Beiträge von Hundundmehr

    Sieht man sich zB an, was bei den "gewaltfreien" Erziehern, selbst unter den gemäßigten, schon als Gewalt gilt,

    Tja - und genau diese Einteilung in gewaltfreie und gewaltanwendende Erziehung ist einfach falsch. Ich habe keine Ahnung, warum es gerade im Umgang mit Tieren so auf die Begriffe "Gewalt versus Wattebausch" fokussiert wurde - aber gerade in der "modernen Hundeerziehung" geht es nicht um Gewalt oder Wattebausch, sondern um Erkenntnisse aus den Lerntheorien, im Idealfall bezogen auf den Hund auf die neuesten Erkenntnisse hinsichtlich dessen geistiger Fähigkeiten.

    Beides geht an der Realität des Wesens eines Hundes vorbei.

    Das geht mitnichten am Wesen eines Hundes vorbei (ich weiß gar nicht, was das Wesen eines Hundes ist - ich kann einen Hund maximal biologisch einordenen als "Raubtier, Hundeartige, Nachfahre des Wolfes, durch jahrtausende einwirkende Domestikation trotz seiner genetischen Nähe zum Wolf zu einer nahezu eigenen Spezies geformt) welches ich maximal beschreiben kann als: Ein denkendes und fühlendes Lebewesen, mit assoziativen Fähigkeiten die es weit weniger seinen Trieben ausgeliefert sein lassen (könnten - aber das ist eine andere Diskussion...), als es seine nicht domestizierten Verwandten sind.

    Es geht an der Realität vorbei - und die ist nunmal kein Ponyhof.

    Habe ich jetzt auch für mich entschieden - danke für den letztendlichen Kick

    Ja sorry, hats mir grad den Nuggi rausgehauen:ops:. Hätte ich mich mal besser selbst dran gehalten ...

    Immer dieselbe Scheixxe, wirklich, in nahezu jedem Thread.

    Konnte mich nicht entscheiden zwischen "Lachen" und "Danke" :D

    Deshalb hier:

    Danke :bindafür: - für den Beitrag, mit dem du nicht nicht an deine eigene Vorgabe gehalten hast.

    Es ist leider so - immer derselbe Schxxxx...

    Und mich entschieden, das nicht weiter zu diskutieren.

    Habe ich jetzt auch für mich entschieden - danke für den letztendlichen Kick :smile:

    Und am Allertollsten wäre ein Alternativkonzept. Ich denke, dieses Thema „Schulungs- und Trainingsangebot für schwierige/aggressive Hunde vor allem auch für Mitarbeiter in Einrichtungen“ denkt in diese Richtung. Den Gedankengang find ich vernünftig, und vielleicht finden sich - sofern Akzeptanz und Interesse dafür da ist - da ja auch noch weitere Anbieter (für die, die mit den aktuellen Köpfen und deren Methoden nicht können und wollen). Einen Versuch und eine unvoreingenommene Einschätzung der Ergebnisse ist es aus meiner Sicht jedenfalls schon wert.

    Gibt's doch schon uns haben wir mehrmals durchgeführt, denn letztendlich ist das Handling solcher Hunde kein Hokuspokus sondern mit etablierten erlernbaren Techniken verknüpft. Eigentlich ist gerade ein richtiger Boom, man findet monatlich Veranstaltungen und Weiterbildung zum sicheren Handling von aus dem Ruder gelaufenen Hunden.

    Ich kenne auch den direkten Vergleich von Schulungen von Kollegen und denen der HHF und ..naja...

    Das ändert meiner Meinung nach nichts am Grundproblem, welches nicht zu lösen ist.

    Allerdings zeigt es, dass es kleine positive Entwicklungen gibt, denn das Interesse von Tierheimen ist diesbezüglich oft sehr groß. Strukturelle Probleme, hohe Burnoutraten und die Unterbezahlung vieler Einrichtungen bleiben bestehen.

    Um das zum Thema zurück zu führen: Norman Mrozinski hat sich doch genau auf diese Thematik spezialisiert - auf seiner HP ist nachzulesen, dass er Tierheime und tierheimähnliche Einrichtungen hinsichtlich Gruppenhaltung berät. Dazu gehört ein Einschätzen der Hunde, und als Trainer mit langjähriger Erfahrung in Umgang, Haltung und Training mit Hunden wird er sicher auch genau diese bei diesen Beratungen mit einfließen lassen.

    Genau das macht mir ja Hoffnung - Hoffnung für die Masse an Hunden, die jetzt anderweitig untergebracht werden müssen.

    Managen setzt aber erstmal voraus, dass ein Bewusstsein dafür vorhanden ist.

    M.E. ist es auch nicht zielführend, den Begriff Management derart zu verwaschen, auf dass ein jeder davon ausgeht, wenn ich einen Hund führe, dann bin ich Manager. Wer spricht denn so? Kenne nicht einen einzigen Otto-Normal-HH, der davon spricht, er würde seinen Hund managen :ka: Ist das in D so ein üblicher, alltäglicher HH-Duktus?

    Ich halte es nicht für zielführend, der Bewertung "Sachkunde und Management" eine besondere, höhere Bedeutung zuzumessen, weil diese Bewertung von der HHF kommt.

    Sowohl V.B., aber vor Allem auch N.M. haben die Aussage gemacht, viele der "Höllenhunde" bei HHF würden dort gar nicht hingehören.

    Auch hier im Thread wurde mehrfach die Problematik des "Rufes" dieser Hunde angeführt; Sie hätten einen Stempel, als Höllenhunde, was die Vermittlung nicht unbedingt erleichtern würde.


    Hundehalter, die nach der Vorgabe handeln: "Das machen die schon unter sich aus!" haben sicher zumindest nicht das erforderliche Bewusstsein für ein Management, wie es für einen Hund von der HHF nötig wäre.

    Bezweifle, dass sie sich einen Hund bei HHF holen ...

    Vermutlich ist ein nicht geringer Teil der Hunde genau deshalb bei der HHF gelandet.

    Managen setzt aber erstmal voraus, dass ein Bewusstsein dafür vorhanden ist.

    Hundehalter, die nach der Vorgabe handeln: "Das machen die schon unter sich aus!" haben sicher zumindest nicht das erforderliche Bewusstsein für ein Management, wie es für einen Hund von der HHF nötig wäre.

    Stufe "grün" für einen Hund der HHF heißt für mich erstmal: Die Baustellen dieses Hundes sind bekannt, diese Baustellen kommen nicht zum Zuge, wenn ein bestimmter Umgang damit gewährleistet ist, die Umsetzung dieses Umgangs ist nötig, aber ohne großen Aufwand zu tätigen.

    Und was man halt noch einmal klar hervorheben muss, bei der Einteilung:

    Zitat


    Grün bedeutet, dass die Hunde von einer sachkundigen Person gut zu managen sind.

    Ich habe es jetzt mal fett und rot markiert.

    Da steht nicht "grüne Hunde können easy mit im Alltag mitlaufen", da steht ganz klar, dass Kenner diese Hunde gut managen können.

    :bindafür::gott::gott::gott:

    Leider wird hier und da (und nicht von dir, @Helfstyna , nur sicherheitshalber angemerkt) lustig reininterpretiert, was "managen" denn heißt.

    Das kann heißen:

    - Der Halter weiß, sein Hund mag andere aufdringliche Hunde nicht. Also halte ich diese von ihm fern, und bringe dem eigenen Hund bei, dass es nicht sein, sondern der Job des Halters ist, das Abhalten dieser Hunde zu übernehmen.

    - der Hund mag keine Hundeansammlungen. Also manage ich, indem ich diese vermeide, und den eigenen Hund verlässlich schnellstmöglich aus diesen Situationen rausbringe

    - der Hund bedarf der Einhaltung einer größeren Individualdistanz. Also bewege ich mich mit dem Hund in Räumen, wo die Einhaltung dieser Distanz auch möglich ist

    Ich selber manage permanent. Das ist meistens völlig unspektakulär, für andere gar nicht erkennbar. Viele, sowohl kleinere als auch größere Manipulationen meinerseits haben sich einfach im Laufe des Zusammenlebens "eingeschlichen", sind ein Handling, welches so in Fleisch und Blut übergegangen ist, dass ich selber es gar nicht mehr bewusst wahrnehme.

    Management ist nicht per se etwas Schlimmes, oder gar großartig Aufwändiges.

    Es gibt allerdings unterschiedliche Arten des Managements. Deckeln ist eine Art.

    Das ist nicht meins. Weil aber die "Resozialisierung" bei HHF darauf aufbaut, und diese Art des Umgangs dann vom zukünftigen Eigentümer des Hundes weiter fortgeführt werden muss, könnte ich keinen Hund von HHF übernehmen.

    Eine gewöhnliche Suche per Suchmaschine erbringt auf Seite eins ausschließlich eher positive Medienberichte, überhaupt kein Hinweis auf die aktuelle Situation.

    Nun - auf der HP der HHF findet man aber die Stellungnahme, und auch den Aufnahmestopp.

    Auch wenn ich N.M. durchaus kritisch sehe, habe ich doch sehr viel Hoffnung, er IST jetzt der richtige Mann an der richtigen Stelle.

    Was mit V.B. passiert, interessiert mich gerade mal gar nicht.

    Vorrangig ist die Auflösung, alles andere ist Spekulation und liegt in der Zukunft.

    Ich frage mich wirklich ernsthaft, wieviele Leute in D sich Hunde/Tiere bis unters Dach stapeln und dabei auch absolut überzeugt sind, dass sie das Richtige tun und den Tieren helfen. Denn davon gehe ich schon aus, dass die sich selber glauben, dass das Hilfe ist.

    Bei dem Fall in Kärnten muss sich aber im Oberstübchen der Dame ordentlich was verschoben haben, wenn unter über 30 toten und in Plastiksäcken verstauten Hunden noch "Hilfe" verstanden wird...

    Ja - HHF ist nicht so eine völlig kranke Hausnummer wie in Kärnten.

    Dennoch kann eine Ansammlung von Hunden, bei der nur noch Verwahrung, aber keine vernünftige Arbeit möglich ist, doch nicht mehr erklärt werden als "Hilfe" für diese Hunde.