Noch dazu ist jagen/hetzen sehr selbstbelohnend, so hoch kann ich ja gar nicht belohnen.
Warum nicht?
Ich habe für meinen Knallkopf eine Reizangel (dabei muss man sich als Mensch natürlich schon ordentlich bewegen
) und ein Felldummy mit Gummiseil. Beides darf er nicht hirnlos hetzen, sondern hat über das Training gelernt, sich zu kontrollieren, zu konzentrieren und dass er seinen "Kick" über Kooperation, Impulskontrolle und Freigabe bekommt.
Kleinschrittig und in einem zunächst reizarmen Rahmen aufgebaut lassen sich damit auch reale Bewegungsreize (Wild) sehr gut kontrollieren und der Hund kann seinen Jagdtrieb in einem sicheren Rahmen ausleben, ohne sein Hirn zu verlieren.
Sorry dass ich jetzt deinen post "missbrauche" und das was mich anspringt so fett hervorhebe, @Juno2013 - ABER: Genau DAS ist die Kunst!
Das Jagdverhalten in Kombination mit der LERNFÄHIGKEIT des Hundes so nutzen, dass er lernt, sein Hirn einzusetzen und gleichzeitig aber den für das Wohlbefinden seines Organismus nötigen Dopaminkick in für mich lenkbaren Bahnen zu erhalten.
Der sinnvolle Einsatz im wohlüberlegten Training mit so Medien wie Reizangel oder Zugseil ist dabei eine sehr wertvolle Hilfe -wobei die Betonung auf "sinnvoll und wohlüberlegt" liegt (Sonst "erziehe" ich mir einen Dopaminjunkie, also das genaue Gegenteil von einem lenkbaren Hund).