Die meisten werden sicher nie erwischt, hätte es in dem Fall keinen Unfall gegeben, würde vermutlich auch kein Hahn danach krähen,
Das war aber kein Unfall, der zwischen den Hunden passiert ist.
Der Hund der Ersthelferin ist so mehrfach gebissen worden, dass er noch vor Ort an den Bissverletzungen starb.
Ich finde es erschreckend, wie hier der Ersthelferin ein Fehlverhalten vorgeworfen wird.
Genauso erschreckend finde ich die Behauptungen, "in einer solchen Ausnahmesituation könnte jeder Hund so reagieren".
Nein, es wird eben nicht jeder Hund in einer Ausnahmesituation einen Artgenossen dermaßen beschädigend angehen, dass er daran stirbt.
Mir tut die Ersthelferin unendlich leid, die für ihr couragiertes Handeln einen solch entsetzlichen Preis zahlen musste.
Mir tut ihr Hund leid, den es das Leben gekostet hat.
Die Radfahrerin hat zwei große Hunde geführt.
Damit trägt sie ein erhöhtes Risiko, nicht nur für die Umwelt, sondern auch für sich.
Ich kann jeden verstehen, der sich in dem Moment gegen ein Zu-Hilfe-Eilen entscheidet, und lieber nur den Notruf wählt.
Würde ich zumindest bei großen Hunden auch so machen.
Jetzt.
So aus der Distanz.
Weil ich weiß, dass ich zunächst diejenigen schützen würde, die ich liebe.
Das wären meine Hunde, die dann mit dabei wären.
Ob ich in einer solchen Notsituation allerdings tatsächlich ein so klaren Kopf bewahren könnte, weiß ich nicht.