Beiträge von Hundundmehr

    Klar kommen fast alle dieser Hunde vom Vermehrer. Aber das aendert doch nichts :???:

    Nein, das ändert nichts an den Qualzuchtmerkmalen.

    Vermutlich ist meine Aussage zur Herkunft der Hunde auch nicht so verstanden worden, wie sie von mir gemeint war (Zur Erinnerung: Nahezu alle Neuanmeldungen bei Tasso von französischen Bulldoggen in 2018 kamen nicht aus VDH-Zuchten).

    Das heißt doch, den Besitzern dieser Hunde ist EGAL, wo der Hund herkommt, ob da überhaupt ein Mindeststandard an züchterischer Verantwortung eingehalten wurde, ob da irgendwelche Mindestanforderungen an Elternauswahl, Aufzuchtbedingungen, Förderungskriterien zur Welpenentwicklung und auch Auswahl der zukünftigen Hundehalter eingehalten wurden.

    Das wichtigste ist: Ein Hund, den der MENSCH sich vorgestellt hat, ausgesucht nach den Kriterien, die fürden MENSCHEN wichtig sind. Die Empathie für den Hund, für dessen Bedürfnisse, und welche Einschränkungen es für den HUND bedeutet, wenn er rein der Vorstellung des Menschen entsprechend "genormt" wird, geht dabei völlig verloren.

    Da wird es egal, dass der Hund bei Temperaturen über 20° nur noch auf der Couch liegt, weil seine Klimatisierung mit diesen Temperaturen nicht mehr klar kommt, denn: Das passt ja zum eigenen Leben, weil man/frau sich ja auch selber nicht gerne auf längere Spaziergänge begibt - und dem Hund geht es ja gut, dem gefällt es ja, gemeinsam mit seinen Menschen auf der Couch abzuhängen, dort betüddelt zu werden, das beste Futter bekommt, und überhaupt ja nur das Beste für ihn getan wird!

    Ist doch nicht schlimm, wenn der Hund nicht so viel laufen kann, denn: Das muss er bei mir ja auch nicht. Da braucht er ja auch nicht so viel Luft - und das was er an Luft bekommt, reicht - bei entsprechendem Lebensstil - doch dafür, dass er richtig alt werden kann.

    Findet den Fehler...

    Bestellen und Paketdienst Abstellgenehmigung erteilen?

    Futter für die Tiere kann ich zur Not komplett übers Netz bestellen, die Versorgung macht mir am wenigsten Sorgen.

    AndyB und catsanddog So lange das Bestellen und auch Liefern geht, ist alles kein Problem.

    Der Virus macht aber auch vor den Lieferfirmen nicht halt - und vor den Auslieferern auch nicht.

    Dazu kommt: Wenn hier der ganze Ort dicht gemacht wird (Heinsberg, aber auch Italien zeigen ja, dass so eine räumliche Quarantäne ganzer Gebiete durchaus realistisch sind.

    Dann ist nix mit Bestellen und Liefern...

    Mehr Sorgen macht mir der Gedanke, dass während einer etwaigen häuslichen Quarantäne Ronjas Vestibularsyndrom zuschlägt und sie Infusionen kriegen muss.

    DAS finde ich z. B. auch ziemlich schlimm - was ist denn bei Notfällen, wenn man nicht raus darf, auch nicht aus dem Ort, der nächste TA aber außerhalb wohnt... und selber erkrankt ist...

    Hundundmehr wenn es bei euch dem Ende entgegen geht rufst du mich an und sofern ich nicht selbst in Quarantäne bin bringe ich dir was vorbei und stelle es vor die Tür ;)

    Wer soll dem Ende zugehen - das Futter oder wir .... xD

    Nein, Scherz beiseite, dein Angebot ist echt lieb, dankeschön :bussi:

    So lange noch

    - bestellt und geliefert werden kann

    - jemand anderes Futter kaufen und vor die Tür stellen darf

    sehe ich auch kein Problem.

    @Mrs.Midnight Ich habe schon mal Fertigbarf in Dosen probiert ... hat den gleichen Effekt wie sonstiges Dosenfutter: Total großer und weicher Output, der dann eben sehr leicht in Durchfall umschlagen kann.

    Ich stelle folgende Überlegungen an:

    Es ist voll hundegeschädigt, ich weiß, aber .... ich überlege echt, ob ich nicht morgen meinen Mann packen und mit ihm einen kleinen Gefrierschrank kaufen soll.

    Barfzeug für 2 große und einen heranwachsenden Hund mit Riiiiiiesenhunger braucht halt Platz.

    Oder ich schaue, dass ich immer eine Notreserve die 2 Wochen ausreicht, vorrätig habe. Dann muss ich aber überlegen, wie ich am Besten in time alles beschaffe, weil ich mein Fleisch bisher sowohl von einem Barfmetzger (als Stückfleisch) als auch über Bestellung und Lieferung (ein eingeschweißtes Fertiggemisch aus gewolftem Fleisch und Gemüse) bekomme. Zur Not könne ich das Stückfleisch also ersetzen durch das Fertiggemisch, welches ich mir dann an einen Ablageort stellen lassen kann.

    Für eine Quarantäne über 2 Wochen mache ich mir keine Sorgen.

    Sorgen macht mir eher, welche Auswirkungen das hat auf die Quellen, über die ich mein Fleisch beziehe.

    Ich frage mich allerdings auch, was jetzt die Schließungen, Absagen von Veranstaltungen oder sonstigen Maßnahmen bewirken sollen - klar wird die Ausbreitungsrate verringert (was auch gut und richtig ist). Nur: Was passiert dann in einigen Wochen? Der Virus existiert ja dann immer noch, und die Ansteckungsgefahr ist ja auch nicht vorbei.

    Ist ja gut möglich, dass zwar ich nach einer absolvierten Quarantäne wieder uneingeschränkt handlungsfähig bin - aber wie sieht es aus mit der Infrastruktur?

    Seit der ersten Hamsterkaufwelle mache ich mir Gedanken um die Versorgung meiner Hunde im Fall des Falles.

    Unterstützen würde uns unser Sohn und auch Nachbarn, sollten wir komplett ausfallen (Krankenhausaufenthalt), aber von diesem Supergau gehe ich erst mal nicht aus.

    Gedanken mache ich mir aber um die futtertechnische Versorgung, weil wir barfen.

    Was ist, wenn Quarantäne auferlegt wird ... :denker:

    2 Wochen käme ich über die Runden, aber für mehr ist im Gefrierschrank kein Platz.

    Das verbraucht sich ja aber auch, und wenn ich da nur noch für 1 Woche Futter drin habe, wird es bei einer Quarantäne eng mit dem Nachschub.

    Bisher war ich eigentlich recht entspannt hinsichtlich dieser Pandemie, aber nachdem jetzt striktere Maßnahmen in NRW greifen, bin ich da nicht mehr ganz so ruhig.

    Wie geht es euch damit, habt ihr auch Vorsorge getroffen, für euch und eure Hunde?

    Ich kann es allgemein absolut nicht nachvollziehen weshalb Züchter daran festhalten Hunde mit gesundheitlichen Einschränkungen und Leid weiter so zu züchten wie z.B. bei der französischen Bulldogge.

    Da du es hier ja erwähnst - du erinnerst dich?

    https://www.tierarzt-rueckert.de/blog/details.p…odul=3&ID=20842

    Noch nicht einmal 1,5% der NEUANMELDUNGEN bei Tasso für diese Rasse kam von ZÜCHTERN!

    Um das (noch mal) in Zahlen auszudrücken: An die 11.000 (in Worten: Elftausend)!!! Erwerbern von diesen Plattnasen hatten weder ein Interesse an den rassespezifischen Gesundheitsproblemen, noch an der Herkunft - Hauptsache: "Plattnase haben wollen!!!"

    Ohne mich bei den Züchtern dieser Rasse auszukennen: Selbst wenn diese auf ausreichende NASE bei ihrer Zucht achten - wie können diese sich durchsetzen angesichts von über 98% an Interessenten für diese Rasse, die anscheinend lieber einen Hund ohne Nase haben möchten ... und diesen dann woanders her bekommen?

    Um mal von dieser Vergleichsschiene weg zu kommen:

    Es geht doch nicht um die Sinnhaftigkeit bei Einzelfallentscheidungen, ob das Ausnutzen jeglicher medizinischer Möglichkeiten vertretbar ist oder nicht bei dem jeweiligen Hund.

    Das sollte tatsächlich immer eine Einzelfallentscheidung bleiben, und da wird es niemals auszuschließen sein, dass es da unterschiedliche Empfindungen gibt, ein Pro und Contra.

    Es geht darum, dass durch Wahrnehmungsstörungen bei Menschen bestimmte rassespezifische Merkmale und damit zusammenhängende, notwendige Maßnahmen, die zu Einschränkungen in der Lebensqualität führen, einfach in Kauf genommen oder auch ausgeblendet werden.

    Dann mal meine Strategie bei Amigo :smile:

    Ungefähr zum Zeitpunkt seiner - sehr spät aufgetretenen - Pubertät hatte er eine Phase, wo er aus seinem Jagdverhalten gar nicht mehr rauskam.

    Das äußerte sich so, dass er permanent auf der Suche nach jagdlichen Reizen war, die Nase war permanent am Boden oder im Wind, die (Schlapp-)Ohren auf Radar gestellt, die Körperspannung und Haltung zeigte permanent einen Hund "auf der Jagd".

    Was mir zu Gute kam: Amigo kannte von Welpe an Freilauf, und Leine hatte für ihn die Bedeutung: Der Bewegungsspielraum ist zwar eingeschränkt, aber die Leine hinderte ihn nicht daran, seinen hündischen Bedürfnissen nachzukommen.

    Dazu zählt aber nicht Jagd, weil (zumindest für einen Retriever) Jagd eben nur ohne Leine möglich ist.

    Da ich bei ihm schon vor der Pubertät mit Apportiertraining angefangen hatte, hatte ich hier schon Basics, bei denen Amigo von sich aus schon sehr viel Motivation mitbrachte.

    So konnte ich die Leine einsetzen, um ihm anzuzeigen: Jagd ist beendet.

    So habe ich ihm immer mal wieder WÄHREND der Spaziergänge kurze Apportiereinheiten angeboten, und das Ende dann durch Anleinen signalisiert. Angeleint blieb er, bis ich merkte dass er nicht mehr im Jagdmodus war - und das war daran zu erkennen, dass er wieder anfing die Umwelt eben nicht in seiner typischen Jagdhaltung zu scannen, sondern einfach anfing zu schnüffeln zum Markieren, z. B., oder eine modrige Stelle mal genauer zu inspizieren, also überhaupt Gerüche wahrzunehmen, die keinen Jagdspaß versprechen. Oder auch überhaupt Interesse an anderen Hunden zu haben.

    In den ersten Tagen hat es 15 Minuten gedauert, bis der Kerl aufhörte, an meinem Knie klebend mit bettelnden Augen "Mehr, mehr, mehr:cuinlove:" einzufordern. Das war echt zäh...

    Aber diese Zeiten wurden immer kürzer, und nach ca. 3 Monaten konsequenter Anwendung dieser Vorgehensweise konnte Amigo tatsächlich sofort akzeptieren, wenn ich die Dummies wieder einpackte und "Ende" signalisierte - und dann sofort auf "Normal-Spaziergeh-Modus" umschalten.

    Dazu kam natürlich Konditionierung auf seine Hauptbeute - die Dummies.

    Will ich etwas sehr intensiv trainieren, nutze ich Superleckerchen als Superverstärker.

    Hundewurst ist da richtig toll, aber der Jackpot sind hier Hähnchenherzen.

    Die setze ich selten, aber ganz bewusst ein, wenn ich gezielt Lernlektionen vertiefen will.

    Hm - ein sehr bewährtes Mittel, um ganz klar "Ende der Jagd" zu signalisieren, ist das Futter-Erarbeiten: Ich habe die morgendliche Löserunde eine Zeit lang so gestaltet, dass es zunächst einen kurzen Lösegang gab; Anschließend habe ich 2, maximal 3 Apportaufgaben gegeben, und direkt danach gab es vor Ort die mitgebrachte morgendliche Futterration. Danach ging es zum Auto/nach Hause, und da war dann Ruhe.

    Meiner Erfahrung nach ist beim AJT weniger die Hochwertigkeit der Belohnung ausschlaggebend für den Hund um dem Reiz nicht nachzugehen, sondern im Hirn noch klar zu sein.

    Ich belohne hochwertig, weil ich die Leistung des Hund wertschätze, nicht weil ich wirklich glaube, dass der Hund es nur tut, weil es Belohnung X gibt.

    Das ist eine sehr wichtige Aussage!

    Es geht nicht um die Belohnung - es geht darum, ob diese Belohnung VERSTÄRKT.

    Tut sie das nicht, ist es keine Belohnung, sondern Bestechung.

    Pelle findet nicht immer alles gleich geil, bzw. entsprechend gestresst, lässt er sogar das Würstchen liegen.

    Dann sollte daran gearbeitet werden, dass Pelle nicht mehr so gestresst ist. Später mehr dazu.

    Sondern er widersteht dem Impuls und orientiert sich zu mir, wegen der Aussicht auf etwas Lohnenswertes.

    Da liegt der Fehler, denn dabei geht es nicht um etwas Lohnenswertes, sondern im Fall des Falles darum, ob der Hund es in dem Moment als LOHNENSWERTER empfindet.

    Das wird ein langer Weg da genug Ruhe reinzubekommen, dass Lernen überhaupt stattfinden kann.

    Genau deshalb muss JAGEN gelernt werden mit einem jagdlich hochambitionierten Hund.

    Dieser Jagdregelkreis lässt die Hormone des Hundes in die Höhe schießen, und wenn der Hund nicht lernt, innerhalb dieses Regelkreises zu DENKEN - dann wird er immer wieder in Stress sein, je nach Jagdanreiz wird er dann von jetzt auf gleich völlig weggeschossen.

    Dieses Jagen wird außerhalb realer Jagdsituationen geübt. Regelmäßiges Üben, kleinschrittiges Aufbauen und Abwechslung geben dem Hund einen Rahmen, in dem er sein Jagdverhalten ausleben KANN.

    Bietet der Hunde außerhalb dieses Trainings in der "Freizeit" (also bei den Spaziergängen) etwas Förderungswürdiges an, dann ist das ein ZUSÄTZLICHES Sahnebonbon, ein Geschenk für UNS, welches wir ZUSÄTZLICH fördern können.

    Das ist aber ein Zusatz, und nichts, worauf sich das von uns gewünschte Jagdverhaltenstraining alleine aufbauen lässt.

    Das Video ist nicht schrecklich, weil dort kein röchelnder Mops zu sehen ist.

    Wer allerdings nicht mit ansehen kann, wie ein Tier durch einen Tubus atmet, der sollte sich das besser nicht ansehen.

    Wichtiger ist eigentlich die Botschaft, welche - neben den anschaulichen Erklärungen im Video - zu ALLEN brachycephalen Rassen gegeben wird:

    Kauft nur Hunde, deren Nase mindestens 1/3 des Kopfes ausmacht!

    Jede/r, der/die sich einen Hund ohne diese Mindestnase holt, trägt dazu bei, ein Bild dieser Rasse zu verbreiten, welches zu weiteren Käufen beiträgt.

    Auch, oder besser gerade diejenigen, die ein Exemplar dieser Rasse erworben haben welches keine brachycephalen Symptome zeigt, tragen dazu bei, dass dem Otto-Normal-Verbraucher suggeriert wird, diese Rassen wären doch gar nicht so krank.

    Für mich käme ein Hund ohne Nase nicht in Frage.