ja bei dieser hohen Kindersterblichkeit und den Gefahren des Erwachsenenlebens ja dann auch den Schnitt hoch getrieben haben.

    Deine Rechnung ist nicht korrekt. Wenn es dich interessiert guck mal was der Anthropologe Trinkaus dazu veröffentlicht hat. Ich wollte hier jetzt nicht noch Links dazu posten, da das ja nicht das Thema ist. Es geht ja um Hundeernährung. Zu der Hundehaltung im Mittelalter sage ich deshalb auch nicht mehr. Da würde ich teilweise widersprechen.

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    Natürlich ist sie nicht korrekt, sie ist rein beispielhaft grob und schief über den Daumen gepeilt. Sie hatte nie den Anspruch irgendetwas genau zu berechnen. Das sollte eigentlich auch offensichtlich sein. Der Punkt steht jedoch. Die mittlere Lebenserwartung ist bei einer extrem hohen Kindersterblichkeitsrate nicht sonderlich aussagekräftig was die tatsächliche Lebenserwartung derer angeht, die es ins Erwachsenenalter schaffen.

    Und doch, ich finde die historische Ernährung von Hunden ist exakt das Thema hier. So ziemlich alles was im Eingangspost an gesundheitlichen Problemen aufgelistet wurde, ist auf einen zu hohen Fleischanteil in der Fütterung zurückzuführen. Unsere Haushunde vertragen Fleisch oftmals gar nicht mehr in so hohen Mengen, der Grund findet sich eben in der Vergangenheit.

    Wenn man gesund barfen will muss man auch zumindest ein rudimentäres Verständnis haben woran der Verdauungsapperat der Hunde sich jahrtausendelang gewöhnt hat. Das ist jedenfalls deutlich sinnvoller als fanatisch den Zahlen eines der Prediger Ernährungsberater die ein Buch geschrieben haben hinterher zu rennen.