Danach wird der Hund auf ein nachgelegtes Dummy nach rechts voran geschickt.
Wie legst du nach?
Sichtig für den Hund, oder sieht er das Nachlegen nicht?
Danach wird der Hund auf ein nachgelegtes Dummy nach rechts voran geschickt.
Wie legst du nach?
Sichtig für den Hund, oder sieht er das Nachlegen nicht?
Sehr schön ![]()
Dass sich Stabilität zeigt, ist wohl der wichtigste Schritt, auch wenn es noch dauert, bis sich "die alte Form" wieder etabliert hat.
Gegen morgendliches Nüchternerbrechen bekommen meine Jungs übrigens immer ein "Betthupferl" - ein kleiner Rest von der Morgenmahlzeit, der mehr ist als nur ein paar Leckerlie, aber weniger als die Morgen- und Mittagsmahlzeit.
(Hat sich bei uns so etabliert, weil die Morgenmahlzeit die gesamte Gemüseration beinhaltet, die ohne eine ausreichende Menge an gewolftem Fleisch verschmäht würde; Das macht die Gesamtmenge aber so groß, dass ich sie nicht in einer Portion geben möchte - also: Der Rest als Betthupferl unmittelbar nach dem letzten Spaziergang.
Und was ist die Basis und wie trainierst du die?
Und nein, bei der Kreativität geht es nicht darum dass dem Hund nicht langweilig wird, sondern dass er keinen Mist lernt. Wie zum Beispiel in deinem Fall, dass voran heißt „Renn nochmal zu der Markierung“
Sorry, aber: Bei zu viel Kreativität lernt der Hund genau das - Mist!
Das kippt dann leicht in Überforderung, und fördert dann alles mögliche - nur nicht das Lernziel welches eigentlich erreicht werden soll.
Ich habe momentan allerdings den Eindruck, wir meinen das Gleiche, reden allerdings aneinander vorbei: Ich stelle mir das eine Extrem vor, du dir das andere... kann das?
Ich bin jetzt bei @Frankyfan und deren Hund - und diese stehen ja gerade erst am Anfang.
Da ist mir dieses "Voran" aufgefallen - und das richtige Schicken auf ein Blinddummy finde ich für einen Hund, der gerade erst mit dem Apporttraining angefangen hat, zu Beginn zu früh.
Mein angebrachtes Beispiel war EINE von vielen Möglichkeiten, die Basis für das "Voran" zu erarbeiten, und ich fände es persönlich jetzt sinnvoller, Frankyfan mehrere Möglichkeiten an die Hand zu geben, wie diese Basis erarbeitet werden kann.
Das kann man mal machen um dem Hund das Konzept beizubringen aber dann muss man viel kreativer werden.
Es geht ja auch genau um das Konzept - wenn der Hund das nicht begriffen hat, fehlt ihm die Basis.
Was ich beim Apport tatsächlich so liebe: Die Kreativität, die ich als Halter aufbringen muss, und zwar schon sehr früh - sonst wird es für den Hund langweilig.
Eine Möglichkeit, das Voran einzuüben:
Du legst deinem wartenden Hund ein Apportel sichtig aus, als Markierung. Ungesehen für den Hund legst du an dieser Stelle noch ein zweites Apportel aus, mit vielleicht 2m Abstand zu dem Apportel, welches du für den Hund sichtig ausgelegt hast.
Dann schickst du den Hund zunächst mit Apport dort hin.
Beim zweiten Schicken dann mit "Voran".
und was lernt der Hund dabei?
Das Vertrauen in die richtungsweisende Hand.
Früher hab ich das häufiger gemacht, in wt's begegnet es einem ja auch und in trainings sowieso, aber der Lerneffekt ist sehr gering.
Er ist eine Brücke für den Hund. Es geht ja erst einmal darum, dem Hund ein Gefühl für
- die Richtungsweisung
- das Vertrauen darauf, dass der Halter sicher ist: Genau dort ist noch Beute für dich!
zu vermitteln.
Ich mache das jetzt auch deutlich weniger als zu Beginn der jeweiligen Ausbildung eines meiner Hunde, werde es aber demnächst auch für Leif wieder verstärkt nutzen.
Das "Voran" ist die Königsdisziplin ...
Du bist ja noch nicht so lange beim Üben, wenn ich das richtig verstanden habe.
Es dauert - selbst bei richtig guten Hunden, und bei richtig guten, erfahrenen Haltern - eine geraume Weile, bis der Hund das Einweisen mit der Hand und dem Auffinden eines Blinddummies verknüpft.
Dafür muss der Hund eine gute und sichere Basis in allen anderen Bereichen haben, bevor er dies tatsächlich begriffen hat.
Bei mir tut sich das Gefühl auf, du verlangst vielleicht zum jetzigen Zeitpunkt zu viel von dir und deinem Hund?
Das meine ich jetzt nicht böse, überlege mal, was dein Hund für das "Voran" können muss:
Er muss ganz klar die Richtung, die deine Hand einweist, einhalten. Dazu muss er erst mal wissen (über entsprechende, dauernde Erfahrung), dass deine Hand eindeutig die Richtung zeigt. Diese auf gerader Linie einzuhalten, bis ihm entweder der Suchenpfiff oder aber seine Nase das Dummy anzeigt, ist eine Höchstleistung für einen gut ausgebildeten Hund.
Ich denke, du bist gerade noch dabei, das Signalwort "Voran" als eigenes Stimmsignal deinem Hund nahezubringen - von einem "Voran" als klar von der Markierung abgesetzen Arbeitsauftrag kann noch gar keine Rede sein.
Eine Möglichkeit, das Voran einzuüben:
Du legst deinem wartenden Hund ein Apportel sichtig aus, als Markierung. Ungesehen für den Hund legst du an dieser Stelle noch ein zweites Apportel aus, mit vielleicht 2m Abstand zu dem Apportel, welches du für den Hund sichtig ausgelegt hast.
Dann schickst du den Hund zunächst mit Apport dort hin.
Beim zweiten Schicken dann mit "Voran".
Das Voran wurde in unserem Verein wirklich ganz kleinschrittig eingeübt, ist zu Beginn gar kein echtes Voran, weil die Apportel nicht geworfen, sondern so abgelegt wurden, dass der Hund sehen konnte, was der Halter (oder Trainer) dort macht.
Das Sehen-Können wurde dann immer mehr eingeschränkt, immer so für den Hund angepasst, dass er ganz sicher die Richtung angenommen hat, in der die Hand wies.
Das ist echt schwer, und braucht viel Geduld, und kleinstschrittiges Vorgehen.
Wie übst du denn momentan das Voran?
Ich habe z.B. 2x Pfiff als Supersignal bei Wildsichtung aufgebaut, also nicht im Dummybereich.
Mein Hund bringt den gefundenen Dummy eh immer weils Leckerchen gibt, ich muss nicht pfeiffen.
Oder ist es Pflicht bei Fund zutück zu pfeifen?
Nein, das ist keine Pflicht, je sicherer ein Hund arbeitet ohne eine Hilfe seines Führers zu bekommen, desto besser ist auch die Bewertung.
Da das gerade zum Thema passt: Ich habe in einem Podcast die Tage gehört, dass es eher schlechter bewertet würde, wenn man den Hund bei Fund mit dem Komm-Pfiff pfeift, weil man damit signalisieren würde, dass der Hund ohne Pfiff nicht direkt zurückkommen würde. Wisst ihr, ob das so stimmt?
Wie ich es gelernt habe: Der Apport wird zunächst mit dem Komm-Pfiff aufgebaut; Im weiteren Verlauf sollte dann aber auf diesen Pfiff verzichtet werden können, weil das Kommando für Markierungen (für den Hund sichtig geworfene Apportel, das ist in der Regel "Apport" oder auch "Bring(s)") mehrere Arbeitsabläufe beinhaltet:
- hole das Apportel, welches ich dir anzeige
- spüre es auf
- nimm es auf
- bringe es zurück
- halte es fest, bis ich dir sage dass du es in meine Hand geben sollst
Je konzentrierter und sicherer ein Hund arbeitet, desto weniger weitere Hilfen benötigt er.
Dann ist der Komm-Pfiff überflüssig, weil das Kommando "Apport" das Zurückkommen beinhaltet.
Beim "Voran" (dem eingewiesenen Schicken auf ein nicht sichtig ausgelegtes Dummy, "Blinddummy") kann der Komm-Pfiff eine zulässige Hilfe sein.
Ja es gibt quasi für jede Hilfe die du gibst Punktabzug auf den Workingtests und Prüfungen. Wie viel und ob wirklich was bei einem einzelnen Pfiff abgezogen wird hängt auch nochmal vom Richter ab, da gibt es keine klare Regelung.
Hier müsste auch ein: "...kann es für jede Hilfe einen Punkteabzug geben..." stehen.
Die Prüfungen und auch Anforderungen sind unterschiedlich, je nach Verband/Verein, und auch den Schwierigkeitsgraden der Prüfungen.
Vielen Dank. Das liebe ich so an dieser Art von Hunde Sport, die ist so entspannt im Gegensatz zu vielen anderen.
Das kommt nicht von ungefähr ![]()
"In der Ruhe liegt die Kraft"
Konzentriert und zielgerichtet Arbeiten lässt sich nicht mit Stress vereinbaren.
Ein gestresster Hundeführer macht seinen Hund auch wuschig.
Entspannung und Ruhe ist das A und O für richtige Apportierarbeit.
Ich finde es unglaublich spannend und beglückend zu erleben, wie ein Hund über das zielgerichtete Ausüben seiner Passion lernt, seinen Kopf einzusetzen![]()
Leif hat gestern sehr aufmerksam, aber völlig ruhig ca. 20 Minuten Amigo bei der Arbeit zugesehen.
Klar war er angeleint (an einem Baum) - aber für seine 11 Monate fand ich dieses Warten-Können ohne hibbelig zu werden schon echt enorm ![]()
Gestern hatten wir eine besonders schöne Runde mit mehreren schönen Hundekontakten.
Unser Youngster lernt ja noch mit seinen 11 Monaten, wobei er knapp 4 Monate nahezu durchgehend angeleint und ohne Fremdhundekontakte verbringen musste, weshalb ich mich jetzt über jeden schönen Hundekontakt freue.
Schon von Weitem sah ich 2 Menschen mit 3 Hunden ankommen. Habe ich also meine 3 eingesammelt, und Leifur angeleint - wichtigste Lektion derzeit ist: Wir rennen nicht impulsiv zu anderen Hunden hin, sondern warten erst mal ab und beobachten zunächst ![]()
Dafür schoss dann einer der Hunde zu uns hin, es gab einen recht halbherzigen Rückrufversuch der Halterin ... wohl auch deshalb halbherzig, weil sie uns erkannt hatte. 3 hellgoldene Jungs fallen schon mal auf und bleiben im Gedächtnis haften ![]()
Der zu uns hinschießende Hund ist dann auch nicht in uns "reingerannt", sondern hat - erwartungsgemäß - abgebremst, um dann freudig aber nicht überschwänglich die erste Begrüßung zu machen.
War für Leif eine gute Lektion, denn er musste warten, bis er an der Reihe war.
Dann gab es Interaktion für 6 Hunde ![]()
Für mich hochinteressant und sehr bemerkenswert sind dabei so "kleine", unspektakuläre Kommunikationen wie z. B. folgende:
Einer der Hunde war zu Beginn noch an der Schlepp (durchhängend, der Halter hatte sie noch in der Hand). Der fand es zu viel, dass sich auf einmal 3 Nasen für ihn interessierten, und gab das mit einem kurzen Brummen kund - woraufhin sich Amigo und unser Youngster Leif abwandten, und Vasco und dem Hund den Freiraum ließen, sich erst mal alleine zu "beschnüffeln".
Für mich ist eine solche Reaktion selbstverständlich und einfach nur "höflich" dem anderen Hund gegenüber. Mich erfreut es aber sehr, gerade bei Leif zu sehen, wie er damit umgeht - nämlich so, wie ich mir das vorstelle.
Wenig später hat dann dieser Hund eine kurze "Begrüßung" mit Leif initiiert, ein kurzes Nase-Hinrecken, etwas näher in Augenschein nehmen, nach dem Motto: "Ich bin der, wer bist du? Aha, okay, in deiner Gegenwart kann ich auch atmen, ohne mich belästigt zu fühlen, alles klar, weitermachen."
Der Hund, der zu Beginn zu uns hingeschossen kam, war übrigens auch ein Jungspund, 1,5 Jahre alt, und sehr freundlich. Ich weiß auch, dass dessen Halterin ihn nicht überall hinrennen lässt, sie hatte die Hunde zuvor auch zu sich geholt, aber eben deshalb nicht angeleint, weil sie uns erkannt hatte.
Das Warten klappt bei Leif immer besser, seine beginnende "Leinenpöbelei" (bei welcher ich mir mittlerweile sehr sicher bin, dass hier Frust zugrunde lag, aufgrund der langen Abstinenz) hat sich nahezu in Luft aufgelöst.
Als wir uns dann verabschiedeten, kam Leif auch widerspruchslos mit uns mit - unangeleint ![]()
Leif rufe ich derzeit immer noch sehr früh zu mir, wenn andere Hunde kommen. Das erklärt meine Trefferquote von 100% ... und diese Sicherheit brauche ich, um weiter die Basis zu festigen: Wir rennen nicht ungefragt und ungebeten einfach los.
Er kommt aus ländlicher Gegend und hatte halt bisher Auslauf im Gartengehege und jetzt halt die ganzen Töne und Düfte der Großstadt..
Ah, okay ...
vergiss das mit dem Bewegung anbieten, weil er ja im Gartengehege viel mehr Bewegung hatte als jetzt bei euch im Haus ...
Du vergisst das für ihn Aufregendste derzeit: Ihr und sein neues Zuhause.
Ihr seid völlig neue Sozialpartner, dazu noch auf 2 Beinen und ohne Fell ... und die ganzen neuen Düfte und Reize in eurer Wohnung, die auch erst noch wahrgenommen und verarbeitet werden müssen - das ist richtig viel und eben auch Stress für den Kleinen!
Ich persönlich würde einen einzigen "Spaziergang" von 10 bis maximal 15 Minuten am Tag machen, der Rest wäre wirklich nur für Pipi an möglichst der gleichen Stelle.
Den "Spaziergang" auch nur deshalb, damit er zumindest weiß dass es auch noch eine Welt draußen gibt, weshalb das weniger spazierengehen ist, sondern mehr spazieren-stehen, in möglichst reizarmer Umgebung, weil zu viele Reize auch noch nicht von dem kleinen Köpfchen verarbeitet werden können.
Es lohnt sich wirklich, gerade am Anfang in den ersten paar Wochen sehr stark darauf zu achten, was für den Welpen zu verkraften ist, auch, wenn es sich für unser Empfinden um sehr kurze Zeiträume handelt.
Die Entwicklung von Welpen ist so rasant, sie läuft - im Vergleich zu Menschen - im absoluten Zeitraffer ab.
Mit verschlossener Box arbeiten zum zur-Ruhe-bringen kann verdammt viel schief gehen; Außerdem ist der Aufenthalt in solchen Boxen per Tierschutzgesetz untersagt (außer zum Transport), es sei denn, die Box ist so groß und ausgestattet wie ein Zwinger...
Nun zur eigentlichen Frage von HectorMuc :
Mir selber lief ein wohliger Schauer über den Rücken, als ich das hier gelesen habe:
Tagsüber bekommt man ihn eigentlich nur zur Ruhe wenn man ihn auf den Schoß nimmt. Da schläft er dann auch gleich und wir haben schon ganz gut gemerkt wann der Zeitpunkt ist wann er eigentlich schlafen sollte / will aber es einfach von selbst nicht schaffen. Ich denke das hängt noch damit zusammen, dass er halt die Nähe der Wurfgeschwister sucht bzw. diese ihm fehlt nach einer Woche.
Wie süß ![]()
Er sucht und akzeptiert eure Nähe als Ersatz für die Körperkontakte, die er aus seinem vorherigen Leben von Geburt an kannte und als positiv kennen gelernt hat.
Das ist ein Geschenk!
Die Bindung, die ihr so zu ihm aufbauen könnt, ist prägend für sein gesamtes Leben, auch als erwachsener Hund - nehmt dieses Geschenk an.
Dazu folgender Tipp: Achtet darauf, wenn ihr den eingeschlafenen Welpen dann zur Seite legt um ihn schlafen zu lassen, euch dann nicht so weit zu entfernen, dass er euch beim Aufwachen Suchen (erst recht nicht lange) muss - denn so wächst er mit der Gewissheit auf, niemals alleine zu sein, selbst wenn er aufwacht und niemand im Raum ist.
Genau das ist die Basis für das spätere Alleinsein KÖNNEN.
Um die Box als Rückzugsort für ihn attraktiver zu machen - ein Kuscheltier rein, ihn dort vielleicht seine längeren Kausnacks anbieten, eine Decke darüber, so dass es wie ein Höhle für ihn ist. Auch wenn er das nicht von Beginn an annimmt, ist die Wahrscheinlichkeit groß diese "Höhle" als Ruheort anzunehmen. Das heißt aber auch, dass man ihn dort absolut in Ruhe lässt.
Der Kleine ist erst 1 Woche bei euch - und sie werden so schnell groß, entwickeln sich in riesigen Schritten.
Ihr macht das schon ganz richtig mit auf dem Schoß nehmen - in drei Wochen sieht das schon ganz anders aus, und ihr werdet erstaunt sein, wie viel Selbständigkeit der Kleine dann schon erworben hat.