Beiträge von Hundundmehr

    Seit der ersten Hamsterkaufwelle mache ich mir Gedanken um die Versorgung meiner Hunde im Fall des Falles.

    Unterstützen würde uns unser Sohn und auch Nachbarn, sollten wir komplett ausfallen (Krankenhausaufenthalt), aber von diesem Supergau gehe ich erst mal nicht aus.

    Gedanken mache ich mir aber um die futtertechnische Versorgung, weil wir barfen.

    Was ist, wenn Quarantäne auferlegt wird ... :denker:

    2 Wochen käme ich über die Runden, aber für mehr ist im Gefrierschrank kein Platz.

    Das verbraucht sich ja aber auch, und wenn ich da nur noch für 1 Woche Futter drin habe, wird es bei einer Quarantäne eng mit dem Nachschub.

    Bisher war ich eigentlich recht entspannt hinsichtlich dieser Pandemie, aber nachdem jetzt striktere Maßnahmen in NRW greifen, bin ich da nicht mehr ganz so ruhig.

    Wie geht es euch damit, habt ihr auch Vorsorge getroffen, für euch und eure Hunde?

    Ich kann es allgemein absolut nicht nachvollziehen weshalb Züchter daran festhalten Hunde mit gesundheitlichen Einschränkungen und Leid weiter so zu züchten wie z.B. bei der französischen Bulldogge.

    Da du es hier ja erwähnst - du erinnerst dich?

    https://www.tierarzt-rueckert.de/blog/details.p…odul=3&ID=20842

    Noch nicht einmal 1,5% der NEUANMELDUNGEN bei Tasso für diese Rasse kam von ZÜCHTERN!

    Um das (noch mal) in Zahlen auszudrücken: An die 11.000 (in Worten: Elftausend)!!! Erwerbern von diesen Plattnasen hatten weder ein Interesse an den rassespezifischen Gesundheitsproblemen, noch an der Herkunft - Hauptsache: "Plattnase haben wollen!!!"

    Ohne mich bei den Züchtern dieser Rasse auszukennen: Selbst wenn diese auf ausreichende NASE bei ihrer Zucht achten - wie können diese sich durchsetzen angesichts von über 98% an Interessenten für diese Rasse, die anscheinend lieber einen Hund ohne Nase haben möchten ... und diesen dann woanders her bekommen?

    Um mal von dieser Vergleichsschiene weg zu kommen:

    Es geht doch nicht um die Sinnhaftigkeit bei Einzelfallentscheidungen, ob das Ausnutzen jeglicher medizinischer Möglichkeiten vertretbar ist oder nicht bei dem jeweiligen Hund.

    Das sollte tatsächlich immer eine Einzelfallentscheidung bleiben, und da wird es niemals auszuschließen sein, dass es da unterschiedliche Empfindungen gibt, ein Pro und Contra.

    Es geht darum, dass durch Wahrnehmungsstörungen bei Menschen bestimmte rassespezifische Merkmale und damit zusammenhängende, notwendige Maßnahmen, die zu Einschränkungen in der Lebensqualität führen, einfach in Kauf genommen oder auch ausgeblendet werden.

    Dann mal meine Strategie bei Amigo :smile:

    Ungefähr zum Zeitpunkt seiner - sehr spät aufgetretenen - Pubertät hatte er eine Phase, wo er aus seinem Jagdverhalten gar nicht mehr rauskam.

    Das äußerte sich so, dass er permanent auf der Suche nach jagdlichen Reizen war, die Nase war permanent am Boden oder im Wind, die (Schlapp-)Ohren auf Radar gestellt, die Körperspannung und Haltung zeigte permanent einen Hund "auf der Jagd".

    Was mir zu Gute kam: Amigo kannte von Welpe an Freilauf, und Leine hatte für ihn die Bedeutung: Der Bewegungsspielraum ist zwar eingeschränkt, aber die Leine hinderte ihn nicht daran, seinen hündischen Bedürfnissen nachzukommen.

    Dazu zählt aber nicht Jagd, weil (zumindest für einen Retriever) Jagd eben nur ohne Leine möglich ist.

    Da ich bei ihm schon vor der Pubertät mit Apportiertraining angefangen hatte, hatte ich hier schon Basics, bei denen Amigo von sich aus schon sehr viel Motivation mitbrachte.

    So konnte ich die Leine einsetzen, um ihm anzuzeigen: Jagd ist beendet.

    So habe ich ihm immer mal wieder WÄHREND der Spaziergänge kurze Apportiereinheiten angeboten, und das Ende dann durch Anleinen signalisiert. Angeleint blieb er, bis ich merkte dass er nicht mehr im Jagdmodus war - und das war daran zu erkennen, dass er wieder anfing die Umwelt eben nicht in seiner typischen Jagdhaltung zu scannen, sondern einfach anfing zu schnüffeln zum Markieren, z. B., oder eine modrige Stelle mal genauer zu inspizieren, also überhaupt Gerüche wahrzunehmen, die keinen Jagdspaß versprechen. Oder auch überhaupt Interesse an anderen Hunden zu haben.

    In den ersten Tagen hat es 15 Minuten gedauert, bis der Kerl aufhörte, an meinem Knie klebend mit bettelnden Augen "Mehr, mehr, mehr:cuinlove:" einzufordern. Das war echt zäh...

    Aber diese Zeiten wurden immer kürzer, und nach ca. 3 Monaten konsequenter Anwendung dieser Vorgehensweise konnte Amigo tatsächlich sofort akzeptieren, wenn ich die Dummies wieder einpackte und "Ende" signalisierte - und dann sofort auf "Normal-Spaziergeh-Modus" umschalten.

    Dazu kam natürlich Konditionierung auf seine Hauptbeute - die Dummies.

    Will ich etwas sehr intensiv trainieren, nutze ich Superleckerchen als Superverstärker.

    Hundewurst ist da richtig toll, aber der Jackpot sind hier Hähnchenherzen.

    Die setze ich selten, aber ganz bewusst ein, wenn ich gezielt Lernlektionen vertiefen will.

    Hm - ein sehr bewährtes Mittel, um ganz klar "Ende der Jagd" zu signalisieren, ist das Futter-Erarbeiten: Ich habe die morgendliche Löserunde eine Zeit lang so gestaltet, dass es zunächst einen kurzen Lösegang gab; Anschließend habe ich 2, maximal 3 Apportaufgaben gegeben, und direkt danach gab es vor Ort die mitgebrachte morgendliche Futterration. Danach ging es zum Auto/nach Hause, und da war dann Ruhe.

    Meiner Erfahrung nach ist beim AJT weniger die Hochwertigkeit der Belohnung ausschlaggebend für den Hund um dem Reiz nicht nachzugehen, sondern im Hirn noch klar zu sein.

    Ich belohne hochwertig, weil ich die Leistung des Hund wertschätze, nicht weil ich wirklich glaube, dass der Hund es nur tut, weil es Belohnung X gibt.

    Das ist eine sehr wichtige Aussage!

    Es geht nicht um die Belohnung - es geht darum, ob diese Belohnung VERSTÄRKT.

    Tut sie das nicht, ist es keine Belohnung, sondern Bestechung.

    Pelle findet nicht immer alles gleich geil, bzw. entsprechend gestresst, lässt er sogar das Würstchen liegen.

    Dann sollte daran gearbeitet werden, dass Pelle nicht mehr so gestresst ist. Später mehr dazu.

    Sondern er widersteht dem Impuls und orientiert sich zu mir, wegen der Aussicht auf etwas Lohnenswertes.

    Da liegt der Fehler, denn dabei geht es nicht um etwas Lohnenswertes, sondern im Fall des Falles darum, ob der Hund es in dem Moment als LOHNENSWERTER empfindet.

    Das wird ein langer Weg da genug Ruhe reinzubekommen, dass Lernen überhaupt stattfinden kann.

    Genau deshalb muss JAGEN gelernt werden mit einem jagdlich hochambitionierten Hund.

    Dieser Jagdregelkreis lässt die Hormone des Hundes in die Höhe schießen, und wenn der Hund nicht lernt, innerhalb dieses Regelkreises zu DENKEN - dann wird er immer wieder in Stress sein, je nach Jagdanreiz wird er dann von jetzt auf gleich völlig weggeschossen.

    Dieses Jagen wird außerhalb realer Jagdsituationen geübt. Regelmäßiges Üben, kleinschrittiges Aufbauen und Abwechslung geben dem Hund einen Rahmen, in dem er sein Jagdverhalten ausleben KANN.

    Bietet der Hunde außerhalb dieses Trainings in der "Freizeit" (also bei den Spaziergängen) etwas Förderungswürdiges an, dann ist das ein ZUSÄTZLICHES Sahnebonbon, ein Geschenk für UNS, welches wir ZUSÄTZLICH fördern können.

    Das ist aber ein Zusatz, und nichts, worauf sich das von uns gewünschte Jagdverhaltenstraining alleine aufbauen lässt.

    Das Video ist nicht schrecklich, weil dort kein röchelnder Mops zu sehen ist.

    Wer allerdings nicht mit ansehen kann, wie ein Tier durch einen Tubus atmet, der sollte sich das besser nicht ansehen.

    Wichtiger ist eigentlich die Botschaft, welche - neben den anschaulichen Erklärungen im Video - zu ALLEN brachycephalen Rassen gegeben wird:

    Kauft nur Hunde, deren Nase mindestens 1/3 des Kopfes ausmacht!

    Jede/r, der/die sich einen Hund ohne diese Mindestnase holt, trägt dazu bei, ein Bild dieser Rasse zu verbreiten, welches zu weiteren Käufen beiträgt.

    Auch, oder besser gerade diejenigen, die ein Exemplar dieser Rasse erworben haben welches keine brachycephalen Symptome zeigt, tragen dazu bei, dass dem Otto-Normal-Verbraucher suggeriert wird, diese Rassen wären doch gar nicht so krank.

    Für mich käme ein Hund ohne Nase nicht in Frage.

    Gute Entscheidung!

    Ich habe in dem Alter immer noch zusätzlich eine Quark-Mahlzeit gefüttert (bei eurer kleinen Süßen reichen da 2 Esslöffel, wo dann etwas Apfel, ein wenig Mandarine oder auch ein Stück Gurke untergerührt wird - geraspelt oder ganz klein geschnitten).

    Ganz ehrlich - ein Futter, bei dem keinerlei Unterschied bei der Größe der Hunde gemacht wird, kann nicht gut sein.

    Auch kenne ich es so, dass Welpen auch bei Trockenfutterfütterung zunächst erst mal ein Futter bekommen, welches eingeweicht wird.

    Aber wenn ihr jetzt sowieso das Nassfutter gebt, würde ich jetzt einfach zwischen der ersten und zweiten Mahlzeit einen Quarksnack füttern - 5 Portionen bei einem Welpen dieser Größe sind besser als 4, eben auch, weil der Magen so winzig ist.


    Schön dass deine Frau wieder aus dem Krankenhaus raus ist, weiter gute Genesung!

    Ich bin jünger als du und hab das "l"auch nicht gesehen und mich gewundert, warum "Papagei" falsch ist.

    ... und ich bin älter als ihr, und habe auch erst gestutzt, dann ZWEI mal genau hingesehen - und mich dann gefragt, was denn dieses "l" hinter dem Wort "Papagei" zu suchen hat ... bis ich die Wortbedeutung verstand ...

    Da - aber auch erst da! - war mir dann der nachfolgende Satz und die Smilies so RICHTIG klar:

    Mit Blick auf den Fragebogen, auf dem 3 Geschwister eingetragen waren kam von der Ärztin nur:"Hmmm...ja!" :hilfe::ops:

    :lachtot:

    Ich finde Paddock z. B. ziemlich furchtbar. Klar können sie einen zusätzlichen Komfort für das Pferd bedeuten - aber in der Praxis werden sie (oft) als Ersatz genutzt, weil die Pferde nur stundenweise auf die Wiesen können/dürfen/sollen.

    Sie sind aber kein Ersatz für ganztägige Weide.

    Deshalb gab es für mich auch keinen Stall mit Halle.

    Zumindest in meiner Gegend sind die Betriebe, die über eine Halle verfügen, dafür leider nicht so gut mit Wiesen bestückt, weshalb die Pferde dort nur stundenweise auf die Wiese dürfen, mit Glück gibt es noch Bewegung in der Führanlage ... und den größten Teil befinden sie sich in der Box.

    Dafür sind sie dann aber beim Reiten "schön spritzig" ...

    Leute, eigentlich ging es doch um diesen Einwand, bzw. die Art der Frage:

    ... und wenn du Pech hast, öffnet die liebe Stallkollegin die von dir extra geschlossenen Stalltore, damit die armen Schwalben zu ihren Nestern kommen ... obwohl dein Pferd gerade zum Abschwitzen im Stall steht ...

    Sorry, völlig OT, aber was hat denn das Stalltor mit dem Abschwitzen zu tun? Sag mir nicht ernsthaft wegen dem Zug? :???:

    Ob mit oder ohne (Abschwitz-)Decke ein nasses Pferd gehört nicht in Zugluft.

    Darin stand aber mein Pferd, weil die Stallkollegin die von mir zuvor verschlossenen Stalltore wieder geöffnet hat, ohne zu fragen, und ohne auf mein Pferd zu achten - wegen der Schwalben.

    Ich erspare euch den ganzen Disput, es endete aber damit, dass diese Stallkollegin ein Verbot bekam, geschlossene Stalltore ohne Rücksprache zu öffnen.