Wenn der Hund 11 Monate alt ist ist der sehr weit von Welpe entfernt. Das ist ein Junghund.
Kann ausgeschlossen werden das er Schmerzen hat? Oder hat er Verhalten in der Form bereits vorher abgemildert gezeigt?
Wenn der Hund 11 Monate alt ist ist der sehr weit von Welpe entfernt. Das ist ein Junghund.
Kann ausgeschlossen werden das er Schmerzen hat? Oder hat er Verhalten in der Form bereits vorher abgemildert gezeigt?
Es ist doch aber wohl jedem ( hier ) klar warum positive Strafe korrekt angewendet zu Meideverhalten führt und was das heißt . Nicht zwangsläufig auf neurobiologischer Ebene aber das muss in der Tiefe für den normalen Familienhund auch nicht zwangsläufig sein .
Die Bandbreite was bei pos Strafe bereits ausreicht ist ja immens und dementsprechend kann man ja glücklicherweise individuell entscheiden ob man das in welchem Ausmaß in Kombination mit welcher Vorarbeit nutzt oder halt unterlässt.
Wichtig ist mAn immer, losgelöst von der restlichen Diskussion, weder den eigenen Hund noch unbeteiligte Dritte zu gefährden, egal was man tut oder nicht.
Ich würde da erstmal vernünftig gelagert unter Narkose röntgen. Vorher kannst du da nicht vernünftig diagnostizieren.
Es gibt Reize, die über die Evolution im Gehirn als "Gefahr" verankert wurden.
Und genau das ist als solch absolute Aussage extrem fraglich.
Deshalb zitierte ich ja deinen Text weil das und das jetzige Zitat etwas völlig anderes implizieren als " konditionierter Schreckreiz".
Alles anzeigenUnd ja, diese Strafen erzeugen eine Emotion, nämlich kurzzeitiges Unbehagen. Sonst wären sie ja nicht dazu geeignet, den Hund von der unerwünschten Handlung abzubringen. Aber da sind wir noch ganz, ganz weit von dem verhaltensbiologischen Reiz/Reaktionsschema weg, das Du oben beschrieben hast.
Leider sind wir genau das eben nicht - "ganz weit weg von diesem Reiz/Reaktionsschema".
Da du selber einen Zischlaut erwähnt hast, erkläre ich es mal an diesem:
Ein plötzlicher Zischlaut ist ein Schrecklaut und wird als Schlüsselreiz angesehen (In der Verhaltensbiologie hält man die Zischlaute von Schlangen für die mögliche Ursache).
Dieser Schlüsselreiz wird durch das sympathische Nervensystem direkt an die Amygdala weitergeleitet, die sofort die nötigen Maßnahmen zum Vermeiden einer Schädigung vornimmt.
Selbst wenn es gar keinen Grund zum massiven Fürchten gibt - es ist eben genau diese Lernschiene, die durch den Einsatz aversiver Mittel genutzt wird.
Da sich genau diese auf Furcht (mal mehr, mal weniger - wie ich schon schrieb: Auch ein negatives Beeindruckt-Sein ist eine mildere Form von Furcht) beruhenden Lernerfahrungen besonders schnell und vor Allem nachhaltig im Gehirn verankern, um den erwünschten Lernerfolg des Meidens zu bewirken.
Meiden ist auch eine mildere Form von Flucht.
Hundundmehr naja das hier klingt halt ganz anders als das was du jetzt sagst und noch CM mit rein bringst bzw allgemein konditionierte Abrrüche. Egal ob zischen oder "Hey" .
Du kennst aber schon die - eine Zeit lang äußerst beliebte - Trainingsmethode mit dem "Kscht!!!!", oder?
Dazu noch ein Stups in die Flanke des Hundes.
Natürlich. Das ist dann aber konditioniert und nicht angeboren.
Hundundmehr bezüglich des zischens durch einen Menschen - kennst du da viele Hunde die da von selbst meidig / verunsichert reagieren ohne das es konfektioniert wurde?
Man hört das ja oft das dieses Geräusch quasi genetisch verankert ist als etwas schlechtes und den Hund bedroht . Das fand mein Malinois Rüde als da irgendwer mal meinte ihn als Junggemüse so einzuschränken aber eher maximal lustig und meine alte Hündin hat es vollkommen stumpf ignoriert als da wer sowas versucht hat. Die Leute die ich so unterwegs mal erlebe haben auch eher keine Hunde die das in irgendeiner Form interessiert ( vielleicht auch abgenutzt, keine Ahnung).
Gestern gab es in Potsdam noch einen schwerverletzten 12 Jahre alten Jungen. Blindgänger, vermutlich eine Kugelbombe, gefunden, angezündet.
Ich habe noch nie in meinem Leben ein Feuerzeug, Streichhölzer oder ähnliches mitgeführt. Als Nichtraucherin habe ich überhaupt keinen Grund dazu. Mir fällt daher auch kein akzeptabler (legaler) Grund ein, wieso ein Kind so etwas dabei haben sollte.
Das Bewusstsein für Gefahren durch die eigenen Handlungen nimmt mEn immer weiter ab .