Aus dem Artikel, direkt der erste Satz:
Zitat
Siebenundsechzig Hunderassen könnten in Großbritannien verboten werden, wenn neue vom Parlament festgelegte Zuchtrichtlinien verpflichtend werden, warnen Aktivisten.
schon dieser Einführungssatz zeigt auf, dass die Rasseliste nicht von dem derzeit mit diesen Kriterien befassten Komitee , sondern von den Gegnern (Aktivisten) dieser (noch in der Planungsphase befindlichen) Gesetzesänderung zusammengestellt wurde.
Natürlich zielen die Gegner dieser geplanten Gesetzesänderung darauf ab, möglichst viele Menschen an ihrem empfindlichsten Nerv ("Ja - auch DEINE Rasse könnte zukünftig verboten werden!") zu treffen.
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Interessieren würde mich das tatsächliche Konzept dieses Komitees - hat da irgend jemand eine (seriöse) Quelle zu?
Bisher lässt sich nur aus den Pro-Aktivisten-Informationen unterschiedlicher Quellen ableiten, dass das Komitee eine Merkmalsliste entwickelt hat, mit einem 10-Punkte-Qick-Test für Normalpersonen, wobei der Test für Hunde die zur Zucht eingesetzt werden sollen wohl umfangreicher und detaillierter ist, als die offensichtlichen Punkte dieses Qick-Tests, und dass es eine Zeitplanung gibt, die Raum lässt für eine mMn realistische Umstellung der Zuchtkriterien für Rassehundevereine.
Um das mal an einem realen Beispiel zu veranschaulichen: Beim Corgi könnte der Verein schon jetzt eine Mindestlänge der Beine festlegen; Um den Genpool jetzt nicht von jetzt auf gleich drastisch zu verkleinern, könnte man als Übergangsregelung festlegen, dass Hund mit kürzeren Beinen als die jetzt neu festgelegte Länge dann in die Zucht dürfen, wenn sie
1. ansonsten eine herausragende Zuchtqualität haben und
2. mit einem Partner verpaart werden, der längere Beine als die vorgeschriebene Mindestlänge hat.
So kann man innerhalb von 5 Jahren - was mehrere Generationen von Hunden umfasst (nicht viele, aber eben mehr als eine Generation) schon mal eine deutlich größere Basis an längerbeinigen Corgis aufbauen, mit der man dann in weiteren 5 Jahren eine Corgirasse etabliert, die nicht mehr diese extreme Kurzbeinigkeit hat.
Ich sehe den Sinn hinter dieser geplanten Gesetzesänderung - denn solange niemand rechtlich bindend vorschreibt, was berücksichtigt bzw. vermieden werden muss, werden sich auch die meisten keine Gedanken dazu machen, überhaupt etwas ändern zu wollen.