Beiträge von Hundundmehr

    Mit Elisa übe ich jetzt noch, die Aufmerksamkeit auf ein Schnalzgeräusch auf mich zu richten. Vielleicht sollte ich das lieber durch ihren Namen ersetzen. :thinking_face: Als Abbruchsignal hat "sch" bisher ganz gut funktioniert.

    Hi erstmal, ich grätsche hier einfach mal dazwischen, weil mir diese obige Bemerkung aufgefallen ist.

    Solche kurzen, plötzlichen Laute wie Schnalzen oder auch das "Schsch" haben eine einschüchternde Wirkung.

    Du konditionierst also Aufmerksamkeit über Einschüchterung, ich weiß nicht, ob dir das klar ist?

    Fühlt sich für mich in der Kennenlernphase plus Umstellungsstress bei den beiden Hunden nicht gut an, quasi eine solche "Visitenkarte" bei den Hunden abzugeben, auf der draufsteht: "Ich drohe, wenn ihr etwas macht was mir nicht passt."

    Hunde, die sowieso verunsichert sind, werden dadurch in ihrer Verunsicherung nur noch verstärkt.

    Konditioniere lieber freundliche Aufmerksamkeit, zum Einen über das freundliche Konditionieren des Namens, aber auch durch freundliche Kommandos, die dir wichtig sind.

    Die Gassigänge könnten evtl. auch zu viel sein.

    Drei kurze Gänge zum Lösen für 5-10 Minuten (immer an der gleichen Stelle nahe bei eurem Zuhause), plus eine etwas längere Runde von maximal 30 Minuten reichen derzeit erst mal.

    Die beiden Hunde haben erst mal genug mit dem Umstellungsstress zu tun - ihr neues Zuhause kennenlernen incl. des/der Menschen, die ihre neuen Bezugspersonen sein sollen, das Gefühl dafür bekommen, ihr bis vor Kurzem gewohntes "Zuhause" abzulegen und jetzt das neue, direkte Umfeld als sicheres, verlässliches weil dauerhaftes Zuhause erfahren zu können.

    Das nähere Umfeld, die Außenerkundung kommt dann dazu, wenn sie diesen ersten Umstellungsstress einigermaßen überwunden haben.

    Du hast "Festschnüffeln" erwähnt - was heißt das? Hunde erleben ihre Umwelt hauptsächlich über die Nase, sich mit "Duftreizen" auseinandersetzen zu dürfen, eben auch mal länger, ist gerade dann für einen Hund wichtig, wenn er seine neue Umwelt erkundet.

    Da können einige Minuten Geduld für den Menschen erforderlich sein, und nur, wenn der Hund bei diesem "Festschnüffeln" in Stress geraten sollte, sich da reinsteigert, ist ein freundliches Rausholen aus diesem dann Stresstunnel angeraten.

    Wenn Elisa Spaß daran hat, dir Stofftiere zu bringen - wunderbar, mach das weiter, und bau dabei so ganz nebenbei "Signalworte" ein wie "Apport" oder "Bring".

    Thea hat da keinen Spaß dran, aber natürlich braucht sie auch gleichermaßen Aufmerksamkeit, die euch beiden Spaß macht. Hast du es schon mal mit Leckersuche probiert?

    Ganz einfach anfangen: Mit der angeleinten Thea (und ohne Elisa, die muss dann in einem anderen Raum warten) gehst du in einen Raum und legst dort gut sichtbar an zwei unterschiedlichen Stellen ein Leckerchen für sie ab, so dass sie es auch sieht. Dann gehst du mit ihr raus, machst die Türe zu, wartest mit ihr eine Minute - und lässt sie dann unangeleint in den Raum.

    Hat sie sich die beiden Stellen gemerkt, und sich die Leckerchen geholt?

    Prima. Das machst du ein paar Tage, und steigerst dann die Schwierigkeit ganz langsam, indem du erstmal 3 Leckerchen auslegst, oder eines der zwei Leckerchen etwas schwieriger ablegst.

    Vielleicht macht ihr dieses Gedächtnistraining ja Spaß?

    Das sind jetzt so die Sachen die mir spontan aufgefallen und eingefallen sind, schau mal, was da für dich zutrifft und passt.

    Lieber Gruß

    Moni

    Aber bei einem Retriever rechnen man vielleicht weniger mit so einer Kompromisslosigkeit. Hat mich überrascht, gebe ich zu.

    Die Meisten Menschen sehen beim Retriever auch keinen Jagdhund, sondern einen, "der halt passioniert Bällchen holt" und ansonsten "eine Seele von Kamel ist".

    Was viele übersehen: Genetik - und die gibt dem Jagdhund eben nicht nur ein einzelnes Gen mit wo ein Bildchen von einem Ball draufsteht, den der Hund dann aufnehmen und bringen soll, sondern IMMER die gesamte Jagdverhaltenskette.

    Die ist bei Jagdhunden einfach näher an der Oberfläche als bei Hunden, die nicht auf Jagd spezialisiert sind.

    Jagdhunde haben einfach ein großes Bedürfnis zu jagen.

    Das heißt aber nicht, Hunde ohne diese Spezialisierung hätten nun gar keinen oder wenig Jagdbedarf.

    Das Gehirn verwirft nichts, und dieses Raubtiererbe, welches die canidentypischen Jagdverhaltenssequenzen beinhaltet, ist in jedem Hundehirn vorhanden - und kann dann auch durch entsprechende Trigger wieder so nah an die Oberfläche geraten, dass auch ein Hund auf jagdliche Anreize typisch reagiert, wenn es rasseentsprechend gar nicht vermutet wird.

    Warum kann man das NEIN des Menschen, dem nun einmal diese Wohnung gehört, nicht einfach respektieren und akzeptieren?

    Wenn das "Nein! Willkür ist, die nicht von Argumenten sondern persönlichem Befinden geleitet wird, würde mir auch die Akzeptanz fehlen.

    Allerdings stelle ich mir in diesem Fall die Frage: Was ist zielgerichtet?

    Mein Leif hat tatsächlich letzte Woche ein Reh im Unterholz ca. 50m entfernt von uns wahrgenommen und verfolgt.

    Rückruf, Dummylockruf - Fehlanzeige.

    Mein gedonnertes "Nein!!!!" ließ ihn verharren, er setzte dann noch mal an, worauf es ein weiteres gedonnertes "Nein!!!" gab, er wollte wieder ansetzen, es gab wieder ein gedonnertes "Nein!!!" und dieses eröffnete mir dann ein Zeitfenster um ein unmissverständliches: "Hier!!!!" dranzuhängen.

    Das hat Leif dann befolgt.

    Derweil sah ich im Hintergrund das Reh wegspringen...

    Leif habe ich dann, als er bei mir war, natürlich gelobt und gekruschelt - mit einer Hand, die andere ging direkt zum Geschirr, sichern.

    Ich habe ihn weiter gelobt ... und dabei angeleint, ihn dann verbal und mit Körperaktion mental auf mich fokussiert, und habe mich dann mit ihm weg vom Reh bewegt.

    Ca. 20m weiter habe ich dann ein Dummy vor uns geworfen, nicht weit, wo ich dann mit Leif und Leine in der Hand hingerannt bin.

    Leif war voll auf das Dummy fokussiert. Beim zweiten Dummy habe ich dann die Leine losgelassen, damit er das Dummy holen konnte. Hat er brav und freudig gemacht.

    Auf den nächsten vielleicht 10m habe ich ihn dann ganz nebenbei wieder abgeleint, der Abstand zur Rehsichtung betrug dabei vielleicht so 80-100m.

    Dabei war ich mir allerdings sicher, dass er sich nun nicht mehr auf diese Stelle hinter uns fokussiert, es ging dann auch ganz normal leinenlos im Wald weiter.

    Ich könnte mir selber in den Hintern treten, weil ich durch meinen Mann und Vasco einen Moment abgelenkt war, und so noch nicht einmal sagen kann, ob Leif tatsächlich unvermittelt durchgestartet ist, als er das Reh wahrgenommen hat, oder ob er es zunächst angezeigt hat.

    Letzteres hätte mir genau das Zeitfenster gegeben, um das Starten einer Hatz zu verhindern.

    Mein Mann meinte nur anschließend, mein "Donnern" wäre mindestens bis zum Parkplatz zu hören gewesen, da müssten sich einige erschrocken haben.

    Entgegen meiner Befürchtung war ich am nächsten Tag aber doch nicht heiser.

    Ich ärgere mich maßlos über mich selber - das wäre bei entsprechender Aufmerksamkeit nicht nötig gewesen :wallbash:

    Zumindest weiß ich jetzt allerdings, dass Leif mich auch in solchen Situationen noch wahrnimmt ... und lieber keinen Ärger mit mir will :gott:

    Es ist nicht die Wegbreite, welche die jagdlichen Anreize für deinen Hund minimiert, sondern das Terrain direkt neben dem Weg.

    Hoher Bewuchs neben dem Weg, welcher die Sicht auf möglicherweise dort verborgenes Wild behindert, ist ein Faktor der in deinem Fall bestimmt, dass dein Hund dort an die Leine gehört.

    Ansonsten würde ich mir auf jeden Fall einen Trainer suchen, der dir bei der jagdlichen Ausbildung von Kaya hilft, um das Jagdverhalten besser kontrollierbar zu machen.

    Das Problem liegt mMn eher nicht darin, ob und wie die Hundehaltung durchzusetzen ist.

    Die Ablehnung der Hundehaltung empfinde ich eher als Retourkutsche des Vermieters für vorangegangene Problematiken. Anscheinend weiß er, dass er diesen Mieter nicht "springen" lassen kann, sondern eher Gegenwehr bei unterschiedlichen Ansichten geleistet wird.

    Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, bei einer gerichtlich durchgesetzten Hundehaltung in der Zukunft immer wieder Probleme mit dem Vermieter zu bekommen, die einem das Leben schwer machen.

    Dann steht sowieso ein Wohnungswechsel an.

    Dem würde ich vorgreifen und nach einer Wohnung suchen, die sowohl vom Vermieter als auch von ihren Umfeldbedingungen her für die dauerhafte, lebenslange Haltung eines mittelgroßen bis großen Hundes geeignet ist.

    ihr seid im Dauerkontakt mit der Züchterin. (Warum eigentlich?)

    Es war eine Veranstaltung bei der Züchterin.

    Der Hundetrainerin ging es doch aber um Änni, die ein Jagdhund ist.

    Die Züchterin, bei der auch die Veranstaltung statt fand, ist mit der Entwicklung vom Jungspund Tamilo äußerst zufrieden.

    Wenn dein Gedankenspiel zutrifft und die Züchter eine unbekannte dritte Person gebeten hat, mal ein Auge auf euren anderen Hund zu werfen - dann ist das verdammt übergriffig.

    Wäre für mich auch nicht nachvollziehbar.

    ............

    Was mir echt sauer aufgestoßen ist im Eingangsbeitrag: Diese Trainerin hat direkt mehrere "Bomben" geworfen:

    - der Umgang mit Änni, wo sie das Loben unangebracht fand

    - die Kritik an der Hundeschule, dass dort nicht beide Hunde der TE in der Gruppe trainiert werden dürfen

    - dass Tamilo als AH in dieser Hundeschule nur Einzelunterricht haben darf, wenn überhaupt

    - Zwischen den Zeilen hat sie damit Zweifel gesät an der Hundeschule der TE

    Ich glaube, ich würde die Züchter mal ganz diplomatisch darauf ansprechen, ob sie diese Hundetrainerin kennen, und je nach Antwort auch sagen, dass deren Anmerkungen euch in Zweifel gebracht haben - auch hinsichtlich des Eindrucks der Züchter über die gute Entwicklung von Tamilo.

    Wenn ein Züchter engen Kontakt zu seinen Welpenkäufern hält, und ihnen mit Rat und Tat zur Seite steht, spricht das für einen guten Züchter.

    Offen habe ich noch die letzte Mahlzeit direkt vors schlafen gehen legen.

    Das mache ich immer schon, nach der letzten Löserunde unmittelbar bevor ich auch ins Bett gehe, gibt es noch eine kleinere Mahlzeit als Gute-Nacht-Happen.

    Ich finde immer, mit leerem Darm und leerer Blase, und etwas im Bauch, schläft es sich besser :smile:


    P.S.: Tatsächlich hat sich das ergeben, weil ich die Menge an Futter, die meine Jungs brauchen, auf 2 Portionen verteilt einfach zu groß fand. Ich habe dann immer etwas von der Frühstückspampe (Gemüse-Fleisch-Mix) abgezweigt, und als "Betthupferl" gegeben.

    Ist auch super besonders bei etwas empfindlicheren Hunden, die morgens Übelkeit haben weil die Abstände zwischen den Mahlzeiten zu groß sind.

    sie könne mir sagen was mein hund braucht und dafür müssen sie mal die umgebungsverhältnisse wie wohnsitutaion,zusammenleben beider hunde im alltag,gassigänge ect ,wissen.

    Keine Ahnung was die anderen jetzt geschrieben haben, ich bin hier nur reingestolpert und habe deinen Eingangspost gelesen - und da ist mir deine Beschreibung oben aufgefallen, und mein erster Gedanke war:

    Das ist eine Anamnese, also eine Bestandsaufnahme als Grundlage für weitere Trainingsansätze, die sie dir da "ans Herz gelegt" (= kostenpflichtig angeboten) hat.

    Die sind teuer ... und so spontan konnte ich den Gedanken nicht verhindern, dass sie auf Kundensuche ist :rolling_on_the_floor_laughing:

    Ne, ganz im Ernst - euer Zusammenleben liest sich so entspannt, einvernehmlich und funktionierend, dass ich mir bei diesem Kommentar dieser Hundetrainerin nur denken würde: Och ja - sieh du das aus deinem Fokus, und lass mir meinen ... und suche dir deine Kunden woanders.