Und ich mag mir über diesen Hund nicht wirklich ein Urteil erlauben. Weiss nicht, ob die Geschichten alle stimmen. Wenn sogar strittig ist, Verletzung wg. Sturz, Verletzung wg. Biss ... und hinzu kommen "alte Vorfälle", deren Abläufe man nicht nachvollziehen kann. Also ich kann es nicht. Was aber für die eine Richtung gilt, harmlos, gilt auch für die andere, gefährlich.
Genau so geht es mir auch. MEINE Glaskugel bietet mir hier etliche Varianten, schon von Beginn an, weshalb ich auch die erste Veröffentlichung in diesem Fall - die Darstellung des Rechtsanwaltes - mit Skepsis gelesen habe.
Wobei ich ganz klar der Meinung bin: Ein Hund mit Leinenaggression gehört NICHT an die Schleppleine. Weil diese dem Hund die Möglichkeit einer Kräfteentwicklung gibt, die KEIN Mensch ausbremsen kann.
Das enthält die ganze Bandbreite des Verhaltens:
https://www.spektrum.de/lexikon/biolog…-verhalten/1530
Deswegen weiss ich jetzt nicht genau, worauf Du anspielst.
Gattermann (Wörterbuch zur Verhaltensbiologie) gibt da die nähere Definition:
" Sammelbezeichnung für alle Verhaltensweisen gegenüber Artgenossen, die das eigene Verhalten störend beeinflussen."
Im weiteren Sinne ist das nicht nur auf störende Verhalten von Artgenossen zu beziehen, sondern auf jegliche Faktoren (Umweltreize; das können Menschen, aber auch Mülltonnen, oder Autos, oder spielende Kinder etc. sein - denn störend ist das, was derjenige als störend empfindet).
Dabei gibt es natürlich auch eine gesellschaftliche "Norm", was als "störend" empfunden werden sollte, und was nicht.
Spielende Kinder auf einem Spielplatz sind z. B. keine Störung -auch wenn (manche) Anwohner das so empfinden.
Auf Hundeverhalten bezogen, ist es wohl als normal anzusehen, wenn Hunde nicht grundsätzlich Menschen als störend betrachten, EDIT: und im vorliegenden Fall wird aber von einem NICHT-PROVOZIERTEM Verhalten ausgegangen, d. h., es lag kein Auslöser vor, der eine solche Störung vermuten lässt.
Aggressives Verhalten ist Bestandteil des agonistischen Verhaltens.
Es ist dann gefährlich, wenn es eine bestimmte Eskalationsstufe erreicht.
Der Gesetzgeber unterscheidet hier grundsätzlich zwischen taktil und nicht-taktil.