Beiträge von Hundundmehr

    aber ich brauche die 30ml im Hund

    Du meinst sicher 30 mg - wenn ich das richtig sehe in der Beschreibung, gibt immer 1ml Fläschchen mit unterschiedlichen mg-Stärken von 5-30 mg/ml.

    Die Tierärztin, bei der wir am Sonntag im Notdienst waren, meinte: Derzeit bekommen sie und ihre Kollegen im Umfeld das Librela wohl zuverlässig für Bestandskunden; Neue Patienten kommen auf eine Warteliste, weil da die Lieferzeiten ungewiss sind.

    Ich persönlich habe den Eindruck, dieses Medikament, welches ja erst seit März letzten Jahres allen Tierärzten zur Verfügung steht, wird sehr stark über Mundpropaganda in Hundehalterkreisen angepriesen, weshalb die Nachfrage sehr stark und sehr schnell gestiegen ist. Dadurch wird jetzt ein Lieferengpass entstanden sein, denn bisher sind die Erfolge ja überaus beachtenswert.

    Eben auch, weil es eine gute Alternative ist, selbst für Schmerzpatienten, die noch neben der Librela-Versorgung weitere Schmerzmedikation benötigen. Diese dann aber eben in geringerem Umfang, weil ein "großes Paket" der Schmerzursachen durch Librela abgedeckt wird.

    Dadurch verringert sich ja die Gefahr von Nebenwirkungen, weil die Belastung der inneren Organe (Niere und Leber hauptsächlich) sinkt durch die geringere Dosierung der konventionellen Schmerzmittel.

    Dazu kommt ja auch der oftmals indirekt wirkende Einfluss von Librela auf das Entzündungsgeschehen, was nochmal den Effekt geringerer Dosierung von schmerz- und entzündungshemmenden Medikamente hervorbringt/hervorbringen kann.

    Für das Führungszeugnis ist relevant, ob es sich um eine Straftat handelt.

    Der Verstoß gegen das Tierschutzgesetz ist eine Straftat.

    Wird sie auch wegen Wilderei angeklagt, so ist auch das eine Straftat.

    Straftaten, die mit einer Geldstrafe unter 90 Tagessätzen bestraft werden, kommen nicht in das Führungszeugnis.

    Eine strafrechtlich veranlasste Geldbuße unter 90 Tagessätzen kommt aber in jedem Fall in das Zentralregister, ist also behördlich zentral vermerkt.

    Kommt es dann zu einer weiteren Straftat, bei der auch "nur" eine Geldbuße von unter 90 Tagessätzen verhängt wird, so kommt es dann - obwohl auch hier diese Grenze von 90 Tagessätzen nicht überschritten wurde - zu einer Eintragung in das Führungszeugnis, weil im Zentralregister schon eine Straftat eingetragen ist.

    Ordnungsstrafen sind keine Straftat, weshalb sie weder im Zentralregister, noch im Führungszeugnis eingetragen werden.

    Wird die Frau also wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz verurteilt, so gibt es mindestens eine Eintragung in das Zentralregister; bei einer Geldbuße ab 90 Tagessätzen sogar ins Führungszeugnis.

    Wird sie auch noch wegen Wilderei verurteilt, so ist das eine zweite Straftat, was in jedem Fall im Führungszeugnis auftaucht.

    Sie ist aber schon bei einer Verurteilung vorbestraft, wobei bei einer Geldbuße unter 90 Tagessätzen dieses nicht für jeden ersichtlich ist.

    Wird sie allerdings auch noch wegen Wilderei verurteilt, so gibt es in jedem Fall einen Eintrag im Führungszeugnis, es ist dann ersichtlich dass sie vorbestraft ist.

    Das führt zu Problemen in einigen anderen Lebensbereichen, weil Vorstrafen z. B. bei Vermietern, Kreditinstituten, Arbeitgebern etc. nicht gut angesehen werden.

    Dazu kommt: Kommt es zu einem weiteren Vorfall mit (diesem) Hund, der normalerweise unter Ordnungswidrigkeit fallen würde, so könnte auch hier aufgrund der Vorstrafen aus einer eigentlich Ordnungswidrigkeit eine weitere Straftat werden.

    Ich wünsche der Frau Verurteilungen wegen Verstoßes gegen das TSchG und Wilderei.

    Unser Amigo macht uns derzeit auch Kummer.

    Es hat uns heute in den tierärztlichen Notdienst gebracht, weil er das rechte Hinterbein nicht mehr aufsetzen mag seit gestern spätnachmittags.

    Obwohl er gestern dann nochmal Metacam bekommen hatte, war es heute Morgen nicht besser - und er wollte noch nicht einmal pinkeln.

    Die Krux an der Sache: Wir sind gestern vormittag in den Urlaub gestartet, und waren am Nachmittag da ...

    Eigentlich machen wir hier Urlaub, weil die Osteopathin unserer Wahl hier in der Nähe praktiziert, und dort haben wir sowohl für Leif als auch für Amigo einen Termin am Dienstag...

    Normalerweise hätten wir unsere Hunde heute wieder ins Auto gepackt, und wären nach Hause gefahren (sind ja nur 4 Stunden ... seufz).

    Der Osteopathietermin ist aber eben genau wegen CES bei Amigo, und wir haben bisher sehr gute Erfahrungen damit gemacht.

    Da auch Leif einen Termin hat, würde dann durch die Heimfahrt der Termin für beide Hunde ausfallen ... und das hat uns echt ins Grübeln gebracht, und wir haben dann erst mal geschaut, dass wir einen Tierarzt zu Rate ziehen.

    Nach dem Tierarztbesuch hat er erst mal mit Begeisterung gefressen, hat sich aber danach auch nicht lösen wollen.

    Wir haben dann erst mal alle Siesta gemacht, und als ich dann nach dem Aufstehen mit ihm in den (völlig hundegerechten) Garten ging, hat er sich eine passende Stelle gesucht, und die Blase in einem Rutsch entleert. Kontrolliert!

    Das war schon mal wichtig - sonst hätten wir noch mal zur Tierärztin gemusst, um die Blase mittels Katheder zu entleeren.

    Ist ja meine Lieblingsbeschäftigung im Urlaub, im Notdienst zu landen.

    Natürlich sitzen wir jetzt hier auch fest, die geplanten Ausflüge fallen flach, zu anstrengend (und auch schmerzhaft) für Amigo.

    Ich hätte nicht gedacht, dass mein Mann und ich uns mal so übers Pinkeln bei einem unserer Hunde freuen :smiling_face_with_hearts:

    Jetzt schaun wir mal, ob wir irgendwie die Tage bis zum Osteotermin vorbei kriegen.

    Statt Essen gehen gab es vorhin Pizzataxi (ein Luxus, den wir uns im Urlaub gönnen, ist tägliches Essen gehen, eben nicht selber kochen, weshalb wir eigentlich gar nix zum selber Kochen mithaben. Gab gestern Spiegelei auf Brot.)

    Ich befürchte, wir kommen aber um ein neues CT nicht drumherum.

    Evtl. muss dann überlegt werden, ob eine OP Sinn macht ....

    ... oder nicht .... :loudly_crying_face:

    Amigo könnte ein paar Daumen gebrauchen ...

    Bekommt Shira denn Librela?

    Wäre vielleicht einen Versuch wert :denker:

    Mal eine Frage an Alle hier im Raum: Kann übermäßiges Wälzen nicht auch ein Schmerzhinweis sein?

    Bei Amigo merke ich Schmerzen auch nur am Gangbild, er ist auch verdammt hart im Nehmen.

    Bei ihm bin ich froh, dass wir nächste Woche den Osteopathietermin haben, wird Zeit, der letzte ist ja aufgrund der OP-Geschichte leider ausgefallen.

    Besser. Wir haben uns, nach Absprache mit 2 Ärzten in der Klinik, für die OP entschieden. Ja, ich weiß, viele hätten anders entschieden, aber ich hoffe ihr könnt unsere Entscheidung trotzdem nachvollziehen und akzeptieren.

    Ich hätte es auch machen lassen.

    Er ist noch jung, sein Herz scheint ja ok zu sein.

    Er kennt euch jetzt schon.

    Den Stress hatte er jetzt sowieso, aufgrund der Atemnot und dem Wasser in der Lunge.

    Ich bin gespannt, welche und wie viel Erleichterung beim Atmen das jetzt bringt.

    Vor Allem bin ich aber auch gespannt, wie er die Erfahrung aufnimmt, dass er wieder zurück in sein Zuhause kommt. Da, wo er ja jetzt schon gelernt hat, dort zumindest zur Ruhe zu kommen.

    Ob er eure Angst und Fürsorge wahrnimmt.

    Ein kleiner Schritt ist gemacht.

    Es liegen noch viele Schritte vor euch, und ich wünsche euch ganz viel Kraft, und verliert nicht den Mut :streichel:

    Ist ein teurer Spaß, aber wenn Haustierärzte, Kliniken und Trainer ausgereizt sind die letzte Wahl.

    Wobei dieses "die letzte Wahl" ja leider sehr schade ist.

    Eben weil ein Tierarzt mit zusätzlicher Qualifikation auf Verhalten bei seiner Gesamtanamnese den gesamten Hund betrachtet - und dann aufgrund seiner Qualifikation als Tierarzt auch körperliche Baustellen erkennt, diese berücksichtigt und gegebenenfalls auf entsprechende Behandlung durch Spezialisten verweist.

    Ob Blue lernfähig wird, wenn seine Atemprobleme (größtenteils) weg sind, ob Blue lernfähig wird, wenn sein übermäßiger Stress weg ist, weiß niemand.

    Aber es ist Fakt, dass Blue mit seiner Atemnot und seinem übermäßigem Stress nicht lernfähig sein kann.

    Diese Möglichkeiten sind noch nicht ausgeschöpft, und es ist sicher kein kurzer Weg, der da noch vor euch liegt.

    Aber gerade eben weil ihr bereit seid, euch auf diesen Hund einzustellen und gegebenenfalls eben auch damit zu leben, dass Blue möglicherweise nur Haus und Garten als Lebensumfeld akzeptieren kann, wenn ihn das glücklich macht, sollten diese Möglichkeiten ausgeschöpft werden, bevor an eine Euthanasierung gedacht wird.

    .............

    Zum Autofahren hatte ich folgendes Bild in meinem Kopf:

    Blue kannte ja nur den Balkon - und ich habe mir vorgestellt, dass Blue jetzt gedanklich immer noch in seinem Balkongefängnis sitzt, und dieser Balkon - der für ihn ja der einzige vorstellbare Lebensraum war, weil er nichts anderes kennengelernt hat - sich auf einmal "bewegt" .... :shocked:

    Aufgrund seines katastrophalen Vorlebens hatte er ja auch zudem keinerlei Möglichkeit, seinen Gleichgewichtssinn irgendwie zu trainieren - wie auch, es gab ja keinerlei Stimulation dazu.

    Eure Gedanken, euch viel Zeit für die Anfahrt zu nehmen für Pausen, finde ich gut.

    Möglicherweise gibt es ja auch ein verschreibungspflichtiges Medikament, welches trotz Narkose gegeben werden kann, ich würde den Tierarzt darauf ansprechen.

    Aber: Besser Atmen zu können ist ein großer Baustein, um Blue zu einem besseren Leben verhelfen zu können. In eurem Fall muss dieser große Stress im Vorfeld dafür einfach in Kauf genommen werden.

    Ich drücke die Daumen, dass es nicht ganz so schlimm wird - für Blue, und für euch :bussi: