Acht Stunden auf so kleinem Raum schafft ein erwachsener Hund schon (zur Not), aber ein Welpe doch nicht.
Es sind keine 8 Stunden.
Kleine Anregung für CupersHerrchen : Deine/eure Arbeitszeiten lesen sich doch etwas flexibel; Wenn ihr meint, der Kleine benötigt mehr Pausen vom Laufstall, könntet ihr euch vielleicht abwechseln und die Pausen flexibler gestalten, und so evt. etwas ausdehnen um dem Bedürfnis von Cuper in den nächsten Wochen mehr entgegen zu kommen. Z. B. die Mittagspause fängt einer früher an, der andere eine halbe Stunde später, und kann dadurch eine Aktivität außerhalb des Laufstalls um eine halbe Stunde verlängern. Nur mal so als gedanklicher Spielball - ihr wisst, wie ihr das so gestalten könnt, dass ihr zusammen mit Cuper damit zufrieden seid.
Hier wurde heute das Maisfeld abgemäht. Der Kollege geht sowas von Steil auf die Blätter 😂
Wurde zwar schon gesagt, aber: Noch eine Stimme dafür, ihn die Blätter nicht jagen zu lassen. Das ist z. B. eine gute Möglichkeit zum Kennenlernen von Impulskontrolle.
Zur Belohnung gibt es dann einen kleinen Apport, mit einem Welpendummy (ich habe etwas gegen Bälle, die sind zu leicht falsch eingesetzt und machen mehr beim Erlernen jagdlicher Kontrollfähigkeit kaputt, als dass sie Nutzen.)
Training ist unterschiedlich. Am meisten trainieren wir den freiwilligen Blick im Zusammenhang mit Leinenführigkeit.
Ansonsten, Nein, aus. Impulskontrolle. Sitz, Platz.
Schnüffelteppich, oder Ähnliches. Nicht immer alles auf einmal.
Da lässt sich jetzt sehr viel reininterpretieren, von "zu viel zu früh" bis "sinnvoll und richtig".
Ich habe alle diese Dinge auch mit meinen Welpen von Beginn an gemacht, aber nie geplant und dafür feste Zeiten vorgegeben, sondern frei nach dem Motto: "Gelegenheit macht Übung".
Die Blätter z. B.: Hinsetzen lassen, und gerade lang genug beobachten lassen dass du ihm sagen kannst: "ja, das sind Blätter - sieht lustig aus, wenn die so fliegen, aber sie interessieren mich nicht, komm wir gehen weiter und lassen die einfach links liegen." - und dann gehst du weiter, und damit er auch gerne und zügig mitkommt, hälst du ihm ein Leckerchen unter die Nase und führst ihn damit weiter, WEG von den Blättern.
Einige Meter weiter lässt du ihn dann ein paar Leckerchen im Gras (oder so) suchen, da kann er dann seine Nase einsetzen.
Das mal so als Ersthilfemaßnahme.
Warum du ihn nie Blätter oder Ähnliches jagen lassen solltest: Er lernt dadurch, sich selber Beute zu suchen, die er ohne Auftrag von dir jagen kann.
Das ist immer sehr kontraproduktiv, gerade bei Jagdhunderassen, sie sowieso mehr Jagdpotential mitbringen als Hunde ohne diese Spezialisierung.
Noch ein Hinweis aus eigener Erfahrung: Bewege dich immer in die Gegenrichtung zu einem Reiz, der bei deinem Hund Jagdverhalten ankurbeln könnte (Jogger, Radfahrer, Katzen, Eichhörnchen oder sonstiges).
Selbst wenn dieser Reiz schon aus dem Blickfeld verschwunden ist, könnte das hinterhergehen in die Richtung, in die dieser Reiz verschwunden ist, den Gedanken an "wir verfolgen das jetzt" anstupsen - und Verfolgen ist Jagen.
Ich bin dafür auch mal ein Stück Weg zurück gegangen, habe darauf geachtet dass der Welpe dann erkennbar etwas anderes im Kopf hatte, bevor ich meine eigentliche Richtung weiter ging.
Ich würde an eurer Stelle entsprechend überlegen, ob man die Spaziergänge an das Aktivitätsmuster des Kleinen anpassen kann. Das könnte es für alle etwas ent-frusten.
Aber genau das wird doch bei Cuper gemacht - er IST morgens in der Früh nicht erpicht auf viel Aktivität, und das wird bei der Tagesplanung berücksichtigt.
Auch hier wieder ein Hinweis an CupersHerrchen
Bedenkt bitte, dass ihr ziemlich kurzfristig die lange Aktivität in die Mittagspause legen müsst, denn in etwas mehr als einem Monat wird es schon um 17 Uhr herum dämmerig - und in der Dämmerung wollt ihr nicht mit einem Junghund unterwegs sein, zumindest nicht, wenn er dabei auch Freilauf haben soll.
Mich würde jetzt aber sehr interessieren, wie dein erster Arbeitstag so im Großen und Ganzen mit Cuper im Arbeitszimmer für dich war ... konntest du (einigermaßen) Arbeiten, wie war das Gefühl für dich, Cuper dabei in deiner Nähe zu haben?