Beiträge von Hundundmehr

    Was ist denn an dem Video wirklich schlimm?

    Ich sehe da eine sehr weite Fläche mit vielen Ausweichmöglichkeiten für alle Anwesenden.

    Das scheinen die Hunde zu nutzen - die "knubbeln" sich nicht auf einer Stelle, sondern sind ziemlich verteilt.

    Die Hundehalter, die ihren Hund dort filmen, gehen mit ihrem Hund MIT.

    Sie bleiben auf Abstand stehen, wenn ihr Hund steht, sie BEOBACHTEN jegliche Interaktion.

    Das ist okay, denn sie lassen ihrem Hund durchaus Zeit für die jeweilige Interaktion.

    Über die anderen Anwesenden kann ich jetzt nix sagen, die bekomme ich nicht mit - HABEN diese ihren Hund im Blick, kennen diese sich vielleicht untereinander?

    Bekomme ich mit dass andere Anwesenden null Interesse für das haben, was ihre Hunde dort machen, löst das direkt Fluchttendenz bei mir aus.

    Das kann ich in dem kurzen Video allerdings nicht sehen, die Interaktionen der Hunde stehen dort im Fokus und werden gefilmt - und die HUNDE gehen super miteinander um!

    Einzig die Labbihündin tut mir etwas leid, weil sie schlicht überfordert ist und des menschlichen Beistandes und auch deren Anleitung bedürfte, um aus ihrer überdeutlichen Unterwürfigkeit heraus zu finden.

    Das was dort zu sehen ist, würde ich mir jetzt nicht als Ganztagsbeschäftigung für meine Hunde wünschen, und auch nicht als einziger Inhalt eines Spazierganges.

    Aber für einen überschaubaren Zeitrahmen mit den dort zu sehenden Hunden - eine nette Abwechslung im Hundealltag, die durchaus mal so 10-20 Minuten eines Spazierganges einnehmen dürfte. Nicht regelmäßig, aber für hündische Interaktionen ein guter Rahmen,

    Welche Kommentare sind denn da gemeint? Bis auf den deutlichen Kommentar zur Aufgeregtheit des Hundes Sheriff ist da für mich nichts so eindeutig hörbar.

    :rotekarte: seinen Hund als 'Waffe' einsetzen ist :rotekarte:

    ... eine Straftat.

    Hunde können als "gefährliches Werkzeug" - welches per Gesetz einer Waffe gleichgesetzt ist - missbraucht werden.

    Ich hoffe, der Typ bekommt - neben einer saftigen Strafe wegen (gefährlicher) Körperverletzung - ein lebenslanges Tierhalterverbot.

    Ohne Wertung - einfach nur die ganz praktische Frage: wie hätten Reiter, die gleichzeitig die Hundemeute unter Kontrolle halten müssen, das denn bewerkstelligen sollen?

    Im Zeitungsbericht steht, dass eben genau die Umstände, die zu diesem Vorfall geführt haben, nun geprüft werden, und sich daraus ein (vorgeschriebenes) Sicherungskonzept ergibt.

    Klar ersichtlich aus dem Zeitungsbericht ist, dass die Auseinandersetzung zwischen den beiden Reiterinnen und der Hundehalterin ereignete, BEVOR die Meute da war.

    Ob die Reiterinnen die Schlepp gelegt hatten oder nur zur Sicherung vorausritten, geht aus dem Artikel nicht hervor.

    Reiter haben die Meute mit Peitschen weggetrieben - ob dies die Reiter der Jagdgesellschaft waren, oder ob es sich hier um den Meuteführer und dessen Helfer handelte, geht nicht aus dem Bericht hervor.

    Die Hundehalterin hat NACH der Auseinandersetzung mit den beiden der Jagdgesellschaft voran reitenden Reiterinnen einen anderen Weg, weg von der Jagdgesellschaft, eingeschlagen.

    Wieso es dennoch zu einer Konfrontation mit der Meute gab, muss auch geklärt werden.

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    Ich war mal unfreiwillig Zuschauerin bei einer solchen Schleppjagd, war im Nachbarland - und ich frage mich bis heute, warum der für unseren Ausritt extra gebuchte Führer uns an dieser Schleppjagd vorbei führte ... mein Pferd, auf dem ich saß, war not amused, nicht an dieser lustigen Hatz teilnehmen zu dürfen, und es hat mich meine ganze Überzeugungskraft gekostet ihm begreiflich zu machen, dass ich dafür auch einen roten Rock tragen müsste ...

    Spoiler anzeigen

    Der Führer hat uns bei herannahen der Jagdgesellschaft auf einem schmalen Trampelpfad, welcher nur durch einen schmalen, mit niedrigem Gebüsch bewachsenen Grünstreifen von der sehr breiten Hauptstrecke getrennt war, stehen und warten lassen... ich hatte ja KEINE AHNUNG, was da kommt ... :shocked:

    Mein Max fand schon die Hundemeute (bestehend aus ungefähr 20 Hunden), die da bellend und hochgradig aufgeregt an uns vorbeischoß, nicht so wirklich prickelnd.

    Als dahinter dann die Jagdgesellschaft, bestehend aus um die 20 Pferde mit ihren Reitern auftauchte und an uns im lustigen Jagdgalopp vorbeischoss ... wollte mein Max MIT :shocked:

    Gegen mein Halten begehrte er mit Steigen auf :shocked:, ich habe ihn dann nur noch umgedreht und ins Unterholz laufen - oder besser: galoppieren - lassen, wodurch ich ihn einerseits durch Bewegung ruhiger bekam (irgendwo muss son Pferd mit seiner Aufregung hin), andererseits aber weg von der Jagdgesellschaft brachte.

    Mir bricht heute noch der Schweiß aus, wenn ich daran denke, fluche über die gebuchte Wanderrittführerin - und danke meinem Max dafür, dass er die Kooperation auch unter diesem Stress mir gegenüber nicht komplett aufgekündigt hat ...


    Ich kenne das hier (linker Niederrhein) auch anders, gerade mit Drückerjagden.

    Da gibt es Hinweisschilder, teilweise sogar am Straßenrand (hier werden manche Waldgebiete durch Straßen unterteilt).

    Vor etlichen Jahren bin ich durch Zufall doch in die Nähe einer Drückerjagd geraten, da bin ich von den Treibern (nennt man die so?) total freundlich angesprochen worden mit meinem freilaufenden Hund ... sie haben mir dann gesagt, wo ich langlaufen kann, um den entgegenkommenden Jägern zu entgehen, und sie haben mir auch - sehr freundlich, absolut nicht belehrend - den Rat gegeben, meinen Hund bis zu einer bestimmten Stelle lieber angeleint zu lassen.

    Den vorliegenden Informationen zufolge ist die Art der Durchführung der Schleppjagd in diesem Bielefelder Waldbereich allerdings gemeingefährlich und entbehrt jeglicher notwendigen Sicherung für die Umwelt.

    Ich hoffe, die Verantwortlichen bekommen gehörigen Ärger, und ein Verbot für weitere Schleppjagden.

    Kurz, ich kann den Hundewiesenhass der hier oft gepflegt nicht verstehen.

    Kommt immer drauf an, was man daraus macht

    Das stimmt, es kommt tatsächlich auf die Hundehalter an, die solchen Hundewiesentreffs beiwohnen.

    Meiden tue ich sowas, wenn ich sehe dass die anwesenden Halter "Kaffeeklatsch" machen und sich nicht darum kümmern, was derweil bei den Hunden abläuft. Mobben z. B.

    Ich habe es auch schon anders erlebt, auf einem großen Stück Wiese direkt an einem See.

    Da hat halt jeder auf seinen Hund geachtet (und die Hunde waren NICHT alle Engelchen) - und es hat tatsächlich nicht nur funktioniert, sondern sogar GUT funktioniert.

    Gibt es auch.

    "Hundewiesen" sind mitnichten nur eingezäunte, extra ausgewiesene Flächen, sondern allgemein freie Flächen die in Freilaufgebieten gerne dazu genutzt werden, um die Hunde dort auf einem überschaubaren Gelände einfach mal "machen zu lassen".

    Wie dieses "machen lassen" aussieht, wird von den anwesenden Haltern vorgegeben.

    Ich käme überhaupt nicht auf den Gedanken, meine Hunde dort sich selbst zu überlassen, bekomme immer alles mit und greife ein, wenn es nötig ist.

    Ich käme allerdings auch niemals auf den Gedanken, 500m (oder mehr) zu jemandem hinzugehen und anzupampen, dass er/sie mit seinen/ihren angeleinten Hunden verschwinden soll - wäre doch schließlich Freilaufgebiet.

    :shocked:

    Menschen, die anderen einfach ihre Regeln überstülpen wollen sind mir genauso ein Gräuel wie Menschen, die sich nicht an gängige Regeln halten.

    Ich hätte mir wohl auch heimlich nen Ast gelacht beim Anpinkeln des Stuhls ... xD

    Warum muss das arme Tier bei den pflegebedürftigen Personen bleiben ?

    Weil Hunde auch Sozialpartner sind, die für den kranken Menschen eine wichtige Säule seiner Existenz sein können.

    Warum lässt man so lange wie möglich einen Menschen in seiner gewohnten Umgebung? Weil sonst ein Gerüst zusammen fallen würde, welches seinen Lebenswillen zusammenhält.

    Ich lese hier gerade echt interessiert mit, kann aber nichts dazu sagen, weil auch mir keine Patentlösung einfällt.

    Ein schwieriges Thema.

    Gelistete Hunderassen dürfen sich mittlerweile ausschließlich auf Hundeauslaufflächen ohne Leine und Beißkorb bewegen. Vorher durften die wie alle anderen mit Beißkorb frei laufen (Und deren Halter haben sich halt wie alle anderen auch nicht dran gehalten)

    Diese Novelle wird wohl daran liegen, dass sich deren Halter nicht an die Beißkorbpflicht gehalten haben.

    Das Ergebnis ist: Noch weniger Möglichkeiten und noch strengere Regeln.

    Bei dem Erlebnis mit diesem fremden Vater-Kind-Gespann, hattest du da dein Kind mit?

    Vielleicht hat dieser Vater ja deshalb den irrigen Schluß gezogen, das Galgöchen wäre kinderlieb und könne gefahrlos betatscht werden?

    Menschen denken manchmal so seltsam ... obwohl der Hund Maulkorb aufhat.

    Hm - habe gerade festgestellt, dass meine Antwort dir jetzt nicht wirklich hilft, einzuschätzen ob das noch akzeptabel ist oder nicht.

    Folgende Anzeichen wären für mich ein Zeichen, den Hund aus dieser Situation rauszuholen:

    Der Hund wird zusehends nervöser, das Gewicht wird noch mehr auf die Vorhand gebracht, der Hals wird nach Vorne gereckt, es scheint so, als könne man unter das Hinterteil eine Postkarte schieben, der Blick nach Vorne wird fixierend, es ist ein "Zucken" zu sehen, so als ob der Hund den Impuls hat loszusprinten, diesen aber gerade noch unterdrücken kann.

    Das sind so Zeichen an denen ich erkenne, dass ich die Schwelle des Ausreizens ansteuere - und dann ist es höchste Eisenbahn, den Hund vor dem Tunnel, den er da gerade ansteuert, abzubremsen und eine andere Richtung einzuschlagen.

    Haltet ihr die nachfolgende Sequenz noch für akzeptabel entspannt um den Hund gucken zu lassen?

    Wir gucken dort Möwen, Eisenbahn auf der anderen Elbseite und Radfahrer, ebenfalls auf der anderen Seite, die Entfernung sieht man circa auf dem Bild unten.

    Da schließe ich mich der Meinung von @Das Rosilein an - es fehlen einfach Informationen, um das beantworten zu können.

    Für mich wäre z. B. sehr wichtig, wie Lola aus dieser Situation wieder rauskommt, und wie schnell sie die im Video zu sehende Spannung dann wieder abbaut.

    Was ich in dieser kurzen Sequenz sehe: Einen Hund, der sehr gespannt IST. Lola ist bereit, loszusprinten. Das ist zu sehen an der Gewichtsverlagerung, das Gewicht liegt eindeutig auf der Vorhand, ihre ganzen Sinne sind auf das gerichtet, was sie da sieht.

    Ist sie da ansprechbar, wie leicht oder schwer ist das, lässt sie sich nach einem Moment leicht dort wegführen und kann sich dann wieder anderen Dingen zuwenden?

    Schön ist, dass Lola dort mit durchhängender Leine sitzt - aber ob sie schon bereit ist, solche Situationen auch ohne Leine zuverlässig auszuhalten und nicht dem Impuls nachzugeben, die Beute doch zu verfolgen, hängt stark von den Faktoren ab, die ich zuvor aufgeführt habe.

    (PS: so in etwa guckt meine Kleine auch ... aber ... ich sollte sie dann schon im Auge behalten und es nicht ausreizen, man weiss nie, welcher Reiz noch "plötzlich" dazu kommt ... )

    Genau das ist wichtig - denn welcher Reiz plötzlich noch dazukommt, lässt sich manchmal nicht beeinflussen. Genau dieser Reiz kann das Fass aber zum Überlaufen bringen (Reizsummenregel), weshalb hier - wie Das Rosilein schon sagt - ein erhöhtes Augenmerk und die Umsicht, das nicht auszureizen, geboten ist.

    Das Schauen macht Lola sehr schön, und so wie es auf dem Video zu sehen ist, wäre das auch für mich eine gute Basis, mit der sich arbeiten lässt.