In dem Video wird genau das gezeigt, es wird immer wieder hingucken, weggucken, hingucken, weggucken, hingucken, weggucken belohnt, immer und immer wieder.
Ich dachte es wird nur das hingucken belohnt?
Was den nun? 
Les dir doch noch mal durch, was in dem von mir verlinktem Beitrag steht.
Z und B ist nicht soooooo einfach, wie es daherkommt.
Es ist eine Verhaltenstherapie in meinen Augen.
Genial und dann genial einfach, wenn man es verstanden hat.
Wenn man strukturiert vorgeht und das so aufbaut in Schritten.
HINGUCKEN ist ja das Verhalten, was der Hund eh zeigt. Weiter oben habe ich das schon 1 oder 2 mal erklärt.
Ich nehme das Verhalten, was der Hund von sich aus zeigt (in diesem Falle eben ein Fehlverhalten), das Verhalten marker ich (Mein Hund hing geifernd und schreiend in der Leine und wollte sich prügeln, wenn das nicht ging, hat er aus Verzweiflung in mein Bein reingebissen (einmal, weil ich das natürlich dann mit Mauli verhindert habe)
Mein Ziel habe ich vor BEGINN der Z und B -Therapie klar definiert und ich habe für mich die Methode gelernt (trocken, schriftlich!)!
Mein Ziel habe ich in kleine Ziele/Schritte unterteilt. Ein grosses Ziel, was langfristig erreicht werden sollte(wurde), war: Geh mit mir durch die Landschaft und ertrage, wenn andere Hunde auch drin vorkommen wie Bäume, Radler und Autos oder Rehe und Hasen.
Mein 1. Ziel war: Guck hin und komm in die Welt zurück, sei Handlungsfähig/Ansprechbar
Also habe ich gemarkert und irgendwan hab ich ihm Würstchen vor die NASE (Zugangskanal Geruchssinn) gehalten und er konnte während er hoch angespannt andere Hunde angeschrien hat Würstchen fressen.(durch den Maulkorb reingeschoben)
2. Schritt
er guckt zum Hund und lernt das "Wort": das ist ein Hund/Wo ist ein Hund
In der Phase haben wir rumgestanden und Hunde geguckt und ich habe den Begriff gesagt...
3. Schritt
er guckt zum Hund, ich sage WO ist der Hund, er guckt mich an und guckt zum Hund.....da war es schon 20% freudig....(also die Gefühlslage bei mir und meinem Leinenbiest, war fröhlich: Juchhuh ein Hund....
4. Schritt
ICH suche einen Hund (provoziertes Training vorausgesetzt) und frage: WO ist der Hund.
Mein Hund sucht (alle Schritte immer an der Leine gesichert) mit den Augen den Hund (oder den Reiher-war lustig, weils bei uns heisst: WO zum Geier ist der Reiher---ich will ja auch Spass haben)
Ab Schritt 4 ist das eine Anzeige.
Der Hund arbeitet quasi und muss mir Hunde anzeigen oder Reiher oder Rehe.
Das habe ich dann angepasst, weil Borders da leicht zwanghaft werden....Zum Schluss hatte ich : SCANNEN...er hat dann nur noch gescannt.
"Scannen" hab ich dann ausgeschlichen, weil ich das ja nicht brauche. Es waren alles nur KRÜCKEN auf dem Weg zum NORMALEN Verhalten.
Normales Verhalten ist: Umwelt wahrnehmen aber nicht in höchste Abwehreaktion (Stress) geraten, wenn ausser fest stehenden Bäumen noch andere Dinge in der Umgebung rumlaufen.
(Ich habe das schnell zusammengefasst und unterschritte nicht mit aufgeschrieben, aber ich denke, es ist nur klar, dass das nicht Klick und Lecker ist, sondern eine Therapie mit Struktur und vor allen Dingen einem ZIEL, welches in kleinen Schritten mit Zwischenstufen erreicht werden soll. Bei uns war das ein Prozess über 1,5 Jahre...und dann noch mal 2 Jahre, bis der Hund nicht mehr die ANZEIGEKrücke brauchte.
Man kann auf jeder Stufe auch stehenbleiben.....das ist alles sehr individuell.
Aber da ich 3 Hunde führe und auch die andern teilweise bei dieser "Therpie" anwesend waren und die Schritte auch teils anders assoziierten, war bei mir immer das Ziel: Weg mit der Anzeige!
Das weggucken soll ja irgendwann automatisch folgen, wenn der Hund das Prinzip verstanden hat. Das Abwenden ist erwünschter Teil von Z&B und wird zur Not auch gezielt herbeigeführt (mit Leckerli vor der Nase wegziehen) auch wenn es nicht das ist, was direkt gemarkert wird.
genau! und viel kürzer als meine Ausführung