Du kennst aber schon die - eine Zeit lang äußerst beliebte - Trainingsmethode mit dem "Kscht!!!!", oder?
Dazu noch ein Stups in die Flanke des Hundes.
Natürlich. Das ist dann aber konditioniert und nicht angeboren.
Du kennst aber schon die - eine Zeit lang äußerst beliebte - Trainingsmethode mit dem "Kscht!!!!", oder?
Dazu noch ein Stups in die Flanke des Hundes.
Natürlich. Das ist dann aber konditioniert und nicht angeboren.
Hundundmehr bezüglich des zischens durch einen Menschen - kennst du da viele Hunde die da von selbst meidig / verunsichert reagieren ohne das es konfektioniert wurde?
Man hört das ja oft das dieses Geräusch quasi genetisch verankert ist als etwas schlechtes und den Hund bedroht . Das fand mein Malinois Rüde als da irgendwer mal meinte ihn als Junggemüse so einzuschränken aber eher maximal lustig und meine alte Hündin hat es vollkommen stumpf ignoriert als da wer sowas versucht hat. Die Leute die ich so unterwegs mal erlebe haben auch eher keine Hunde die das in irgendeiner Form interessiert ( vielleicht auch abgenutzt, keine Ahnung).
Gestern gab es in Potsdam noch einen schwerverletzten 12 Jahre alten Jungen. Blindgänger, vermutlich eine Kugelbombe, gefunden, angezündet.
Ich habe noch nie in meinem Leben ein Feuerzeug, Streichhölzer oder ähnliches mitgeführt. Als Nichtraucherin habe ich überhaupt keinen Grund dazu. Mir fällt daher auch kein akzeptabler (legaler) Grund ein, wieso ein Kind so etwas dabei haben sollte.
Das Bewusstsein für Gefahren durch die eigenen Handlungen nimmt mEn immer weiter ab .
Habt ihr den Freilauf "immer Mal probiert" ohne Absicherung oder missverstehe ich das ?
Die ersten 3 (?) Monate war sie so skeptisch und nur mit ankommen beschäftigt, da lief sie nur an kurzer Leine und wir haben auch keine langen Spaziergänge gemacht. In der Zeit hat sie gar nichts aufgenommen, vermutlich fehlte ihr die Kapazität dafür.
Dann lief sie sicher noch mal gut 8 Monate im Wald nur an der Schleppleine weil sich zeigte dass sie seeeehr an Wild, auch an Spuren, interessiert war. Als wir das im Griff hatten, durfte sie in den Freilauf.
Am Kotfressen haben wir ziemlich von Anfang an gearbeitet, den hat sie nämlich auch an kurzer Leine im Vorbeigehen aufgelesen. Da half aber gar nichts. Daher irgendwann halt der Maulkorb. Als sie zu uns kam war sie schon 5-6 Jahre alt, das Verhalten war schon gefestigt
Das ist natürlich kaum zu durchbrechen wenn der Hund das so gefestigt hat durch den Drang zu überleben. Kenn ich wenn nur von Leuten online aus den USA aber da wird ja auf ganz anderes zurück gegriffen. Schön das der Rest aber so positiv klingt und der MK hilft !
Ich bin zwar nicht gefragt, aber ich hab die Frage auch gehabt. Nachhaltig verleiden wäre nicht mein Weg, weil ich 1. nicht so massiv eingreifen möchte, wie es für wirkliche Sicherheit nötig wäre und 2. im Bekanntenkreis eine Konstellation erlebt habe, wo der Halter sich fälschlich sicher war, es nachhaltig verleidet zu haben und das mit zwei schwer verletzten Hunden geendet hat.Lieber hab ich also über längere Zeit sachte den Daumen drauf und leite an. Und es ist einer der Punkte, bei denen ich ganz klar sage, dass ich einen Hund des Typs, der es anders bräuchte, nicht der richtige Mensch bin.
Danke !
Mobben ist ja doch was anderes als beschädigen wollen . Bei letzterem würde ich auch immer trennen und nichts unbeaufsichtigt zulassen. Da hatte ich im Freundeskreis eine wirklich üble Situation die für beide Hunde übel endete( trotz MK).
Dein zweites Beispiel klingt für mich eher nach deutlicher Spannung bereits vorab ? Oder Ressourcen? Oder hat die Person es durch ihr Handeln so zum eskalieren gebracht?
Ich leite bei Bedarf auch an , irgendwelchen Dummkram weil z.B unteregs das Junggmüse auf die Idee kommt " das ist mein Stock und ich provozier jetzt " unterbinde ich allerdings nachhaltig. Das möchte ich nicht, das weitet sich idR aus auf andere Bereiche. Konflikte aufgrund von z.B Kauzeugs verhindere ich schlicht durch trennen in Ausläufe/ Boxen wenn es das gibt . Allerdings leben hier bewusst Hunde zusammen die miteinander wenig bis gar kein Konfliktpotential bieten , das was ggfalls übergangsweise hier ist muss sich anpassen und wird sonst räumlich getrennt und eingeschränkt unterwegs wenn es da Tendenzen gibt die ich nicht will.
Der Hund hat keine Gerüschangst und ist was das angeht auch nicht empfindlich, auch ist er kein Umweltunsicherer oder generell unsicherer Hund. Was wurde da also falsch eingeschätzt?
Ich finde es so überheblich wie du ständig andere HuHa abwertest - als ob keiner was kann auser du
Da wurde doch bei dem beschriebenen Outcome ganz offensichtlich was falsch eingeschätzt. Intensität, Timing , Wiederholung - wasauchimmer. Sonst hätte man da ja nicht so ein massiv unerwünschtes Ergebnis und zwar schon 3x nicht bei einem laut dir umweltstabilen , selbstsicheren Hund. Das ist schon ne Leistung das da zu erreichen.
Das hat nichts mit abwerten zu tun , es haben mehrere User dasselbe dazu gesagt im Kern . Wenn du das in irgendeiner Form persönlich nimmst ist das deine Baustelle.
Training oder Erziehung selbst ist aber kein Glück. Das ist sehr klar absehbr wo da ggflls Grenzen sind wodurch auch immer . Wettkämpfe, Prüfungen, ja da braucht es im Vergleich durchaus das Quäntchen Glück für bestimmte Ziele , wie das bei Wettkämpfen halt so ist . Aber doch nicht im Alltag, das ist doch nicht das Ziel oder der Sinn . Alltag , zusammen leben soll doch bitte entspannt sein und nicht ne unlösbare Mammutaufgabe wo man auf sein Glück hoffen muss das man es schafft den Hund unfallfrei vom Spaziergang zurück zu bringen durch das ganze Glück in der Erziehung was einen nicht verlassen darf.
Wenn sie Naruto mobbt oder nicht auf sein „lass mich jetzt“ blocke ich sie auch oder nehme sie am Geschirr weg.
Das ist vermutlich etwas OT aber da es ja doch auch Erziehung in Mehrhundehaushalt betrifft und mich das immer interessiert wie das wo wie warum gehandhabt wird -
Kommt das so regelmäßig vor? Weil du im Verlauf noch beschreibst das du sie auch davon abhalten musstest ihn als punching Ball zu nutzen. Falls ja, präferierst du es da zu managen statt solches Verhalten im Zusammenleben ( oder leben die zwei nicht dauerhaft zusammen?) zu verleiden auf lange Sicht wenn sich das abzeichnet?
Es gibt Hunde die sich an Emotionen hochziehe. Egal ob positiv oder negativ. Darüber wird dann keine Strafe angenommen sondern sich darüber Bestätigung geholt und mituter deutlich in die Konfrontation gegangen und daran haben viele dieser Hunde schlichtweg Spaß -> selbstbelohnendes Verhalten.
Mein Rüde sollte mal von unserem Agi-Trainer korrigiert werden (er fragte ob er mir mal zeigen könne wie er mit dem Hund arbeiten würde und ich wollte mal sehen was er für Ideen hat, daher hatte ich zugestimmt) indem der entschlossen auf ihn zuging und ihn körpersprachlich zurückdrängen wollte. Daraufhin wurde mein Rüde ziemlich ungehalten und ist bellend auf den Trainer los und hat ihn mit Wucht angesprungen. Das hat er so lange gemacht bis der Trainer zurückgewichen ist..
Generell macht er bei Druck erst recht nicht das man von ihm möchte.
Meinst du sowas?
Hm schwierig bei der Beschreibung . Das wäre für mich eher ( völlig normales ) Verhalten bei einem Hund der sich nicht von Hinz und Kunz anmachen lässt oder Selbstschutz weil die Vertrauensbasis fehlt um die "Korrektur" anzunehmen. Grade wenn er aufhört wenn das Gegenüber aufhört und nicht noch schaut ob da noch mehr geht.
Zu der Futter nicht aufnehmen Sache noch - da hab ich jetzt noch eine Frage an dich für mein Verständnis . Erstmal danke für deine Erfahrungen und schön das ihr gut klar kommt wie es jetzt ist !
Habt ihr den Freilauf "immer Mal probiert" ohne Absicherung oder missverstehe ich das ?
Das war hier mAn nämlich ein immens wichtiger Aspekt bei der Hündin ( bzw generell in Hinblick auf Gehorsam erarbeiten bei egal welchen Hund ). Es gab nie die Option Fehlverhalten durchzuziehen für sie , ich hatte letztlich immer die Kontrolle über die Situation. Allerdings hatte ich auch konsequent 9 Monate bei der Hündin ne SL dran um das erwünschte Verhalten für späteren Freilauf zu etablieren. Das wäre bei ihr damals bezüglich Kontrolle an Wild sonst auch nach hinten losgegangen.
physioclaudi das ist auch nochmal ein Unterschied. So eine abwärts Spirale will niemand. Ich hatte es so aufgefasst das er meint direkt nach Korrektur/ Strafe müsste etwas positives kommen und das ist nicht so bzw birgt das je nach Hund eben die Risiken die ich ansprechen wollte .