Beiträge von Hundundmehr

    Ich habe es gegoogelt:

    - kein Nachweis wer dahintersteckt

    - keine Hinweise auf Verein/Vereinsstatuten

    - kein Nachweis der Gemeinnützigkeit

    - keinerlei Möglichkeit, die Vereinsaktivitäten chronologisch nachzuvollziehen

    Es gibt die Möglichkeit, direkt über diese Seite zu spenden; Darunter steht der Hinweis, dass Spenden an gemeinnützige Vereine von der Steuer abgesetzt werden können.

    Es gibt aber keinerlei Hinweis darauf, dass dieser Verein auch gemeinnützig IST.

    "Nepper, Schlepper, Bauernfänger" fällt mir dazu ein.

    http://www.petsolution.de/

    Im ersten Moment hab ich ungefähr so :shocked: :barbar: geguckt.... aber klickt mal drauf.

    Ich bin mir nicht so sicher was ich davon halten soll^^

    Absolut unseriös, neben der hier schon geäußerten Geschmacklosigkeit.

    Kein Impressum, kein Hinweis auf die Arbeit die hinter dem Verein steckt, kein Hinweis auf Gemeinnützigkeit.

    Aber: Gibt sicher genug, die davon so geschockt sind dass sie tatsächlich Geld spenden, ohne sich irgendwelche Gedanken zu machen WEM sie da spenden.

    Zitat

    Zitat von Terri-Lis-07 Was mich dran stört ist dass man diese Rassen unter Qualzucht verbucht, obwohl es Krankheiten betrifft die erheblich mehr Rassen treffen können.

    Ja, nehmen wir mal das Beispiel "Anfälligkeit für Hüftdysplasie beim Hund".

    Kommt vor, Mutter Natur stellt uns da manchmal trotz allen gesammelten Wissens ein Bein. Nicht nur bei Hunden. Kommt es innerhalb einer Rasse zu einem vermehrten Auftreten an "schlechten Hüften", die anfälliger sind für frühen Verschleiß oder sogar so schlecht sind, dass sie eine normale Bewegung gar nicht erlauben, so ist das ein Warnzeichen, dass sich irgendwo und irgendwann in der Vergangenheit ein Erbgang verbreitet hat, dem es entgegenzuwirken gilt.

    Z. B., indem man eine Prüfung auf diese Erbkrankheit so lange zur Pflicht macht, bis das Auftreten dieser Erkrankung wieder eingedämmt ist.

    Zitat

    Zitat von Bonadea Was mich einfach an der Sache irritiert, ist ein bisschen der Fokus - ursprünglich ging/geht es um Qualzucht, jetzt wird das ganze auf rassetypische Erkrankungen ausgeweitet, die natürlich nicht per se unter Qualzucht fallen, weil darauf gar nicht selektiert wird. Wenn man diesen Faden weiter konsequent verfolgt, müssten ja eigentlich alle häufig vorkommende Erkrankungen bei den Rassen abgefragt werden? Wo zieht man da eine Grenze?

    Fachlich kann ich dir da auch nicht sagen, wo da eine Grenze gezogen werden soll/muss.

    Aber mal am - aus den Fingern gezogenen - Zahlenbeispiel:

    Tritt "eine schlechte Hüfte" normalerweile bei 1 von 10.000 Hunden auf, und stellt man innerhalb einer Rasse fest, dass dort 1 von 1.000 Hunden "eine schlechte Hüfte" hat, dann ist das für diese Rasse ein deutliches Zeichen, dass sich innerhalb des Genpools ein Erbgang verbreitet hat, der sich ungehindert noch weiter verbreiten würde.

    Dem kann man innerhalb der Rasse entgegenwirken, indem vor einer Verpaarung geprüft wird, indem Nachzuchten kontrolliert werden, indem durch das Anlegen von Datenbänken die Ahnen verfolgt werden können, um auch für die Zukunft die Wahrscheinlichkeit auf eine Vererbung dieser genetischen Anlage "schlechte Hüfte" noch weiter eindämmen zu können.

    Solche Häufungen fallen nur auf bei Populationen, die einer Kontrolle unterstehen. Das trifft bei Hunden nur auf Rassen zu, die eine Organisation haben die diese Kontrollfunktion auch erfüllt.

    Leider nur bei diesen.

    Der schnappt nichmal ab wenn sich ein Kleinkind auf ihn drauf wirft... Denen kann ich da vertrauen.

    Ja, bei meinen Hunden auch. Ist evtl. auch missverständlich, wie ich das geschrieben habe mit dem Abschnappen: Es würde mich schon unglaublich erschrecken, wenn einer meiner Hunde bei einem Kind abschnappen würde - sie gehen, wenn es zu viel werden würde.

    Sie müssen nichts ertragen, weil ich dafür sorge. Aber ich weiß es ginge.

    Absolut! Da ich weiß, dass Kinder eben Kinder sind, die auf überraschende Ideen kommen können, muss ich in der Interaktion mit meinen Hunden genau im Blick haben, wann ich da trennen muss. Damit meine Hunde so bleiben können wie sie sind, und weiterhin so verlässlich bleiben.

    Genau darauf, nämlich dass ich parat stehe, sie und die Situation im Blick habe, ihnen jederzeit zur Seite stehe, müssen meine Hunde sich verlassen können.

    Wenn also einer meiner Hunde in einer Interaktion mit Kindern auch nur Abschnappen muss - dann beiße ich mir selber ein Loch in den Bauch, weil ich gepennt und den Hund in diese Situation gebracht habe.

    Aber: Hättest du deinen Hunden noch weiter vertraut nach so einem Biss?

    Den Gedankengang kann ich sehr gut nachvollziehen. Ein solcher Vorfall erschüttert das Vertrauen, und es dauert, bis so etwas verarbeitet ist.

    Je nach Schwere des Vorfalls stellt sich das Vertrauen auch nie wieder ein.

    Es geht aber nicht darum.

    Nimm dir mal die Details der Geschichte noch mal vor:

    Da sind 8 Kinder (vielleicht auch nur 7 oder 6, was in einem Raum aber viel ist) in einem aufregenden, bewegungs- und aktionsreichen Spiel mit fliegenden Objekten in einem Raum mit einem schlafenden Hund.

    Der Vater gibt an, nur mal eine Sekunde der Situation den Rücken zugedreht zu haben.

    Das heißt, das Kleinkind war schon vorher sehr nah an diesem schlafenden Hund - und der Vater hätte diese Situation auch nicht verhindern können, wenn er nicht weggesehen hätte.

    Wtf hat ein Kleinkind in einem solchen Tohuwabohu so nah an einem schlafenden Hund zu suchen?

    Ist das nicht fahrlässige Dummheit?

    Würde das hier jemand tun?

    Selbst der bravste Hund, der in einer Schrecksituation maximal Abschnappen würde, hat keine sichere Kontrolle über eine Schreckreaktion, wenn er aus dem Schlaf gerissen wird. Die Besitzer des Hundes sagen ja selbst, dass mit diesem Hund niemals etwas vorgefallen ist, er "der beste Freund des gebissenen Kindes" war, und sie sich nur einen unglücklichen Unfall vorstellen können - aber niemals einen willentlichen Biss.

    Trotzdem muss der Hund aus der Familie weg.

    Nicht, weil man diesem Hund nicht mehr vertraut :no:

    Sondern weil man festgestellt hat, dass dieser Nannyhund ja Zähne hat :shocked:

    Die eine erhöhte Gefahr darstellen :shocked: :flucht:

    Die die Eltern nicht berücksichtigt haben, und auch zukünftig nicht berücksichtigen wollen.

    In diese Familie hätte nur EIN Hund gehört: Einer mit Knopf im Ohr. Oder mit Fernsteuerung.

    Und so wie es viele machen finde ich es noch schlimmer, das ewige Trennen. Das empfinde ich als grausam dem sozialen Tier gegenüber, den einst so mittendrin Familienhund abschieben in ein Zimmer, nie wieder Kontakt zu den Kindern, alleine im Zimmer hocken bis mal jemand kommt und kurz Gassi geht....

    Muss ewig getrennt werden?

    Mein Sohn durfte z. B. nicht mit Freunden im Wohnzimmer rumtoben, wenn der Hund dort schlief.

    Er hatte dafür sein Zimmer, den Garten und den nahen Spielplatz zur Verfügung.

    Hätten wir beengtere Verhältnisse gehabt, hätten wir eine Rückzugsmöglichkeit für den Hund etablieren müssen, wo er wirklich auch nicht durch einen dummen Zufall gestört werden konnte.

    Dabei habe ich allen meinen Hunden blind vertraut.

    Niemals hätten diese willentlich Kindern einen Schaden zugefügt.

    Ein Abschnappen in der Luft, willentlich ohne taktil zu werden, war das Höchstmaß an drohender Abwehr, was alle meine Hunde zeigten.

    Trotzdem kann ich Schreckmomente nicht ausschließen - und da ist die Gefahr einer reflexartigen, also nicht willentlich gesteuerten Schreckreaktion beim Aufschrecken aus dem Schlaf eben nicht auszuschließen.

    Obwohl ich mir sicher bin, dass die Beißhemmung bei meinen Hunden auch in solchen völligen Schrecksituationen deutlich genug ausgeprägt war, dass selbst ein heftiges Hochgeschreckt-Werden aus dem Schlaf nur eine Abschnappreaktion hervorgerufen hätte, so bin ich mir auch sehr sicher, dass der Tran, also die noch schlafbeeinflusste Wahrnehmung es erschwert, sowohl Personen zu erkennen als auch Distanzen wirklich einzuschätzen - und so kann eine eigentlich reflexartig aufgrund von Aufschrecken aus dem Schlaf hervorgerufene Abschnappreaktion durchaus in einem Körperteil landen.

    Genau das ist die erhöhte Gefährdung durch Tiere, aus der sich auch die grundsätzliche Tierhalterhaftung bei durch Tiere verursachte Schäden ableitet.

    Hunde haben keine Hände, die sie in einer Schrecksituation einsetzen können. Dazu können sie nur ihre Zähne nutzen.

    Dessen muss ich mir als verantwortlicher Erwachsener bewusst sein, und ich muss wissen, wann selbst der verlässlichste Hund nicht mehr in der Lage ist, diese Verlässlichkeit zu zeigen.

    Ja, ich glaub, manchmal fehlt einfach das Verständnis für das Tier im Hund, so dass knifflig werden könnende Situationen nicht gesehen werden.

    Du meinst sicher "für das artspezifische Verhalten eines Hundes" - es gibt nämlich auch das Tier im Menschen.

    *Klugscheißmodus Ende*

    Ich persönlich pflege kein Klichee bezügl. Hunderassen.

    Ich auch nicht. Ich pflege nur Klischees bzgl. Menschen |)

    Wobei ich mir da sehr sorgfältig überlege, ob ich jemandem/einer Gruppe ein solches Klischee überstülpe.

    network Ich habe zwischen "Danke" und "Lachen" bei deinem Beitrag geschwankt, und wegen des (von mir so wahrgenommenen) "bissigen Humors" mich für das Lachen entschieden.

    Deshalb hier noch mal ein "Danke" dafür.

    ....................

    Natürlich mischt sich Klischee (den Hunden wird eine überaus hohe Beißkraft nachgesagt) und Realität (die Beißkraft wird bestimmt durch Kopfgröße, dortige Muskelmasse und Größe von Kiefern und Gebiss).

    Da befinden sich bestimmte Phänotypen durchaus eher im oberen Bereich.

    Es gibt Menschen, deren Motivation zur Anschaffung bestimmter Hundetypen durch Klischee bestimmt wird - die Einen, weil sie gerne einen Hund hätten, der ein abschreckendes Klischee erfüllt, die Anderen, weil sie sich dieses Klischees bewusst sind und unbedingt zeigen wollen, wie harmlos dieser Hund doch ist. (Anmerkung: Natürlich gibt es auch noch Menschen, die kein Klischee erfüllen, sondern einen Hund einfach als das sehen, was er ist: Ein Hund.)

    In der Realität gibt es bei diesen Hunden wie bei allen anderen Hunden auch ein Gefahrenpotential.

    Wie bei jeder Tierhaltung.

    Ab 4 aufwärts ists einfacher, weil die Kinder sich mehr miteinander beschäftigen (mussten) und die größeren mit im Haushalt helfen mussten.

    Warum ein "Gefällt mir" für deinen Beitrag von mir gegeben wurde: Weil ich solche Familien auch kenne/kannte.

    Aber auch das genaue Gegenteil kennen gelernt habe, wo der Fakt von vielen Kindern für diese eine Katastrophe war.

    Was ich bewusst nicht angesprochen habe, weil ich diese 10-köpfige Familie eben nicht kenne, und ich ihr etwas überstülpen würde, was tatsächlich auf Vorurteilen, basierend auf eigenen Negativerfahrungen, beruhen würde.

    Ich habe versucht zu erklären, warum ich selber Kopfkino bei diesem Vorfall habe, und das ist begründet durch die Kausalkette:

    - viele Kinder, deren lückenlose Beaufsichtigung mit Hund besondere Anforderungen bedeutet

    - ein Hund, der (leider) ein bestimmtes Statussymbol darstellt, eben auch aufgrund seiner Masse und seiner überaus hohen Beißkraft

    - ein typisch idyllisches Bild von Kleinkind mit (Statussymbol-)Hund

    - das Foto, welchen Schaden der Hund dann doch bei dem Kleinkind angerichtet hat

    - den Hund hat dieser einmalige Vorfall das Leben gekostet

    Es gibt schon bei einem Kind Momente der Unachtsamkeit.

    Die es auch geben muss, weil ein Kind sich entwickeln und auch selbständig werden muss, ohne dass immer jemand mit Argusaugen darüber wacht.

    Bei vielen Kindern gibt es viele solcher Momente (wo - wie von Aoleon ausgeführt - gerade ältere Kinder lernen, Verantwortung für jüngere Geschwister zu übernehmen, z. B.).

    Die Konstellation "viele Kinder und Familienhund" erfordert dabei noch mal besondere Aufmerksamkeit.

    Bei den - oben aufgeführten - Fakten liegt der Gedanke nahe, dass hier nicht ein einziger Moment der Unachtsamkeit vorlag, sondern diesem viele unachtsame Momente vorangingen.

    Da stimme ich dann network zu: Das ist Dummheit.

    Zu dem Vorfall mit dem Kleinkind der 10-köpfigen Familie:

    Was mir wirklich übelst aufgestoßen ist, war das Foto dieses Kindes vor dem Unfall, wo es neben dem Hund auf dem Sofa saß, die Hand ungefähr am Kehlkopf des Hundes.

    Der Blick des Hundes sah mir nicht so entspannt aus.

    Das erinnert mich an diesen typischen "schaut mal was für tolle Nannies diese Hunde sind!" Fotos, die gerne zum Dokumentieren der Harmlosigkeit dieser Hunde genommen werden.

    Jetzt haben wir da bei genau so einem Foto aus "glücklichen Zeiten" einen Vorfall, bei dem ein Kleinkind übel zu Schaden kam.

    Die Vorstellung, wo der Hund gepackt hat - im Gesicht des Kleinkindes - dreht mir den Magen um.

    Vom Verletzungsfoto her dachte ich aber sofort: Das hätte schlimmer sein können.

    Ist aber trotzdem schlimm genug.

    Der Grund war ein Moment Unachtsamkeit.

    Ne, sorry, also da komme ich tatsächlich nicht aus meinem Klischeedenken raus: Dieses schöne Happy-Times-Foto, "schaut mal wie toll dieser Hund mit unserem Kleinkind ist", mit dieser Begründung der kurzen Unachtsamkeit lässt bei mir den Gedanken nicht los, dass es bei einer so großen Anzahl an Kindern absolut unmöglich ist, jederzeit die Augen überall zu haben.

    Erst Recht nicht bei Kindern und dem Hund.

    Wie viel Zeit blieb überhaupt für den Hund?

    Frage ich mich - und da eben auch: Konnte der Hund wirklich so betreut und auch beaufsichtigt werden, dass er sich von den Erwachsenen beachtet und beschützt gefühlt hat?

    Oder sind schon im Vorfeld für den Hund unangenehme Sachen passiert, die nicht beachtet wurden (der Hund ist ja so lieb, der kann das ab), und es ist dann eben in einer unbeachteten Situation einfach mal das Fass übergelaufen, und der Hund hat ein Mal doch seine Zähne eingesetzt? Was bei einem so zarten Kindergesicht in dem Alter mehr verursacht, als es bei erwachsenen Menschen verursacht hätte?

    Da ich davon ausgehe, dieser Hund war schon länger in der Familie (ist für mich irgendwie nicht vorstellbar, dass jemand einen 8-jährigen Hund zusätzlich zu schon 8 Kindern dazu geholt hat), finde ich das Ergebnis dieses einmaligen Vorfalles für den Hund ... vorsichtig ausgedrückt: Nicht nachvollziehbar.

    Da wurde durch die Besitzer gemeinsam mit anderen (Gutachtern?) beschlossen, dass der Hund eingeschläfert wird.

    Dieser bis zu diesem Vorfall doch "süße Nanny-Hund", wie es auf dem Foto gezeigt wird (meine Güte, auf dem Foto ist zu sehen dass der Hund einen größeren Kopf hat als das Kind).

    Warum?

    Auch stellt sich mir die Frage, wie so viele Kinder und ein Hund unter einen Hut zu bekommen sind.

    Dann noch so ein Hund - der kann nichts dafür, dass er bei jeglichem Einsatz seines Gebisses mehr Schaden verursacht, als es andere Hunde verursachen könnten.

    Ja, das verursacht auch bei mir Kopfkino, und dieses Geschichte hinterlässt doch ein Geschmäckle.

    .................

    Komisch finde ich, dass sich echauffiert wird über die Äußerung von hasilein75 , dass Hunde, die schon mehrfach Menschen krankenhausreif gebissen haben, eingeschläfert gehören - aber bei diesem Hund, der ja anscheinend bis dahin nicht auffällig wurde, und nur aufgrund des Vorfalles mit dem Kleinkind euthanasiert worden ist, wird nichts gesagt.

    Ich finde auch, ein Hund der schon mehrfach Menschen ins Krankenhaus gebracht hat, gehört euthanasiert. Für solche Hunde gibt es einfach keine, oder zumindest nicht genug, Stellen, wo solche Hunde unterkommen können und dabei immer noch ein lebenswertes Leben führen, ohne zu einer Gefahr für andere Lebewesen zu werden.

    Es gibt ja noch nicht einmal genügend Stellen für Hunde, bei denen umsichtige Halter und ein passendes Umfeld reichen würde, um diese Hunde ganz unauffällig und ungefährlich für die Umwelt halten zu können.