Beiträge von Hundundmehr

    Hi, Airen :winken:

    Zunächst einmal: Du scheinst in eurer Partnerschaft diejenige zu sein, die sich um die Erziehung der Hunde und die "familiären Abläufe" kümmert, und kommst bei mir sehr motiviert an. Wenn das bei euch so funktioniert, dein Partner und du damit glücklich seid - schön :smile:

    In Bezug auf Quattro: Wenn du diejenige bist, die Erziehung und auch (Grund-)Ausbildung machst, bzw. deinem Freund da ordentlich "zuarbeitest", während dein Freund derjenige ist, der das Hobby mit seinem Hund "teilt", ihm also die hundegerechte Auslastung als Jagdhund bietet, und das für dich die perfekte Arbeitsteilung für diesen Hund ist - dann bekommt Quattro doch genau das, was er in seinem Hundeleben erfahren sollte.

    Zum Problem, das ich im Kern hierin sehe:


    Also ne. Hier gibts keinen Obermacker.

    Genau darin sehe ich die grundsätzliche Problematik im Zusammenleben; Quattro ist einfach in einem Alter, in dem er absolut altersgerecht ausprobiert, wo er in dieser Welt steht, und ob er sich da nicht ziemlich weit "oben" einnisten kann.

    In dem insgesamt für mein Empfinden ganz wunderbaren post von Sockensucher findest du ganz viele Anregungen, wie du ein angenehmes Miteinander erlernen lassen kannst.

    Schau doch mal, ob du da Hinweise findest die konträr zu deinen bisherigen Interaktionen stehen, wo du - mMn - eben genau diese "Rangordnungsfindungsrangeleien" unterstützt und damit für die Hund erlaubst :denker:

    Ein Punkt sind z. B. die Interaktionen im Garten; Auch wenn diese harmlos und im Rahmen erscheinen, sind sie eine Grundlage für das vom Menschen erlaubte Rangordnungsgetue - und die würde ich gar nicht erst zulassen.

    Das hier hat Priorität, und ist das Ziel:

    Das schwierige ist, eben nicht alle Interaktionen zu unterbinden, das ploppt dann irgendwann eh hoch, sondern umzuwandeln in Kooperation ist besser, als Konkurenzgetue ...

    Meine Hunde bekommen von Welpe an eingetrichtert: Macht Einer etwas gut, profitieren alle davon.

    Ein kleiner "Trick" aus meiner persönlichen Erfahrung, um bei Kausachen kein Ressourcenprobleme zu forcieren:

    Gerade Kauartikel, die den Hunden längeres Kauvergnügen bescheren sollen, sind von mir nie unbeaufsichtigt gelassen worden.

    Die Hunde brauchen unterschiedlich lange Zeit, um diese zu vertilgen, und ich habe aktiv darauf geachtet, dass niemand den Hund belästigte, der als Letzter fertig war.

    War der letzte Hund fertig, und haben die anderen ihn brav in Ruhe gelassen - dann gab es als markiertes Ende dieses Kauvergnügens immer noch mal für alle Hunde ein leckeres, aber kurzes Kauhäppchen, quasi als "Sahnetupfer" obendrauf.

    Hat ein Hund sein langes Kauvergnügen nicht komplett gefressen und lässt es liegen, dann habe ich es aufgenommen und weggetan - und dann gab es den kurzen Kausnack zum Abschluss.

    So hatten die Hunde nie Gelegenheit, Futter etwa zur Ressource zu machen.

    Das Gleiche bei Spielzeug; Bemerkte ich, sie rangeln - Rangeln, nicht Spielen! - um ein Spielzeug, habe ich getrennt, und es entweder einkassiert, oder jedem Hund ein Spielzeug zugeordnet.

    Im Zweifelsfalle bin ich die "Herrin" der Ressourcen, einfach, weil ich die natürliche Rolle des Familienoberhauptes (neben meinem Mann, das glaubt er zumindest xD) ausfülle, und das eben einfach nur deshalb, weil ich der Mensch bin, die Menschenwelt kenne - in der meine Hunde ja leben - und als Mensch die meiste Erfahrung habe, wie die Klippen des Lebens galant umschifft werden können.

    Ansonsten gibt es in einer Familie keine Rangordung, keine Hierarchie, die etabliert und durchgesetzt und eben auch umkämpft werden muss.

    Du merkst, ich habe den Eindruck, ihr unterstützt möglicherweise unbewusst in dieser sowieso schon altersentsprechenden Phase von Quattro dessen "Rangordnungsfindungsbedürfnis". Das wird möglicherweise auch unterstützt durch den Fakt, es ist Quattro der Sonderaktionen mit deinem Freund zugeteilt bekommt.

    Dass er daraus keinen höheren Sonderstatus für sich ableitet, sondern gleichrangig mit den anderen Familienmitgliedern ist, kannst du im häuslichen Umfeld lehren.

    Zum Schluß noch ergänzend: Den Hund auf seinen Platz zu verweisen, empfinde ich als Strafe. Strafe ist immer ein guter Nährboden für Frust, und dieser Frust wird fokussiert auf den "Strafauslöser" - und das wäre in eurem Fall Barry.

    Auseinanderbringen, Auseinanderhalten - und den Hunden eine Alternative zeigen, wie sie von Konkurrenz zu Kooperation gelangen, von der alle profitieren.

    1. ich soll die Wohnung komplett neu streichen (habe dort 1,5 Jahre gewohnt, die Wände sehen top aus, selbstverständlich bessere ich alle Löcher ordentlich aus), da ich mit Hund in der Wohnung gewohnt habe (sie hat in der kompletten Zeit nichtmal jemals eine Wand auch nur berührt, die sind nämlich kalt, sie will Flausch und Fluff um sich rum!)


    Darf der Vermieter das verlangen?


    2. ich soll für die Kosten aufkommen, die der Vermieter an die Maklerin zahlt dafür, dass sie die Wohnungsübergabe macht, diese wären bei regulärer Kündigung aber ja genauso entstanden und er hat schon erhebliche Kosten gespart dadurch, dass ich die Wohnung ausgeschrieben habe, die Besichtigungen organisiert und durchgeführt habe und die gesamte Kommunikation bis Vertragsabschluss übernommen habe

    Im Einzelnen hast du jetzt noch dazu aufgeführt:

    3. Wird dem Mieter die Wohnung in renoviertem oder nicht renovierungsbedürftigem Zustand übergeben, i

    Das ist der Knackpunkt; Gemäß Gesetz muss ein Mieter nur ein Mal - entweder bei Einzug oder beim Auszug - die Renovierungskosten übernehmen.

    Wurde die Wohnung renoviert oder nicht-renovierungsbedürftigem Zustand übergeben, so ist der Mieter verpflichtet, die Wohnung in diesem Zustand bei seinem Auszug zu übergeben.

    Bei dir kommt noch der Passus des "Allergiker geeignete Vermietung" dazu, die an die Erlaubnis zur Hundehaltung gebunden war.

    Für einen hochgradigen Allergiker reicht es, wenn irgendwo in der Ecke durch Luftzug ein paar Hundehaare angepappt wurden...

    Du hast diese Regeln beim Einzug akzeptiert, und es obliegt dir, diese nun umzusetzen.

    Ein Gespräch mit dem Rechtsanwalt könnte sich allerdings lohnen, wenn du die Wohnung unrenoviert übernommen hast, weil hier möglicherweise durch diesen Passus "allergikergerechte Übergabe" eine Umgehung der gesetzlichen Vorschrift der Verpflichtung zur EINMALIGEN Renovierung - also entweder bei Einzug oder bei Auszug - versucht wird durchzusetzen.

    "Da der Vermieter der Vertragsaufhebung vor dem 1.4.2023 zustimmt, erstattet die Mieterin die Kosten, die ihm durch die vorzeitigen Wohnungsübergaben entstehen. Hierbei handelt sich insbesondere um die Kosten für die Durchführung der Wohnungsrückgabe der Mieterin sowie die Wohnungsübergabe an die Nachfolgemieter jeweils durch den Beauftragten des Vermieters."


    Das seh ich echt nicht ein, er hätte 6 Monate später ja auch die Übergaben beauftragen müssen und mir diese nicht berechnen dürfen, oder?

    Tatsächlich hat der Vermieter einen Einnahmeverlust, weil er Kosten, die erst für das nächste Geschäftsjahr eingeplant wurden, schon in diesem Jahr aufbringen muss. Evtl. kann er dir aber nur einen Teil dieser Kosten auferlegen, dazu kann dir aber nur der Anwalt etwas sagen.

    Es kann so viel einfacher sein, wenn man sich die paar Sekunden Zeit nimmt, solche Begegnungen einmal zu koordinieren, wenn man schon sieht, dass es stressig werden könnte :bindafür:

    Ja, im Vorfeld schon so agieren, und erst gar keinen Stress aufkommen lassen, hat viele Vorteile.

    Meiner Erfahrung nach ist diese stressbereinigte Grundlage oftmals sogar Basis für eine stressfreie Interaktion der Hunde im Anschluss - nach Absprache natürlich.

    Gestern im Wald, kommt mir ein Mann entgegen, ich sehe, sein Hund ist angeleint.

    Also in Ruhe meine Jungs gebremst und gefragt, ob ich anleinen soll, Leine hatte ich schon in der Hand.

    Seine Antwort habe ich nicht verstanden, allerdings stellte er sich mit seinem Hund an den Wegrand, und schien warten zu wollen.

    Ich habe also beide angeleint, kurz gestockt - und dem Mann dann rübergerufen, es wäre mir zu eng um jetzt mit meinen beiden Jungs an ihm vorbeizugehen, das würde ich nicht schaffen, und gefragt, ob er vorbeigehen könnte, ich würde mich mehr ins Unterholz stellen.

    Wollte und konnte er :cuinlove:

    Wir also deutlich ins Unterholz, so ca. 7-8m vom Weg entfernt, sein Hund ging nah neben ihm - und sprang plötzlich auf unserer Höhe ohne einen Ton von sich zu geben in die kurz gehaltene Schleppleine zu uns hin.

    Joah ... wie gut, dass ich deutlich weiter als der Mann ins Unterholz ausgewichen bin.

    Der Mann hatte seinen Hund allerdings recht unspektakulär (ohne Worte, ohne sauer zu werden, einfach nur die Leine deutlich gekürzt) wieder sofort bei sich - und da ich mich gut auf meine Jungs, vor Allem Leif, konzentrieren konnte, blieben die beiden auch völlig ruhig bei mir sitzen.

    Der Mann und ich haben derweil während des Passierens einige freundliche Worte gewechselt, ich habe mich bedankt dass er vorbei ging, weil es so leichter für uns war, er meinte, kein Problem, gerne geschehen :smile: (irgendwo dazwischen war die kleine Einspringeinlage seines Hundes, hat ihn nicht aus der Fassung gebracht.)

    Normalerweise hätte ich gar nicht gefragt, sondern ihn im großen Bogen ins Unterholz ausweichend passiert - nur ging das ausgerechnet da wo er stand nicht, weil dort recht großflächig durch umgestürzte und abgebrochene Bäume und Äste das Unterholz nicht begehbar ist.

    Vermutlich wäre es ihm mit seinem Hund auch leichter gefallen, wenn wir passiert hätten.

    Dass er meiner freundlichen Frage nachgekommen ist, fand ich sehr angenehm, und auch, dass er trotz dieser kleinen "Einlage" seines Hundes völlig unberührt und weiter freundlich blieb, auch seinem Hund gegenüber :smile:

    @daisy2906

    Hallo Lena,

    kann es sein, dass deine Eltern dir deshalb die Erlaubnis zu einem eigenen Hund gegeben haben, damit du lernst Verantwortung zu übernehmen?

    Hier als Medium zu Erziehungszwecken ein denkendes und fühlendes Lebewesen zu nehmen, ist äußerst ungerecht diesem Lebewesen gegenüber.

    Du hast zwei Möglichkeiten:

    Entweder übernimmst du die Verantwortung, und arbeitest aktiv selber daran, erwachsen zu werden - oder du gibst den Welpen bitte sofort wieder ab, und lebst dein Leben weiter wie bisher.

    Dem Welpen wünsche ich alles Gute, und meine, es wäre für ihn die beste Lösung wenn ihm durch seinen Züchter ein liebevolles und verantwortungsbewusstes Zuhause gesucht wird.

    Sagtmal. Auf unserer Handwerker-Rechnung wird der Auszubildende im 3. Lehrjahr (der wirkte, wie 16 und mal absolut GAR NIX gemacht hat) mit 25 Euro mit abgerechnet. Ist sowas normal?

    Ja, war bei uns auch so.

    Der Azubi (auch 3. Lehrjahr) hat viele Handreichungen gemacht, einige Arbeiten selbstständig.

    Bei unseren Elektroarbeiten war es z. B. der Fall, dass einer im Keller am Sicherungskasten stehen musste für ein "Feedback" an den Mitarbeiter oben im Raum, wo die eigentlichen Anschlussarbeiten gemacht werden mussten.

    Bei solchen Arbeiten ist der Azubi für den Kunden preiswerter als ein ausgelernter Geselle.

    Dass der Azubi nicht kostenlos beim Kunden mitarbeitet - auch wenn für den Kunden nicht immer ersichtlich ist, dass er auch Arbeit leistet - finde ich völlig legitim.

    Rywena

    Von deinem ersten Post her scheint dein Hund unsicher zu sein (der Reaktion auf die Tube und dem Knisterbeutel nach, die ich als Hinweise darauf sehe).

    Dann ist es im höchsten Maße nicht nur nicht-artgerecht, dem Hund den Aspekt des Satt-Fressen-Könnens vorzuenthalten, sondern auch völlig kontraproduktiv; Sicherheit bei der Futterbereitstellung sind Anker für das seelische Befinden eines Hundes, gerade wenn er zu Unsicherheit neigt.

    Zu der Trainingsliste:

    Ich bin immer bemüht, mich nicht von Vorurteilen leiten zu lassen, und finde es immer wieder erschreckend, wenn die Realität solche vorgefassten Meinungen bestätigt.

    Verdammt, wir haben doch Gesetze, warum werden diese nicht angewandt?

    Ein erfreuliches Gegenbeispiel: Gestern der Handwerker bei uns im Haus, wir plauderten ein wenig, Aufhänger waren unsere Hunde.

    Er erzählte von seinem schon seit langem gehegten Wunsch, einen eigenen Hund zu halten, aber irgendwie hätten die Rahmenbedingungen (zu viel Arbeit mit zu viel Überstunden, zu beengte Wohnung mit hundeungeeignetem Umfeld) nie gepasst.

    Jetzt passt es, er hat mit seiner Lebensgefährtin ein große Wohnung ... und: xD :applaus: Ich kenne seine Freundin, sie ist die mit den Dogo Argentinos aus dem Tierschutz, von der ich an anderer Stelle mal berichtet hatte.

    Sie hat jetzt einen Pflegehund, 8 Jahre, irgendeine Rasse die auch zu den Listis gehört (american Bully, mit hohem Weißanteil - hab ein Foto gezeigt bekommen), und er findet ihn so toll und kommt so gut mit ihm klar, dass er jetzt dabei ist die Halterprüfung für diesen Hund abzulegen, damit seine Freundin Pflegestellenversagerin wird, weil das dann sein Hund (im gemeinsamen Haushalt) wird.

    Das ist ein Hund, der nach einem bis dahin erbärmlichen Schicksal noch mal seine verbliebenen Lebensjahre in liebevollen, geeigneten Händen mit verantwortungsvollen Besitzern erleben wird.

    Hunde laufen ja zu den Menschen um zu beschwichtigen und "gut Wetter zu machen". Nicht, weil sie Fremde mögen ...

    Das mag für einige Hunde zutreffen, aber das jetzt so pauschal auf alle Hunde beziehen, halte ich für falsch.

    Meine Hunde, aber wirklich extrem unser Leifur, haben alle Menschen dermaßen positiv belegt, dass sie tatsächlich freudig von sich aus Kontakt suchen.

    Hier war es immer meine Aufgabe, die Hunde schon von Welpe an zu lehren, dass man an fremden Menschen auch völlig ignorant vorbei gehen kann, dass Menschen völlig normales Umweltgeschehen sind, die nicht jedesmal mit Aufmerksamkeit "beglückt" werden müssen, und Hund auch ohne durch Menschen abgelenkt zu werden seinen eigenen Geschäften nachgehen kann.

    Das ist natürlich bei Hunden wie den meinen eine andere Aufgabe, als bei Hunden die von ihrem Charakter/ihren Veranlagungen her eher erst mal vorsichtig oder gar befremdlich auf andere Menschen reagieren.

    Das Ziel ist aber das Gleiche: Menschen gehören zur normalen Umwelt, und es ist völlig normal diese nicht zu beachten, solange die Situation nicht etwas anderes verlangt.

    Ich persönlich finde Hunde, die jeden Menschen ungefragt und unaufgefordert beglücken, als extrem lästig.

    Deshalb gehe ich genau so vor:

    Ich übe mit meinen Hunden, dass jedes nur ans Abwenden denken belohnt wird, bergeweise. So lernen sie nachhaltig, dass sie gar nicht hin müssen. Und, wenn sie doch mal Kontakt aufnehmen, jederzeit gehen können.