Beiträge von Hundundmehr

    Von der Frau mit ihren Kleinhunden, die immer mit Rollator unterwegs ist, hatte ich schon mal erzählt?

    Normalerweise gebe ich ihr bei Sichtung - was oft in Parkplatznähe ist - immer reichlich Raum um Zeit, um stressfrei ihre Hunde händeln zu können.

    Freitag, ich war mit meiner Freundin unterwegs (zum ersten Mal mit ihr und nur noch zwei Hunden), muss die Frau einige Minuten vor uns am Parkplatz angekommen sein.

    Auf jeden Fall war sie auf dem asphaltierten Zugang zum Wald so ca. 100m vor uns.

    Ist kein Problem für uns, wir wollten sowieso den kleinen Weg rein, den sie ca. 20m vorher schon passiert hatte.

    Es wäre also zu keinem Kontakt gekommen.

    Theoretisch xD

    In der Praxis hatte sie ihre Hunde schon abgeleint - und vor Allem ihr kleiner Rüde meinte wohl, die Gelegenheit nutzen zu müssen um "endlich mal meinen Jungs so richtig die Meinung geigen zu können".

    Er kam dann, mit Hündin im Schlepptau, auch riesig Welle machend auf uns zugerannt, das mehrmalige Veto (incl. nicht beachteter Rückruf) seiner Halterin wurde völlig ignoriert.

    Ich habe lächelnd meine Jungs erst mal bei mir behalten, und abgewartet was da jetzt noch so kommt.

    Vasco hat dann auch erwartungsgemäß die mordsmäßig lauten Scheinattacken in stoischer Ruhe von sich abprallen lassen, während Leif - auch erwartungsgemäß - dem Alters- und Größenbonus des keifenden Kleinteils Rechnung trug, und immer zurückwich, das Kleinteil argwöhnisch betrachtend: "Was will der von mir? Ich tu dem doch nix, und hab das auch nicht vor!".

    Die Frau rief und rief derweil, bis ich ihr zurief, es wäre kein Problem, wir würden ihr die Hunde zurück bringen :smile:

    Haben wir dann auch gemacht, bis zu ihr hin, wo sie dann erst mal wieder anleinen konnte.

    Besser war das - ich glaube, ihr Kleiner war so dermaßen begeistert davon, zwei so große Rüden "dominieren" zu können ... der wäre sonst glaube ich weiter mit uns gegangen xD

    Die Frau hat sich noch beschwert über ihren kleinen Rüden, der wäre immer so frech.

    Ich habe es lachend abgetan, es wäre sein gutes Recht, als kleiner Hund sagen zu dürfen dass er durchaus seine Grenzen bestimmen kann, und er würde ja nix tun - außer eben etwas Krawall machen.

    Ehrlich, ich finde das nicht schlimm - ist nicht der erste, und sicherlich auch nicht der letzte Kleinhund, der eine solche Reaktion zeigt.

    Ich bin übrigens davon überzeugt, er hat das gemacht, weil er uns erkannt hat - wir sind uns schon mehrfach begegnet, und wir haben ja dann immer schön brav und ruhig auf Abstand gewartet, eben weil ich keinen Stress will.

    Die Frau hat sich bedankt, und wir sind dann die 20m zurück in den Weg, den wir gehen wollten.

    ach ja - dieser typische "das hat er ja noch nie gemacht"-Satz kam zwischendrin auch von der Frau. Ich glaube ihr das, es war schon sehr ungewöhnlich, dass ihre Hunde sich so weit entfernt haben und zurück liefen.

    Ich glaube, der kleine Kerl hat genau gewusst, was er da tut, und warum er das tut: Ego aufpolieren - mit meinen Beiden geht das ja, und das hat er gewusst xD

    Ach Mensch, mir tut das so leid, dass wir uns gestern so verfranst haben. Armer Opi.

    Warum?

    War es für den Opi denn nicht mal eine nette Abwechslung, an der er auch Freude hatte?

    Ja, heute tun ihm die Knochen ein wenig weh, so ist das mit dem Altern, es wird nicht mehr alles so einfach weggesteckt wie zu Zeiten, wo man noch in "Saft und Kraft" stand.

    Rücksichtnahme ist natürlich wichtig und richtig, eben darauf achten, dass es nicht ständig zu einer Überforderung kommt - denn ein "permanent über die Belastungsgrenze hinaus bewegen" ist selbstverständlich kontraproduktiv.

    Wenn es aber ab und an mal zu viel ist, aber Spaß macht - joah ... dann gibt es halt mal für ein paar Tage Schmerzmedis, und etwas mehr Ruhe, zum Erholen.

    Mitgefühl für deinen Opi ist gut, sicher genießt er auch gerne die Sondereinheiten "Betüddeln" - aber dich jetzt selbst kasteien, weil du dich schuldig fühlst ihm das zugemutet zu haben - nö.

    Mach das nicht :streichel:

    Zwei totgebissene Hunde sind auch nicht schön

    Dir ist aber schon klar, dass hier das Problem der Knastbruder war.

    Ändert das aber etwas daran, dass dieser Hund andere Hunde zu töten bereit ist und es auch zwei Mal getan hat?

    Ja, er war in der falschen Hand - was aber nicht heißt, jemand der sich eines Strafdeliktes schuldig gemacht hat, ist auch automatisch "die falsche Hand" für einen Hund.

    In "richtiger Hand" hätte dieser Hund möglicherweise einen Maulkorb aufgehabt, und hätte gelernt, sich nicht loszureißen.

    Du hast in Gänze verständnisvoll geschrieben Märchen :gut:

    Ja, verständnisvoll geschrieben ist das.

    Was aber völlig unberücksichtigt bleibt: Die Auswirkungen der Domestikation auf Hunde im Gesamten.

    Märchen stellt Hunde auf eine Stufe mit anderen Tierarten, und das wird der Art "Haushund" nicht gerecht.

    Nicht umsonst ist man sich in der Kynologie einig, dass die biologische Einordnung des Haushundes als Unterart des Wolfes zwar richtig ist, Haushunde aufgrund der Veränderungen durch die Domestikation aber eigentlich als eigene Spezies angesehen werden müssten.

    Btw: Hunde sind mehr als nur ihre Spezialisierungen - viel mehr.

    Genau das "nutzt" ja auch McChris , deren Spezialisten ja einen 24/7 Job bei ihr haben, und auch brauchen.

    Denn ansonsten wären diese Hunde für sie weder lenk- noch einschätzbar, noch zuverlässig.

    Gestern waren wir am See :smiling_face_with_hearts:

    Amigo hat Probleme mit dem Schwimmen, will aber seine Apportel im Wasser haben.

    Er war glücklich :smiling_face_with_hearts:

    Wir haben ja jetzt mit Prednisolon angefangen, 15mg pro Tag.

    Eigentlich sollte ich von der Klinik aus dann keiner Extraschmerzmittel mehr bedürfen, uneigentlich habe ich mit meiner Tierärztin besprochen, dass ich jetzt zumindest die nächsten Tage so viel Schmerzmittel gebe, wie ich meine.

    Mit dem Bewegen ist es bei ihm ein auf und ab, aber immer im Bereich grottig - halt mal mehr, mal weniger grottig.

    Zumindest belastet er aber mittlerweile sein rechtes Hinterbein wieder mehr, da scheint es mit den Schmerzen besser geworden zu sein.

    Ich hadere immer noch mit der Diagnose, schaffe es aber schon etwas besser, mich zusammen zu reißen.

    Montag macht meine Tierärztin bei uns einen Hausbesuch - ich bekomme Amigo derzeit nicht alleine ins Auto, weil er die Rampe (noch?) nicht hochlaufen kann.

    Librela steht aber wieder an, das bekommen sie dann zu Hause, und anschließend macht sie dann noch mindestens bei ihm eine Osteopathiebehandlung :smiling_face_with_hearts:

    Die wird Amigo einfach nur guttun, und genau darauf kommt es an.

    Wenn sie die Zeit hat - und das kommt darauf an, wie lange der Termin vor uns dauert - bekommt im Anschluss an Amigo auch unser Vasco eine Osteopathiebehandlung. Sonst muss ich zeitnah schauen, dass ich mit ihm zu ihr hinfahre.

    Vasco ist ja so ein unkomplizierter "Mitläufer", er wird im Juni 13, und hat zwar altersbedingte, aber eher unkomplizierte "Baustellen", die natürlich in der jetzigen Sorge um Amigo zwar deutlich kleiner sind - aber eben auch beachtet werden müssen.

    Ich werd mich jetzt mal anderweitig beschäftigen, bevor ich wieder im Tal der Trauer versinke ... merk ich gerade.

    Bei meinen Hunden habe ich normal um die 65 Euro pro Hund bezahlt, das müsste dann gemäß Gewichtstabelle 20mg pro Hund gewesen sein.

    Postleitzahl im 47er Bereich - was aber nichts bringen dürfte im Vergleich zu euch, weil meine Tierärztin einfach nur Extraklasse ist.

    Sie will z. B. für Kontrolluntersuchungen, bei denen sie nur eine Wundkontrolle macht, (nicht nur) von mir nix haben (bekommt aber immer was in ihre Kaffeekasse...).

    Damit sind wir wieder bei meiner Aussage "Hunde sind eben Hunde".

    In erster Linie sind sie - wie der Mensch - ein Säugetier, und können als solches Denken und Fühlen.

    Ich sehe das sehr einfach: Hunde haben keine Hände, und setzen deshalb sehr vielfältig ihre Zähne ein.

    Dabei können sie durchaus lernen, diese Zähne bewusst, sorgfältig, eben denkend einzusetzen.

    Gerade das Denken hat aber - genau so wie beim Menschen - seine Grenzen.

    Treffen Umstände zusammen, bei denen unwillkürliche Reaktionen und äußere Faktoren zusammen treffen, ist dieses Denken nicht mehr handlungsbestimmend.

    Genau daraus leitet sich eine erhöhte Sorgfalt in der Interaktion Hund und Kind ab.

    Wer sich dessen nicht bewusst ist, provoziert Unglücksfälle.