Beiträge von Mehrhund

    Daher fände ich es klasse, wenn du, Mehrhund, das näher ausführen könntest, wie ich mir das Unterbinden von sämtlichen Jagdverhalten beim Spaziergang vorstellen kann bzw. wie du das trainierst.

    Im Detail steht alles hier im Thread schon drin. Klar, man braucht dazu leider nur richtig lange um das wichtigste zu finden..
    Das wichtigste ist einfach (und das ist nicht einfach), dass man einen Plan hat und den Hund lesen kann und sehr vorausschauend mit dem Hund umgeht.

    Hab ich einen Welpen, dann Junghund, zeigt der Hund irgendwann die Motivation zum jagen. Die Welpen spielen ja schon so, zeigen Mäuselsprünge, jagen sich ...ect....

    Man kann durchaus einen Hund darin begleiten und bestärken auf jeden Reiz anzuspringen oder eben nicht. Hier gibts natürlich Rasseunterschiede!

    Bei einem Hund ist es schwerer als bei andern.

    Ich habe immer Hütehunde. Die sind extrem reizoffen und ich unterbinde im ersten Schritt, zum Beispiel Vögel jagen im Gebüsch am Wegrand sehr deutlich und konsequent!

    Macht Hund weiter kommt er an die Leine und erhält somit NIE (möglichst) niemals die Möglichkeit nochmal einen Jagderfolg zu haben. Und Jagderfolg ist: aufscheuchen der Vögel im Busch, hinterherhetzten von weglaufender Beute...ect.

    Passiert irgendwann wahrscheinlich dennoch, aber das verhindere ich möglichst immer.

    Gleichzeitig baue ich ein Abbruchsignal auf. Und zeitgleich ein Stopp.

    Das Abbruchsignal nahm mein ca 6 monatiger Collie an, als er hinter einem Hasen herwollte.

    Das ist so konditioniert, dass Hund ohne Überlegung sich zu mir umorienteierte. Ich hab bei dem die Konditioniereung: Rennt was weg, rennt er zu mir.

    Oder er steht und guckt. Das ist auch eine Sache, was ist das für ein Hund! Meine Border legen sich leichter hin und gucken weiter...Vorstehhunden ist ja in den genen, das Stehen und eine Pfote hoch.

    Mein Collie steht besser, als das er sich hinlegt.

    Ich persönlich denke auch, dass es manchen Hunden besser ginge, wenn sie an der Leine blieben beim Gassie und an anderer Stelle halt ARBEITEN dürften.

    Und ganz ehrlich, man kann sich vor Hundeanschaffung ja etwas überlegen, wie man Spazierengehen möchte. Mit einfachem Hund, der halt so mitläuft und schnell erzogen ist, oder mit einem Hund, den man die nächsten 10 Jahre vom Töten von Niederwild abhalten muss und den man nur an der Schleppleine mit Lederhandschuhen händeln kann.


    Beim Welpen baue ich ja vorher schon eine gewisse Frusttoleranz auf und abeite hin zur Impulskontrolle.

    Wenn ich dem Welpen gleich mal mit dm Nachhetzten zum Beispiel Bällchen quasi auf schnelles Lossprinten trainieren, dann macht Hund das auch.

    Genauso wie mit Welpen arbeite ich auch mit älteren Hunde, die dazukommen.

    Dann kommt , je nach Hund zum Beispiel eine Anzeige dazu.

    Also Zeigen und Benennen, mit dem Ziel: ja, du nimmst das Auto am Horizont war, als etwas, wo man gut hinterherhetzten könnte, besser ist es jetzt , wir gucken zusammen hinterher.

    Fies wäre in meinen Augen ein ausschliessliches Gegängel des Hundes, der Hund braucht schon auch das Ausleben dieser "Motivationen/Triebe".

    Und das kann man gut auch in Übungen einbinden.

    Das ist zum Beispiel die Dummy- Arbeit....das ist für den ArbeitsBC, die Arbeti am Vieh.

    Das ist für das Nasentier Hund immer immer und immer, die Suche: sei es kleine Futtersuchen, Trails, Fährten, Verlorensuche....da gibt es so unglaublich viele Varianten, man muss sich einlesen und dann für den eigenen Hund das richtige raussuchen.

    Mein Collie zum Beispiel findet Dummyarbeit spassig.

    Aber Trails ausarbeiten, das ist sein Ding....das macht er super gerne.

    Einen Retriever, der für Dummys durchs Feuer geht, den kann man über diese Arbeit ganz gut ausbilden.

    Dummyarbeit ist ja nichts anderes als Unterordnung an der Beute.

    Und die Belohnung ist vor der Nase.

    Nicht jeder Hund ist dafür immer zu begeistern.

    Und man kann ja vor Anschaffung des Hundes auch mal überlegen, wie man die nächsten 10 Jahre spazieren gehen möchte. Mit einem Hund, den man permanent davon abhalten muss Niederwild zu Töten oder allg. Wild zu hetzten, mit oder ohne Töten. Und ob man der richtige Mensch ist, 10 Jahre mit Lederhandschuhen einen Hund an der Schleppleine zu führen.

    Hi,

    nun ja es sei gestattet, auch auf den Lösungsteil hinzuweisen, wo Unverträglichkeiten und Allergien mal besonders im Detail erläutert werden. Und "wahllos" hört sich ein bisschen an als hätte ich mir keine Gedanken gemacht. Das Gegenteil ist der Fall. Aber auch mit Überlegung und Überzeugung gibt's trotzdem erhebliche Fehlermöglichkeiten, insofern geb ich Dir recht.

    LG

    Mikkki

    Du hast dir Gedanken gemacht.

    Aber du warst sehr von deinen eigenen Gedanken überzeugt!

    Und das ist in der Ernährung ohne Hintergrundwissen für den Hund gesundheitsschädlich gewesen.

    Gib das einfach mal zu!

    Mehrhund Das funktioniert auch nur, solange man einen Hund hat, der gerne mitmacht. Mit den sehr unabhängigen Hunden, die sich selbst versorgen können, wird man so auch nicht weiterkommen.

    Meinen Hütimix vorher konnte ich nach entsprechendem Training auch im Wald frei laufen lassen. Verbales Lob war Belohnung genug und umlenken musste man auch nichts. Die war extrem kooperativ im Vergleich zu der Hündin, die hier jetzt sitzt. :ka:

    Schön, dass du einen Hund gut führen kannst/ könntest.

    Ich finde es erst erwähnenswert, wenn jemand viele Hunde in einer Disziplin ausbilden kann.

    Ich kenn auch „Hütehasis“, die einfach nur süß sind. Meine laufen auch „frei“;)

    Und ich bin damals auch als Anfänger auf die Discs gebracht worden, weil es üblich war nur in der Hosentasche zu klimpern, dann hat Hund GEHORCHT.

    Da ich damals so unfassbar unfähig war, einen Hund zu trainieren, hat mein guter Begleiter einfach gedacht, muss Weihnachten sein, da ertönt auch immer das Glöckchen. Und Hundi hat nach kurzer Fragestellung: "Gibts Kekse?" mit Rauferaktivitäten oder ambitionierter Hetzjagd frühlich weitergemacht.

    Als ich so grossartig aufgestellt in meiner 10. Hundeschule aufschlug, hatten wir BH Training, es ging in der Gruppe zum Bahnhof und der Trainer liess zur Desenibilisierung vor jedem im Platz liegenden Hund sein Schlüsselbund fallen.

    Das konnten wir! Man war ich stolz! Hat das Disk-Training doch noch Sinn gehabt:lachtot::lachtot::lachtot:

    Beim BC hab ich das noch modifiziert. Ich habe den Schlüssel irgendwo hin geschmissen, sie ist freudestrahlend hin und hat sich daneben gelegt: Eine Anzeige war geboren. Oder Platz auf Distanz....:bindafür:

    Dann hab ich allerdings nicht mehr Schlüssel geworfen, weil die so dreckig wurden, sondern Leine. Im Verlauf mit dem Fortschreiten meines Alters, ist daraus ein "Heb doch mal bitte die Leine auf und gib sie mir." geworden.

    :D

    Über sowas kann ich dann wieder nur herzhaft ehrlich lachen.

    Weil das trifft mich nicht. Es ist mir vollkommen latte was fremde Leute denken, was meine Hunde für eine Rasse sind oder was für ein Mischling.

    Beim BC ist es in manchen Clicken eh üblich nicht zu sagen, dass man BC "trägt".

    In Berlin Grunewald ist es besser auf die Frage : "OHHHHH, was ist das für eine Rasse?", zu antworten: "Das sind Collies." .....weil dann ist man uninterssanter. Und kann seiner Wege gehen. (jetzt wo Collies moderner werden, könnten es auch Colliemixe sein)

    Sind die Hunde BCs wird man in Fragequizzes eingebunden, die man nicht beantworten möchte.

    Man muss auch wissen, dass einen nicht oft die intelligentesten ansprechen, sondern eher die Dumpfbacken der Nation. Diejenigen, die eigentlich keine Frage haben, sondern Antworten (Weissheiten) loswerden möchten.

    Die Normalos lernt man anders kennen:D

    Es geht hier Urlaub im Ausland, da ist es völlig irrelevant ob Wien oder Timbuktu, da schreibt das Gesetz eine Impfung vor. Wie sinnvoll das ist ist eine andere Sache.

    Alle 3 Jahre Tollwut impfen, dann kann der Hund mit in Urlaub.

    Wenn der Hund sehr krank oder sehr alt ist, wäge ich ab, ob ich mit dem Hund in Urlaub fahren möchte, und der duch die Impfung evt. schwer erkrankt oder stirbt, oder ob ich das anders organisieren mit dem Urlaub.

    Für mich käme die Impfung meines alten kranken Hundes nicht mehr in Frage. Aber sebstverständlich geht der auch nicht wildern, da pass ich auf.