Beiträge von Hundundmehr

    Hummel Eigentlich sollte ich mich ja darüber freuen, dass jetzt endlich mal ein Mali-Besitzer solch klare Worte spricht über dieses Klientel, dass sich nun diese Rasse als Mode ausgesucht hat.

    Uneigentlich finde ich es aber auch nur traurig - zumal ich in meinem Umfeld (zum Glück nicht näheren) 2 dieser Beispiele habe.

    Von den Persönlichkeitsdefiziten, die durch diesen Hund irgendwie kompensiert werden sollen, rede ich besser nicht...

    Hm... was fällt mir da zu meiner Rasse (Golden Retriever) ein?

    Ein bildschöner Hund, der Heile-Welt suggeriert (die sind ja sooooo lieb...).

    Was könnte Menschen dazu bewegen, sich solche "Eigenschaften" zu kaufen?

    :???:

    Bin ich..... und der ist nicht dick.... ich hab Zeugen Schaefchen2310  Sambo71  Hundundmehr ich rufe noch mehr wenn du mir nicht glaubst :(:lol:

    Heftig! :lol:

    Da bin ich - und kann hasilein75 nur zustimmen: Zumindest beim letzten Treffen war da kein Gramm Fett dran an dem Hund.

    Er ist sehr athletisch (durchtrainierter Leichtathlet, kein Schwarzenegger). Aber schau doch selber in den Fotothread von hasilein rein ;)

    Aber ich kenne zum Beispiel richtig fitte, robuste Chis oder Papillons mit 2-3kg, die würde ich im Traum nicht als Qualzucht betiteln wollen. Die andere Seite gibt es da aber auch.

    Das Problem bei diesem Gewicht ist aber die deutliche Erhöhung der Wahrscheinlichkeit von Nachzucht, die als Erwachsene UNTER diese Gewichtsgrenze von 2 kg fallen.

    Damit einher geht dann aber auch eine deutliche Erhöhung der Qualzuchtmerkmale, wie

    - Augen, die nicht mehr genügend in der Augenhöhle eingebettet sind

    - zu kleine Schädel für Gehirn, aber auch Zähne und Nasenfunktion

    - nicht mehr schließende Fontanellen

    - zerbrechliche Knochen

    - keine ausreichender Platz für Organe wie Herz und Lunge

    Bei Riesenwuchs "verbrauchen" sich dafür die Organe schneller, das Herz beispielsweise muss viel mehr leisten. Aber auch der Bewegungsapparat wird durch zu viel Masse viel früher verschleißt.

    Mir gefällt z. B. die doch sehr enge Eingrenzung der Größe bei meiner Rasse (Golden Retriever) von 51-56cm für die Hündinnen, und 56-61cm für die Rüden, weil hier ein "Ausbruch" nach unten oder oben sehr unwahrscheinlich ist.

    vor 10 Seiten oder so wurde mal erwähnt, dass Hunde unter 10 KG ggf auch Qualzucht sein können.

    Das Augenmerk liegt hier auf "ggf. sein können".

    Sicher kommt es hier auch auf die ursprüngliche Rasse an.

    Bei einer Rasse, die ursprünglich um die 40kg Gewicht hat, eine Zwergform zu züchten mit einem Gewicht unter 10kg, hat diese Zwergzüchtung sicher andere Auswirkungen, als bei einer Rasse mit einem Ausgangsgewicht um die 15kg.

    Was sicher ist: Kleinsthunde zeigen schon gesundheitliche Probleme, die durch eine weitere Verkleinerung noch massiv verstärkt werden.

    Genauso wie die Verstärkung von großwüchsigen Hunden auf Riesenwuchs.

    Caniden sind nicht dafür gemacht andere Caniden außerhalb ihres Familienverbandes toll zu finden, da wird sich nie nett Hallo gesagt und dann seiner Wege gegangen.

    Grundsätzlich ja.

    Canis lupus familiaris (Haushund) hat hier eine Sonderstellung, weil er ein HAUSTIER ist.

    Domestiziert, über Jahrtausende angepasst an ein enges Zusammenleben mit dem Menschen.

    Das hat vor Allem Änderungen in der Gehirnentwicklung mit sich gebracht.

    Infantilisierung gehört allerdings nicht dazu.

    Es gibt tatsächlich nun auch Hunderassen, die auf generelle Verträglichkeit und kindlich bleibendes Verhalten selektiert sind

    Das ist jetzt nicht dein Ernst? :shocked:

    Es ist gerade die Selektierung auf ausgeprägtes Wehrverhalten, die zu Lasten einer "Verträglichkeit" geht.

    Diese "Verträglichkeit" ist übrigens ein Zusammenspiel zwischen "Erhalt der eigenen, körperlichen Unversehrheit" und der Fähigkeit, soziale Bindungen eingehen zu können.

    Sonst könnte nämlich kein Wolf sein Stammrudel verlassen und sich auf Partnersuche begeben, um seinerseits ein Rudel gründen zu können.

    Wobei es auch etliche Beispiele in der Literatur gibt, wo diese Partnersuche erfolglos blieb, und ein fremder Wolf sich einem anderen, fremden Rudel angeschlossen hat.

    Überleben ist der Grundantrieb für jede Spezies, und Canis lupus hat hier die Fähigkeit zu sehr ausgeprägtem sozialen Verhalten (leben in einer Gemeinschaft) als bewährte Überlebensstrategie entwickelt.

    Beim Haushund hat sich im Laufe der Domestikation das Bedürfnis zur Rudelbildung verwaschen, und ist einer allgemeinen Bindungsfähigkeit an eine andere Spezies, dem Menschen, gewichen.

    Dazu gehört die Anpassung an das menschliche Umfeld, in dem andere Regeln gelten als in einer Welt von menschenunabhängig lebenden Rudeln ihrer nicht-domestizierten Verwandten.

    Damit den Bogen zum Ausgangsthema: Es ist eine Regel der Menschenwelt, nicht ungefragt jeglichen Kontakt zuzulassen.

    Diese Regel einem Hund nahezubringen, ist Aufgabe eines jeden Hundehalters.

    Dies so wahllos, willkürlich und auch dilettantisch zu tun wie der Hundehalter in diesem Thema, ist für mich ein Grund diesen Hundehalter zu meiden - und dadurch auch seinen Hund.

    dass die Strafmaßnahme eher immer weniger massiv sein muss, wenn man sie denn dann noch mal braucht.

    Richtig.

    Perfekt trainiert, bedarf es nur noch des zuvor neutralen Reizes, der konditioniert wurde, um die erwünschte Reaktion abzurufen.

    aversive (=plötzlich negativ wirkende Reize, die ein Meideverhalten auslösen)Reize wirken einschüchternd bis hin zu Furcht.

    Um aversive Hemmung (bedingte Aversion) zu konditionieren, bedarf es keines Traumatas - sondern einfach nur gezielte Konditionierung unter Nutzen des biologisch verankerten Meideverhaltens.

    In deinem Video sieht man das Ergebnis der Konditionierung: Der zuvor neutrale Reiz (das Wort "Nein") ist verknüpft mit einem Meideverhalten (in diesem Fall Abbruch).

    Wie es konditioniert wurde, welcher aversive Reiz dazu genutzt wurde, sieht man in dem Video nicht.

    Sambo71 Ist jetzt nicht so, dass die Hündin mir fremd war.

    War auch nicht das erste Mal, dass ich sie kurz am Halsband hielt.

    Allerdings das erste Mal, wo ihr Halter sie mit diesem durch ein Cover verborgenes Stachelhalsband ausgestattet hatte.

    Begründung war: Sie hört besser, wenn sie den Stachler anhat ...

    Joah ... das ist tatsächlich so, wenn dem eine Konditionierung auf Schmerzreiz vorangegangen ist.

    Ist nicht meins.

    Wenn diese einmalige Begegnung für deinen Hund, dich und den anderen Hund als angenehm empfunden wurde, dann hattet ihr alle ein schönes Erlebnis.

    Okay, dann habe ich das richtig verstanden.

    Ja, das sieht nach einem Cover aus.

    Was sich tatsächlich darunter verbirgt - also ahnen kann ich es, aber wissen nicht.

    Ich habe von deren Existenz überhaupt erst durch eine eigenes, schmerzhaftes Erlebnis erfahren, als ich einer Hündin mal ins Halsband griff, um sie bei mir zu halten.

    AUA :shocked: