Beiträge von Hundundmehr

    Irgendwie kann ich ja verstehen, dass diese Tagebuchfunktion zum In-Erinnerung-Halten wie das Galgöchen war, wie es sich entwickelt hat, welche Fortschritte es doch gemacht hat auch, oder besser gerade WENN es dann doch mal wieder zu irgendwelchen Himmelarschundzwirnsituationen kam, jetzt ihren Zweck erfüllt hat.

    Dennoch ist es total schade, denn auch wenn du einen Fotothread auch - aber nicht nur - für das Galgöchen eröffnen musst, so würde doch DIESER Thread irgendwo in den Tiefen versinken, mangels Aktualisierung.

    Folgende Möglichkeit, nur mal so als Ideenball in den virtuellen Raum geworfen:

    Der Titel wird geändert, und der Thread einfach weiter geführt, dann aber nicht mehr als Tagebuch/Dokumentation... sondern einfach für uns, weil wir gerne lesen was du uns aus des Galgöchens und seiner Kumpanen Leben mitzuteilen hast :D

    Wenn du die Moderation lieb bittest :cuinlove:, machen sie neben der Titeländerung vielleicht auch einen Vermerk im ersten post, dass dieser Thread bis Seite 85 als Tagebuch für die Entwicklung eines ausgeprägten Leinenpöblers hin zu einem (fast) normalen Hund diente - und ab Seite 85 dann noch mal eine Zusammenfassung dieser Entwicklung steht, und es dann mit dem ganz normalen Alltagswahnsinn weitergeht.

    Oder du lässt einfach nur den Titel ändern...

    Ich fände es echt schade, wenn diese so lebendige, realistisch und humorig erzählte Dokumentation von der Entwicklung des Galgöchens einfach so ... verschwindet.

    Ich persönlich finde, deine Geschichte macht MUT - und so ab und an können davon auch andere, zukünftige DFler von profitieren. Mein ich.

    Außerdem will ich ganz egoistisch auch weiterhin die Abenteuer des fast normalen Galgöchens miterleben können.

    :gott:

    Es geht ja nicht darum das man selber mit den Hunden ständig so "weit" gehen muss obwohl man keine Lust Zeit was auch immer hat.

    Nein, es geht darum dass gesundheitliche Einschränkungen in Kauf genommen und/oder ausgeblendet werden - einfach nur, weil es der menschlichen Vorstellung von "DEM" Hund, den man haben will, am Meisten entspricht....

    Wenn man das nicht gehen möchte warum auch immer ist das ja in Ordnung.

    Grundsätzlich finde ich diese Aussage ok, aber im Speziellen finde ich z. B. absolut NICHT ok, wenn sich jemand einen Hund anschafft, ohne die hündischen Bedürfnisse zu sehen und zu befriedigen.

    An Beispielen - um eine ungefähre Vorstellung davon zu bekommen, was ich damit meine - aus meinem Reallife:

    - Es gibt hier Hunde, die werden 3 mal täglich unsere "Rue-de-la-Kack" ausgeführt, 50m rauf, 50 m zurück, sobald der Hund gekackt hat, ging es zurück. Schön an der Flexi, bloß nicht dreckig machen, Haus und Garten müssen ja sauber bleiben.

    - Kleinsthunde, die überall hin mitgenommen werden weil sie ja viele "Aaaahs" und "Oooohs" bekommen, und die die Handtasche ihrer Besitzer besser kennen als den Waldboden bei unterschiedlichem Wetter.

    Ist OT, aber:

    Wir waren vorgestern 3,5 Stunden im Schnee im Wand wandern. Das müssen so 11 bis 13 km gewesen sein.


    Mit dabei ein kleines zartes ca 6 Monate altes Hundekind einer Begleithunderasse (Chinese Crested Powderpuff, ca 2,8-3 kg).

    :shocked:

    :rotekarte:

    ...............................

    Richtig schlimm - und da hat Corrier einfach völlig Recht - finde ich, wenn Menschen die gesundheitlichen Nachteile einfach ausblenden, Hauptsache, der Hund passt ins Beuteschema und zum Lebensstil.

    Es ist ein riesengroßer Unterschied, ob ich mittels Verniedlichung den Respekt vor einem denkenden und fühlenden Lebewesen verliere und dessen Würde mit Füßen trete - oder ob ich die individuelle "Schönheit" eines Lebewesens mit liebendem Auge sehe.

    Das Eine geht auf Kosten des Lebewesens - das Andere gibt ihm Wert und Wertschätzung, die jedes Lebewesen verdient.

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    Wobei ich genug um meine eigene Menschlichkeit weiß um sagen zu können: Ich kann nicht ALLE LIEBEN.

    Nochmal zu Baumann: Die Begründung des Gerichtes in 2. Instanz geht ja deutlich auch auf dieses Gutachten von Baumann ein, und weist - mMn zu Recht - auf eine Widersprüchlichkeit hin, die diesem Gutachten zu entnehmen ist.

    Dabei stellt das Gericht die Festlegung auf eine Leinenaggression in Frage, weil T.B. eben auch Auflagen von den Haltern fordert, u. A. weist er da auf eine notwendige und völlig ausbruchsichere Gartenabsicherung hin (den verschiedenen Texten ist zu entnehmen, dass Zeus das Gartentor mit seiner Körperkraft überwinden konnte, ich meine sogar, bei ZWEI der Vorfälle wäre das passiert).

    Allein dass er diese Kraft beim Ausbruch vom Grundstück entwickelt, ist schon ein Hinweis auf eine aggressive Motivation, die eben NICHT nur auf Leinensituationen beschränkt ist.

    Baumann halte ich zugute, dass er sich sehr gut auskennt mit problematischen Hunden - aber damit ändert sich eben auch seine Sicht auf die Problematiken, die diese Hunde mit sich bringen; für jemanden wie Baumann ist die sichere Gewährleistung eines ausbruchssicheren Grundstückes - und die Kenntnis über die dafür notwendigen Details - sicher keine so große Hürde, wie sie vom normalen Hundehalter wahrgenommen wird.

    Ich halte mich nicht für "unterbelichtet" hinsichtlich meines Verstandes in Bezug auf Hunde - und wüsste gar nicht, woran ich alles denken muss bei der Haltung eines Hundes wie Zeus. Für MICH würden sich da Probleme auftun, an die ich erst denken würde wenn es zu einem Vorfall gekommen ist - und bei einem solchen Hund ist das gefährlich für die Umwelt, weil es hier zu Schaden kommt.

    Ich meine, genau dieses "Urlaub-Gönnen" (wie du es nennst; Tatsächlich ist das "gezielt verordnete Ruhe zum Cortisolabbau") hat zu dieser fantastischen Entwicklung des Galgöchens beigetragen.

    Einfach großartig, was ihm jetzt schon möglich ist :cuinlove:

    Anmerkung: Mir gefällt besonders deine Umsicht, die ihn u. A. auch noch den Maulkorb tragen lässt. :bussi:

    Mir geht es alleine um den Medienhype, den Faktor süss, in Verbindung mit einer Behinderung. Oder anders: Die Vermarktung seiner Behinderung als süsser Faktor.

    Genau, dabei rollen sich mir auch die Fußnägel auf, und die Nackenhaare stellen sich zu Berge!

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    Im Smalltalk mit Bekannten, es ging irgendwie um die Thematik Diskriminierung von Menschen "außerhalb der Norm", brachte jemand die Sprache auf Menschen mit der Genmutation Trisomie 21 (besser bekannt als Down-Syndrom oder Monolismus) - und tatsächlich platzte dann eine der Gesprächsteilnehmerinnen raus:

    "Oh ja, die finde ich ja auch voll süß!!!"

    Ich bin geplatzt ... verdammt noch mal, "DIE" sind nicht "süß", sie sind MENSCHEN!

    Ich dachte mir schon, dass bei den veröffentlichten Ausführungen des Rechtsanwaltes einige Tatbestände nicht auftauchten...

    Ist halt immer doof, nur eine Seite zu der Geschichte zu kennen.

    Auffällig: In den Ausführungen des Rechtsanwaltes wird immer nur betont, "die Behörde" halte an ihrer Entscheidung fest.

    Das tut sie nicht. Mit den gesamten vorliegenden Fakten - auch den Eingaben seiner Mandanten - hat sich ein Gericht befasst und daraufhin entschieden, dass die angeordnete Tötung des Hundes aufgrund dessen Gefährlichkeit rechtens ist.

    Dass sich die beiden Spaniels nun nicht mehr raustrauen, halte ich für vollkommen überzogen.

    Das halte ich gar nicht für so absurd, denn die Ursache dafür wird nicht das Verhalten des Pit Bull gewesen sein, sondern die übermäßige Panik der Menschen, die mit den Spaniels unterwegs waren.

    Zum Fall selbst: Die Panik des Mannes und seines Enkels kann ich nachvollziehen. Zu sehr ist das Meinungsbild zu bestimmten Hunderassen auch durch die (teilweise effekhascherische) Berichterstattungen in den Medien mit einer größeren Angst vor ebendiesen geprägt, als bei anderen Rassen.

    Zumindest in Deutschland gibt es einige Urteile zu Vorfällen mit Hunden, wo die bei diesen Vorfällen verletzten Personen KEINEN Anspruch auf Schadenersatz durchsetzen konnten, weil die Richter zu dem Schluss kamen, der Schaden ist durch eine überzogene/unnötige Reaktion des Geschädigten selbst verursacht worden.

    Zum verdeutlichen: Wäre dieses Fluchtverhalten durch einen Chihuahua ausgelöst worden, würde der Mann wohl auf seinem Schaden sitzen bleiben.

    In diesem Fall steht ihm aber durchaus Schadenersatz zu - und ich denke, aus dieser Nummer wollen die Halter des Pit Bull wohl raus.

    Die Halter des Pit Bull haben einen Fehler gemacht, dafür sollten sie gerade stehen.

    Die HALTER, nicht der Pit Bull; Für diesen sollte es keine Konsequenzen geben, denn dieser hat tatsächlich keine direkte Beschädigung durchgeführt (sondern ist auch Opfer des allgemeinen Meinungsbildes - und dafür kann er nichts).