Nur mal als kleiner Einblick, ein Interview mit Norman Mrozinski:
Beiträge von Hundundmehr
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Führt zwar ins OT, liegt mir aber schon seit dem Eingangspost auf der Seele, und weil es hier jetzt auch wieder erwähnt wurde von anderen Usern ....:
Welche Reaktion kann vom eigenen Hund erwartet werden, wenn dieser eh nicht gut auf andere Hunde reagiert, und dann sieht wie der eigene Mensch auch sauer bei anderen Hunden agiert?
Dann auch noch erfolglos?
Ist es da nicht irgendwie logisch, wenn der eigene Hund dann den Job erledigt, den sein Mensch doch vermasselt hat?
Bei einem artgenossenunverträglichen Hund erwarte ich nie, über Erziehung einen plötzlich jeden-liebenden-Hund zu bekommen. Niemals.
Aber einen Hund, der darauf vertraut dass sein Mensch ihn vor anderen Hunden bewahrt und ihm nicht deren Nähe aufzwingt.
Ich baue sehr darauf, selber mit gutem Beispiel voran zu gehen - und das heißt in diesem Fall: Selber ruhig bleiben, freundlich bleiben, und dem anderen Hund aus dem Weg gehen.
Das ist mir mit vorausschauendem Handeln eigentlich immer möglich.
Nur wenn mir das nicht möglich ist, nutze ich gerade bei kleineren Hunden dann eine deutliche, sehr freundliche Ansprache, um ihre Annäherung zu unterbrechen, stelle mich dabei gerne sehr souverän in den Weg. Ich gestehe, bei großen Hunden, vor Allem wenn sie mit deutlich aggressiver Absicht ankommen, würde ich arg um meine Souveränität kämpfen müssen.
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Was fuer ein bewusstes Unterwandern?
Der Gedanke, den Hund in einem anderen Bundesland in Sicherheit zu bringen, um ihn hier einer Sanktionierung durch das Amt zu entziehen z.B..
Und noch einmal: es geht mir hier nicht um persönliche Moralvorstellungen.
Bin bis hier mit dem Nachlesen gekommen - aber darauf möchte ich sofort antworten:
Nein, der Hund wird nicht irgendwelchen Sanktionen entzogen; Die TE sorgt selber für die Sanktionen, die sowieso (vermutlich) verordnet werden würden, egal in welchem Bundesland.
Der Umzug wird in Betracht gezogen, weil - aufgrund einiger Hinweise von Usern, die per PN ein Foto des Hundes gesehen haben - eine mögliche Phänotypisierung als Kat1-Hund im Raum stehen KÖNNTE. Diese lässt sich auch nicht durch einen Gentest widerlegen, wenn der Hund einmal von einem öffentlich bestellten Gutachter als "wahrscheinlich Hund Kat1" eingestuft wurde. In Bayern würde das die Beschlagnahmung des Hundes bedeuten.
Für mich selber wäre ein Umzug mit weitreichenden Konsequenzen verbunden, und käme deshalb nicht in Frage - andere Menschen haben da weniger Probleme mit.
Trotzdem würde ich mir diesen Schritt unter den gegebenen Umständen gut überlegen.
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Die TE konnte natürlich unmöglich wissen, wie ihr Hund drauf ist, und dass er gleich so heftig zulangt. Das ist ganz ganz dumm gelaufen. Aber nun gehören die Konsequenzen gezogen.
Und die sollten nicht darin bestehen, dass man in ein listenhundfreundliches Bundesland zieht und die nächsten Nachbarhunde in Bedrängnis bringt!
Sie zieht doch aber auch die Konsequenzen?
Gesichert mit Leine und Maulkorb.
Kein Freilauf.
Trainer.
Verschärfend kommt jetzt noch dazu: Möglicherweise könnte es ein Haltungsverbot aufgrund der Gesetzgebung in dem Bundesland geben, in welchem dieser Vorfall passiert ist.
Dann sind alle Überlegungen, wie diese Hundehalterin jetzt mit diesem Hund umgehen kann, damit er niemanden gefährdet, aber auch kein Tierheimlangzeitinsasse wird, für die Katz.
Was geschehen ist, kann nicht ungeschehen gemacht werden.
Ich selber mag gar nicht darüber nachdenken, wie viele Hundehalter ihre Hunde zwar angeleint, aber ohne Maulkorb gesichert in der Öffentlichkeit führen, obwohl sie WISSEN, dass ihr Hund schreddert, wenn ihm ein anderer Hund zu nahe kommt.
Dennoch bemühe ich mich hier um Sachlichkeit, eben weil die TE selber geschockt ist über den Tod eines anderen Hundes, den ihr Hund getötet hat.
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Ich finde, hier sind von vielen Seiten gute Hinweise gekommen, die nicht einfach von der Hand gewiesen werden sollten.
Bei einem Hund im Umstellungsstress (der unweigerlich entsteht, wenn sich das Umfeld eines Hundes gravierend ändert, was ja hier der Fall ist) ist tatsächlich Weniger oft Mehr.
Ich bin der Meinung, angesichts der nahenden Trainerstunde wäre es kontraproduktiv, wenn die TE nun selber ihren bisherigen Tagesablauf von jetzt auf gleich radikal umändert.
Zusätzlichen Stress zu vermeiden (durch Abstand halten zu anderen Hunden ohne weiteren Stress dazu zu packen über die Wasserspritze), und die Freizeitaktivitäten auch zu nutzen, um über gemeinsame, erfreuliche Beschäftigung einen Zugang zum Hund zu bekommen und so eine Bindung zu fördern, kann allerdings nicht schaden.
Aufzuhören wenn es am Schönsten ist, ist übrigens ein ganz bewährtes Mittel, um eine freudige Erwartungshaltung auf "das nächste Mal" aufzubauen.
Wann ist nochmal die nächste Trainerstunde?
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...und die Hauptschuld des Amts dürfte darin gelegen haben, dass man da nicht schon viel früher die Kandare angelegt und der Dame mal den Hahn zugedreht hat.
Auch hierzu gibt es einen Hinweis im Statement von V.B.: "Das VetAmt war lange sehr, sehr kulant."
Ich denke, wir sind uns hier darüber einig, dass V.B. schon die Fähigkeit einer guten Selbstdarstellung hat?
Auch das VetAmt hat sich von ihr blenden lassen, ihren Versprechungen und Angaben vertraut.
So etwas passiert, auch im VetAmt sitzen nur Menschen.
Mal ganz ehrlich - ist denn nicht auch positiv, von einer Behörde Menschlichkeit und nicht nur reine Paragraphenreiterei erwarten zu können?
V.B. ist ein Blender, und es sind unterschiedliche Faktoren (wozu z. B. auch eine Fangemeinde gehört), die sie in diese Position gebracht haben, die zu den derzeitigen Zuständen geführt hat.
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Zum allgemeinen Thema der Hundeabgabe, dem Nein-Sagen, der aktuellen Situation (nicht bei V.B., sondern allgemein)
Wenn es diesen bisherigen Schlüssel - pro Person 10 Hunde - tatsächlich gibt, frage ich mich, warum es überhaupt eine Zulassung für das Projekt HHF gegeben hat?
Oder waren es bei der Gründung der HHF als gUG mehr als nur V.B. und Swantje, die sich um (genehmigte!) 40 Hunde kümmerten?
Dieser Anspruch von individueller Zeit pro Tag für jeden einzelnen Hund, der bei SinL ja verfolgt wird, ist für mein Empfinden eine Selbstverständlichkeit.
Dass SinL das auch so empfindet und durchführt, finde ich großartig.
Eine Herabsetzung des Schlüssel von 10 auf 5 Hunde fände ich großartig.
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Ich finde das auch irgendwie dubios - aber gehört das zum Thema?
Mal zur Erinnerung:
ich weiß nicht, ob es jetzt noch so in dem Statement von V.B. steht, aber sie hatte darin erklärt, dank einer großzügigen Spende etliche Hunde von einer Warteliste in Einrichtungen untergebracht zu haben, die bezahlt werden mussten.
Später dann hat sie aus Kostengründen wieder Hunde aus diesen Einrichtungen zu sich genommen, um Kosten zu sparen.
Zumindest einige der bei ihr angesammelten 120 Hunde sind also auf diesem Weg bei der HHF gelandet.
Wie viele - keine Ahnung.
Um diese Kosten decken zu können, müssen natürlich auch Hunde bei HHF aufgenommen werden, deren Besitzer einen entsprechenden Entgelt dafür bezahlen.
Das ist ein Rattenschwanz, der sich so entwickeln konnte, weil es sich bei der HHF um eine private Institution handelte, bei der eine einzelne Person über alles bestimmen konnte.
Hier sehe ich einen möglichen Ansatz, um zukünftig solche Ausuferungen zu verhindern:
Deutlich größere Kontrollen von Außen, mit sofortigen Konsequenzen schon bei geringen Abweichungen von den Vorgaben.
Wenn ich überlege, bei dem doch sehr positiven Bericht über die HHF im letzten Jahr war schon bekannt, dass die Anzahl der Hunde die erlaubte Zahl überschritt - was hätte da passieren müssen, um die danach folgende Ausuferung zu verhindern?
Ich weiß es nicht.
Was mMn allerdings dazu beitragen könnte, um eine Flut verhaltensauffälliger Hunde zukünftig einzudämmen: Mehr Verantwortung für den einzelnen Hundehalter, und zwar finanziell.
Bisher ist ein Hundebesitzer ja aus seiner Verantwortung raus, sobald der Hund eingezogen wird. Ist der Hundebesitzer aber in der Pflicht, die Kosten für eine Unterbringung zu übernehmen (ähnlich der Unterhaltszahlung bei Kindern), dürften sich so einige Menschen doch überlegen, ob und vor Allem WELCHEN Hund sie sich zulegen.
Dann wird es statt des Kangal für die Stadtwohnung vielleicht doch lieber der händelbare Jack-Russel-Mix ...
Das ist nur ein Gedanke, der seine Ecken und Tücken und Fallstricke hat, das weiß ich.
Was ich ganz sicher weiß: Menschen können nicht gezwungen werden sich zu ändern.
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Den Ansatz finde ich in Abwandlung* gar nicht sooo falsch.
*Anmerkung: Damit ist gemeint, "Hunde von Hunden lernen zu lassen", auch aber nicht nur hinsichtlich einer `klaren Kommunikation`.
Genau diese Abwandlung ist aber ein völlig anderer Ansatz, betrachtet Hunde aus einer völlig anderen Perspektive - einer, die dem Hund nach heutigem Wissensstand deutlich gerechter wird.
Genau wie du lasse ich einen Hund von einem GEEIGNETEN anderen Hund lernen, und bringe mich von Beginn an als Mensch ein (und sei es nur durch Präsenz - aber ich bin DA).
Tucker hat es noch detaillierter erklärt.
Ich will Frau Bokr hier nicht persönlich verteidigen (ebenso wie ich sie nicht verurteilen will).
Ich finde schade, dass du Kritik in die Schubladen "Verteidigen oder Verurteilen" steckst.
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Ja, das finde ich auch gut. (Anmerkung: Der Hinweis mit dem Abstand nehmen ist hier gemeint)
Aber es ist längst nicht alles.
Klar ist das längst nicht alles. Im Kontext hatte ich auch geschrieben, was die TE JETZT schon tun kann, bis zur nächsten Trainerstunde.
Das Folgende:
Dem Hund Sicherheit geben
Den Hund erziehen
Dem Hund klar und freundlich aber konsequent Regel aufweisen.
kann ihr nämlich nur der Trainer vor Ort nahebringen, nach einer ausführlichen Anamnese (auch mit gesundheitlichem Check).
Mein Problemchen Border hat sich mit Mäusebuddeln (wollen) immer ins Off schiessen wollen. Ich hatte nicht in einer Minute seines Tuns den Gedanken, er ist damit glücklich. Der hat das als Ventil genommen und ich habe es nicht zugelassen.
Und wenn es ein nordischer Problemhund gewesen wäre, hätte ich auch nicht gedacht: Oh wie fein, meine Hund benimmt sich wie ein Fuchs auf der Jagd, ohne dass es einen Nutzen hat. Denn selbst der stinknormale Fuchs tud sich das Mäusejagen nicht aus Langeweile an.Es ist einfach absurd, zu denken, ein Hund ist dabei "glücklich".
Warum ich an dem derzeitigem Ablauf - bis zur nächsten Trainerstunde - nichts ändern würde:
Gerade die abendlich Runde scheint für die TE ein Zeitraum zu sein, in dem sie Kraft schöpft, ihren Hund auch mal fernab der Problematik und unbelasteter zu sehen.
Trotzdem würde ich den Hund in dieser Zeit nicht einfach nur "laufen" lassen, und ich finde den Aspekt des "Wegschießens durch Mäuseln", der hier von@Mehrhund kam, auch sehr wichtig.
Gerade deshalb würde ich aber versuchen, mich selber aktiv in genau diese Zeit mit einzubringen, mich quasi in die Welt des Hundes zu "schleichen", Teil von ihr zu werden.
BIS DER TRAINER KOMMT.
Mit ihm würde ich dann auch die Tagesplanung durchsprechen.
Hinweis: Der Maulkorb gehört selbstverständlich auch bei der abendliche Feldrunde drauf.