Beiträge von Hundundmehr

    Ändert doch aber nichts an meiner Aussage, dass Librela keine entzündungshemmende Wirkung (auf ein bestehendes Entzündungsgeschehen) hat - und damit eben auch nicht auf die durch eine Entzündung verursachten Schmerzen einwirkt.

    :???:

    Arthroseschmerzen sind doch durch Entzündung verursachte Schmerzen.

    Nein?

    Arthrose ist ein Belastungsschmerz, der auch da ist wenn keine zusätzlichen Entzündungen vorliegen.

    Gibt es nicht auch einen "Mittelweg"?

    Wenn bei Dalila Ernährungsberatung und Tierärzte aufgrund dieser doch sehr speziellen Wachstumsstörung eine Reduzierung der Proteinzufuhr angeraten haben, dann ist doch der alleinige Grund nicht nur in einer Reduzierung der Energiezufuhr zu sehen?

    Möglicherweise lag ja eine Störung vor, die sich über die Reduzierung der Proteine regulieren ließ?

    Dobby.2019 Du hast ja jetzt anhand Barf die Zusammensetzung geschildert, wo der Anteil an Kohlenhydraten ja per se erst mal gering ist.

    Wie sieht es aber bei (vielen) Trockenfuttersorten aus, wo ja der Getreideanteil oft deutlich höher ausfällt?

    Da dürfte sich doch ein zu hoher Proteingehalt auf diese Energiebalance zwischen den einzelnen Komponenten negativ auswirken, oder?

    denn ein Hund wächst zu schnell von zu viel Energie, nicht allein von zu viel Protein

    Energie setzt sich zusammen aus Fett, Kohlenhydrate und Protein.

    Protein wird dabei in Aminosäuren umgewandelt, überschüssiges Protein in Energie.

    Insofern stimmt diese pauschale Aussage zu Protein wohl nicht:


    Zu viel Protein schadet im Wachstum übrigens nicht

    Natürlich muss die Gesamtzusammensetzung betrachtet werden; Ein hoher Kohlenhydratanteil trägt genauso dazu bei, dem Hund zu viel Energie zuzuführen, wie zu viel Fett.

    Ein sehr interessanter link übrigens, danke dafür!

    Bezüglich Librella ist das ganz interessant bezüglich des Wirkmechanismus:

    'Die Bedeutung von „Nerve Growth Factor“ (NGF) bei Schmerz- und Entzündungsgeschehen unter besonderer Berücksichtigung von rheumatischen Erkrankungen'.

    https://www.google.com/url?sa=t&sourc…nE2buTYZ9S6Trqa

    Da reicht es ab Seite 96 zu lesen oder die Zusammenfassung. Bezieht sich auch nicht nur auf rheumatische Erkrankungen.

    Umpf :ugly: - zu viel Fachchinesisch für mich xD

    Wenn ich das richtig verstanden habe, gibt es Hinweise, das NGF auch Entzündungen verursachen kann?

    Librela blockiert ja diese NGF - weshalb hier natürlich die Vermutung naheliegt, dass eben nicht nur die Schmerzreiz-Weiterleitung blockiert wird, sondern möglicherweise auch Entzündungsprozesse in ihrer Entstehung blockiert werden, nämlich die, die möglicherweise durch NGF verursacht werden.

    Wenn man dieser Annahme folgt, dann stimmt es natürlich, dass durch den Einsatz von Librela indirekt auf das Entzündungsgeschehen eingewirkt wird - die durch NGF initiierten Entzündungen würden verhindert.

    Ändert doch aber nichts an meiner Aussage, dass Librela keine entzündungshemmende Wirkung (auf ein bestehendes Entzündungsgeschehen) hat - und damit eben auch nicht auf die durch eine Entzündung verursachten Schmerzen einwirkt.

    :???:

    TipTopWalking .... :lachtot:

    Ja, das trifft es xD

    Mir kam der Gedanke, ich bringe Vasco durch dieses Hinterherlaufen-Müssen zunehmend in die Bedrouille, er darf den Anschluss nicht verlieren ... und irgendwann mal so sehr, dass er bei dem Versuch mitzuhalten bis zum Umfallen dann einfach tatsächlich irgendwann nicht mehr kann und sich so verausgabt hat, dass er einfach umfällt ... :shocked: :(

    Gleichzeitig hatte ich aber immer öfter den Gedanken, er "zieht" von hinten, wurde immer langsamer und ließ den Abstand immer größer werden. Manchmal denke ich, dieser Hund ist Meister des passiven Widerstands - er weicht nicht, macht aber selber auch keinen Druck :ka:

    Tja, mich selber hat diese scheinbare Trödelei hinter mir immer mehr genervt, und gleichzeitig fühlte ich mich aber äußerst unwohl mit diesen unwirschen Gedanken ihm gegenüber, weil ich das Gefühl hatte unfair zu sein ... bis mir dann aufging, dass ich den Fokus auf sein tatsächliches Alter irgendwie verdrängt hatte.

    Bei uns kommt ja noch dazu, dass ich noch einen äußerst agilen Jungspund habe, der teilweise ziemlich weit vorläuft ...

    Nun ja - ich übe mich jetzt im anpassen an Vasco ... und habe dabei die Gelegenheit, für unseren Jungspund Leif das Zurück-Kommen häufiger zu praktizieren (konditionieren), wodurch ich dieses Signal

    - immer weiter festige

    - der Jungspund dabei "Meter" macht, und sein Laufbedürfnis (Rennen) befriedigen kann

    :D

    Das Glas ist halbvoll, ne xD

    Ich hoffe, durch mein Anpassen Vasco das Gefühl und die Sicherheit geben zu können, dass er mir anzeigt wenn es ihm zu viel wird mit den großen Spaziergängen.

    Dann gibt es einfach Pausen, und zur Not kommt dann eben der - eigentlich wegen Amigo angeschaffte, und derzeit ungenutzt im Auto liegende - Hundebuggy zum Einsatz.

    Mal sehen, was das Leben so bringt.

    Ich denke sowohl bei Vasco als auch bei Amigo nicht mehr in Jahren.

    Wenn wir noch einen schönen gemeinsamen Sommer erleben dürfen - :cuinlove:

    Wenn ich sie noch gut über den nächsten Herbst und Winter bringen kann - :herzen1: :herzen1: :herzen1:

    Ansonsten fokussiere ich mich auf das Hier und Jetzt.

    Hat der Hund denn jedes mal beim TA-Besuch, wo er anschließend gebrochen hat, auch eine Spritze bekommen?

    Ein spontaner Gedanke, soll ja auch Menschen mit Spritzenphobie geben ... :???:

    Ansonsten - nein, wir kennen solche Probleme nicht.

    Gestern gab es nach der Spritze einen kurzen Waldspaziergang, weil ich das tolle Kaiserwetter ausnutzen wollte.

    Sowohl dieser, als auch der große Waldspaziergang mittags zeigte keinerlei Probleme bei den Hunden.

    Mal zur Info, vielleicht kennen hier manche diesen Thread noch nicht?

    Librela - neuer Ansatz in der Schmerztherapie ein Erfahrungsbericht - Gesundheit - DogForum.de das große rasseunabhängige Hundeforum

    Da kann man sich speziell zu Librela austauschen, und es gibt dort auch einige Hunde, die zusätzlich zu Librela noch eine begleitende Schmerzmedikation benötigen.

    Nur vorab: Librela hat keinerlei schmerzlindernde Wirkung, die durch entzündliche Prozesse ausgelöst werden.

    Bei Arthrose kann es immer wieder zu Entzündungsschüben kommen, die dann einer speziellen, entzündungshemmenden Medikation bedürfen, bis die Entzündung wieder abgeklungen ist.

    Aber auch, wenn andere Baustellen zu schmerzhaften Beeinträchtigungen führen, werden diese von Librela nicht "neutralisiert".

    Librela blockiert aber die Schmerzen, die Arthrose grundsätzlich verursacht - und das ist, je nach Hund, mal ein mehr, mal ein weniger großes "Schmerzpaket", was dem Hund genommen wird.

    ................

    Für meinen Vasco lerne ich gerade neu .... :roll: :D

    Er hat sich sehr angewöhnt, hinter mir zu laufen .... zu sehr.

    Der Kerl ist - für mein Empfinden - einfach so unkompliziert, dass ich mir selber gerade ganz extrem vor Augen halten muss, wie alt er ist ...

    In Menschenjahren nähert er sich den 90ern ... und ja, verdammt noch mal, der Kerl DARF langsamer laufen, sich mehr Zeit nehmen, und MUSS DANN NICHT MEHR den Abstand zu mir aufholen müssen :fluchen:

    :headbash: :headbash: :headbash:

    Ich lerne gerade darauf zu achten, immer hinter ihm zu bleiben, und dann eben stehen zu bleiben wenn er sich einer Stelle zuwendet zum Schnüffeln, und erst dann weiterzugehen wenn er es auch tut.

    Einen kleinen Erfolg meine ich schon sehen zu können: Er läuft tatsächlich schneller, wenn er vor mir ist.

    Wird wohl noch eine Zeit dauern, bis er feststellt dass tatsächlich er das Tempo bestimmen darf, in dem wir unterwegs sind.... und bis ich das tatsächlich bei mir so verinnerlicht habe :ops:

    Ich bin einfach noch zu sehr im jahrelang praktizierten Stechschrittmodus, wo wir - trotz Unterbrechungen durch Apport oder andere Hundekontakte - in einer Stunde 6km geschafft haben.

    Aber wie heißt das so schön?

    "Wirst alt wie ne Kuh, und lernst immer noch dazu!"

    Ich habe ein schlechtes Gewissen Vasco gegenüber.

    Eben weil er so unkompliziert ist, habe ich vor Allem durch die ganzen Sorgen um Amigo völlig verdrängt, wie alt er tatsächlich ist - und das ich eben das auch nicht aus den Augen verlieren darf und berücksichtigen muss.

    Wir hatten gestern wieder Tierarztpraxis-To-Go :D

    Vasco (wird im Juni 13) und Amigo (seit letztem Freitag 11) haben ihre Dosis Librela wieder im Auto bekommen.

    Das ist sehr angenehm für meine Jungs, ich muss sie dann nicht die Rampe runter und wieder rauf laufen lassen. Die Ladefläche ist bei meinem Auto extrem hoch, und die Beiden gehen nicht mehr so locker-flockig darüber ins Auto wie früher...

    Meiner Tierärztin habe ich dann noch eine kurzes Video von Amigo gezeigt, wie er auf der Wiese apportiert; Er RENNT, und es ist ihm anzusehen, wie viel Agilität und Lebensfreude noch in ihm steckt.

    Sie bekam Tränen in den Augen, vor Freude... :herzen1:

    Ich mag meine Tierärztin ... :nicken:

    Sie und ich kamen übrigens gleichzeitig auf die Idee mit Librela, Vasco und Amigo waren auch ihre ersten Patienten, die damit versorgt wurden.

    Ich hatte davon irgendwann im April gehört, und sie hatte zeitgleich eine Weiterbildung, wo dieses Medikament vorgestellt wurde - unmittelbar nachdem bei Amigo CES diagnostiziert wurde.

    Fürs nächste Mal habe ich für Vasco eine höhere Dosis bestellt. Er tickert immer mal wieder vorne links, und wir wollen zumindest ausprobieren, ob hier die nächsthöhere Dosis für Vasco sinnvoll sein könnte; Die Dosis nach Gewichtsklassen ist ja eine Empfehlung/ein Richtwert, und Vasco liegt einfach sehr nah an der Grenze zur nächsthöheren Dosis.

    Wenn ich dadurch den Einsatz einer dauerhaften, begleitenden konventionellen Schmerztherapie um einige Monate hinauszögern kann, haben wir noch mal etwas Zeit gewonnen.

    Denke ich mir so.

    Ansonsten ... :ka:

    Du gehst aber jetzt nicht davon aus, dass meine Hunde kein Nein kennen würden, oder?

    Sie kennen das, sie kennen auch ein "lass das", und sie kennen auch Strafe.

    Wobei Strafe selten zum Einsatz kommt, weil auch ich der Auffassung bin: Ich kann nur Strafen, wenn der Hund weiß dass er gerade etwas tut was ihm als Nicht-Tun beigebracht wurde.

    Wobei ich bei längerem Nachdenken auch sagen muss, dass es durchaus auch Strafen gab ohne dass der Hund es eigentlich hätte besser wissen müssen. Notfallaktionen, bei denen ich nur durch aversives Handeln Schlimmeres habe verhindern können.

    Dem Hund kräftig ins Fell gepackt, weil er sonst über eine Straße gelaufen wäre (ich hätte mir in den Hintern beißen können, so wütend war ich auf mich - vorher Anleinen wäre die bessere Option gewesen :headbash: ).

    Oder den völlig überraschend weil vorher nie erlebten vom pubertären Größenwahn übermannten Amigo in seinem aus dem Nichts heraus Anpöbeln eines anderen Hundes am Geschirr wegzerren und ordentlich anmeckern.

    Also ja - ich sehe mich selber als "Weichgespülte", aber meine Hunde müssen alle irgendwann auch mal lernen, dass in bestimmten Situationen nicht immer gut Kirschen essen mit mir ist.

    Nur lernen sie es bei mir eben erstens "durchs Leben", und Zweitens vor Allem erst dann, wenn sie eine genügend hohe Resilienz UND ein entsprechendes Vertrauen in mich als wohlwollendem, erfahrenem und liebenswertem Partner haben.

    Sonst konditioniere ich über Einschüchterung - und das lehne ich ab.