Beiträge von Mehrhund

    Ja, es ist bitter. ich habe vor zwei Wochen noch mit meinem Mann gesprochen, dass es so wenig Zecken gibt. Dexter hatte das ganze Jahr grad mal 3, die ich sah, die sich festgesaugt hatten. Die dritte habe ich an seinem Todestag morgens noch an seinem Bauch gefunden und rausgezogen. Eine lag vor Wochen im Körbchen und eine hab ich mal so entdeckt.

    Wir holen heute Nexgard und ich ich habe Ballisto Stichfrei bestellt. Der Hund kommt nie mehr ohne raus. Und dann ist es immer noch nicht 100% sicher.

    Ich bin so bedient und kann das noch immer nicht wirklich fassen, was da passiert ist. Ich habe wohl auch mal gehört, dass das heftig ist, aber dass es soooo schnell so tödlich ist. Das stellt man sich doch nicht ernsthaft vor.

    Die gesamte 8-köpfige Herde wurde bestialisch ausgelöscht.

    Wenn Raubtiere Beute töten ist das „bestialisch“?

    Und Löwen, Katzen und auch Hunde sind dann Bestien?

    Oder ist nur die Jagd und das Töten durch einen Wolf eine bestialische „Tat“, wenn dies Tiere trifft, die einem Menschen gehören. Ein Reh hingegen wird erst bewusstlos geschlagen vom Wolf oder was?

    Das ist eine hochinteressante Frage: Wenn ständig "die Natur" beschworen wird, welche soll das hier eigentlich sein? Die Kulturlandschaft von 1900, 1500 oder vor 8000 Jahren, als die Landwirtschaft begann? Und woher weiß man, wie die ursprünglich aussah und funktionierte?

    Das ist doch ein fließender, ewiger Prozeß mit ständiger wechselseitiger Beeinflussung, und menschengemacht oder -beeinflußt bedeutet nicht per se "schlecht".

    Ganz einfach die „Natur“ von jetzt!

    Und nicht schon wieder töten, was nicht passt!

    Und, das ist doch der Hauptpunkt, "die Natur" gibt es hier nicht mehr. Außer in einigen Hochmooren. Alles andere, inklusive der Wälder, wird seit Jahrtausendenden bewirtschaftet. In einer so uralten Kulturlandschaft ist der Mensch längst ein entscheidender Mitspieler geworden, und ja: er muss gelegentlich auch "bereinigen", damit einige der menschenabhängigen Ökosysteme nicht kippen.

    Die Heide zum Beispiel. "Natur" wäre es, die wieder zu Ödland und Kiefernwald werden zu lassen wie vor tausend Jahren, aber das möchten ihre Bewohner und Besucher nun mal nicht. Mit vollem Recht, weil sie ein lebendes Kulturgut und ein europaweit einmaliges Bioptop ist.

    Das mit der "wilden Natur" ist romantisches Wunschdenken und funktioniert hierzulande einfach nicht - der Mensch war und ist ein Mitspieler und muß es im Fall der Wölfe auch ganz dringend wieder werden. Hier ist nun mal nicht Sibirien.

    Also weil es ein Kulturlandschaft ist, dürfen wilde Tiere da nicht rein?

    Wir Menschen müssen umdenken und es wird Veränderungen geben. Schmerzhafte. Das schreibe ich hier in diesen Thread seit Jahren. Jetzt sind wir mitten drin.

    Alles muss neu überdacht werden. Und wird ja auch. Die Zeiten der sorglosen Viehaltung sind vorbei. Jedes Pony, jedes Rind, Pferd, Schaf und Ziege ist potentiell gefährdet.

    Dass Menschen die Tiere, die sie leidenschaftlich gegen den Wolf schützen war schon immer so. Keine Ahnung, ob man vor 100 Jahren auch schon 1000de Schafe aus den Herden in der Lüneburger Heide zum Herbst geschlachtet hat.

    Für mich gehört das auch mit dazu, das zu überdenken.

    Mir ist völlig klar, dass ein Schäfer/in nicht mehr eine Familie mit 100 Schafen ernähren kann, dass die Wolle Sondermüll ist. Aber warum nicht mal die schlechten Entwicklungen in Frage stellen?

    Nachdem Dexter innerhalb von Stunden an Babesiose gestorben ist, empfiehlt unsere Tierärztin für unsere Collie Ole Nexgard.

    Ich habe keine Erfahrungen und wollte mal horchen, wer es von euch gibt.

    Kann jemand dazu oder zu ähnlichen Präparaten etwas sagen?

    Hallo,

    mein Hund ist letzte Woche an einer bis dahin unentdeckten Babesiose innerhalb von wenigen Stunden gestorben.

    Das ist so bitter. Es war ein Collie und er hat Seresto getragen.

    Wir leben hier in absolutem Zeckengebiet. Und ich hab immer gesagt mehr an Gift als das Halsband will ich nicht am Hund.

    Nun wird mir für den anderen Collie Nexgard empfohlen. Was habt ihr für Erfahrungen. Hat jemand Collies und gibt Nexgard?

    Es kann sein, dass ein Vortrag, die Lüneburger Heide Schäfer in 2010 überzeugt hat, weil es sich logisch anhört, dass auf HSG verzichtet werden muss.

    Als sich die ersten befreundeten Schäfer/innen um 2005 mit HSH beschäftigten und davon erzählten, hab ich als absoluter Hund fan gedacht : „Jetzt spinnen die.“

    Und im Touriegebiet LH hät ich auch gedacht, das wird nichts.

    Nun ist die Realität angekommen im Outfit des Gevatters Wolf.

    Und anscheinend ist es ungefährlicher, dass sich die Schäfer vom Wolf beißen lassen könnten, als dass HSH eingesetzt werden.

    Ja, es ist besser, wenn dort keine Hunde Menschen beißen, besser für die Hunde.

    Man sollte dort alles so lassen, damit das Touristengeschäft erhalten bleibt.

    Und dafür kann man ja die Natur bereinigen und „entnehmen“, was man als störend empfindet.

    Dann ist die Ordnung wieder hergestellt. Dann kann man sich um die Dürren kümmern, um das ansteigen des Meereswassers und so weiter.

    Was ich sagen möchte ist, dass man jetzt mal umdenken muss. Auf was warten denn jetzt alle noch?

    Ganz nebenbei wird auch noch beschrieben, das der Mensch die Herdenstärke um 2000 Stück zum Herbst reduziert.