Der Trainer meinte nicht, ich solle aktiv auf Konfrontation gehen, ich solle aber auch nicht flüchten, sollte ich einen Hund sehen. Wenn mir ein Hund begegnet dann ist es halt so, ich suche allerdings nicht extra danach. Für Loki ist das Stress pur und für mich mittlerweile auch, dass sich meine Anspannung auf ihn überträgt weiß ich auch, allerdings ist es nicht immer so leicht entspannt zu bleiben wenn man weiß was einen gleich erwartet..
Es ist keine Flucht, wenn du auf so großen Abstand gehst dass der Hund nicht mehr auslösen MUSS.
Er soll lernen: Statt Konfrontation (und die geschieht derzeit automatisch, sobald du dich auch nur 5 mm dem anderen Hund näherst) nehmen wir Abstand.
Diese Alternative kennt dein Hund nicht, und diese soll er aber lernen.
Du hast einen Riesenfortschritt erreicht, wenn dein Hund verknüpft hat: "Ah - da kommt ein anderer Hund, und wir gehen jetzt zur Seite und ich werde mit Wurst vollgestopft!".
Momentant verknüpfst du: Da kommt ein anderer Hund - und ich werde mit dem Wasserstrahl erschreckt.
Welche Schlüsse dein Hund daraus zieht, weißt du nicht.
Es besteht aber die Möglichkeit, dass du dir damit die gerade wachsende Pflanze des Vertrauens und liebevollem Umgangs miteinander kaputt machst - und sich seine ja vorhandene aggressive Verhaltensweise gegen dich richtet.
Dein Tagespensum... Holla die Waldfee. Mittags eine Stunde, Abends 2 Stunden dazu noch 2x 15 Minuten. Das sind knackige 3 1/2 Stunden. Und bei Hundebegegnungen sind das 3 1/2 Stunden Dauerstress. Selbst für einen unproblematischen Hund ist das oft zuviel wenn das täglich so ist.
Sehe ich anders. Genau das kann für den Hund tatsächlich eine "Insel" sein, wo er Kraft schöpft, die Seele baumeln lassen kann - und so ganz viel für das parasympathische Nervensystem getan wird.
Loki von Asgard der gute Ein Tipp: "Den Hund Hund sein lassen, nichts von ihm zu erwarten" - dazu gehört für einen Hund auch, Gemeinsames mit seinem Menschen erleben.
Gerade diese nahezu ungestörten Abendrunde kannst du ganz aktiv nutzen, spielerische, gemeinsame Interaktionen einzubauen. Am Anfang nur kurz, mit viel Freude und ohne zu viel von ihm zu verlangen.
Es ist nur ein Hinweis. Und gerade wenn der wirklich gezielt ungehemmt beisst, muss mEn viel, viel mehr kommen als 'einfach' nur hemmen..
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Was nach dem Hemmen kommt, sollte der Hund sich nicht selber suchen. Die Lösungen, die Hunden dann einfällt, sind nicht unbedingt kompatibel mit den Vorstellungen die der Mensch hat.
Zumal - wie schon hier erwähnt - der Wasserstrahl zusätzlich Stress auf einen sowieso schon gestressten Hund lädt.
Abstand nehmen ist keine Flucht, sondern nimmt den Druck weg.