Beiträge von Javik

    Ich bin da, was Futterkaninchen angeht, faul. Ich teile die nur (wenn sie ausgenommen sind versteht sich) an der Wirbelsäule in Vorne, Mitte, Hinten (und Keulen, bei den ganz Großen), so dass es ungefähr, Daumen mal Pi, gleich große Stücke gibt, bzw. so, dass alle Teile ausreichend Fleisch dran haben und das wars.

    Wobei ich dabei zugegebenermaßen keine Knochen durchschneide (faul....), sondern eben einfach zwischen den Wirbeln trenne.

    Wenn du da die Knochen rauspulen willst bleibt doch nichts mehr übrig. Und wenn er es frisst entstehen beim Abbeißen ja auch Kanten. :ka:

    Meine bekommen ihre Kaninchen in Portionen ganz. Funktioniert hervorragend.

    - Hund in anderem Zimmer: Ich rechne hier mal nur wenn ich die Hunde wirklich absichtlich aussperre. Ich mache wenn ich ins Bad gehe die Türe meist zu, einfach weil es eng ist und es Grenzen gibt wann und wo ich mit feuchten Hundenasen belästigt werden möchte. Zählt das? Dann wären wir, über den Tag verteilt eventuell bei kA 30 Minuten? Verbringe ich so viel Zeit im Bad? :ka: Und dazu hin und wieder mal, wenn ich einfach wirklich miese Laune habe und wirklich alleine sein will.

    - Einkaufen: Ich verbinde Einkaufen gehen gerne mit Gassi gehen, da es auf der Fahrt ins Nachbardorf da ein paar schöne Optionen gibt. Heißt da sind sie meist auch nur im Sommer mal eine Stunde oder was alleine. Ich hasse einkaufen gehen und bin da entsprechend schnell.

    - Abendaktivitäten: Ohne Hund? :shocked:

    - Arbeit: Da sind die Hunde meist dabei. Wenn sie da aber alleine bleiben müssen, dann ist es auch normalerweise gleich mal länger, also 5, 6 Stunden aufwärts. Meist werden sie dann von den Nachbarn zwischendurch mal kurz raus gelassen, aber das sind vielleicht ein- oder zweimal 10 Minuten oder was, also nichts was zeitlich groß einen Unterschied machen würde.

    Also unterm Strich sind meine Hunde auf den Tag gerechnet glaube ich keine Stunde alleine. Wenn man nur alleine in der Wohnung rechnet, dann sind wir im Bereich wenige Stunden/Woche.

    Wenn ich so drüber nachdenke sind meine Hunde glaube ich die meiste Zeit im Auto alleine. In der Wohnung sind sie fast ausschließlich im Sommer alleine, weil da das mit dem im Auto bleiben ja nur eingeschränkt geht.

    Nö.

    Ich bin kein Geburtstagsmensch. Ich feiere meinen eigenen auch nicht oder höchstens à la mir einen gemütlichen Tag machen, an dem ich vermeide Dinge zu tun, die ich nicht tun will.

    Ich muss auch stark nachdenken um mich überhaupt an das genaue Geburtsdatum meiner Hunde zu erinnern. Andererseits bin ich auch jemand der menschliche Geburtstage (Jahrestage, Feiertage, etc.), inklusive meinem eigenen, gerne Mal vergisst.

    Erhöhte Reinerbigkeit ist schon an und für sich ein Problem. Nicht immer und nicht sofort und nicht bei jedem Individuum. Aber grundsätzlich geht mit dem Verlust der Varianz auch ein Verlust von Vitalität einher.

    Das ist ziemlich das Gleiche was ich geschrieben habe.

    Woher kommt denn dieser "Verlust an Fitness" auf genetischer Basis?

    Davon abgesehen ist das Thema genetische Vielfalt, generell betrachtet, auch nicht so einfach wie "viel hilft viel". Aber darum geht es hier ja gar nicht.

    Das muss man ja nicht für alle Rassen machen. Der Jagdhund z.B. muss nicht zwingend Restaurant und Spielplatz tauglich sein, daher macht er ja auch eine andere Arbeitsprüfung.

    Schwierig wird es, wenn plötzlich aus allen Hunden Begleithunde gemacht werden sollen, da kann ich die Kritik verstehen.

    Finde ich gut. Für alle ein minimaler Test auf Wesensfestigkeit und dazu für alle Rassen eine "Arbeits"prüfung, abhängig vom rassetypischen Einsatzgebiet. Dafür die optische Beurteilung reduzieren, in erster Linie nach Gesundheit und nur noch grob ob der Hund dem Standard entspricht. Gesundheitlich unproblematische Einschränkungen was Farbe und Felltyp betrifft werden aufgehoben, soweit es keine anderweitig guten Begründungen bzgl. des Einsatzgebietes gibt.

    Da können Züchter, wenn sie unbedingt wollen immer noch eine eigene Linie machen und dabei auf grüne Dauerwellen oder was auch immer selektieren. Solange genug vernünftig bleiben (und ohne Shows ist das nicht so unwahrscheinlich) und Inzucht weiterhin untersagt ist, stört das ja nicht.

    Ist man mit Langhaarcollie, Basenji, Airedale Terrier, Irish Terrier, English Setter, Kurzhaar Collie oder auch einem Bedlington Terrier Dauergast beim Tierarzt?

    Nö, eine geringe genetische Variation ist ja an sich kein Problem. Das Problem tritt ja erst auf wenn es zu einer problematischen Mutation kommt.

    Auf der einen Seite verbreitet sich die sehr schnell, wenn nur wenige Zuchttiere die Population bestimmen und eben eines davon betroffen ist. Auf der anderen Seite steigt die Wahrscheinlichkeit stark an, dass beide Partner betroffen sind und der Defekt daher nicht ausgeglichen werden kann. Aber die bestehen ja meist von Anfang an, spätestens mit der Pubertät treten die Probleme auf und der Hund geht nicht in die Zucht. (Oder sollte es nicht.......)

    Das sind nunmal leider die schlimme Realität der Hundehaltung. Normalerweise überleben wir sie. Wir müssen ihnen zusehen, wie sie lange vor uns altern und dann letztendlich über ihren Tod entscheiden. Wobei ich Letzteres eher als letzten Dienst an dem treuen Begleiter sehe und nicht als etwas Schlechtes. Wer einmal miterleben musste wie ein Mensch langsam und elediglich sterben musste und um Sterbehilfe gebettelt hat (die hierzulande ja verboten ist), der kann abschätzen wie wertvoll es ist einem Tier diese letzten Tage/Wochen ersparen zu können. Und gerade langsam ersticken ist schon ein sehr unschöner Tod.

    Sowas ist von Außen natürlich schwer zu beurteilen. Aber so wie das sich liest habt ihr mMn eher zu lange gewartet als zu vorschnell gehandelt. Aber es war sicher kein Fehler. Die TA hat das sicher schon recht gut eingeschätzt, und meiner Erfahrung nach raten TÄ auch eher später als früher zum einschläfern.

    Und selbst wenn nicht, es ging zu Ende. Ein paar Tage hin oder her, ein paar Wochen hin oder her. Ein Hund lebt im Heute, nicht für die Zukunft. Und welche Zukunft hätte er denn? Weitere Tage in denen er sich 20 Sekunden freut und 23 Stunden 59 Minuten und 40 Sekunden leidet.

    Ich meine, mein Großvater wollte damals unbedingt noch seinen ersten Urenkel kennenlernen. Der hat die Schwangerschaft meiner Mutter gekämpft und gekämpft und das erste was meine Eltern mit mir gemacht haben war quer durchs Land zu ihm zu fahren. Drei Tage später ist er gestorben. Aber worin liegt der Sinn für den Hund, zwei Tage länger gelebt zu haben? Auch für euch ändert es nichts. Ihr trauert zwei Tage früher genauso wie wenn ihr zwei Tage länger gewartet hättet.

    Ich weiß, man klammert sich als Mensch an diese guten Zeiten, an diese kurzen Momente der Freude des Hundes. Aber was soll der Hund auch anderes machen als das Beste aus seiner Situation zu machen? Er weiß nicht, dass es eine Alternative gäbe. Was soll er also machen außer, wenn er nochmal kurz kann, sich daran zu erfreuen. Aber ob er der Meinung wäre, dass das den ganzen Rest des Tages wert wäre? Ich weiß nicht....

    Also bitte, macht euch die Trauer nicht noch schwerer indem ihr euch selbst fertig macht. Würdigt lieber die schöne Zeit die euer Hund euch geschenkt hat, indem ihr euch an die schönen Erlebnisse erinnert. Er hat es verdient. Und ihr auch.

    Hier ist es ja momentan nachts absolut rabenschwarze Nacht. Gestern war zumindest klarer Himmel und der Vollmond hat gereicht um die Gegend in etwa erahnen zu können. Wenn man sich auskennt. Zumindest bis zum Ortsschild, dahinter ist dann Wald, der das bisschen Mondlicht auch noch schluckt.

    Wir waren gestern Nacht nochmal zum Pipi machen draußen. Die 150 m zum Ortsschild und zurück. Hunde frei um mich rum. Nach Mitternacht ist da niemand, kann da niemand sein, außer Mal ein einzelnes Auto. Und das sieht man wegen der Scheinwerfer rechtzeitig.

    Jedenfalls laufe ich da Richtung dieser schwarze Wand die der Wald darstellt, als plötzlich beide Hunde zu mir kommen und sich neben mich stellen. Während ich mich wundere was das jetzt soll, hat sich schon stark angefühlt wie Leibwache nimmt Schutzziel in die Mitte, fängt Argos an kurz zu knurren.

    Huch? Naja, vielleicht ist es der Dachs den er nicht zuordnen kann?

    Ich fasse ihm vorsichtshalber ins HB als Baldur neben mir anfängt zu knurren.

    Dazu muss man sagen, Argos nimmt kein Blatt vor den Mund, der ist noch jung usw. Dass dem Mal was komisch vorkommt und er das kommentiert, kommt vor. Bei Baldur nicht, den habe ich in seinem Leben genau zweimal knurren gehört und es war jedes Mal eine schon echt komische Situation.

    Dem also auch ins Halsband gefasst und dann, mit einer Mischung aus verwirrt und dann doch auch besorgt, ins Schwarze gestarrt.

    Da ist mir Argos plötzlich bellend ins Halsband gesprungen. Kurz vor mir, wirklich Nahe, vllt so grob 10m vor mir, ertönt ein erschrockener Schrei.

    Hö? Wer kann das denn sein?

    Ich laufe also mit den Hunden Richtung Schrei bis sich, so zwei oder drei Meter vor mir plötzlich ein schwer bepackter Radfahrer abgezeichnet hat.

    Der Stand da und hat mich genauso erschrocken angeschaut wie ich ihn.

    Ende vom Lied, es war ein Wanderfahrer dem das Licht kaputt gegangen ist. Der ist eine riesige 3-Tagestour gefahren und dass er die letzte Etappe heute bis in die Dunkelheit fahren würde war geplant. Das ohne Licht schaffen zu müssen allerdings nicht. Deswegen war er halt auch nochmal deutlich später dran als geplant.

    Ich habe ihm dann eine uralte Funseltaschenlampe und ein eh nie verwendetes Leichthalsband geschenkt, damit er zumindest bisschen was sieht wo er hin fährt und v.a. vorne und hinten für Autofahrer beleuchtet ist. Davon gibt es zwar nicht viele, aber die fahren hier auf dieser kurvigen nur 1,5-spurigen Straße halt sonstwo und grenzwertig schnell. Das ist einfach zu gefährlich.

    So im Nachhinein bin ich ja schon leicht beeindruckt, dass er es überhaupt bis zu uns geschafft hat. Der Vollmond hat gerade so ausgereicht, dass ich den weißen Argos nur bis wenige Meter vor mir erkennen konnte. Da dann im Wald die Straße von der Umgebung unterscheiden können war schon eine Leistung für sich... :ugly: