Beiträge von jUmOs

    Zurück zum Thema: Wir sind auf Rügen angekommen, am Ortseingang hängt ein Plakat „Zünden von Feuerwerk in der gesamten Ortslage verboten“. Ich bin gespannt auf die Umsetzung, besser als in Berlin ist es jetzt schon. Es böllert vereinzelt weit entfernt, wegen Freiheit und so, ne?

    Ich verabscheue JEGLICHE Verwendung von Pyrotechnik so dermaßen und finde es einfach nur armselig, gefährlich, widerlich, umweltschädlich, tierfeindlich und widerlich rücksichtslos. Und so albern toxisch maskulin.

    Puh. NZZ als Referenz.

    Ich versuche, es möglichst elegant zu formulieren: Die NZZ gilt oder besser galt mal traditionell als konservativ und rechtsliberal, aus meiner Sicht steht die NZZ noch mehr als die Berliner Zeitung für libertäre rechtspopulistische Positionen. Und das finde ich noch nett formuliert. Die NZZ wird von vielen Kritiker*innen nicht als neutraler ‚liberaler Leuchtturm‘ verstanden, sondern als Zeitung, die gezielt gegen linke Perspektiven agitiert und in der politischen Landschaft weit rechts der demokratischen Mitte positioniert ist. Gibt auch hübsche Bildchen mit überzeugten Antidemokrat*innen einer gesichert rechtsextremistischen Partei, die sich gern NZZ-lesend fotografieren lassen. Just my 2 cents.

    JanaUndLana Eine Anmerkung zum Zeitungsartikel: Der Artikel ist aus meiner Sicht typisch Berliner Zeitung bzw. Holger Friedrich. Den Artikel kann man isoliert sicher „angenehm liberal“ lesen – gerade beim Thema Böllern spricht er ein verbreitetes - ziemlich unterkomplex gedachtes - Freiheitsgefühl an.

    Die Berliner Zeitung steht seit der Übernahme durch Holger Friedrich stark in der Kritik, weil der Verleger massiv in Inhalte eingreift und gezielt provokative Debatten zuspitzt – unter dem Label „Meinungsvielfalt“.

    Der Artikel ist deshalb weniger „ungewöhnlich reflektiert“, sondern vielmehr typisch Berliner Zeitung: Freiheit stark individualistisch gedacht, staatliche Regeln grundsätzlich als problematisch beurteilt, Gemeinwohl-Argumente eher klein gehalten. Kann man lesen – aber man sollte wissen, aus welchem Haus das kommt und dass diese „liberale Grundhaltung“ dort Teil einer populistisch-libertären Haltung ist.

    Ergo: Bitte liberal nicht mit libertär verwechseln.

    Ich nutze den Begriff nicht und bin irritiert, wenn mich jemand so bezeichnet.

    Besonders problematisch finde ich die in diesem Zusammenhang mitunter geäußerte Unterstellung, Tiere seien ein Kindersatz. Das setzt erstens voraus, dass jede Person einen Reproduktionswunsch hat, und zweitens, dass Tiere nicht als eigenständige Lebewesen mit spezifischen Bedürfnissen wahrgenommen werden, sondern eben als Ersatz. Dazu gehört auch der aus meiner Sicht unsägliche Satz „das letzte Kind hat Fell.“ Nö. Ein Hund ist ein Hund ist ein Hund

    Ich lebe sehr gern mit meinen Hunden und meinem Kater zusammen – und ich bin eben ihr Mensch.

    Den Beitrag mit Kinga Rybinska zum nachhaltigen Leben mit Hund finde ich oberflächlich, undifferenziert, teilweise irreführend und falsch. Jutta Ziegeler zitieren? Echt jetzt? Ariane hat glücklicherweise sehr deutlich darauf hingewiesen, dass Frau Ziegler unwissenschaftlich arbeitet. Grundsätzlich wäre ein „Zahlenmensch“, der Frau Rybinska laut eigener Aussage nicht ist, die/der bessere Interviewpartner:in gewesen. Mit diesem Beitrag hätte ich den diesjährigen Hundekongress nicht beginnen sollen. Wirklich ärgerlich, viel Meinung, wenig Wissen. Ich hoffe, es geht besser weiter.

    katzenpfote Exakt, die von mir genannte Definition ist angelehnt an die des BMLEH, also kein wörtliches Zitat.

    Es wäre unangemessen und nicht sinnvoll, selbst eine zu erfinden.

    Und hier ist eine entsprechende Aussage zum "Denken in Generationen" in Bezug auf Züchtung. Natürlich nur für den Fall, dass Mitarbeitende des Fachgebiets Tiergenetik und Züchtung der Universität Hohenheim als kompetent genug eingeschätzt werden.

    Zitat

    "Unter dem Begriff Tierzucht werden alle Maßnahmen zusammengefasst, die eine gerichtete Veränderung erblicher Merkmale in einer Population über Generationen hinweg bewirken. Diese umfassen die Festlegung der Zuchtziele, welche die Richtung vorgeben, in die sich eine Population entwickeln soll, und die Anwendung von Zuchtmethoden, die diese gewünschte Veränderung auf züchterischem Wege ermöglichen. Tierzucht hat langfristige und kumulative Effekte und muss auf zukünftige Rahmenbedingungen ausgerichtet werden." Bennewitz et al. (2021): Wege zu einer gesellschaftlich akzeptierten Tierzucht. Züchtungskunde,93 , (3) S. 190–200, ISSN 0044-5401