Beiträge von Mehrhund

    Ein Hund, der auf Reize anspringt, wie Vögel, die aufsteigen, oder mal 5 Schritte hinter irgendwas herläuft, sich aber abrufen lässt(d.h. ansprechbar bleibt) - das ist für mich nicht wirklich 'echter' Jagdtrieb.

    Interessante Definition. Hier passionierter Jäger bei der Jagd, der bei jedem Schritt ansprechbar, abbrechbar und dirigierbar ist:

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    zwei Dinge hierzu.

    Du fehlst mir in den letzten 300 Seiten sehr.

    Aber ich gehe ja bei Problemen gezielt nach deinen Beiträgen suchen, wenn bei mir Fragen auftauchen. Wann schreibst du endlich mal ein Buch aus all den Beiträgen?

    Ich lebe seit über 20 Jahren mit Hunden mit ausgeprägtem Jagdtrieb/Motivation zusammen und bin auch anfangs hängen geblieben bei der Pia Gröning und der Umleitungsgeschichte. Bin ich gänzlich von weg.

    Der Hund mit "was auch immer für Veranlagung" muss dieser Veranlagung entsprechen nachgehen können, ist Schritt eins.

    Aber doch nicht auf jedem Gassie Pipie-Kaka Gang.

    Niemand würde beim "IPO" Schäferhund oder Mali auf die Idee kommen, der müsse seinen Schutzinstinkten auf Spaziergängen nachkommen und man übt dann, wenn der Hund Passanten in den Arm beissen möchte mit dem Schutzärmel und kanalisiert mal eben "diesen Trieb".

    Ein JAGDhund kann und muss lernen dass Spazieren gehen eben nicht Jagd ist.

    Was es schwierig macht für Anfänger:

    Es gibt Hundeerzieher, die aber genau das als den Königsweg sehen: Jeder Spaziergang ist eine Jagd mit dem Besitzer. Daraus haben sich ganze Kulturen von Trainern ergeben, die mit dem tollen Futterbeutel jeden Spaziergang den Hund trainieren. Dummys als Belohnung werfen, wenn der Hunde die schon begonnene Jagd abbricht...ect.

    LEIDER funktioniert das mit sehr schnellen Hunden nur bedingt.

    Hier fängt das ganz stinknormale Erziehung an. ABER an der triebstärksten Stelle, die Raubtier Hund so aufweist im Leben: Direkt an der Beute ist Wahnsinn und evt. schafft das ein Teil der Hundehalter, der andere Teil bleibt auf der Strecke und hat zeit (Hunde) lebens einen unerzogen jagenden nicht kontrollierbaren Hund.

    Trieb umleiten....

    Die andere Richtung ist die, dass der Halter sich der "Triebe", der Motivationen, der Genetik des Hundes bewusst machen muss/sollte.

    Und dann den Hund erstmal erziehen sollte für ein Leben in der menschlichen Welt und dann die HOCHSCHULE, eine Ausbildung, die dem Wesen des Hundes entgegenkommt, anzubieten.

    Beim Retriever ist das ganz klar der Dummysport.

    Aber es gibt ja nicht nur Retriever. Jeder Hütehund ist ein "Jagdhund", und die übrigen Jagdhundhalter wissen in etwa was sie an der Leine haben.

    Hier tauchen ja immer wieder Anfänger aus.

    Und ich möchte denen jetzt mal zurufen:

    Bevor ihr euch dazu entschliesst, jeden Spaziergang zu einer Jagdveranstaltung zu machen, überlegt, wie ihr die nächsten 10 Jahre Gassi gehen wollt!

    Das zweite Ding:

    schaut euch 100 mal das Video von oben an.

    Das ist Ausbildung in Perfektion.

    Auf höchstem Niveau. Nicht nur in Deutschland.

    Und nein, das bringt der Hund sich nicht selbst bei:D

    Der Hund bringt lediglich die Veranlagung zur Jagd mit.

    Und ich bin mir sehr sicher, das flying-paws nicht mit Superrückruf und Dummywerfen auf ihren normalen Gassiegängen arbeitet. Und dass ihre Hunde dennoch nicht jedes Reh aus dem Wald holen wollen.

    Eine meiner Lieblingsanekdoten.

    Mein Mann mit den Hunden unterwegs wird gefragt:

    "Haben sie einen Zwinger?" (was hier im Ort HUNDEZUCHT heisst)

    Der brave Gatte ganz entsetzt: "Nein! Die leben alle im Haus."

    Dass die 2 Rassen Vater, Mutter Kind sind stört mich ebenso wenig, wie die Tatsache, dass mein Collie immer von Leuten aus der Colliedissidenz als USA Collie und als Collie aus der Dissidenz gehalten wird und wenn ich dann auf die Frage auch antworte und sie feststellen, es ist ein Hund aus dem bösen VDH, dann ist die Gesprächsgrundlage weg....total irre....

    Alle andern (älteren Ossis) hatten früher genau so einen Collie. Und der Westdeutsche Rest, findet, dass beim Schäferhundmischling, Collie mit drin ist.

    Auf der andern Seite, ist natürlich die Britische VDH Collie Gemeinde not amused über "solche" Collies.

    Wurde ich doch schon IM VDH Rasse(nur Collie)-Showring mit frisch toupiertem Collie gefragt: "Was ist das für eine Rasse?"

    Und die nach amistandard züchtenden Colliezüchter, die leben in meinen Augen nochmal ganz andere Dinge (aus). Farbe und Nase.

    Bei den BC ists ja ähnlich, wenn man mit einem Arbeits BC (kurzhaar und Stehohren) zu einer VDH Show geht, dann erkennen die Züchter nicht oder wollen nicht erkenne, die eigene Rasse.

    Bei meinen BCs werde ich übrigens nicht gefragt, was das für eine Rasse ist, da wird man aufgeklärt: "Das ist ein BC! und DAS ist ein Aussie." (da hat man auch wenig Chancen, das weiter aufzuklären, aber ich mag ja Aussis, hab ich manchmal einen....ist doch praktisch)

    Rhian hat am Tag nach Splashs Einzug auch eine Schulstunde im Wohnzimmer zum Thema "Meins" abgehalten. Ihre Methode war klar und knackig, Splash war beeindruckt, aber keinenfalls verstört. Die Lektion sitzt noch immer, obwohl Rhian mit 13 Jahren etwas tatteriger geworden ist. Erlauben durfte er sich danach auch sehr viel.

    Ich habe es ähnlich gehandhabt, und ernte deswegen von einigen Foris "geht gar nicht" und "brutal, der arme Welpe"-Kommentare. Ich halte nichts davon, dem Welpen zum "Ankommen" erst mal Narrenfreiheit zu gewähren, und dann nach einer Woche oder so mit den Hausregeln zu kommen. Bisher hat noch kein welpe Schaden davon genommen, dass zB die Küche vom ersten Moment des Einzugs an Tabu war....

    Zum Thema Rüde/Hündin und Reaktion auf Einzug des Welpens werde ich erst in ca einem halben Jahr was beisteuern können - bin schon gespannt.

    Man muss das differenzieren, denke ich.

    Bei mir war das genauso, nur konnte meine Hündin den Welpen erst annehmen, nachdem ich ihr erklärt habe, das ist kein lebendes Barf.

    Und danach war das Vertrauen meinerseits in ihr Fähigkeiten, was Hundekommunikation anbelangt nahezu grenzenlos, bis heute, wenn ich ihre BC Neigung zu Kontrollsuchen und Übertreibungen im Hinterkopf habe. Das ist aber kein Problem, weil jeder meiner Hunde und überhaupt jedes Tier, was ich halte, eine idividuelle Art hat, die ich kennenlerne, durch unsere Nähe.

    Das Hunde Welpen und auch neu "eintreffenden" neuen Hunden beibringen, hat mir meine Hündin auch bewiesen. Sie hat so auch dem Tierheimassi gezeigt, was für Signale zu beachten seien. Dies aber angepasst an ihn und sein "unsozial-isiertes" Verhalten. Und somit anders als die Welpenlektionen es zum Beispiel waren.

    Im Forum wird von 100 Leuten daselbe gelesen, aber jeder nimmt was anderes raus und verarbeitet eigene Erfahrungen und kommt zu anderen Ergebnissen.

    Und diejenigen, die nicht selbst reflektieren, die verstehen da nur sehr wenig. Die die nachfragen, können für sich Klärung verschaffen und evt. auch was mitnehmen.

    Welpen stumpf unkommentiert zu jedem Hund zu packen, geht nicht!

    Das verbietet ja schon die Logik. Wie soll denn ein immer beim Menschen lebender Einzelhund alles können und wissen und richtig handeln? Hunde haben auch verschiedene Rollen. Um am Beispiel Welpen zu bleiben:

    Mein "Tierheimassi" hat gar nicht so viel "Werkzeuge" um den jeweiligen Welpen zum Beispiel auch in seine Grenzen zu verweisen.

    Der hat mit denen gespielt, aber konnte schlecht das Spiel beenden, dem musst ich helfen. Der hat nicht erzogen! Das hat die Hündin gemacht.

    Mein Collie erzieht wieder anders. Der ist ganz anders zu Welpen, unfassbar tolerant. Aber dann, wenn "der Welpe" erwachsen wird, dann fängt der an zu erziehen! Und das ist das sehr klar, manchmal auch und sehr eindrücklich!

    Hätte ich jeden Typ meiner Hunde hier als Einzelhund und würde dazu einen Welpen nehmen, wäre meine Geschicht immer anders. Und wenn ich dann unreflektiert meinen jeweiligen Hund als lebendiges Beispiel für jegliches Hundeverhalten hernähme, dann würde ich mich mit einigen hier vertretenen Leuten ganz gut solidarisieren können. Und daraus könnte sich ergeben, dass ich denken würde, der Tierheimassi, der zeigt mir das richtige Hundeverhalten, denn meine Forums "Buddys", die stehen alle hinter mir und erzählen das gleiche:D

    Soviel zu Beobachtung von Verhalten einer Spezie in einem bestimmten Kontext.

    Wenn ich Veganer wäre und mir Biofleisch nicht leisten könnt und auch nicht aushalten würde, das Fleisch vorher ein lebendes Tier war, was getötet wurde, dann würde ich keinen Hund halten, bzw. nach meinen Hunden kein Raubtier mehr.

    Selbstverständlich hat der Hund ein anderes Verdauungssystem als der Mensch. Das fängt bei den Zähnen an, und bei der Art des Fressens= Schlingens.

    Das der Hund jetzt nur noch an der Schlepp läuft, ist klar. Ich nehme an, ich sollte ihr Alternativen bieten auf dem Spaziergang? Kopfarbeit und Suchspiele? Bisher dürfte sie schnüffeln, ab und zu habe ich sie angerufen, ein paar Kommandos eingefordert, kurz angeleint usw. und dann wieder schnüffeln und rennen.

    Eigentlich dürfte ich nicht so schockiert sein, es ist immerhin ein Hund. Aber trotzdem, es steckt einem in den Knochen.

    Das "Problem " ist, dass du evt. die Population des Wildes unterschätzt hast und deinen Hund überschätzt (in Sachen Nicht-Jagen)

    15Minuten (ehrlich?) das ist irre viel. Dann hat dein Hund aber wirklich wirklich einen Leidenschaft entdeckt.

    Es ist ein Labrador Mix, also eine Jagdhundmix.

    Mein Weg ginge über ein Anzeige am Wild. Das kann ja dann noch expliziert erklärt werden.

    Und als 2. "Strang"...Erziehung

    und 3. Jagdersatzarbeit, aber ich mache das dann an anderer Stelle und nicht an der unerwünschten Stelle, wo Hund mir aus dem Gehorsam geht und sich selbst bespasst.

    Denn auch ein Jagdhund kann lernen zu unterscheiden: jetzt wird Gassi gegangen und alles was kreucht und fleucht, ist in Ruhe zu lassen!

    Dieses Bespassen auf den Spaziergängen wie Kopfarbeit und Suchspiele ect. pp mach ich nicht.

    Wenn ich was "arbeite" mit meinen Hunden, dann ist das deutlich gekennzeichnet.

    Das kann eine bestimmte Wiese sein, oder auch das Zeug (Dummys ect.,) was man dann mitschlept.

    Also eine ganz deutlich Trennung von Gassie und NICHT jagen, nicht arbeiten, kein Kopfarbeit zu: Jetzt wird hier "gespielt" /gearbeitet/trainiert, wie auch immer man das nennt. Ganz schön wäre natürlich sowas auch in einer Gruppe mit gleichgesinnten.

    Was ich oft sehe ist, ein Hund an der Schlepp, der gar nicht händelbar ist unter Wildsicht.

    Oder ein Hund an einer Leine, der Wildsichtung schon auskekst.

    Dann ist natürlich ohne Leine=NULL Chance!

    Wenn der Hund gelernt hat sich umzuorientieren bei Wildsichtung oder schon einfach Wild sieht und weitergeht an der Leine, dann....wäre der Zeitpunkt das ganze mit sehr langer Sicherrungsleine noch mal zu überprüfen. Aber bis dahin: Leine.

    Ist nicht mein Thread und muss hier auch nicht weiter diskutiert werden.

    Du diskutierst ja nicht. Du hast Fragen gestellt und Antworten bekommen.

    Klar kann man jeden Hund an andere gewöhnen, wenn der halbwegs sozialisiert ist.

    Bei deinem Keks, wie du sie hier beschreibst, wäre ich mal ganz verhalten, wenn du mir anbieten würdest, die mit meinem Welpen zusammenzutun.

    Aber ich gestehe, ich bin sehr SEHR pingelig, was die Welpensozialisierung meiner Hunde angeht.

    Ich lege Wert darauf, und empfehle das auch anderen, dass Einzelwelpen in einer wirklich guten Hundeschule/Verein unter gleichalten und ca. gleichgrossen Welpen sich erproben können.

    Wenn man niemanden kennt mit Hunden ist das der beste Weg, möglichst schon vor Anschaffung geplant und beguckt die Gruppen.

    Du schreibst von deinem Keks, dass die deinen Althund "an die Wand" stellt.

    Das ist schon ne Hausnummer, das kenn ich wirklich nur von einem BC bisher, der gehört einer Freundin, und das war ein Biest.

    Da wär ich an deiner Stelle jetzt mal ganz hellwach und würde da mal jemand raufgucken lassen.

    Vielleicht hast du ja eine gute Trainerin/Trainer in der Nähe?